Logistikkonzern Kühne+Nagel hebt wegen KI Prognose an
Logistiker Kühne+Nagel rechnet für 2026 nun mit einem bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken, wie es am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern, der seinen Ausblick zuletzt im April erhöht hatte, 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken in Aussicht gestellt. Mehrheitseigner und Logistikmilliardär Klaus Michael Kühne (89) nutzt seinen Reichtum derweil für spektakuläre Investments, unter anderem in die Lufthansa und Flix.
Als Grund für den Optimismus nannte Kühne+Nagel gute Geschäfte in der Luftfracht sowie eine Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mit der neuen Prognose übertrifft der Konzern die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Mittel mit einem operativen Gewinn von 1,41 Milliarden Franken für das Gesamtjahr gerechnet.
Im abgelaufenen Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis legte um 11 Prozent auf 381 Millionen Franken zu, während der Reingewinn um 10 Prozent auf 276 Millionen Franken kletterte.
„Die Geschäftsentwicklung der Kühne+Nagel-Gruppe im zweiten Quartal 2026 hat stark an Momentum gewonnen“, erklärte Konzernchef Stefan Paul. Insbesondere die Luftfracht habe mit einem um 35 Prozent gesteigerten operativen Ergebnis ein hervorragendes Quartal verzeichnet.