Business-Ticker : Nach Abhör-Vorwurf: Staatsanwaltschaft sieht Tesla-Beschwerde als unbegründet
In der Gigafactory Berlin-Brandenburg rollen Fahrzeuge vom Typ Tesla Model Y bei der Endkontrolle vom Band.dpa
Auto-Gewinn von Mercedes sinkt +++ Panzerausrüster Renk bekommt neue Finanzierung +++ Sam Altman: „Wir sind jetzt in der Singularität“ +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
Nach Abhör-Vorwurf: Staatsanwaltschaft sieht Tesla-Beschwerde als unbegründet
Der US-Elektroautobauer Tesla ist mit dem Versuch gescheitert, die Ermittlungen gegen einen Gewerkschaftsvertreter im Streit um den Vorwurf eines unerlaubten Mitschnitts wieder ins Rollen zu bringen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg wies eine Beschwerde des Unternehmens zurück, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.
Der Streit zwischen dem Autobauer und der Gewerkschaft war im Rahmen der Betriebsratswahl im Winter eskaliert. Tesla warf einem Gewerkschaftssekretär der IG Metall vor, er habe mit seinem Laptop heimlich und unerlaubt die Betriebsratssitzung am 10. Februar in dem Werk aufgenommen, und erstattete Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz ein.
Nach Auswertung eines Laptops ergaben sich laut Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bei den Ermittlungen des Landeskriminalamts keine Anhaltspunkte für aufgezeichnete oder gespeicherte Aufnahmen. Damit konnte der Vorwurf von Tesla nach Ansicht der Ermittler nicht belegt werden. Das Unternehmen wollte erreichen, dass die Ermittlungen weitergehen. Tesla legte Beschwerde ein. Die Anwälte warfen der Staatsanwaltschaft vor, sie habe den Fall nicht ausreichend aufgeklärt, schrieb das „Handelsblatt“.
„Die Beschwerde ist als unbegründet verworfen worden, weil nach dem entsprechenden Gutachten des Landeskriminalamts Brandenburg das in Rede stehende Notebook keine gespeicherten Daten der behaupteten Art enthält“, teilte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der dpa mit. Zugleich seien „keine sonstigen Hinweise für entsprechende Aufnahmen oder eingeschaltete Mikrofone festzustellen“ gewesen.
Stellantis verkauft Carsharing-Anbieter
Der Autohersteller Stellantis verkauft seinen Carsharing-Anbieter Free2move, der auch in einigen deutschen Großstädten tätig ist. Käufer ist der Finanzinvestor Mutares mit Sitz in München, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten.
Die Opel-Muttergesellschaft Stellantis, zu der auch Marken wie Chrysler, Citroën, Peugeot und Fiat gehören, will sich in der aktuellen Autokrise auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. In der Bilanz für 2025 hatte der Konzern eine außerordentliche Abschreibung auf das Free2move-Geschäft von 164 Millionen Euro vorgenommen. Das Carsharing-Unternehmen ist in 14 Städten in Europa und den USA tätig, darunter Berlin, Hamburg, München und Köln. Mutares will nach eigenen Angaben nun das Management der internationalen Flotte „neu ausrichten“ und stärker auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen. Die neuen Eigentümer sprechen von größerer Agilität, gezielten Investitionen und mehr operativer Flexibilität unter ihrem Dach.
Free2move geht auf die französische Carsharing-Gesellschaft von Peugeot-Citroën zurück, die 2016 gegründet wurde. Vor vier Jahren hatte Free2move den deutschen Rivalen Share Now von Mercedes und BMW übernommen. Der Abschluss der Transaktion soll bis Ende 2026 erfolgen, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
Renk verschafft sich Spielraum über eine Milliarde Euro
Der Augsburger Panzergetriebehersteller Renk hat seine Finanzierung neu strukturiert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurden die bisherigen Konsortialkredite vollständig durch ein neues syndiziertes, unbesichertes Kreditpaket in Höhe von 1,05 Milliarden Euro abgelöst. Damit verfüge Renk über die finanzielle Grundlage, die Wachstumsziele bis zum Jahr 2030 organisch sowie durch gezielte Akquisitionen konsequent umzusetzen, ließ sich die im Vorstand für Finanzen zuständige Anja Mänz-Siebje in der Pressemitteilung zitieren.
Bis 2030 strebt der Vorstand um den Vorsitzenden Alexander Sagel einen Umsatz von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an. In diesem Jahr soll das Geschäftsvolumen bei mehr als 1,5 Milliarden Euro liegen.
Bis 2030 strebt der Vorstand um den Vorsitzenden Alexander Sagel einen Umsatz von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an. In diesem Jahr soll das Geschäftsvolumen bei mehr als 1,5 Milliarden Euro liegen.
