Business-Ticker : Lufthansa und Air France wollen Portugals Fluglinie TAP

Deutschlands Lufthansa will Drehkreuz in Portugal stärken.dpa

Airlines im Bieterkampf +++ Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent +++ Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Lufthansa will bei Portugals Fluglinie TAP einsteigen

Deutschlands Lufthansa und ihre französische Konkurrentin Air France KLM liefern sich einen Bieterkampf um die portugiesische Fluggesellschaft TAP. Die gehört dem Staat.

Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TAP an einen strategischen Partner verkaufen.

Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TAP an einen strategischen Partner verkaufen.

Lufthansa und Air France heben laut Reuters ihre guten Absichten hervor. "Wir wollen die nationale Airline ‌Portugals als Teil der Lufthansa Gruppe und führende ‌Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken", wird Lufthansa-Chef Carsten Spohr zitiert. Lissabon solle als Drehkreuz gestärkt werden, und die nationale Identität der Airline TAP wie bei anderen Töchtern der Gruppe gewahrt bleiben.

Sparkurs beginnt bei Wacker Chemie zu greifen

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie blickt nach einem deutlichen Ergebnisanstieg im zweiten Quartal optimistischer ​auf das laufende Jahr. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 2026 nun zwischen 625 und 750 Millionen Euro liegen, wie ⁠das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte Wacker 550 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Grund für die bessere Prognose seien Einsparungen durch das laufende Effizienzprogramm sowie ein positiver Sondereffekt aus den Pensionsrückstellungen. Für den Umsatz rechnet ‌der Konzern dagegen nur noch mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Plus im hohen einstelligen Bereich erwartet worden war. Wacker begründete die Anpassung damit, dass Rohstoff- und Energiepreise absehbar nicht ‌so stark steigen würden wie ‌bisher erwartet. Damit werde das Unternehmen auch seine Verkaufspreise voraussichtlich weniger stark anheben als bisher angepeilt.

Die gewaltsamen Konflikte im Nahen Osten hatten Beschaffungskosten in die Höhe getrieben. Diese Mehrkosten gibt Wacker an seine Kunden weiter.
Im abgelaufenen Quartal steigerte ​Wacker den Umsatz um sieben Prozent auf 1,52 Milliarden ⁠Euro. Das Ebitda kletterte um 85 Prozent auf 211 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein außerordentlicher Ertrag von knapp 37 Millionen ​Euro, der aus einer Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge einer Änderung der betrieblichen Altersversorgung resultierte. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben ⁠im Rahmen der Analystenerwartungen. Unter ‌dem Strich stand ein Gewinn von 350 Millionen Euro.

Hier profitierte Wacker auch von einem im Mai mitgeteilten Verkauf von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic, der rund 243 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Durch den Mittelzufluss aus der ⁠Transaktion dürften die Nettofinanzschulden ⁠im Gesamtjahr auf 500 Millionen Euro sinken.

Trotz des Gewinnwachstums warnte Konzernchef Christian Hartel vor Gegenwind. „Auf der Nachfrageseite ⁠sehen wir aktuell keine ​Trendwende“, sagte ⁠der Manager. Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie ​der Automobil- oder Bauindustrie sei weiter schwach. In vielen Märkten bestünden ‌massive Überkapazitäten. Wacker steuert mit einem im vergangenen Oktober aufgelegten Sparprogramm gegen, das jährliche Einsparungen von mehr als 300 ​Millionen Euro bringen soll. Im Zuge dessen sollen rund ​1500 Stellen abgebaut werden, der Großteil davon in Deutschland.

Grund für die bessere Prognose seien Einsparungen durch das laufende Effizienzprogramm sowie ein positiver Sondereffekt aus den Pensionsrückstellungen. Für den Umsatz rechnet ‌der Konzern dagegen nur noch mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Plus im hohen einstelligen Bereich erwartet worden war. Wacker begründete die Anpassung damit, dass Rohstoff- und Energiepreise absehbar nicht ‌so stark steigen würden wie ‌bisher erwartet. Damit werde das Unternehmen auch seine Verkaufspreise voraussichtlich weniger stark anheben als bisher angepeilt.

