Business-Ticker : Kretschmer: Keine Entscheidung zu VW-Werken am Freitag

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich gerade mit VW-Chef Oliver Blume getroffen.Reuters

DIW verdoppelt die BIP-Prognose für Deutschland +++ Nestlé verkauft Geschäft mit Vitaminen an Finanzinvestor +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: Keine Entscheidung zu VW-Werken am Freitag

Nach Berichten über ein Ende der Autoproduktion an vier deutschen Standorten von VW und Audi nach 2030 hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appelliert, „die Nerven zu behalten“. „Auch am Freitag wird es dazu keine Entscheidung geben“, sagt der CDU-Politiker nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA. Die jüngsten Meldungen bezeichnete er als „ganz bedrückende Gerüchte“.

Protest gegen die Pläne der VW-Führung kommt weiterhin auch aus Niedersachsen, wo Volkswagen seinen Stammsitz hat. „Wir werden uns als Landesregierung um jeden Standort bemühen - auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit", betonte der Sprecher der Landesregierung. Und er ergänzte: „Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden." Der VW-Vorstand legt dem Aufsichtsrat am Freitag dieser Woche nach einem Bericht etwa der „Wirtschaftswoche“ ein Papier vor, wonach die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden soll, im Werk Hannover im Jahr 2032 und im Audi-Werk in Neckarsulm im Jahr 2034.

Protest gegen die Pläne der VW-Führung kommt weiterhin auch aus Niedersachsen, wo Volkswagen seinen Stammsitz hat. „Wir werden uns als Landesregierung um jeden Standort bemühen - auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit", betonte der Sprecher der Landesregierung. Und er ergänzte: „Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden." Der VW-Vorstand legt dem Aufsichtsrat am Freitag dieser Woche nach einem Bericht etwa der „Wirtschaftswoche“ ein Papier vor, wonach die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden soll, im Werk Hannover im Jahr 2032 und im Audi-Werk in Neckarsulm im Jahr 2034.

„Diese Nachricht macht uns wütend“, sagt die Vorsitzende der Linke-Fraktion im sächsischen Landtag, Susanne Schaper. „Dahinter stecken die überreichen Eigentümerfamilien und ein versagendes Management, die alle miteinander den Hals nicht vollkriegen.“ Der Zwickauer Landrat Carsten Michaelis (CDU) fordert von Konzernchef Oliver Blume eine eindeutige Klarstellung. Die bekanntgewordenen Berichte „treffen Zwickau und die gesamte Region mit voller Wucht“. Sollte der VW-Vorstand tatsächlich schon einstimmig das Ende der Fahrzeugproduktion in Zwickau im Jahr 2031 beschlossen haben, stehe das im Widerspruch zu dem Eindruck, den Blume vergangene Woche bei seinem Besuch in Zwickau vermittelt habe.

„Es ist noch nicht der Punkt, an dem entschieden wird, wie es wirklich mit Volkswagen weitergeht“, versicherte wiederum Ministerpräsident Kretschmer. Er hatte sich vorige Woche zu einem Gespräch mit Konzernchef Oliver Blume und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Dresden getroffen. Daher zeigte sich Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) überrascht von den neuesten Berichten. „Entscheidend für uns ist, was wir mit Volkswagen in Zwickau besprochen und vereinbart haben: Wenn das Zwickauer Werk wettbewerbsfähig ist und mit Standorten in Osteuropa mithalten kann, gibt es keinen Grund, das Werk zu schließen.“

Die Mitarbeiter wüssten, was die Stunde geschlagen habe, betonte Kretschmer. „Meine Gespräche mit der IG Metall, mit dem Betriebsratsvorsitzenden und mit dem Vorstand haben alle dazu geführt, dass wir anpacken müssen, dass wir einen Schulterschluss brauchen mit der Bundespolitik, aber auch hier in den eigenen Werken“, sagt Kretschmer. „Insofern brauchen wir jetzt ein gemeinsames Zutrauen. Wir halten zusammen.“

„Es ist noch nicht der Punkt, an dem entschieden wird, wie es wirklich mit Volkswagen weitergeht“, versicherte wiederum Ministerpräsident Kretschmer. Er hatte sich vorige Woche zu einem Gespräch mit Konzernchef Oliver Blume und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Dresden getroffen. Daher zeigte sich Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) überrascht von den neuesten Berichten. „Entscheidend für uns ist, was wir mit Volkswagen in Zwickau besprochen und vereinbart haben: Wenn das Zwickauer Werk wettbewerbsfähig ist und mit Standorten in Osteuropa mithalten kann, gibt es keinen Grund, das Werk zu schließen.“