Renk profitiert sehr stark von der Rüstungsnachfrage. Ende März lag der Auftragsbestand mit sieben Milliarden Euro auf Rekordhoch. Im Jahr 2020 lag der Umsatz noch bei 550 Millionen Euro. Derzeit entfallen rund drei Viertel des Umsatzes auf das Rüstungsgeschäft. Bis 2030 soll der Anteil auf 90 Prozent steigen.
„Der erfolgreiche Abschluss dieser Refinanzierung ist ein klares Signal des Kapitalmarkts, der die strategische Stärke und den dynamischen Wachstumskurs von Renk anerkennt", erklärte März-Siebje. Ein wesentlicher Vorteil der neuen Finanzierung sei der Wegfall des bislang bestehenden Besicherungskonzepts.
Damit gewinnt Renk nach eigenen Angaben zusätzliche unternehmerische Handlungsfreiheit und kann strategische Entscheidungen künftig schneller und unabhängiger von Fremdkapitalgebern treffen.
Die Refinanzierung sei auf großes Interesse am Finanzmarkt gestoßen und von allen beteiligten Banken vollumfänglich unterstützt worden. Insgesamt hätten die Kreditzusagen des internationalen Bankenkonsortiums deutlich über dem tatsächlich benötigten Volumen gelegen. In den vergangenen vier Wochen konnte der Aktienkurs mit einem Plus von zehn Prozent wieder etwas Boden gutmachen. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Kurs noch immer 30 Prozent im Minus
„Der erfolgreiche Abschluss dieser Refinanzierung ist ein klares Signal des Kapitalmarkts, der die strategische Stärke und den dynamischen Wachstumskurs von Renk anerkennt", erklärte März-Siebje. Ein wesentlicher Vorteil der neuen Finanzierung sei der Wegfall des bislang bestehenden Besicherungskonzepts.
Damit gewinnt Renk nach eigenen Angaben zusätzliche unternehmerische Handlungsfreiheit und kann strategische Entscheidungen künftig schneller und unabhängiger von Fremdkapitalgebern treffen.
Die Refinanzierung sei auf großes Interesse am Finanzmarkt gestoßen und von allen beteiligten Banken vollumfänglich unterstützt worden. Insgesamt hätten die Kreditzusagen des internationalen Bankenkonsortiums deutlich über dem tatsächlich benötigten Volumen gelegen. In den vergangenen vier Wochen konnte der Aktienkurs mit einem Plus von zehn Prozent wieder etwas Boden gutmachen. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Kurs noch immer 30 Prozent im Minus
Mercedes will Geschäft mit Militär-Autos intensivieren
Der Gewinn der Mercedes-Gruppe ist im zweiten Quartal um mehr als 13 Prozent gestiegen. Von April bis Juni kletterte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Autobauer laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Zuletzt habe der Dax-Konzern vor drei Jahren, im zweiten Quartal 2023, das Konzernergebnis im Vorjahresvergleich gesteigert.
Schlechter als für den Gesamtkonzern sieht es für das Kerngeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars aus. Dieses hat laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und 26 Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp acht Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, teilte der Stuttgarter Konzern am Dienstag mit. Demnach konnten Steigerungen der Verkaufszahlen in Europa und den USA einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.
Schlechter als für den Gesamtkonzern sieht es für das Kerngeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars aus. Dieses hat laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und 26 Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp acht Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, teilte der Stuttgarter Konzern am Dienstag mit. Demnach konnten Steigerungen der Verkaufszahlen in Europa und den USA einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.
Mercedes-Chef Ola Källenius sieht den Autohersteller trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds auf Kurs. Er spricht in einer Pressemitteilung des Konzerns von einer beschleunigten Modelloffensive. Der Absatz von elektrischen Mercedes-Pkw ist laut Källenius um mehr als 50 Prozent gestiegen, der Auftragseingang in Europa habe sich im zweiten Quartal mehr als verdoppelt.
Mercedes-Benz plant, die Aktivitäten im Sicherheits- und Verteidigungssektor weiter zu intensivieren. Damit will das Unternehmen seiner Verantwortung in einem veränderten Sicherheitsumfeld Rechnung tragen. Mercedes stelle zuverlässige Basisfahrzeuge und Fahrgestelle für spezifische Einsatzanforderungen bereit. Dahinter stecken laut Pressemitteilung 45 Jahre Erfahrung mit modifizierbaren Fahrzeugen für Sicherheits-, Rettungs- und Verteidigungsanwendungen, darunter Mercedes-Benz G-Klasse, Sprinter und Vito.
Als ersten Schritt habe Mercedes-Benz eine Absichtserklärung mit dem Münchner Unternehmen Tytan unterzeichnet, um eine mögliche Zusammenarbeit bei fahrzeugbasierten Verteidigungsanwendungen zu prüfen. Dazu zählen ein auf der G-Klasse basierendes System für Drohnenabwehr sowie mobile Drohnenträger und Kommandoeinheiten auf Sprinter-Basis.