Die gewaltsamen Konflikte im Nahen Osten hatten Beschaffungskosten in die Höhe getrieben. Diese Mehrkosten gibt Wacker an seine Kunden weiter.

Im abgelaufenen Quartal steigerte ​Wacker den Umsatz um sieben Prozent auf 1,52 Milliarden ⁠Euro. Das Ebitda kletterte um 85 Prozent auf 211 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein außerordentlicher Ertrag von knapp 37 Millionen ​Euro, der aus einer Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge einer Änderung der betrieblichen Altersversorgung resultierte. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben ⁠im Rahmen der Analystenerwartungen. Unter ‌dem Strich stand ein Gewinn von 350 Millionen Euro.

Hier profitierte Wacker auch von einem im Mai mitgeteilten Verkauf von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic, der rund 243 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Durch den Mittelzufluss aus der ⁠Transaktion dürften die Nettofinanzschulden ⁠im Gesamtjahr auf 500 Millionen Euro sinken.

Trotz des Gewinnwachstums warnte Konzernchef Christian Hartel vor Gegenwind. „Auf der Nachfrageseite ⁠sehen wir aktuell keine ​Trendwende“, sagte ⁠der Manager. Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie ​der Automobil- oder Bauindustrie sei weiter schwach. In vielen Märkten bestünden ‌massive Überkapazitäten. Wacker steuert mit einem im vergangenen Oktober aufgelegten Sparprogramm gegen, das jährliche Einsparungen von mehr als 300 ​Millionen Euro bringen soll. Im Zuge dessen sollen rund ​1500 Stellen abgebaut werden, der Großteil davon in Deutschland.

MTU sucht nach Alternativen für FCAS-Projekt

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines ​blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Der Vorstand bekräftigte am Donnerstag seine Jahresziele trotz der Konflikte im Nahen Osten. Der um Sondereffekte bereinigte Umsatz stieg in den ‌ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. ‌Das bereinigte ‌operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um fünf Prozent auf 692 Millionen Euro zu.

Der Vorstandsvorsitzende ⁠Johannes Bussmann berichtete von einer weiterhin hohen Nachfrage und keinerlei Stornierungen von Aufträgen. Den ​stärksten Zuwachs verbuchte MTU in der zivilen Instandhaltung ⁠mit einem Umsatzplus ‌von 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft wuchs mit 15 Prozent zweistellig. ⁠Für das Gesamtjahr ⁠rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen ⁠9,2 ​und ⁠9,7 Milliarden Euro sowie einem ​bereinigten Ebit von 1,35 bis ‌1,45 Milliarden Euro.

Nach dem Aus des europäischen Kampfjets FCAS sucht MTU nach Alternativen für seine Kooperation mit der französischen ⁠Safran. „Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten und andere Partner, mit denen wir das machen können“, sagte MTU-Chef Bussmann in der Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. „Das haben ‌wir der Regierung dann auch vorgeschlagen und mit den Partnern entsprechend auch gesprochen.“

Der Vorstandsvorsitzende ⁠Johannes Bussmann berichtete von einer weiterhin hohen Nachfrage und keinerlei Stornierungen von Aufträgen. Den ​stärksten Zuwachs verbuchte MTU in der zivilen Instandhaltung ⁠mit einem Umsatzplus ‌von 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft wuchs mit 15 Prozent zweistellig. ⁠Für das Gesamtjahr ⁠rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen ⁠9,2 ​und ⁠9,7 Milliarden Euro sowie einem ​bereinigten Ebit von 1,35 bis ‌1,45 Milliarden Euro.