Die Mitarbeiter wüssten, was die Stunde geschlagen habe, betonte Kretschmer. „Meine Gespräche mit der IG Metall, mit dem Betriebsratsvorsitzenden und mit dem Vorstand haben alle dazu geführt, dass wir anpacken müssen, dass wir einen Schulterschluss brauchen mit der Bundespolitik, aber auch hier in den eigenen Werken“, sagt Kretschmer. „Insofern brauchen wir jetzt ein gemeinsames Zutrauen. Wir halten zusammen.“

DIW verdoppelt die Wachstumsprognose für Deutschland

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr mehr als verdoppelt. Die Ökonomen rechnen nun mit einem Wachstum von 1,2 Prozent in diesem Jahr, nachdem sie im Sommer noch von einer Rate von 0,5 Prozent ausgegangen waren. In den beiden kommenden Jahren soll der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukt sich auf eins und 0,7 Prozent abschwächen.

„Die deutsche Wirtschaft erholt sich etwas besser als gedacht, steht aber noch immer auf etwas wackeligen Beinen", sagte die Konjunkturchefin des DIW, Geraldine Dany-Knedlik. Sie begründete die besseren Wachstumsansicht damit, dass der Ölpreis Einstieg trotz des Irankriegs überraschend moderat ausgefallen sei. Zugleich sei der Export durch Sonderfaktoren gestützt worden. „Beides dürfte nicht dauerhaft tragen”, warnte Dany-Knedlik.

Als weitere Risiken für die Konjunktur nannten die Ökonomen hohe Gaspreise im Winterhalbjahr und die weitere Entwicklung der deutschen Industrie. Scheitere die unterstellte Belebung an der gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, werde die Erholung schwächer ausfallen, hieß es.

Neben dem Export zeichnet sich für dieses Jahr gemäß der Prognose als treibende konjunkturelle Kraft die öffentliche Nachfrage nach Investitionen und Konsum ab. Die private Nachfrage wie der Konsum oder den Investitionen bleiben dagegen schwach. Positive Wirkung der Einkommensteuerreform, die das Bundeskabinett an diesem Dienstag beschließen will, sehen die Ökonomen des DIW frühestens im kommenden Jahr. Die Entlastung werde den privaten Konsum etwas stützen, sagte Dany-Knedlik. Sie werde aber durch höhere Belastungen zum Beispiel durch die Sozialversicherungsbeiträge wieder „kassiert”.

„Die deutsche Wirtschaft erholt sich etwas besser als gedacht, steht aber noch immer auf etwas wackeligen Beinen", sagte die Konjunkturchefin des DIW, Geraldine Dany-Knedlik. Sie begründete die besseren Wachstumsansicht damit, dass der Ölpreis Einstieg trotz des Irankriegs überraschend moderat ausgefallen sei. Zugleich sei der Export durch Sonderfaktoren gestützt worden. „Beides dürfte nicht dauerhaft tragen”, warnte Dany-Knedlik.

Als weitere Risiken für die Konjunktur nannten die Ökonomen hohe Gaspreise im Winterhalbjahr und die weitere Entwicklung der deutschen Industrie. Scheitere die unterstellte Belebung an der gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, werde die Erholung schwächer ausfallen, hieß es.

Neben dem Export zeichnet sich für dieses Jahr gemäß der Prognose als treibende konjunkturelle Kraft die öffentliche Nachfrage nach Investitionen und Konsum ab. Die private Nachfrage wie der Konsum oder den Investitionen bleiben dagegen schwach. Positive Wirkung der Einkommensteuerreform, die das Bundeskabinett an diesem Dienstag beschließen will, sehen die Ökonomen des DIW frühestens im kommenden Jahr. Die Entlastung werde den privaten Konsum etwas stützen, sagte Dany-Knedlik. Sie werde aber durch höhere Belastungen zum Beispiel durch die Sozialversicherungsbeiträge wieder „kassiert”.

Nestlé findet Käufer für Geschäft mit Vitaminen und Nahrungsergänzung

Der Konsumgüterriese Nestlé verkauft sein Massengeschäft mit Vitaminen, Mineralstoffen ⁠und Nahrungsergänzungsmitteln für eine Milliarde Dollar an den amerikanischen Finanzinvestor Yellow Wood Partners. Dies teilte der Schweizer Lebensmittelkonzern mit. Zu ‌der Sparte mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,2 Milliarden Dollar gehören unter anderem Marken wie Nature‘s Bounty und Osteo Bi-Flex sowie das ‌US-Geschäft mit ‌Handelsmarken. 