Mercedes-Benz plant, die Aktivitäten im Sicherheits- und Verteidigungssektor weiter zu intensivieren. Damit will das Unternehmen seiner Verantwortung in einem veränderten Sicherheitsumfeld Rechnung tragen. Mercedes stelle zuverlässige Basisfahrzeuge und Fahrgestelle für spezifische Einsatzanforderungen bereit. Dahinter stecken laut Pressemitteilung 45 Jahre Erfahrung mit modifizierbaren Fahrzeugen für Sicherheits-, Rettungs- und Verteidigungsanwendungen, darunter Mercedes-Benz G-Klasse, Sprinter und Vito.
Als ersten Schritt habe Mercedes-Benz eine Absichtserklärung mit dem Münchner Unternehmen Tytan unterzeichnet, um eine mögliche Zusammenarbeit bei fahrzeugbasierten Verteidigungsanwendungen zu prüfen. Dazu zählen ein auf der G-Klasse basierendes System für Drohnenabwehr sowie mobile Drohnenträger und Kommandoeinheiten auf Sprinter-Basis.
Renault muss sich in Frankreich wegen Betrugs vor Gericht verantworten
Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal muss sich der französische Autohersteller Renault in Frankreich wegen mutmaßlichen Betrugs vor Gericht verantworten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Vorrichtungen in seinen Dieselfahrzeugen eingebaut zu haben, die zur Umgehung von Abgasvorschriften dienten, wie die Staatsanwaltschaft am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die erste Anhörung in dem Fall ist für April 2027 angesetzt. Renault weist die Vorwürfe zurück.
Es handelt sich um den zweiten bekannten Fall im Zusammenhang mit dem Dieselgate-Skandal in Frankreich, wo die französischen Untersuchungsrichter bereits ein Verfahren gegen den deutschen Autohersteller Volkswagen anordneten. Ein Untersuchungsrichter prüft derzeit noch einen ähnlichen Antrag der Staatsanwaltschaft, auch einen Prozess gegen Peugeot-Citroën und Fiat Chrysler — inzwischen zusammengeschlossen zum Stellantis-Konzern — einzuleiten.
Der Dieselskandal war im September 2015 bekannt geworden. Volkswagen räumte damals ein, bei den Dieselmotoren von elf Millionen Autos der Marken Volkswagen, Seat, Audi und Skoda eine Software verbaut zu haben, die den Ausstoß von Stickoxid zwar auf dem Prüfstand senkte, nicht aber im Straßenverkehr.
Es handelt sich um den zweiten bekannten Fall im Zusammenhang mit dem Dieselgate-Skandal in Frankreich, wo die französischen Untersuchungsrichter bereits ein Verfahren gegen den deutschen Autohersteller Volkswagen anordneten. Ein Untersuchungsrichter prüft derzeit noch einen ähnlichen Antrag der Staatsanwaltschaft, auch einen Prozess gegen Peugeot-Citroën und Fiat Chrysler — inzwischen zusammengeschlossen zum Stellantis-Konzern — einzuleiten.
Der Dieselskandal war im September 2015 bekannt geworden. Volkswagen räumte damals ein, bei den Dieselmotoren von elf Millionen Autos der Marken Volkswagen, Seat, Audi und Skoda eine Software verbaut zu haben, die den Ausstoß von Stickoxid zwar auf dem Prüfstand senkte, nicht aber im Straßenverkehr.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren zwischen 2009 und 2017 verkaufte Renault-Autos mit ebensolchen Vorrichtungen ausgestattet. Diese trügen zu einer höheren Luftverschmutzung durch Stickoxide bei, die im Verdacht stehen, „die Entstehung von Atemwegserkrankungen beim Menschen zu begünstigen“, hieß es in den von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Unterlagen.
Der Skandal hatte damals die weltweite Autoindustrie erschüttert. In zahlreichen Ländern wurden rechtliche Schritte eingeleitet, darunter in Großbritannien, Frankreich, Südkorea und den USA. Volkswagen zahlte insgesamt im Zuge des Skandals mehr als 32 Milliarden Euro an Strafen und Entschädigungen, insbesondere in den USA.
In Großbritannien hatte die Justiz kürzlich in einem Prozess gegen eine Reihe von Autobauern im Zusammenhang mit dem Dieselgate-Skandal größtenteils zugunsten der Unternehmen entschieden. Angeklagt waren Mercedes, Ford, Peugeot-Citroën, Renault und Nissan.
Darauf verwies Renault nun auch bei dem anstehenden Verfahren in Frankreich. Das Unternehmen bestritt „nachdrücklich, sich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht zu haben“.