Nach dem Aus des europäischen Kampfjets FCAS sucht MTU nach Alternativen für seine Kooperation mit der französischen ⁠Safran. „Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten und andere Partner, mit denen wir das machen können“, sagte MTU-Chef Bussmann in der Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. „Das haben ‌wir der Regierung dann auch vorgeschlagen und mit den Partnern entsprechend auch gesprochen.“

Übernahme in Polen beflügelt Erste Group

Die Erste Group profitiert von ihrer Übernahme der Santander Bank Polska. Zum Halbjahr bilanzierte Österreichs größtes Geldhaus mit einem Nettogewinn von fast zwei Milliarden Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Auch die Risikokosten des stark in Zentral- und Osteuropa engagierten Instituts stiegen deutlich von 182 Millionen Euro auf 583 Millionen Euro an. 

Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender Kredite blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).

Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. „Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.

Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, das Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen

Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender Kredite blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).

Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. „Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.

Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, das Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen

Wasserkraft treibt Andritz an

Der österreichische Anlagenbauer Andritz bilanziert zum Halbjahr mit einem Rekord beim Auftragsbestand. Dank starker Nachfrage, insbesondere aus der Wasserkraftsparte, stieg der Auftragseingang um 25,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro. 

Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.

Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent.

Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.

Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent.

Adidas erwartet nach Fußball-WM zweistelliges Umsatzwachstum

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Die weltweite Nummer zwei auf dem Sportartikelmarkt nimmt nun im laufenden Jahr ein ⁠zweistelliges Umsatzwachstum ins Visier, bleibt aber bei der Gewinnprognose. Bei der Fußball-WM liefen 14 von 48 Nationalteams in Adidas-Trikots auf, darunter die beiden Finalisten Spanien ‌und Argentinien. Das trieb den Absatz von Fan-Trikots nach oben, der Umsatz mit Bekleidung stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 35 Prozent. Börsianer zeigten sich trotzdem enttäuscht: Sie hätten eine stärkere Anhebung der Ziele erwartet, sagte ein Händler. Die Aktie des Herzogenauracher Unternehmens brach um mehr als ‌15 Prozent ein.

Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ‌ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund ​2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die ⁠USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen ​erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters)

Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ‌ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund ​2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die ⁠USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen ​erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters)

BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Die Krise auf dem ​chinesischen Automarkt reißt Löcher in die Bilanz des Autobauers BMW. ⁠Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn der Münchner nach Angaben vom Donnerstag unter dem Strich um ‌34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 ‌Milliarden Euro.

Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom ​Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der ⁠Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend ​verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, ⁠Tausende Stellen in ‌Deutschland zu streichen.

Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom ​Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der ⁠Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend ​verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, ⁠Tausende Stellen in ‌Deutschland zu streichen.

An seiner erst im Juni gesenkten Prognose hält BMW fest. Statt eines moderaten Dämpfers sagen ⁠die Münchner ⁠für das Gesamtjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als ⁠15 Prozent ​voraus. ⁠Die für das Unternehmen ​wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft soll bei gerade ‌einmal einem bis drei Prozent liegen.

Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent

Getrieben durch die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz hat der südkoreanische Technologiekonzern Samsung seinen Gewinn massiv steigern können. Im zweiten Quartal habe der operative Gewinn bei 89,49 Billionen Won (knapp 54 Milliarden Euro) gelegen, teilte das Unternehmen mit. Dies sei ein Anstieg um 1813 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 

Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won.

Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab.

Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won.

Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab.

Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim

Der Online-Handelsriese Amazon wird im Südwesten Deutschlands seinen Standort in Pforzheim deutlich erweitern, das Personal dort bis Ende 2029 mehr als verdoppeln und über 300 Millionen Euro investieren. Nach Worten eines Amazonsprechers geht damit auch eine Veränderung des Standorttyps einher: Statt wie bisher mittelgroße Artikel wie etwa Windelpackungen oder Spielkonsolen zu lagern, werden dort künftig kleine bis mittlere Artikel bereitgestellt werden – vom USB-Stick bis hin zum Bügeleisen, wie der Sprecher sagte. 

Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter.

Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter.

Deutsche Bahn macht offenbar erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn gemacht. Der Konzern habe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichtete die Zeitung vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am Donnerstag. Außerdem verzeichnete die Bahn demzufolge die höchsten Passagierzahlen seit der Corona-Pandemie.

Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden.

Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden.

Microsofts steigert Gewinn um fast ein Drittel

Microsoft hat im vergangenen Geschäftsjahr 2026/27 dank einer hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Der Erlös sei in den zwölf Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 332 Milliarden Dollar (290 Mrd. Euro) nach oben geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Redmond mit. Der Gewinn zog um fast ein Drittel auf knapp 134 Milliarden Dollar an. Operativ verdiente der Konzern 155 Milliarden Dollar und damit gut ein Fünftel mehr. Microsoft schnitt beim Umsatz und Ergebnis besser ab erwartet als erwartet. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zu.

RBI übernimmt Addiko Bank

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Ringen um die Übernahme der Addiko Bank gewonnen. Nach Ablauf der Annahmefrist haben die Aktionäre der Bank 56,16 Prozent ihrer Aktien angedient, wie die RBI Mittwochnachmittag mitteilte. Damit wurde die von dem zweitgrößten Finanzinstitut Österreichs gesetzte Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent überschritten. Trotz eines preislich deutlich höheren Angebots muss sich der slowenische Konkurrent Nova Ljubljanska banka (NLB) nun geschlagen geben.

Seit Monaten hatten RBI und NLB um das auf Zentral- und Südosteuropa spezialisierte Geldhaus gebuhlt, das vor mehr als zehn Jahren aus den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken hervorgegangen war. Am Ende bot die NLB mit 37,00 Euro je Aktie deutlich mehr als die RBI, die nur 26,50 Euro je Anteilsschein auf den Tisch legte – und ging dennoch leer aus.

Attraktiv war das niedrigere RBI-Angebot wohl deshalb, weil die Bank bereits eine Vereinbarung mit dem serbischen Addiko-Aktionär Alta Group geschlossen hat. Denn RBI will nach der Übernahme lediglich das Geschäft von Addiko in Kroatien, Slowenien und Österreich behalten. Die übrigen Märkte – Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro – will sie hingegen mittels abstoßen.

Ausgebrochene KI von Open AI hat wohl vier weitere Online-Dienste attackiert

Der Hackerangriff durch eine außer Kontrolle geratene KI-Software des amerikanischen Unternehmens Open AI hat größere Ausmaße als bislang bekannt. Wie Fachportale wie Wired.com und Hacker News berichten, hat der autonome KI-Agent von Open AI während seines Ausbruchs aus seiner Testumgebung nicht nur die Internetplattform Hugging Face attackiert, sondern gezielt fremde Zugangsdaten abgegriffen und mindestens vier weitere Online-Dienste gekapert, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.

Der Vorfall ereignete sich beim Test eines neuartigen KI-Modells und eines Forschungsprototypen auf der Benchmark-Plattform ExploitGym. Um die maximalen Angriffsfähigkeiten zu messen, hatte Open AI die Sicherheitsleitplanken deaktiviert. Statt die gestellten Programmierrätsel regulär zu lösen, entschied sich die KI wohl autonom dazu, die Musterlösungen direkt von den Servern von Hugging Face zu stehlen.

In einer aktualisierten Stellungnahme betont Open AI jedoch, dass bisher keine weiteren Vorfälle von ähnlicher Schwere oder Skalierung wie bei Hugging Face festgestellt wurden. Die laufende Untersuchung ergab lediglich, dass die Modelle öffentlich einsehbare Zugangsdaten nutzten, um auf Account-Ebene in vier Konten bei vier Drittanbieter-Diensten einzudringen. Zudem war der Code eines Kunden des Anbieters Modal betroffen. Hinweise auf eine tiefere Beeinträchtigung dieser Anbieter oder anderer Nutzerkonten gebe es nicht. Zusätzlich nutzte die KI frei zugängliche Web-Werkzeuge wie Screenshot-Dienste als Steuerungsnetzwerk, ohne diese jedoch auf System- oder Account-Ebene zu kompromittieren. Bei Hugging Face hingegen erlangte der Agent Administrator-Rechte, Root-Zugriffe auf Produktionsservern und band 181 eigene Geräte ein.