Philipp Navratil, der Nestlé seit einem Jahr führt, bezeichnete den Verkauf als „wichtigen weiteren Schritt in der Transformation“ des Konzerns. Der Schweizer sortiert schwache Einheiten aus und konzentriert die Ressourcen auf starke Marken wie Nescafé, Nespresso, Purina, Maggi und Kitkat.

Ende Juli hatte er bereits einen Käufer für die Mehrheit im Geschäft mit Tafel- und Mineralwasser gefunden. Dieses ist ebenso wie das hart umkämpfte Massengeschäft mit Vitaminen vergleichsweise ertrags- und wachstumsschwach. Das Geschäft mit Premium-Gesundheitsprodukten führt Nestlé indes weiter fort.

Ende Juli hatte er bereits einen Käufer für die Mehrheit im Geschäft mit Tafel- und Mineralwasser gefunden. Dieses ist ebenso wie das hart umkämpfte Massengeschäft mit Vitaminen vergleichsweise ertrags- und wachstumsschwach. Das Geschäft mit Premium-Gesundheitsprodukten führt Nestlé indes weiter fort.

Nach Ansicht von Jean-Philippe Bertschy, Analyst der Bank Vontobel, ist die Veräußerung der Vitaminsparte positiv für die Marktstimmung gegenüber Nestlé, da damit ein Schlussstrich unter „eine schmerzhafte Phase des Wertverlusts“ gezogen werde. Nestlé könne sich nun noch stärker auf seine wichtigste operative Priorität konzentrieren: die Beschleunigung des volumengetriebenen organischen Wachstums im gesamten Kernportfolio. 

Die ⁠Transaktion mit Yellow Wood soll in ‌der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden. Für die in Boston ansässige Beteiligungsgesellschaft ist es ⁠der sechste Zukauf im Konsumgütergeschäft seit ⁠2019. 

Nach KI-Hackerangriff: OpenAI kündigt stärker abgesichertes ChatGPT-Modell an

Das US-Unternehmen OpenAI bereitet nach einem unkontrollierten Hackerangriff durch eines seiner KI-Systeme die Veröffentlichung seines neuen ChatGPT-Modells Astra mit stärkeren Sicherheitsvorkehrungen vor. OpenAI habe Astra unter anderem darauf trainiert, schädliche Anfragen im Bereich Cybersicherheit zuverlässiger zurückzuweisen und Sicherheitsbeschränkungen einzuhalten, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Zum Hintergrund hieß es, Astra könne Schwachstellen in Computersystemen finden und ausnutzen und erreiche damit als erstes OpenAI-Modell eine „kritische Schwelle“ im Bereich Cybersicherheit. Hinzu kämen zusätzliche Schutzmechanismen gegen Missbrauch sowie eine Überwachung, die potenziell nicht genehmigte Aktivitäten stoppen könne. Besonders weitreichende Fähigkeiten sollen bei der Veröffentlichung zunächst nur ausgewählten Testern zugänglich sein.

Astra war nach Unternehmensangaben nicht an dem Sicherheitsvorfall beteiligt, der OpenAI im Sommer dazu veranlasste, Teile seiner Modellentwicklung für zwei Wochen auszusetzen. Bei Tests leistungsfähiger KI-Systeme hatte sich im Juli ein KI-Agent selbstständig mit dem Internet verbunden und einen Hackerangriff auf die Programmierplattform Hugging Face ausgeführt. Später teilte OpenAI mit, dass auch Konten bei vier weiteren öffentlich zugänglichen Diensten geknackt worden seien.

Zum Hintergrund hieß es, Astra könne Schwachstellen in Computersystemen finden und ausnutzen und erreiche damit als erstes OpenAI-Modell eine „kritische Schwelle“ im Bereich Cybersicherheit. Hinzu kämen zusätzliche Schutzmechanismen gegen Missbrauch sowie eine Überwachung, die potenziell nicht genehmigte Aktivitäten stoppen könne. Besonders weitreichende Fähigkeiten sollen bei der Veröffentlichung zunächst nur ausgewählten Testern zugänglich sein.