Der Skandal hatte damals die weltweite Autoindustrie erschüttert. In zahlreichen Ländern wurden rechtliche Schritte eingeleitet, darunter in Großbritannien, Frankreich, Südkorea und den USA. Volkswagen zahlte insgesamt im Zuge des Skandals mehr als 32 Milliarden Euro an Strafen und Entschädigungen, insbesondere in den USA.
In Großbritannien hatte die Justiz kürzlich in einem Prozess gegen eine Reihe von Autobauern im Zusammenhang mit dem Dieselgate-Skandal größtenteils zugunsten der Unternehmen entschieden. Angeklagt waren Mercedes, Ford, Peugeot-Citroën, Renault und Nissan.
Darauf verwies Renault nun auch bei dem anstehenden Verfahren in Frankreich. Das Unternehmen bestritt „nachdrücklich, sich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht zu haben“.
Urlauber ändern Buchungsverhalten wegen Bränden nicht
Die verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien führen der deutschen Reisebranche zufolge bisher nicht zu Umbuchungen in großem Stil. „Wir sehen aktuell keine Änderung des Buchungsverhaltens“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV) am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die in diesem Sommer beliebtesten Flug-Pauschalreiseziele seien die Türkei, Spanien und Griechenland. „Darüber hinaus erfreuen sich auch in diesem Jahr wieder Kreuzfahrten einer besonderen Beliebtheit“, sagte die Sprecherin.
Audi kappt Prognose – Finanzchef pocht auf Einsparungen
Der Ingolstädter Autobauer Audi kappt nach dem schwächsten ersten Halbjahr seit 2021 seine Prognose. Für das Gesamtjahr sagte die Volkswagen-Tochter am Montag nur noch Erlöse von 58 bis 63 Milliarden Euro voraus, das sind fünf Milliarden Euro weniger als noch im April prognostiziert. Auch die Rendite dürfte mit fünf bis sieben Prozent um einen Prozentpunkt niedriger ausfallen als bislang angenommen. Derzeit ist Audi von dieser Rendite aber noch weit entfernt: Im ersten Halbjahr lag sie lediglich bei 3,8 Prozent.
Finanzchef Jürgen Rittersberger sagte, die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen zeigten zwar Wirkung, reichten aber nicht aus. „Wir müssen in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen, wettbewerbsfähiger und effizienter werden, an den Kostenstrukturen arbeiten und Entscheidungsprozesse schneller hinbekommen“, sagte er. Dabei werde es kein Gegeneinander der beiden Standorte Neckarsulm und Ingolstadt geben. „Wir haben Möglichkeiten, an beiden Standorten die Effizienz zu steigern“, sagte Rittersberger. „Wenn alle mithelfen, können wir eine Zukunft für Neckarsulm organisieren.“
VW-Konzernchef Oliver Blume hatte zuletzt in einem intern veröffentlichten Interview gesagt, dass in Europa Überkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen abgebaut werden müssten. Bislang könne in den 2030er Jahren keine Werksbelegung für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm bestätigt werden. Derzeit können in Neckarsulm jährlich 225.000 Fahrzeuge gebaut werden, das sind rund 75.000 weniger als noch vor wenigen Jahren. An dem Standort laufen derzeit ausschließlich Verbrennerfahrzeuge vom Band. Laut Rittersberger ist bereits beschlossen, die Nachtschicht in dem Werk zu streichen. „Wir sind kontinuierlich dabei, die Kapazitäten auf die Marktlage anzupassen.“
Audi leidet unter der Marktflaute in China und unter den Zöllen von US-Präsident Donald Trump. Mit 29,2 Milliarden Euro erwirtschaftete der Autobauer mit den vier Ringen als Logo im ersten Halbjahr so wenig Umsatz wie in der Corona-Krise 2021 nicht mehr, der Gewinn lag mit 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich um 220 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.
Finanzchef Jürgen Rittersberger sagte, die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen zeigten zwar Wirkung, reichten aber nicht aus. „Wir müssen in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen, wettbewerbsfähiger und effizienter werden, an den Kostenstrukturen arbeiten und Entscheidungsprozesse schneller hinbekommen“, sagte er. Dabei werde es kein Gegeneinander der beiden Standorte Neckarsulm und Ingolstadt geben. „Wir haben Möglichkeiten, an beiden Standorten die Effizienz zu steigern“, sagte Rittersberger. „Wenn alle mithelfen, können wir eine Zukunft für Neckarsulm organisieren.“
VW-Konzernchef Oliver Blume hatte zuletzt in einem intern veröffentlichten Interview gesagt, dass in Europa Überkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen abgebaut werden müssten. Bislang könne in den 2030er Jahren keine Werksbelegung für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm bestätigt werden. Derzeit können in Neckarsulm jährlich 225.000 Fahrzeuge gebaut werden, das sind rund 75.000 weniger als noch vor wenigen Jahren. An dem Standort laufen derzeit ausschließlich Verbrennerfahrzeuge vom Band. Laut Rittersberger ist bereits beschlossen, die Nachtschicht in dem Werk zu streichen. „Wir sind kontinuierlich dabei, die Kapazitäten auf die Marktlage anzupassen.“
Audi leidet unter der Marktflaute in China und unter den Zöllen von US-Präsident Donald Trump. Mit 29,2 Milliarden Euro erwirtschaftete der Autobauer mit den vier Ringen als Logo im ersten Halbjahr so wenig Umsatz wie in der Corona-Krise 2021 nicht mehr, der Gewinn lag mit 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich um 220 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.
Open AI-Chef Altman: Wir befinden uns in der Singularität
Sam Altman, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen KI-Unternehmens Open AI, glaubt, dass die Menschheit nun einen Punkt erreicht hat, der bislang vor allem Thema in Science-Fiction-Romanen gewesen ist. „Wir sind jetzt in der Singularität, das ist der Moment“, sagte er im Relentless-Podcast mit dem Investor Tilo Morse. Vor zehn Jahren noch sei dies ein „weit entfernter Traum" gewesen, „bestenfalls“. Doch die Technologie habe sich schneller weiterentwickelt und nun dieses Niveau erreicht.
Unter Singularität diskutieren Informatiker einen Moment, ab dem sich technischer Fortschritt quasi aus sich selbst heraus extrem beschleunigt, Technologie für den Menschen zumindest vorübergehend weniger befreifbar wird und darum einen enormen Veränderungsdruck auslöst – technisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch. Innerhalb der KI ist damit mitunter auch die Situation gemeint, in der Computer so etwas wie eine allgemeine Superintelligenz erreicht haben, das menschliche Gehirn also in seiner Breite zu überflügeln beginnen. Die Ansichten, ob die derzeit existierenden großen KI-Basismodelle der richtige Weg dorthin sind, gehen freilich auseinander. Mitarbeiter vor allem in den führenden Unternehmen, gehen häufig davon aus, Wissenschaftler an Universitäten sind meist etwas zurückhaltender.
Der Begriff der Singularität wird mehreren Vordenkern zugeschrieben. Der Mathematiker und Computerfachmann John von Neumann soll ihn ähnlich in den fünfziger Jahren gegenüber dem Informatiker Stanislaw Ulam erwähnt haben. Der britische Statistiker I. J. Good schreibt in den sechziger Jahren von einer „ultraintelligenten Maschine“, die möglicherweise bessere Maschinen bauen können und sagte ab diesem Zeitpunkt eine „Intelligenzexplosion" voraus. Science-Fiction-Autor und Mathematiker Vernor Vinge verwendete ihn in den achtziger und neunziger Jahren.
Open AI wiederum fokussiert sich wie andere führende KI-Unternehmen seit einiger Zeit darauf, allgemein kompetentere KI-Agenten zu konstruieren. Altman, aber beispielsweise auch der Meta-Gründer Mark Zuckerberg haben mehrmals öffentlich darüber gesprochen, dass sie nun künstliche Superintelligenz erschaffen wollen. Gegenwärtig muss sich Open AI vor allem mit dem Skandal um die aus einem unternehmensinternen Test ausgebrochenen KI befassen, die hernach die Plattform Hugging Face angegriffen hat.
Open AI wiederum fokussiert sich wie andere führende KI-Unternehmen seit einiger Zeit darauf, allgemein kompetentere KI-Agenten zu konstruieren. Altman, aber beispielsweise auch der Meta-Gründer Mark Zuckerberg haben mehrmals öffentlich darüber gesprochen, dass sie nun künstliche Superintelligenz erschaffen wollen. Gegenwärtig muss sich Open AI vor allem mit dem Skandal um die aus einem unternehmensinternen Test ausgebrochenen KI befassen, die hernach die Plattform Hugging Face angegriffen hat.
Erwartungen der Unternehmen verbessern sich
Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli aufgehellt. Der vom Ifo-Institut im München ermittelte Geschäftsklimaindex stieg auf über 86 Punkte und damit etwas stärker als erwartet. Grund dafür sind bessere Erwartungen für die künftige Entwicklung der Geschäfte. Ihre aktuelle Lage schätzen die Unternehmen dagegen schlechter ein. Grund dafür ist der Krieg zwischen den USA und Iran. Dieser hat zu steigenden Ölpreisen und Einschränkungen für den Schiffsverkehr geführt.
Langfristig kämpft die deutsche Wirtschaft mit strukturellen Krisen und sinkenden Investitionen. Beispiel dafür ist die Autobranche als einstiger Exportgarant. Sie streicht nun Stellen und diskutiert über die Schließung von Fabriken.
Der Volkswirt Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sieht die Ifo-Daten als positives Signal für den Start der deutschen Wirtschaft in das dritte Quartal und erwartet für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent.
„Das Ifo-Geschäftsklima überrascht im Juli positiv und steigt auf den höchsten Stand seit Februar“, sagt Schattenberg. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung in der Lagebeurteilung. Die jüngste Eskalation im Persischen Golf und der damit verbundene abermalige Anstieg der Öl- und Gaspreise dürften hier laut Schattenberg belastet haben und auch für die nächsten Monate ein Risiko bleiben.
Langfristig kämpft die deutsche Wirtschaft mit strukturellen Krisen und sinkenden Investitionen. Beispiel dafür ist die Autobranche als einstiger Exportgarant. Sie streicht nun Stellen und diskutiert über die Schließung von Fabriken.
Der Volkswirt Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sieht die Ifo-Daten als positives Signal für den Start der deutschen Wirtschaft in das dritte Quartal und erwartet für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent.
„Das Ifo-Geschäftsklima überrascht im Juli positiv und steigt auf den höchsten Stand seit Februar“, sagt Schattenberg. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung in der Lagebeurteilung. Die jüngste Eskalation im Persischen Golf und der damit verbundene abermalige Anstieg der Öl- und Gaspreise dürften hier laut Schattenberg belastet haben und auch für die nächsten Monate ein Risiko bleiben.
Nvidia bereitet wohl eine 250-Milliarden-Bürgschaft für OpenAI vor
Der amerikanische Chipkonzern Nvidia verhandelt offenbar über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar für den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Die Garantie solle OpenAI das Leasing eines riesigen Rechenzentrums ermöglichen, berichten das „Wall Street Journal" und der Finanzdienst Bloomberg und berufen sich auf Insider. Das von der Softbank-Tochtergesellschaft entwickelte Zehn-Gigawatt-Projekt soll im Süden des US-Bundesstaates Ohio entstehen.
Für OpenAI wäre ein solcher Deal der erste Schritt zur Kontrolle der eigenen Infrastruktur, anstatt diese von Microsoft, Amazon und Oracle zu mieten. Nvidia wiederum würde sich damit auf Jahre hinaus die Nachfrage nach seinen Chips sichern. Die Gesamtkosten des Projekts werden dem Bericht zufolge auf mehr als 500 Milliarden Dollar geschätzt.
Die 250-Milliarden-Dollar-Garantie decke die Pacht für das Rechenzentrum und die Fremdfinanzierung ab, nicht jedoch die Nvidia-Chips. Der Chipkonzern erwäge zudem eine Finanzierung von Chip-Käufen durch OpenAI im Wert von bis zu 350 Milliarden Dollar, hieß es weiter. Die erste Phase des Projekts soll 2028 fertiggestellt sein. Den Berichten zufolge haben auch die KI-Firma Anthropic sowie Microsoft und Google Interesse an dem Projekt bekundet. Nvidia, OpenAI und das US-Handelsministerium reagierten demnach zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.
US-Abgeordnete verlangen „Kill Switch" für KI-Modelle
Politiker beider Parteien in Washington verlangen nach der außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz von Open AI, dass die Regierung mächtige KI-Systeme abschalten kann, wenn sie gefährlich werden. Der demokratische Kongressabgeordnete Ted Lieu und der republikanische Kongressabgeordnete Nathaniel Moran haben einen Gesetzentwurf mit dem Titel „AI Kill Switch Act“ eingebracht.
Zuvor hatte der KI-Anbieter Open AI eingestanden, dass seine Technologie auf „beispiellose“ Weise außer Kontrolle geraten sei und infolgedessen die Technologie-Plattform Hugging Face angegriffen habe. Der Kongressabgeordnete Lieu sagte einem Bericht der BBC zufolge, es sei „unabdingbar“, dass KI-Systeme über einen „Kill-Switch" verfügten „und dass die Bundesregierung die klare Befugnis und ein klares Verfahren habe, um außer Kontrolle geratene KI-Modelle abzuschalten“.
Zuvor hatte der KI-Anbieter Open AI eingestanden, dass seine Technologie auf „beispiellose“ Weise außer Kontrolle geraten sei und infolgedessen die Technologie-Plattform Hugging Face angegriffen habe. Der Kongressabgeordnete Lieu sagte einem Bericht der BBC zufolge, es sei „unabdingbar“, dass KI-Systeme über einen „Kill-Switch" verfügten „und dass die Bundesregierung die klare Befugnis und ein klares Verfahren habe, um außer Kontrolle geratene KI-Modelle abzuschalten“.
„KI wird sich weiterentwickeln, und das sollte sie auch“, fügte Moran hinzu. „Verantwortungsvoller Umgang bedeutet, sicherzustellen, dass Menschen die Fähigkeit behalten, die von uns entwickelte Technologie zu kontrollieren.“ Der „Kill Switch Act“ sieht vor, dem Ministerium für Innere Sicherheit die Befugnis zu erteilen, ein privates Unternehmen anzuweisen, ein KI-Modell oder -Tool abzuschalten, und dass die Unternehmen, die solche KI-Technologie entwickeln, „die technische Fähigkeit zur Drosselung, Aussetzung oder Abschaltung“ aufrechterhalten müssen.
Steffen Bilger wird neuer Verkehrsminister
Der baden-württembergische Abgeordnete Steffen Bilger soll Nachfolger des bisherigen Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder werden. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius laut Nachrichtenagentur dpa am Sonntagabend mit. Schnieder hatte Bundeskanzler Friedrich Merz um Entlassung gebeten. Der Wechsel an der Spitze des Verkehrsressorts ist Teil einer Umbildung der Bundesregierung, die durch den Rücktritt von Jens Spahn ins Rollen gekommen war.
Zunächst war nicht klar, wer neuer Verkehrsminister werden soll.
Auf den Nachfolger von Schnieder warten mit der maroden Infrastruktur und der verspätungsgeplagten Bahn schwere und dringende Aufgaben.
Zunächst war nicht klar, wer neuer Verkehrsminister werden soll.
Auf den Nachfolger von Schnieder warten mit der maroden Infrastruktur und der verspätungsgeplagten Bahn schwere und dringende Aufgaben.
Regierung knüpft US-Übernahme von Hanauer Magnethersteller wohl an Bedingungen
Die Bundesregierung wird einem Medienbericht zufolge die geplante Übernahme des Magnetherstellers Vacuumschmelze (VAC) durch das US-Bergbauunternehmen Energy Fuels an Auflagen knüpfen. Die Bedingungen seien Teil einer laufenden Investitionsprüfung des 1,9 Milliarden Dollar schweren Zukaufs, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums teilte am Samstag mit: „Mir liegen derzeit keine Erkenntnisse dazu vor."
Es sei unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Übernahme untersage, sagten die Insider laut Bloomberg. Sie dürfte jedoch Zugeständnisse fordern, um sicherzustellen, dass das Werk des Unternehmens im Raum Frankfurt für das Geschäft von zentraler Bedeutung bleibe. Das Unternehmen aus dem hessischen Hanau ist einer der wenigen Produzenten von Magneten aus Seltenen Erden außerhalb Chinas. Die USA und ihre Verbündeten versuchen derzeit verstärkt, ihre Abhängigkeit vom Marktführer China bei kritischen Mineralien zu verringern.
Wie Bloomberg berichtete, hätten deutsche Regierungsvertreter betont, dass es sich bei der Investitionsprüfung nach den gesetzlichen Vorgaben um einen Routinevorgang handele, sobald Transaktionen Unternehmen in strategischen oder kritischen Wirtschaftssektoren beträfen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Prüfung in einem Schreiben an einen Abgeordneten, das Bloomberg vorliege, bestätigt.
Der amerikanische Konzern Energy Fuels hatte Ende Juni angekündigt, den deutschen Magnethersteller Vacuumschmelze (VAC) für 1,9 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. VAC beschäftigt 3600 Mitarbeiter und beliefert mehr als 1000 Kunden, darunter den Autokonzern General Motors. Mit dem Zukauf will das US-Unternehmen zu einem der weltweit größten nicht-chinesischen Produzenten von Magneten für die Luft- und Raumfahrt, Rüstungsindustrie und erneuerbare Energien aufsteigen.
Der amerikanische Konzern Energy Fuels hatte Ende Juni angekündigt, den deutschen Magnethersteller Vacuumschmelze (VAC) für 1,9 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. VAC beschäftigt 3600 Mitarbeiter und beliefert mehr als 1000 Kunden, darunter den Autokonzern General Motors. Mit dem Zukauf will das US-Unternehmen zu einem der weltweit größten nicht-chinesischen Produzenten von Magneten für die Luft- und Raumfahrt, Rüstungsindustrie und erneuerbare Energien aufsteigen.
VAC-Chef Erik Eschen sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er gehe davon aus, dass eine Prüfung der geplanten Übernahme stattfinde und auch andere europäische Länder das Geschäft untersuchten. Er sei offen dafür, sich zum deutschen Standort zu bekennen. „Dies wird kein einfacher Prozess, aber Deutschland weiß, wie wichtig wir sind, und wird hoffentlich die richtige Entscheidung treffen." Er sehe in der Übernahme seines Unternehmens eine Chance für Deutschland, sich über die Kanäle von Energy Fuels den Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Er räumte jedoch ein, dass es ein Risiko gebe, dass US-Kunden bevorzugt behandelt werden könnten.
US-Firmen klagen gegen Trumps neue Zölle
Zwei amerikanische Kleinunternehmen haben gegen die jüngsten Zölle von Präsident Donald Trump auf Waren aus 60 Partnerländern geklagt. Die neue Politik gehe wie die meisten früheren Zölle Trumps über die Befugnisse des Präsidenten zur Besteuerung von Importen hinaus, hieß es in der am Freitag beim US-Handelsgericht in New York eingereichten Klageschrift, wie der Finanzdienst Reuters berichtet.
Für eine rechtliche Rechtfertigung seien detailliertere, länderspezifische Feststellungen zum Thema „Zwangsarbeit" erforderlich. Die Kläger werden von einer gemeinnützigen Rechtsgruppe unterstützt, die schon erfolgreich gegen frühere Zollrunden geklagt hatte.
Für eine rechtliche Rechtfertigung seien detailliertere, länderspezifische Feststellungen zum Thema „Zwangsarbeit" erforderlich. Die Kläger werden von einer gemeinnützigen Rechtsgruppe unterstützt, die schon erfolgreich gegen frühere Zollrunden geklagt hatte.
Die Trump-Regierung hatte am Freitag neue Zölle von zehn und 12,5 Prozent auf Waren aus 60 Handelspartnern, darunter auch die Europäische Union, verhängt. Zur Begründung hieß es, die Länder unternähmen nicht genug, um den Export von mit Zwangsarbeit hergestellten Waren zu unterbinden. Die neuen Abgaben wurden angekündigt, als ein vorübergehender weltweiter Zoll von zehn Prozent auslief. Die Zölle vom Freitag wurden nach Absatz 301 des Handelsgesetzes von 1974 verhängt, der zur Bekämpfung unfairer oder diskriminierender Wirtschaftspraktiken anderer Nationen dient.
Zölle sind eine zentrale Säule der Außenpolitik Trumps. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte jedoch am 20. Februar gegen die meisten der weitreichendsten Zölle Trumps entschieden. Die Richter befanden, dass das Gesetz über internationale wirtschaftliche Notstandsbefugnisse (IEEPA) den Präsidenten nicht zu einseitig verhängten Zöllen ermächtige. Die Kläger argumentieren nun, dass Zölle nach Absatz 301 in der Vergangenheit gezielt auf bestimmte Nationen und Industrien ausgerichtet waren. Trumps pauschaler Ansatz habe hingegen kein historisches Vorbild.
Zölle sind eine zentrale Säule der Außenpolitik Trumps. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte jedoch am 20. Februar gegen die meisten der weitreichendsten Zölle Trumps entschieden. Die Richter befanden, dass das Gesetz über internationale wirtschaftliche Notstandsbefugnisse (IEEPA) den Präsidenten nicht zu einseitig verhängten Zöllen ermächtige. Die Kläger argumentieren nun, dass Zölle nach Absatz 301 in der Vergangenheit gezielt auf bestimmte Nationen und Industrien ausgerichtet waren. Trumps pauschaler Ansatz habe hingegen kein historisches Vorbild.
Nvidia und Südkoreas SK Group starten KI-Initiative über 500 Milliarden Dollar
Der amerikanische KI-Konzern Nvidia und die südkoreanische SK Group haben eine mehr als 500 Milliarden Dollar schwere KI-Initiative für große KI-Rechenzentren und Speicher der nächsten Generation vorgestellt. Die Initiative umfasse eine langfristige Partnerschaft mit SK Hynix, um die Versorgung mit Speicherchips der nächsten Generation für Nvidia zu sichern und gemeinsam Hochleistungsspeicher für KI-Anwendungen zu entwickeln, teilte Nvidia mit.
Im Rahmen der Initiative plane SK Telecom zudem den Bau eines zwei Gigawatt starken KI-Rechenzentrums, das mit Nvidias Vera-Rubin-Chips und dem HBM4-Hochleistungsspeicher von SK Hynix betrieben werde. Die erste Anlage solle im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Unabhängig davon wollen Nvidia, Naver und Brookfield das KI-Rechenzentrum von Naver in Südkorea erweitern.
Im Rahmen der Initiative plane SK Telecom zudem den Bau eines zwei Gigawatt starken KI-Rechenzentrums, das mit Nvidias Vera-Rubin-Chips und dem HBM4-Hochleistungsspeicher von SK Hynix betrieben werde. Die erste Anlage solle im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Unabhängig davon wollen Nvidia, Naver und Brookfield das KI-Rechenzentrum von Naver in Südkorea erweitern.