Ernährungsdebatten : Wie Zucker zum Sündenbock wurde

Einst war Zucker ein kostbares Symbol des Wohlstands. Heute gilt er als Dickmacher und als politischer Sündenbock. Warum Ernährungsdebatten so polarisieren und welche Probleme das mit sich bringt.

Zucker ist zum politischen Sündenbock geworden. Er gilt als Dickmacher, Krankmacher, bisweilen sogar als Gift. Gleichwohl ist der gesellschaftliche Appetit auf ihn ungebrochen. In Deutschland werden rund 32 Kilogramm Zucker je Kopf und Jahr konsumiert, umgerechnet etwa 22 Teelöffel am Tag und mehr als doppelt so viel, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit empfiehlt. Die Bundesregierung diskutiert derzeit über eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke. Wie konnte aus einem alltäglichen Genussmittel ein politischer Sündenbock werden?

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