Europas größtes Softwarehaus SAP wendet EU-Kartellstrafe durch Zugeständnisse ab

SAP kommt dank diverser Zugeständnisse um eine Kartellstrafe der Europäischen Union (EU) ​herum. Europas größtes Softwarehaus ergreife eine Reihe von Maßnahmen, ‌um die Bedenken wegen einer möglichen Behinderung des Wettbewerbs zu zerstreuen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

Unter anderem könnten SAP-Kunden mit eigenen Rechenzentren (On Premise) künftig leichter ​zu konkurrierenden Wartungsdienstleistern wechseln oder ihre Verträge kündigen. Zudem entfielen ⁠Wiederanmeldegebühren für ⁠diejenigen Nutzer, die zum Walldorfer Konzern zurückkehrten.

„Die heutige Entscheidung gibt Kunden, welche die beliebte On-Premise-Unternehmenssoftware von ‌SAP nutzen, mehr Freiheit bei der ​Auswahl von ‌Wartungs- und Supportleistungen“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera (57).

Laufzeit von zehn Jahren

SAP begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission, die Zugeständnisse zu akzeptieren. „Die Verpflichtungen sorgen für mehr Klarheit, Wahlmöglichkeiten ‌und Schutzmechanismen für Kunden mit komplexen On-Premise-Umgebungen.“ Sie gelten weltweit und haben eine Laufzeit von ‌zehn Jahren.

Die ​EU hatte ‌die Ermittlungen wegen mutmaßlich wettbewerbswidrigen Verhaltens ‌im ​vergangenen Herbst eingeleitet.