Astra war nach Unternehmensangaben nicht an dem Sicherheitsvorfall beteiligt, der OpenAI im Sommer dazu veranlasste, Teile seiner Modellentwicklung für zwei Wochen auszusetzen. Bei Tests leistungsfähiger KI-Systeme hatte sich im Juli ein KI-Agent selbstständig mit dem Internet verbunden und einen Hackerangriff auf die Programmierplattform Hugging Face ausgeführt. Später teilte OpenAI mit, dass auch Konten bei vier weiteren öffentlich zugänglichen Diensten geknackt worden seien.

Schwedischer Konzern kauft Sportmarken Uhlsport und Kempa

Der börsennotierte schwedische Textilkonzern New Wave Group kauft den traditionsreichen Sportartikelhersteller Uhlsport aus Balingen. Eine Erklärung zur Übernahme von 100 Prozent der Aktien habe man unterzeichnet, die Transaktion solle bis Anfang Oktober abgewickelt werden, teilte die New Wave Group mit. Die Uhlsport GmbH verkündete, man werde durch die Übernahme Teil einer internationalen Unternehmensgruppe.

Die Firma im Zollernalbkreis wurde 1948 als Spezialist für Lederstollen gegründet und vertreibt unter den Marken „Uhlsport“ und „Kempa“ Bekleidung, Accessoires und Ausrüstung für Teamsportarten, insbesondere für Fußball und Handball. Mit Zentrallagern in Balingen und Bisingen sowie Tochtergesellschaften in Frankreich, Schweden und Spanien verkauft das Unternehmen laut New Wave Group seine Produkte an Kunden in ganz Europa und weltweit. Im vergangenen Jahr habe Uhlsport einen Umsatz von rund 67 Millionen Euro gemacht und dabei einen geringfügigen Verlust verzeichnet.

Die Uhlsport GmbH werde ihre Eigenständigkeit innerhalb der New Wave Group sowie den Hauptsitz in Balingen behalten, teilte die Firma mit. Auch das Management mit Geschäftsführerin Melanie Steinhilber werde unverändert im Unternehmen bleiben und die beiden Marken Uhlsport und Kempa eigenständig weiterführen. Die Übernahme sei eine große Chance für die Uhlsport GmbH, so Steinhilber. Zu den Folgen der Übernahme für die rund 200 Beschäftigten am Balinger Hauptsitz äußerte sich Uhlsport auf Anfrage zunächst nicht. Der langjährige Uhlsport-Gesellschafter Günter Daiss sagte: „Ich gebe das Unternehmen in gute Hände und schaffe damit bewusst den Raum für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung“. (dpa)

Die Firma im Zollernalbkreis wurde 1948 als Spezialist für Lederstollen gegründet und vertreibt unter den Marken „Uhlsport“ und „Kempa“ Bekleidung, Accessoires und Ausrüstung für Teamsportarten, insbesondere für Fußball und Handball. Mit Zentrallagern in Balingen und Bisingen sowie Tochtergesellschaften in Frankreich, Schweden und Spanien verkauft das Unternehmen laut New Wave Group seine Produkte an Kunden in ganz Europa und weltweit. Im vergangenen Jahr habe Uhlsport einen Umsatz von rund 67 Millionen Euro gemacht und dabei einen geringfügigen Verlust verzeichnet.

Die Uhlsport GmbH werde ihre Eigenständigkeit innerhalb der New Wave Group sowie den Hauptsitz in Balingen behalten, teilte die Firma mit. Auch das Management mit Geschäftsführerin Melanie Steinhilber werde unverändert im Unternehmen bleiben und die beiden Marken Uhlsport und Kempa eigenständig weiterführen. Die Übernahme sei eine große Chance für die Uhlsport GmbH, so Steinhilber. Zu den Folgen der Übernahme für die rund 200 Beschäftigten am Balinger Hauptsitz äußerte sich Uhlsport auf Anfrage zunächst nicht. Der langjährige Uhlsport-Gesellschafter Günter Daiss sagte: „Ich gebe das Unternehmen in gute Hände und schaffe damit bewusst den Raum für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung“. (dpa)

Signale für Zinserhöhung mehren sich

Angesichts des anhaltend hohen Preisdrucks mehren sich die Signale aus der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf eine baldige Zinserhöhung hindeuten. Im gesamten Euroraum seien die Aufwärtsrisiken für die Inflation zuletzt wieder gestiegen, sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Martin Kocher, am Dienstag anlässlich des Forum Alpbach in Tirol: "Sollte sich dieses Bild in der nächsten EZB-Prognose bestätigen, halte ich eine weitere Zinserhöhung in naher Zukunft für notwendig."

Die Europäische Zentralbank will verhindern, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig verändert und sich die hohe Inflation festsetzt. Der EZB-Rat entscheidet am 10. September auf einer auswärtigen Sitzung in Berlin über den Leitzins. Dabei werden auch neue Projektionen der EZB-Fachleute zur voraussichtlichen Entwicklung der Inflation vorgelegt. Auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel hält ein höheres Leitzinsniveau für nötig. Sie verwies jüngst darauf, dass sich der Konflikt im Nahen Osten hinziehe.

Rendite japanischer Staatsanleihen steigt auf höchsten Stand seit 30 Jahren

Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen ist erstmals seit 30 Jahren auf ​drei Prozent gestiegen. Als Gründe gelten Sorgen der Anleger über die Inflation, die Haushaltslage des ⁠Landes und der wachsende Druck auf die Notenbank (BoJ), die Zinsen schneller anzuheben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Rendite der als Referenz für Hypotheken und Unternehmenskredite geltenden Anleihen hat sich in den vergangenen zwei Jahren ‌mehr als verdreifacht. Auch die Renditen für Papiere mit kürzeren Laufzeiten erreichten historische Höchststände. An den Märkten wird eine Zinserhöhung der BoJ noch in diesem Monat erwartet.

Die Sorgen ‌über die finanzielle Lage Japans ‌werden durch die Pläne von Premierministerin Sanae Takaichi für höhere Investitionen und Steuersenkungen geschürt. Zudem sollen die Ministerien einem Medienbericht zufolge für das kommende Haushaltsjahr die höchsten Mittelanforderungen aller Zeiten gestellt haben. Japans Schulden ​übersteigen bereits 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. „Der Anleihemarkt ⁠hat mit dem bisherigen Renditeanstieg zu einem gewissen Grad eine Warnung vor einer fiskalischen Expansion ausgesprochen“, sagte Ryutaro Kimura, Anleihestratege ​bei BNP Asset Management.

Der schwache Yen, der sich in der Nähe eines 40-Jahres-Tiefs bewegt, übt ebenfalls Druck auf ⁠die Notenbank ‌aus. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Rande des G20-Finanztreffens in einem Interview mit dem Sender CNBC: „Ich habe Informationen, die der Markt nicht hat, und ich glaube, dass die japanische Regierung und die BoJ ⁠Maßnahmen ergreifen werden, ⁠die zu einem stärkeren Yen führen werden.“ Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama teilte nach einem Treffen mit ⁠Bessent mit, ​beide ⁠hätten sich auf eine fortgesetzte Abstimmung für „geordnete“ ​Yen-Bewegungen verständigt. Eine seltene gemeinsame Intervention der USA und Japans ‌Ende Juli hatte dem Yen nur eine kurze Atempause von seinem 40-Jahres-Tief bei 163,99 je Dollar ​verschafft. 

Adlon-Eigentümer blockieren Verkauf des Luxushotels

Das geschichtsträchtige Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin soll verkauft werden. Allerdings verfehlte eine Abstimmung unter den Gesellschaftern die für den Verkauf nötige Mehrheit von 75 Prozent, wie die zuständige Immobiliengesellschaft Jagfeld laut Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

Das Adlon gehört einem Immobilienfonds mit etwa 4000 Teilhabern. Die meisten von ihnen sind ältere Privatanleger, die sich von ihrem Anteil trennen möchten. Daher sei der Verkauf angestoßen worden. Größere Gesellschafter des Immobilienfonds sind jedoch gegen den Verkauf. Sie kritisieren laut dpa die gestaffelte Erfolgsbeteiligung für Jagfeld.

Das vor 120 Jahren eröffnete Hotel wird von der Luxushotelgruppe Kempinski betrieben. Der Pachtvertrag läuft laut dpa noch bis Ende 2032. Dieser bleibe von dem Verkauf unberührt. Wie es danach weitergehe, sei offen.  

Die Hintergründe zum Fall lesen Sie hier:

Die Hintergründe zum Fall lesen Sie hier:

Störung von Microsoft-Outlook

Der Softwarekonzern Microsoft lässt laut Nachrichtenagentur dpa seine von einer Störung betroffenen Systeme schrittweise wieder anlaufen. Die Störung hatte demnach am Montagabend den Emailverkehr von Millionen Microsoft-Nutzern auf der ganzen Welt blockiert.

Betroffen waren Privatnutzer des Emailprogramms Outlook sowie Unternehmenskunden mit der Cloud-Suite Microsoft 365. Outlook-Nutzer konnten sich laut der Meldung über Stunden nicht einloggen und keine Nachrichten empfangen oder versenden.

Als Ursache für den Ausfall nannte Microsoft laut dpa ein Problem in der Cloud-Infrastruktur von Exchange Online. Ein Fehler in einer zentralen Authentifizierungs- und Verbindungskomponente habe den Zugriff auf die Server blockiert.

Ein Teil der betroffenen Microsoft-Kunden müsse immer noch warten, bis alle Rückstaus im E-Mail-Versand vollständig abgearbeitet seien und die Synchronisation weltweit wieder stabil laufe.

Ein Teil der betroffenen Microsoft-Kunden müsse immer noch warten, bis alle Rückstaus im E-Mail-Versand vollständig abgearbeitet seien und die Synchronisation weltweit wieder stabil laufe.

US-Wettbewerbsbehörde FTC verklagt Amazon

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehr als ​20 Bundesstaaten haben Amazon wegen des Vorwurfs der ⁠Preismanipulation bei Werbeanzeigen verklagt. Dies geht aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervor. Die Aktien des weltgrößten ‌Online-Händlers verloren im Zuge der Nachricht rund drei Prozent.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge wirft die Behörde ‌Amazon vor, Werbekunden ‌getäuscht zu haben. Amazon habe heimlich den Mindestpreis angehoben, den diese für die Platzierung ihrer Anzeigen zahlen ​mussten. Dadurch sei den ⁠Kunden ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden, berichtete das Blatt unter Berufung auf ​FTC-Vertreter. Die beteiligten Bundesstaaten könnten nun zivilrechtliche Strafen fordern ⁠und versuchen, ‌einen Teil der Gelder zurückzuerlangen.

Vor rund einem Jahr hatte sich Amazon in einem anderen Fall mit ⁠der FTC geeinigt. ⁠Der Konzern stimmte damals zu, 2,5 Milliarden Dollar ⁠an ​Strafen ⁠und Rückerstattungen an Prime-Abonnenten zu ​zahlen. Die Behörde hatte Amazon vorgeworfen, Kunden ‌mit irreführenden Methoden zum Abschluss von Abonnements verleitet ​zu haben.

Werbegeschäft von OpenAI wächst

Beim Werbegeschäft von OpenAI stehen die Zeichen ​auf Wachstum. Die Plattform „ChatGPT Ads“ hat auf das Jahr ⁠hochgerechnet beim Umsatz die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt, wie das US-Unternehmen am Montag mitteilte. Zudem weitet OpenAI das ‌Geschäft aus: Von Montag an können Werbekunden in Europa, Indien, dem Nahen Osten und Nordafrika Anzeigen direkt über ein ‌dafür eingerichtetes ‌Tool buchen. In den USA habe die Anwendung bisher vor allem kleine und mittlere Unternehmen angezogen. Diese machten inzwischen einen wesentlichen Teil ​des Werbegeschäfts aus.

KI-Analyst Nate ⁠Elliott vom Marktforscher Emarketer bezeichnete die neuen Zahlen zugleich als „unglaublich beeindruckend und schrecklich enttäuschend“. ​Der Wert von einer Milliarde Dollar deute darauf hin, dass OpenAI ⁠sein Werbeumsatzziel von ‌2,5 Milliarden Dollar für 2026 verfehlen könnte.

Mit dem Werbegeschäft fordert OpenAI die Branchenriesen Alphabet und Meta heraus, die jährlich dreistellige Milliardenbeträge ⁠mit Anzeigen ⁠einnehmen. Die Werbeerlöse sollen OpenAI beim geplanten Börsengang helfen. Das Unternehmen hatte ⁠in ​diesem ⁠Jahr einen vertraulichen Antrag ​für einen Börsengang in den USA eingereicht. ‌Ein Börsendebüt wird für 2027 oder früher erwartet.

KI-Analyst Nate ⁠Elliott vom Marktforscher Emarketer bezeichnete die neuen Zahlen zugleich als „unglaublich beeindruckend und schrecklich enttäuschend“. ​Der Wert von einer Milliarde Dollar deute darauf hin, dass OpenAI ⁠sein Werbeumsatzziel von ‌2,5 Milliarden Dollar für 2026 verfehlen könnte.

Mit dem Werbegeschäft fordert OpenAI die Branchenriesen Alphabet und Meta heraus, die jährlich dreistellige Milliardenbeträge ⁠mit Anzeigen ⁠einnehmen. Die Werbeerlöse sollen OpenAI beim geplanten Börsengang helfen. Das Unternehmen hatte ⁠in ​diesem ⁠Jahr einen vertraulichen Antrag ​für einen Börsengang in den USA eingereicht. ‌Ein Börsendebüt wird für 2027 oder früher erwartet.

VW-Gewerkschafter warnt: „Dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen"

Nach einer Reihe von Betriebsversammlungen des Volkswagen-Konzerns hat sich der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger enttäuscht von den Äußerungen des Konzernvorstands zu den Sparplänen des kriselnden Autobauesr gezeigt. Die Erwartungen seien „unglaublich groß" gewesen, sagte Gröger nach der letzten Versammlung in Hannover. Im Großen und Ganzen falle die Bilanz nun aber „schon ein Stück weit enttäuschend" aus, denn den Beschäftigten sei keine klare Zukunftsperspektive über 2030 hinaus aufgezeigt worden.

„Also man kann ja wohl erwarten, dass es einen konkreten Plan gibt, wie man dieses Unternehmen" und die vielen Beschäftigten „in die Zukunft bringt", fuhr Gröger fort. In seiner Rede während der Versammlung kritisierte er die Kommunikation des Konzerns laut Redetext als „absolutes Desaster", wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Gröger verwies auf eine Einigung mit dem Vorstand aus dem Jahr 2024. Damals war schon die Rede von möglichen Werksschließungen gewesen. Die traditionell starken Arbeitnehmervertreter im VW-Konzern sowie das Land Niedersachsen als Anteilseigner rangen der Konzernspitze damals als Kompromiss ein Sparprogramm ab, das einen sozialverträglichen Abbau zehntausender Stellen bis zum Jahr 2030 vorsah.

Der Vorstand dürfe das im Jahr 2024 Vereinbarte nicht in Frage stellen, fuhr Gröger fort. Er versicherte, konstruktiv mit dem Management zusammenzuarbeiten. „Aber bleibt der Vorstand auf der falschen Richtung, dann scheuen wir den Konflikt nicht." Und er warnte: Wenn der Vorstand die damalige Vereinbarung wieder infrage stellen wolle, „dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen".

Volkswagen steckt wie auch die anderen deutschen Autobauer in der Krise. Konzernchef Oliver Blume hat deshalb weitere Sparbemühungen angekündigt und weitere 50.000 Stellenstreichungen in den Raum gestellt, die Hälfte davon in Deutschland. Zudem stehen die VW-Werke Emden, Zwickau sowie das Audi-Werk in Neckarsulm ab dem Jahr 2030 auf der Kippe. Auch der Standort in Hannover ist gefährdet.

Finanzvorstand Arno Antlitz bestätigte dies am Montag bei der Betriebsversammlung. „Aufgrund der großen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken haben wir - aus heutiger Sicht - für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachbelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 30er Jahre auslaufen. Darunter ist auch das Werk Hannover", sagte Antlitz nach Konzernangaben.

Eli Lilly übernimmt Biotechfirma für mehrere Milliarden

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly baut sein ​Geschäft mit Autoimmun- und Allergieerkrankungen durch einen Milliardenzukauf aus. ⁠Das Unternehmen übernimmt die Biotechfirma Merida Biosciences für bis zu 2,88 Milliarden Dollar in bar, wie Eli Lilly ‌am Montag mitteilte. Der Kaufpreis setzt sich aus einer Vorabzahlung und erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen zusammen. Der Abschluss des Deals ist für ‌das vierte ‌Quartal geplant.

Merida entwickelt Medikamente, die gezielt krankheitserregende Antikörper angreifen. Der wichtigste Wirkstoffkandidat MER511 wird derzeit in einer frühen klinischen Phase gegen ​Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow ⁠und schilddrüsenbedingte Augenerkrankungen getestet. Ersten Daten zufolge senkt das Mittel die verantwortlichen Antikörper deutlich. ​Zur Pipeline von Merida gehört zudem ein experimentelles Mittel gegen ⁠Lebensmittelallergien und Asthma.

Eli ‌Lilly finanziert den Zukauf mit den hohen Gewinnen aus dem Verkauf seiner Medikamente gegen Fettleibigkeit und Diabetes. Der Konzern ⁠befindet sich ⁠auf Einkaufstour, um sich breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von ⁠seinen Kassenschlagern ​zum ⁠Abnehmen zu verringern. Die Ausgaben ​für Übernahmen im Jahr 2026 übersteigen bereits ‌jetzt die der Vorjahre.

Merida entwickelt Medikamente, die gezielt krankheitserregende Antikörper angreifen. Der wichtigste Wirkstoffkandidat MER511 wird derzeit in einer frühen klinischen Phase gegen ​Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow ⁠und schilddrüsenbedingte Augenerkrankungen getestet. Ersten Daten zufolge senkt das Mittel die verantwortlichen Antikörper deutlich. ​Zur Pipeline von Merida gehört zudem ein experimentelles Mittel gegen ⁠Lebensmittelallergien und Asthma.

Eli ‌Lilly finanziert den Zukauf mit den hohen Gewinnen aus dem Verkauf seiner Medikamente gegen Fettleibigkeit und Diabetes. Der Konzern ⁠befindet sich ⁠auf Einkaufstour, um sich breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von ⁠seinen Kassenschlagern ​zum ⁠Abnehmen zu verringern. Die Ausgaben ​für Übernahmen im Jahr 2026 übersteigen bereits ‌jetzt die der Vorjahre.

Flüchtiger Windparkbetrüger Holt ohne Familie untergetaucht

Windkraftbetrüger Hendrik Holt hat bei seiner Flucht seine Ehefrau und sein Kind zurückgelassen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück der Nachrichtenagentur dpa. Holt ist auf der Flucht, seitdem er Anfang vergangener Woche nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehrte, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück mitteilte. In Berlin war Holt im offenen Vollzug. Nach dem 36-Jährigen aus dem emsländischen Haselünne wird mit einem europäischen Haftbefehl gefahndet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Wo genau sich Holt aufhält und wie ihm die Flucht gelungen ist, dazu schweigen die Ermittler derzeit – mit Verweis auf „fahndungstaktische Gründe“. Wie die F.A.Z. berichtete, weisen Nachrichten in sozialen Netzwerken auf Moskau als Aufenthaltsort hin.

2022 hatte das Landgericht Osnabrück Holt zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung. Der 36-Jährige war seit Ende Oktober 2024 im offenen Vollzug.

Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt („Holt – Der Windkraft-Schwindler“), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

OHB erhält Milliardenauftrag von der EU

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB soll 18 Satelliten für die Europäische Union bauen. Dafür bekommt der Konzern nach eigenen Angaben knapp eine Milliarde Euro. Die ersten Satelliten für das Programm „Iris²“ sollen 2029 ins All starten.

Das Projekt soll Europas Antwort auf das amerikanische Satellitennetzwerk Starlink werden. Es soll Behörden, Militär, Unternehmen und Privatpersonen eine schnelle und sichere Kommunikation ermöglichen. Das System wird aus 348 Satelliten bestehen, die in niedriger und mittlerer Erdumlaufbahnen fliegen. OHB soll dafür 18 Satelliten für eine mittlere Umlaufbahn beisteuern, wie das Unternehmen mitteilte.

„Iris²“ ist das dritte große Raumfahrtprojekt der Europäischen Union nach dem Navigationssystem „Galileo“ und dem Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“. Das Projekt sei ein bedeutender weiterer Schritt Europas in die Unabhängigkeit, sagte OHB-Vorstandschef Marco Fuchs. In einer digitalisierten Welt sei eine eigenständige Kommunikationsinfrastruktur unabdingbar.

Das Projekt soll Europas Antwort auf das amerikanische Satellitennetzwerk Starlink werden. Es soll Behörden, Militär, Unternehmen und Privatpersonen eine schnelle und sichere Kommunikation ermöglichen. Das System wird aus 348 Satelliten bestehen, die in niedriger und mittlerer Erdumlaufbahnen fliegen. OHB soll dafür 18 Satelliten für eine mittlere Umlaufbahn beisteuern, wie das Unternehmen mitteilte.

„Iris²“ ist das dritte große Raumfahrtprojekt der Europäischen Union nach dem Navigationssystem „Galileo“ und dem Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“. Das Projekt sei ein bedeutender weiterer Schritt Europas in die Unabhängigkeit, sagte OHB-Vorstandschef Marco Fuchs. In einer digitalisierten Welt sei eine eigenständige Kommunikationsinfrastruktur unabdingbar.