Zum Tod des Logistikmilliardärs Kühnes Karriere in Bildern
Er war Konzernchef, Großaktionär, Mäzen, HSV-Fan, einer der reichsten Deutschen und vieles mehr. Das manager magazin hat die Karriere von Klaus-Michael Kühne mit all ihren Aufs und Abs eng begleitet. Ein Rückblick.
Das Lebenswerk des Multimilliardärs: Bis kurz vor seinem Tod überraschte Klaus-Michael Kühne auch im Alter von 89 Jahren noch immer mit spektakulären Investments: unter anderem bei der Lufthansa, bei Flix und beim Dax-Konzern Brenntag. Im Zentrum steht dabei seine Beteiligungsgesellschaft, die Kühne Holding. Sie fällt mangels Erben – Kühne ist kinderlos – nach seinem Tod an die Kühne-Stiftung und soll das Lebenswerk des Milliardärs nicht nur konservieren, sondern mit ihrem bunten Portfolio quicklebendig halten: Hier lesen Sie mehr zu Klaus-Michael Kühnes Beteiligungen in der deutschen Konzernwelt .
Der untypische Hochvermögende: Kühne war keiner von den leisen Milliardären. „Er ist ein sperriger Typ, der gern auch mal aneckt, aber man darf ihn deshalb nicht als Wüterich abtun“, sagt manager-magazin-Reporter Michael Machatschke (l.), der Kühnes Karriere über viele Jahre hinweg eng begleitet, in einem Podcast über den legendären Unternehmer. Hören Sie hier noch einmal, was Kühne laut Machatschke so außergewöhnlich macht.
Großaktionär und Dauerkritiker bei der Lufthansa: Eine von Kühnes spektakulärsten Beteiligungen war die an der Lufthansa. Mit einem Anteil von rund 20 Prozent war er der bei Weitem größte Aktionär der deutschen Fluggesellschaft. Immer wieder hat er gegen die aus seiner Sicht unhaltbaren Zustände im Konzern von CEO Carsten Spohr protestiert – im kleinen Kreis wie auch öffentlich. Lesen Sie hier mehr über die Machtprobe zwischen dem Großaktionär Kühne und dem Lufthansa-Chef Spohr .
Foto: Axel Heimken / dpa / picture alliance
„Stadionbesuche habe ich aufgegeben“: Auch Kühnes Engagement für den Hamburger SV bleibt in Erinnerung. Zwischen 60 und 80 Millionen Euro hat Kühne nach eigener Schätzung in den Fußballverein gesteckt. Allein für die Namensrechte des HSV-Stadions gab er seit 2015 mehr als 16 Millionen Euro aus, damit die Spielstätte wieder „Volksparkstadion“ heißen konnte (statt zuvor AOL- oder Imtech-Arena). Die Fans dankten ihm das wenig. „Ich habe immer alles getan, damit der HSV die Lizenz behält und nicht pleitegeht, aber das sehen die Fans nicht, die wollen nur den Kapitalisten nach Hause schicken“, erklärte er einst gegenüber dem manager magazin. Lesen Sie hier, was Kühne als Fußballinvestor antrieb .
Ein Herz für Hamburg: Klaus-Michael Kühne gehörte zuletzt stets zu den 500 reichsten Deutschen , im vergangenen Jahr landete er mit einem Vermögen von 23,5 Milliarden Euro auf Platz 6 der Rangliste. Sein Geld steckte er aber nicht nur in Unternehmen oder den HSV, sondern auch in seine Hamburger Heimat. Sein Lieblingsprojekt war dabei der Bau einer neuen Oper in der HafenCity – bis zu 340 Millionen Euro wollte Kühne dafür zur Verfügung stellen. Hier lesen Sie, warum Hamburg dem Milliardär so am Herzen lag .
Das Finale seiner Karriere: Kühne hat immer wieder riskant investiert, er hat das Management seiner Unternehmen getriezt bis zur Verzweiflung, und bisweilen ist er auch abgeprallt mit seinen Initiativen und Vorstößen. Vor einigen Jahren blies er noch einmal zum Angriff, um sein Firmenreich zu ordnen und sein Erbe zu regeln. Hier lesen Sie, welche Pläne Klaus-Michael Kühne im stolzen Alter von 85 noch schmiedete .
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