Der Vorfall hat in den USA bereits politische Konsequenzen ausgelöst. Im US-Kongress wurde parteiübergreifend der „AI Kill Switch Act" eingebracht, um Notabschalt-Mechanismen für KI gesetzlich vorzuschreiben. Open AI hat den betroffenen Forschungsprototypen inzwischen deaktiviert und verschlüsselt.

Südkorea bremst wegen Kursausschlägen riskante Wetten auf Aktien aus

Angesichts extremer Kursschwankungen an der Börse verschärft Südkorea die Regeln für hochspekulative ​Finanzprodukte. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen Anleger künftig nur noch maximal 20 Prozent ihres gesamten Anlagevermögens in gehebelte, börsengehandelte Fonds (ETFs) ⁠investieren dürfen, die sich auf eine einzelne Aktie beziehen. Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Seoul nach einer Notfallsitzung mit. Die Aufsichtsbehörden machen konzentrierte Wetten auf diese Produkte für die jüngsten heftigen Marktbewegungen ‌mitverantwortlich. Mit den gehebelten ETFs können Anleger überproportional an den Kursbewegungen einer einzelnen Aktie teilhaben. Als Kehrseite vervielfacht sich aber auch das Verlustrisiko.

Hintergrund der Notfallsitzung sind die drastischen Kursverluste am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi ‌fiel am Mittwoch um ‌5,98 Prozent, nachdem er schon am Vortag um 10,84 Prozent eingebrochen war. In der Spitze wurden umgerechnet bis zu gut 1,9 Billionen Euro am Aktienmarkt in Seoul vernichtet. Sorgen über die Profitabilität von milliardenschweren Investitionen in Künstliche ​Intelligenz (KI) verunsicherten die Anleger. Die Behörden kündigten an, ⁠die Finanzmärkte rund um die Uhr zu beobachten. Bei Bedarf sollen alle verfügbaren politischen Instrumente eingesetzt werden, um für Stabilität ​zu sorgen.

Zudem will die Regierung die Kosten für den Handel mit diesen Produkten erhöhen, um exzessive Aktivitäten einzudämmen. Dies könnte ⁠durch Gebühren geschehen, ‌die denen für eine übermäßige Anzahl von Order-Eingaben am Terminmarkt ähneln. Darüber hinaus sollen Anleger künftig zusätzlich zu den bestehenden Schulungen auch den Handel mit den Produkten simulieren müssen, bevor sie investieren dürfen. Die Maßnahmen sollen ⁠dem Ministerium zufolge ⁠umgehend auf den Weg gebracht werden.

Die neuen Schritte sind Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets. Bereits zuvor angekündigte Schutzmaßnahmen, ⁠wie die Anhebung der ​erforderlichen Mindesteinlage ⁠auf 30 Millionen Won (gut 18.100 Euro), treten ​am 31. Juli in Kraft. Die Neuemission von Produkten auf Einzelaktien ‌sowie die Werbung dafür hatte Südkorea schon gestoppt. Zudem soll eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, die es ​den Aufsichtsbehörden in Notfällen erlaubt, Maßnahmen zur Marktstabilisierung zu ergreifen. ​Als Vorbild dient dabei das flexiblere Hebelsystem in Hongkong. 

Zuckerberg gegen Verbot chinesischer KI-Modelle

Sollte die US-Regierung die Nutzung von chinesischen KI-Modellen unterbinden? Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnt das gegenüber der Finanzzeitung „Financial Times“ ab. Dieser Schritt sei keine wirksame Lösung.

Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist.

Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch.

Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist.

Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch.