Business-Ticker : Chinas Staatschef Xi: KI muss offen, sicher und kontrollierbar sein

Der chinesische Präsident Xi Jinping während der Eröffnung der World Artificial Intelligence Conference (WAIC).dpa

Netflix steigert Gewinn und Umsatz – doch der Aktienkurs fällt +++ USA kündigen 25 Prozent Zölle auf viele Einfuhren aus Brasilien an +++ Großbritannien verstaatlicht British Steel +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Donald Trump soll eigene Goldmünze bekommen

Das Abbild von Donald Trump ziert bald ein weiteres Objekt: Sein Finanzminister Scott Bessent hat am Mittwoch anlässlich des 250. Geburtstages der USA eine neue „1-Dollar-Goldmünze“ vorgestellt, auf der ein Porträt des US-Präsidenten zu sehen ist, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sie solle das „verbleibende Erbe der Freiheit“ würdigen und ein „Symbol des Patriotismus“ sein, teilte Bessent auf X mit.

In dem Beitrag ist ein Muster der Münze zu sehen. Die Bundesbehörde US Mint werde mit der Prägung der Münze beginnen, schrieb Bessent weiter – wann genau diese dann zu kaufen ist, war zunächst unklar.

Donald Trump ist bei weitem nicht der erste Präsident, dessen Konterfei eine Goldmünze ziert. Der amerikanische Kongress hatte 2005 ein Programm aufgelegt, das Ehrenmünzen für alle bisherigen Präsidenten vorsah – allerdings mit der Auflage, dass diese schon verstorben sein mussten.

Der letzte Präsident, dem diese Ehre regulär zuteilwurde, war Ronald Reagan. Das Programm lief formell 2016 aus, wurde aber für den Todesfall von George H. W. Bush 2020 wieder aufgelegt. Auch ein Verfahren für Jimmy Carter läuft derzeit. Zu den noch lebenden ehemaligen Präsidenten verkauft die US Mint derzeit nur Bronzemedaillen.

Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ist es dem Präsidenten ein besonders wichtiges Anliegen, sein Abbild in der öffentlichen Wahrnehmung zu verfestigen. Schon zu Beginn des Monats hatte Bessent ein von Trump hochgeladenes Muster einer 100-Dollar-Note auf X geteilt, auf der die Unterschriften des Präsidenten und von ihm selbst abgedruckt sind.

Beispiele für Projekte, Orte und Gebäude mit Trumps Namen gibt es zuhauf. Zuletzt wurde der Flughafen der Stadt Palm Beach im US-Bundesstaat Florida offiziell in „President Donald J. Trump International Airport“ umbenannt, das entsprechende Airport-Kürzel von PBI (Palm Beach International Airport) in DJT – die Initialen des Präsidenten.

In den USA ist es üblich, dass Flughäfen und andere Orte nach ehemaligen Präsidenten benannt werden können. Unüblich ist hingegen, dass Gebäude umbenannt werden, während der Präsident noch lebt.

Chinas Staatschef Xi: KI muss offen, sicher und kontrollierbar sein

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping fordert im KI-Wettstreit mit den USA mehr Kontrolle über die Nutzung Künstlicher Intelligenz und einen offeneren Zugang zu dieser Schlüsseltechnologie. „Wir sollten das Risikobewusstsein stärken und gewährleisten, dass KI sicher und kontrollierbar ist“, sagte er zur Eröffnung der World AI Conference in Shanghai, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Xi sprach sich für eine Kombination aus Gesetzen, Überwachung und Frühwarnsystemen aus, um die missbräuchliche Nutzung von KI zu verhindern.

Die erste Rede des Präsidenten auf der seit dem Jahr 2018 jährlich stattfindenden Konferenz zeigt die gestiegene Bedeutung von KI für die regierende Kommunistische Partei. Xi warb dafür, die Technologie gemeinsam zu entwickeln und ließ durchklingen, dass nationale Sicherheit nicht als Grund vorgeschoben werden sollte, KI-Modelle für andere zu blockieren. Einzelne Länder erwähnte er nicht. Die US-Regierung hatte allerdings im Juni zeitweise den Zugang zu bestimmten KI-Modellen eingeschränkt.

China konkurriert gegenwärtig in der Zukunftstechnologie vor allem mit den USA. Das äußerste sich unlängst beispielsweise darin, dass amerikanische Tech-Unternehmen ihre chinesische Konkurrenten beschuldigten, amerikanische Technologie illegal gekapert zu haben, um damit eigene Modelle zu trainieren. China bestreitet das. 

Einen Tag vor Xis Rede unterzeichneten 29 Länder eine Vereinbarung zur Gründung einer Weltorganisation für Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (WAICO) mit Sitz in Shanghai. Zu den Unterzeichnern gehören laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua der Volksrepublik wohlgesonnene Länder wie Russland, Indonesien und Kasachstan. Die WAICO soll demnach die Zusammenarbeit und globale Steuerung im Bereich KI fördern.

China hätte damit eine Plattform, um über Standards im Bereich KI zu verhandeln. Ohnehin fordert Peking schon länger, dass die Entwicklung Künstlicher Intelligenz nicht in den Händen weniger Länder liegen sollte. „Die Zukunft der KI sollte nicht von Monopolen oder geopolitischen Rivalitäten bestimmt werden, sondern davon, inwieweit ihre Innovationen geteilt werden und wie breit ihre Vorteile spürbar sind“, kommentierte Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt.

Pünktlich zum Beginn der Konferenz veröffentlichte das chinesische Startup Moonshot AI mit „Kimi K3“ ein neues KI-Modell, das nach Firmenangaben 2,8 Billionen Parameter besitzen soll. Die Zahl der Parameter lässt auf die Komplexität des Modells schließen. Einfach gesagt: Je mehr Parameter es hat, desto höher ist die Leistungsfähigkeit.

Das Pekinger Unternehmen will so zu den US-Rivalen OpenAI und Anthropic aufschließen, die bislang mit ihren leistungsstärksten Modellen besonders komplexe Aufgaben besser lösen. Ihre Parameterzahlen machen die beiden Unternehmen nicht öffentlich.

Halbe Milliarde für Erneuerung der Autobahn-Rastplätze nötig

Die Autobahn GmbH des Bundes sieht hohe Kosten für bessere Rastplätze und Toiletten. In den nächsten Jahren brauche man rund eine halbe Milliarde Euro für die Sanierung der Anlagen und anliegenden Flächen, heißt es von der staatseigenen Gesellschaft, die sich seit 2021 um die deutschen Autobahnen kümmert. Das Geld dazu müsse vom Bund kommen.

Die Prognose ist Teil der Reaktion auf einen Test des ADAC, bei dem dieser vielen Toiletten an unbewirtschafteten Rastplätzen schlechte Noten gegeben hatte. Dessen Ergebnisse nehme man „sehr ernst“, erklärte ein Sprecher. Bei der Sanierung und Weiterentwicklung der Parkplätze mit WC habe man massive Investitionen zu tätigen. „Zahlreiche veraltete Rastanlagen benötigen eine umfassende Modernisierung.“ Dabei gehe es aber nicht nur um Toiletten, sondern auch um Aufenthaltsbereiche und Verkehrsflächen. Kurzfristig stünden 100 Anlagen an, die erneuert werden müssen.

Die Prognose ist Teil der Reaktion auf einen Test des ADAC, bei dem dieser vielen Toiletten an unbewirtschafteten Rastplätzen schlechte Noten gegeben hatte. Dessen Ergebnisse nehme man „sehr ernst“, erklärte ein Sprecher. Bei der Sanierung und Weiterentwicklung der Parkplätze mit WC habe man massive Investitionen zu tätigen. „Zahlreiche veraltete Rastanlagen benötigen eine umfassende Modernisierung.“ Dabei gehe es aber nicht nur um Toiletten, sondern auch um Aufenthaltsbereiche und Verkehrsflächen. Kurzfristig stünden 100 Anlagen an, die erneuert werden müssen.

Netflix steigert Gewinn und Umsatz – doch Aktienkurs fällt

Netflix hat im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Zugleich will der Videostreaming-Marktführer künftig nur noch jährlich statt zweimal pro Jahr Angaben zur Popularität seiner Filme und Serien vorlegen. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent.

Die Netflix-Aktie hatte in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren. Ein Auslöser waren Sorgen nach einigen Marktforscher-Daten, die den Eindruck erweckten, dass Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel auch populärer Netflix-Serien sinken. 

Die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers, bei der Netflix gegen den Rivalen Paramount verlor, wurde in diesem Kontext von Anlegern als Flucht nach vorn gesehen. Mit der Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal verfehlte Netflix die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen. 

Netflix macht keine regelmäßigen Angaben zur Kundenzahl mehr. Aber der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar (10,98 Mrd Euro). Unterm Strich wuchs der Gewinn um 8,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Merck investiert in Prüfzentrum

Der Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA hat an seinem Hauptsitz Darmstadt ein neues Prüfzentrum für die Freigabe von Arzneimitteln eröffnet. Die Investition beziffert das Unternehmen auf 25 Millionen Euro. In der Einrichtung sollen Wirkstoffe und Medikamente von Herstellern aus ganz Europa vor der Markteinführung auf Qualität und Sicherheit geprüft werden. Es entstehen rund 30 neue Arbeitsplätze.

Hinzu kommen laut Merck Stabilitätsstudien, die zeigen, wie lange ein Medikament unter verschiedenen Lagerbedingungen sicher und wirksam bleibt. Solche Prüfungen seien zum Schutz der Patienten gesetzlich vorgeschrieben. Die Entscheidung über die Zulassung der geprüften Medikamente treffen die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Nach Angaben von Merck ist das Zentrum Teil des weltweiten Netzes von Prüfstandorten im Life-Science-Geschäft. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) sprach bei der Eröffnung des neuen Zentrums von einem starken Bekenntnis zum Standort Hessen.

Hinzu kommen laut Merck Stabilitätsstudien, die zeigen, wie lange ein Medikament unter verschiedenen Lagerbedingungen sicher und wirksam bleibt. Solche Prüfungen seien zum Schutz der Patienten gesetzlich vorgeschrieben. Die Entscheidung über die Zulassung der geprüften Medikamente treffen die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Nach Angaben von Merck ist das Zentrum Teil des weltweiten Netzes von Prüfstandorten im Life-Science-Geschäft. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) sprach bei der Eröffnung des neuen Zentrums von einem starken Bekenntnis zum Standort Hessen.

Eli Lilly kauft Psychedelika-Entwickler AtaiBeckley

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly steigt mit einer milliardenschweren ​Übernahme in die Entwicklung von psychedelischen Medikamenten gegen Depressionen ein. Für bis zu ⁠3,8 Milliarden Dollar kauft das Unternehmen den US-Spezialisten AtaiBeckley, wie Lilly am Donnerstag mitteilte. Damit sichert sich der Konzern den Zugriff auf neuartige Therapien für ‌Patienten, bei denen herkömmliche Antidepressiva nicht anschlagen. „Millionen von Menschen suchen immer noch nach Linderung und brauchen dringend eine Therapie, die wirkt“, erklärte Carole Ho, ‌Leiterin der Neurologie-Sparte bei Lilly.

Das ‌am weitesten fortgeschrittene Medikament von AtaiBeckley, das Nasenspray BPL-003, basiert auf einer synthetischen Form des Psychedelikums DMT. Es soll die Fähigkeit des Gehirns wiederherstellen, neue neuronale Verbindungen ​zu bilden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ⁠dem Mittel den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen, was eine beschleunigte Zulassung ermöglichen soll. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ​die entscheidende klinische Phase-3-Studie.

Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barzahlung von 6,75 Dollar je ⁠AtaiBeckley-Aktie zusammen. Damit ‌wird das Unternehmen mit rund 2,8 Milliarden Dollar bewertet. Hinzu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar, falls bestimmte Entwicklungs- und Zulassungsziele erreicht werden. ⁠Die Barzahlung entspricht ⁠einem Aufschlag von rund 40 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 ⁠Tage. Der Abschluss ​der ⁠Übernahme wird für das dritte Quartal ​erwartet. Der Gründer und größte Aktionär von AtaiBeckley, ‌der deutsche Investor Christian Angermayer, unterstützt das Vorhaben. Die Ressourcen von Lilly würden helfen, ​die Therapien schneller voranzutreiben, erklärte er.

Das ‌am weitesten fortgeschrittene Medikament von AtaiBeckley, das Nasenspray BPL-003, basiert auf einer synthetischen Form des Psychedelikums DMT. Es soll die Fähigkeit des Gehirns wiederherstellen, neue neuronale Verbindungen ​zu bilden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ⁠dem Mittel den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen, was eine beschleunigte Zulassung ermöglichen soll. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ​die entscheidende klinische Phase-3-Studie.

Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barzahlung von 6,75 Dollar je ⁠AtaiBeckley-Aktie zusammen. Damit ‌wird das Unternehmen mit rund 2,8 Milliarden Dollar bewertet. Hinzu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar, falls bestimmte Entwicklungs- und Zulassungsziele erreicht werden. ⁠Die Barzahlung entspricht ⁠einem Aufschlag von rund 40 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 ⁠Tage. Der Abschluss ​der ⁠Übernahme wird für das dritte Quartal ​erwartet. Der Gründer und größte Aktionär von AtaiBeckley, ‌der deutsche Investor Christian Angermayer, unterstützt das Vorhaben. Die Ressourcen von Lilly würden helfen, ​die Therapien schneller voranzutreiben, erklärte er.

Bewährungsstrafe für Cum-Ex-Banker

Das Landgericht Bonn hat am Donnerstag einen ehemaligen Niederlassungsleiter der Macquarie Bank wegen seiner Beteiligung an Cum-Ex-Geschäften verurteilt. Der heute 49-jährige Bankier hat sich der versuchten Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig gemacht, so das Urteil der neunten Großen Strafkammer in Bonn. Von der verhängten Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, gelten zwei Monate bereits als vollstreckt, da sich das Ermittlungsverfahren gegen den Angeklagten verzögert hatte, wie ein Justizsprecher auf Anfrage mitteilte. Außerdem ordnete die Strafkammer die Einziehung von 150.000 Euro aus dem Vermögen des Angeklagten an. Diese Summe hatte er als Bonus für den Cum-Ex-Handel der Macquarie Bank erhalten.

Der gebürtige Schweizer musste sich seit Mai vor Gericht verantworten. Er hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Köln zum Prozessauftakt eingeräumt. Laut den Anklägern hatte der langjährige Mitarbeiter der australischen Großbank den Cum-Ex-Handel in der Dividendensaison 2011 mitverantwortet. Er führte die jeweiligen Transaktionen zwar nicht selbst durch, trat aber im Hintergrund als Problemlöser auf. Letztlich lagen dem Bundeszentralamt für Steuern sechs Anträge auf Rückerstattung einer Kapitalertragsteuer vor. Da es nicht zur Auszahlung von 319 Millionen Euro an mehrere US-Pensionsfonds kam, hatte sich der Bankier lediglich des Versuchs der Steuerhinterziehung strafbar gemacht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, eine Revision zum Bundesgerichtshof ist möglich.

Damit endet das erste Strafverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter von Macquarie in Deutschland. Die australische Investmentbank hatte Fremdkapital zur Verfügung gestellt, das für den Handel mit Aktien deutscher DAX-Konzerne in Milliardenhöhe notwendig gewesen war. Schon im Jahr 2016 zahlte Macquarie ein Bußgeld in Höhe von 100 Millionen Euro an die Staatsanwaltschaft. Insgesamt ermitteln deutsche Strafverfolger gegen 100 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Macquarie.

Der gebürtige Schweizer musste sich seit Mai vor Gericht verantworten. Er hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Köln zum Prozessauftakt eingeräumt. Laut den Anklägern hatte der langjährige Mitarbeiter der australischen Großbank den Cum-Ex-Handel in der Dividendensaison 2011 mitverantwortet. Er führte die jeweiligen Transaktionen zwar nicht selbst durch, trat aber im Hintergrund als Problemlöser auf. Letztlich lagen dem Bundeszentralamt für Steuern sechs Anträge auf Rückerstattung einer Kapitalertragsteuer vor. Da es nicht zur Auszahlung von 319 Millionen Euro an mehrere US-Pensionsfonds kam, hatte sich der Bankier lediglich des Versuchs der Steuerhinterziehung strafbar gemacht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, eine Revision zum Bundesgerichtshof ist möglich.

Damit endet das erste Strafverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter von Macquarie in Deutschland. Die australische Investmentbank hatte Fremdkapital zur Verfügung gestellt, das für den Handel mit Aktien deutscher DAX-Konzerne in Milliardenhöhe notwendig gewesen war. Schon im Jahr 2016 zahlte Macquarie ein Bußgeld in Höhe von 100 Millionen Euro an die Staatsanwaltschaft. Insgesamt ermitteln deutsche Strafverfolger gegen 100 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Macquarie.

Cewe übernimmt Kodak-Fotostationen

Der vor allem für seine Fotobücher ​bekannte Foto-Dienstleister Cewe stärkt sein Geschäft mit der ⁠Marke „Kodak Moments“. Das Unternehmen erwirbt das Sofortfoto-Geschäft von Kodak Alaris, das bisher dem Finanzinvestor Kingswood Capital gehört, wie Cewe ‌am Donnerstag in Oldenburg mitteilte. Kodak Alaris betreibt rund 37.000 Fotostationen in weltweit 16.000 Einzelhandelsgeschäften, an denen die Kunden ‌ihre Fotos ‌ausdrucken können, und setzt damit im Jahr 200 Millionen Euro um. Das von Cewe übernommene Geschäft werde einschließlich Schulden mit ​88 Millionen Euro ⁠bewertet, der Kaufpreis dürfte bei 72 Millionen Euro liegen.

„Wir investieren gezielt in den ​globalen Ausbau des Sofortfoto-Geschäfts, weil wir überzeugt davon sind, hier ⁠in den nächsten ‌Jahren profitables Wachstum erzielen zu können“, sagte Cewe-Chef Thomas Mehls. Cewe schaffe damit den Markeintritt in den USA, Mexiko, ⁠Kanada und ⁠Australien. Übernommen werden auch 500 Mitarbeiter und das Werk in ⁠Windsor ​in ⁠Colorado, in dem Verbrauchsmaterialien hergestellt ​werden. 2027 soll das erworbene Geschäft eine ‌mittlere einstellige operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) erwirtschaften, die in den folgenden Jahren noch ​steigen soll.

Großbritannien verstaatlicht British Steel

Großbritannien hat den angeschlagenen Stahlkonzern British Steel ​verstaatlicht. Die Übernahme des ehemals in chinesischem Besitz befindlichen Unternehmens sei abgeschlossen, ⁠teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Verstaatlichung sei notwendig, um das nationale Interesse Großbritanniens zu wahren. „British Steel ist Teil des Gefüges ‌unserer Nation und ein Eckpfeiler der britischen Industriestärke“, sagte der scheidende Premierminister Keir Starmer. Die Entscheidung sichere die Zukunft der Stahlherstellung im Vereinigten ‌Königreich, schütze qualifizierte Arbeitsplätze ‌und bewahre eine lebenswichtige nationale Fähigkeit.

Die Regierung hatte schon im April 2025 die operative Kontrolle über British Steel von den chinesischen Eigentümern Jingye übernommen. ​Damit sollte die Schließung des ⁠Stahlwerks im nordenglischen Scunthorpe verhindert und 2.700 Arbeitsplätze am Standort sowie Tausende weitere in der ​Lieferkette gesichert werden. Das Werk, der letzte verbliebene Standort für die Primärstahlherstellung im Land, ⁠hatte in ‌den vergangenen Jahren mit hohen Energiekosten und einem Überangebot an Stahl auf dem Weltmarkt zu kämpfen.

Nachdem es dem Staat nicht gelungen war, einen ⁠Käufer für das ⁠1988 unter der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher privatisierte Unternehmen zu finden, kündigte ⁠Starmer ​im ⁠Mai dieses Jahres ein Gesetz zur ​Übernahme an. Ein neues Führungsteam soll nun den ‌Betrieb stabilisieren und British Steel zu einem wirtschaftlich tragfähigen und kohlenstoffarm produzierenden Unternehmen ​umbauen.

USA kündigen 25 Prozent Zölle auf viele Einfuhren aus Brasilien an

Die amerikanische Regierung will diverse Importgüter aus Brasilien mit einem Zollsatz in Höhe von 25 Prozent belegen. Ausgenommen seien etwa Produkte, die in den USA nicht ausreichend vorhanden seien oder eine besonders sensible Lieferkette hätten, teilte ein US-Regierungsbeamter mit. Dazu zählen demnach Erdöl und Gas, Rindfleisch, Orangensaft sowie bestimmte Flugzeugteile. Fällig seien die Zölle ab nächster Woche Mittwoch.

Vorangegangen sei eine Untersuchung, die eine Vielzahl von unfairen Handelspraktiken offenbart habe. Dazu zählten Handelsvorteile für Indien und Mexiko, die den USA nicht zugutekämen, bemängelt der Regierungsbeamte. Zudem kritisieren die USA angebliche Hemmnisse für ihre Tech-Konzerne und Finanzdienstleister, die in Brasilien mit unfairen Restriktionen zu kämpfen hätten. Schaffe die brasilianische Regierung die unfairen Praktiken ab, würden die Zölle wieder zurückgenommen, sagte der Regierungsbeamte.

Seit der Oberste Gerichtshof der USA im Februar eine Vielzahl der von Präsident Donald Trump angeordneten Zölle aufhob, stützt sich die Regierung verstärkt auf einen Passus eines Handelsgesetzes aus dem Jahr 1974 - so auch im Fall Brasilien. Dieses Gesetz erlaubt die Verhängung von Zöllen, sofern unfaire Handelspraktiken festgestellt werden.

Entsprechende Untersuchungen laufen auch gegen Deutschland und andere europäische Länder. Der Vorwurf: Arzneimittel würden unrechtmäßig verbilligt, während US-Bürgerinnen und Bürgern das Gros der Entwicklungskosten trügen. 

Der Regierungsbeamte warnte die brasilianische Regierung davor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Sollten wir Vergeltungsmaßnahmen sehen, wären wir offen gesagt gezwungen, unser Vorgehen anzupassen.“

Jetzt auch offiziell: Uber kauft Delivery Hero

Der deutsche Essenslieferdienst Delivery Hero hat sich mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt. Die beiden Unternehmen trafen dafür eine Zusammenschlussvereinbarung, wie Delivery Hero am Donnerstag mitteilte. Uber habe sich in diesem Zusammenhang auch verpflichtet, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine Änderungen an der dortigen Belegschaft vorzunehmen.

Uber bietet je Delivery-Hero-Aktie 41,50 Euro. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet. Zuletzt lag Ubers Anteil bei knapp 25 Prozent, hinzu kamen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Nun verkaufte der Delivery-Hero-Großaktionär Prosus seinen Anteil von knapp 17 Prozent. Dazu hatte sich die niederländische Beteiligungsgesellschaft im Zuge des Kaufs des Konkurrenten Just Eat Takeaway (Lieferando) bereit erklärt.

Delivery Hero hatte am Dienstagabend bestätigt, dass man sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme durch Uber befindet. Die Aktie des Berliner Lieferdienst-Konzerns legte daraufhin im vorbörslichen Handel zu. Das Papier hatte schon seit Mitte April kräftig an Wert gewonnen, nachdem bekannt wurde, dass Uber seinen Anteil an Delivery Hero erhöht hatte.

Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr aktiv. Das Unternehmen zählt allerdings wegen der starken Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika zu den weltweit größten Essenslieferdiensten. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essenslieferdienst, auch in vielen Städten Deutschlands.

„Das talentierte Team von Delivery Hero hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut – mit beliebten lokalen Marken und führenden Positionen in einigen der weltweit am schnellsten wachsenden Liefermärkten“, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi. Delivery-Hero-Mitgründer Nikla Östberg sagte: „Ubers globale Mobilitäts- und Lieferplattform und unser gemeinsames Bekenntnis zu Innovation machen dies zur richtigen Partnerschaft, um auf den Stärken von Delivery Hero in der lokalen Essenslieferung und im Quick Commerce aufzubauen und unsere Everyday-App-Strategie für unsere Kunden weiter voranzutreiben.“

Uber bietet je Delivery-Hero-Aktie 41,50 Euro. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet. Zuletzt lag Ubers Anteil bei knapp 25 Prozent, hinzu kamen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Nun verkaufte der Delivery-Hero-Großaktionär Prosus seinen Anteil von knapp 17 Prozent. Dazu hatte sich die niederländische Beteiligungsgesellschaft im Zuge des Kaufs des Konkurrenten Just Eat Takeaway (Lieferando) bereit erklärt.

Delivery Hero hatte am Dienstagabend bestätigt, dass man sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme durch Uber befindet. Die Aktie des Berliner Lieferdienst-Konzerns legte daraufhin im vorbörslichen Handel zu. Das Papier hatte schon seit Mitte April kräftig an Wert gewonnen, nachdem bekannt wurde, dass Uber seinen Anteil an Delivery Hero erhöht hatte.

Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr aktiv. Das Unternehmen zählt allerdings wegen der starken Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika zu den weltweit größten Essenslieferdiensten. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essenslieferdienst, auch in vielen Städten Deutschlands.

„Das talentierte Team von Delivery Hero hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut – mit beliebten lokalen Marken und führenden Positionen in einigen der weltweit am schnellsten wachsenden Liefermärkten“, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi. Delivery-Hero-Mitgründer Nikla Östberg sagte: „Ubers globale Mobilitäts- und Lieferplattform und unser gemeinsames Bekenntnis zu Innovation machen dies zur richtigen Partnerschaft, um auf den Stärken von Delivery Hero in der lokalen Essenslieferung und im Quick Commerce aufzubauen und unsere Everyday-App-Strategie für unsere Kunden weiter voranzutreiben.“

Uber bietet wohl 12,5 Milliarden Euro für Delivery Hero

Der amerikanische Fahrdienst Uber will einem Bericht der „Financial Times“ ​zufolge am Donnerstag ein rund 12,5 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero ⁠vorlegen. Uber biete den Aktionären von Delivery Hero 41 Euro je Aktie, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf zahlreiche Quellen. Die Aktien von Delivery Hero ‌waren im Xetra-Handel um 2,3 Prozent auf 38,18 Euro abgebröckelt.

Um zu große Überlappungen mit dem Geschäft seiner Tochtergesellschaft „Uber Eats“ zu vermeiden, die ebenfalls Speisen aus Restaurants ausliefert, wolle ‌Uber die türkische Tochtergesellschaft Yemeksepeti ‌sowie Lieferdienste in anderen europäischen Ländern an einen Investor abgeben. Uber Eats und Delivery Hero machen sich auch in Polen, Portugal, Spanien und Schweden Konkurrenz. Wenn sie sich zusammentun, könnte das die Wettbewerbshüter ​auf den Plan rufen.

Delivery Hero hatte am ⁠Dienstag fortgeschrittene Gespräche mit Uber über ein Übernahmeangebot bestätigt, aber keinen Preis genannt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, die Offerte werde ​deutlich über 36 Euro je Aktie liegen.

Uber war erst im April bei Delivery Hero eingestiegen und hat ⁠seine Beteiligung inzwischen ‌auf 24,99 Prozent ausgebaut. Derivate eingeschlossen haben die Amerikaner sogar Zugriff auf knapp 37 Prozent der Anteile. Berichten zufolge hat sich Uber schon das Anteilspaket des Hongkonger Investors Aspex Management gesichert. Ende Mai ⁠hatte Uber ⁠eine Offerte über 33 Euro je Aktie für Delivery Hero in Aussicht gestellt, war damit aber angesichts ⁠des gestiegenen ​Aktienkurses ⁠abgeblitzt.

Zweitgrößter Aktionär von Delivery Hero ist der niederländische ​Investor Prosus mit 16,8 Prozent. Er muss seinen Anteil eigentlich ‌wegen der Übernahme des Delivery-Hero-Rivalen Just Eat Takeaway bis zum Spätsommer auf weniger als zehn Prozent ​abbauen, hat die EU aber wegen der veränderten ​Lage um Aufschub gebeten.

EU akzeptiert Musks Änderungspläne bei X

Nach einer Millionenstrafe wegen Verstößen gegen EU-Regeln hat Elon Musks Online-Plattform X die Europäische Kommission mit geplanten Änderungen zunächst zufrieden gestellt. Die genehmigten Maßnahmen ermöglichten mehr Transparenz in dem sozialen Netzwerk, teilte die Brüsseler Behörde mit. Es sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die US-Firma hatte 120 Millionen Euro zahlen müssen, unter anderem wegen einer irreführenden Authentifizierung von Nutzerkonten durch den weißen Verifizierungshaken auf blauem Grund.

Musk hatte nach seiner Übernahme bei X eingeführt, dass alle zahlenden Abo-Kunden ein Häkchen bekommen, anstatt diese nur an vom Unternehmen verifizierte Nutzer zu geben. Das verstieß nach Ansicht Brüssels gegen EU-Regeln. X hatte nach der Strafe öffentlich klargestellt, dass die Häkchen keiner Verifizierung mehr gleichkommen. Die Plattform spricht nun von einem Premium-Status.

Die EU-Kommission hatte den Twitter-Nachfolger zudem beschuldigt, Forschern Daten vorzuenthalten und geschaltete Werbung nicht transparent zu dokumentieren. Auch hier stellte die US-Plattform Änderungen in Aussicht, die die Brüsseler Internetwächter zunächst akzeptieren. X hat laut Mitteilung nun sechs Monate Zeit, sie zu implementieren.

Die US-Firma hatte 120 Millionen Euro zahlen müssen, unter anderem wegen einer irreführenden Authentifizierung von Nutzerkonten durch den weißen Verifizierungshaken auf blauem Grund.

Musk hatte nach seiner Übernahme bei X eingeführt, dass alle zahlenden Abo-Kunden ein Häkchen bekommen, anstatt diese nur an vom Unternehmen verifizierte Nutzer zu geben. Das verstieß nach Ansicht Brüssels gegen EU-Regeln. X hatte nach der Strafe öffentlich klargestellt, dass die Häkchen keiner Verifizierung mehr gleichkommen. Die Plattform spricht nun von einem Premium-Status.

Die EU-Kommission hatte den Twitter-Nachfolger zudem beschuldigt, Forschern Daten vorzuenthalten und geschaltete Werbung nicht transparent zu dokumentieren. Auch hier stellte die US-Plattform Änderungen in Aussicht, die die Brüsseler Internetwächter zunächst akzeptieren. X hat laut Mitteilung nun sechs Monate Zeit, sie zu implementieren.

Die Entscheidung gegen X auf Grundlage des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act – DSA) war von der US-Regierung Donald Trumps deutlich kritisiert worden. Außenminister Marco Rubio sprach auf X von einer „Attacke auf alle amerikanischen Tech-Plattformen und das amerikanische Volk durch ausländische Regierungen“.

US-Vizepräsident JD Vance schrieb schon vor der Verkündung der Strafe auf X, die EU solle die Meinungsfreiheit unterstützen, anstatt amerikanische Unternehmen „wegen Müll“ anzugreifen. X hatte angekündigt gegen die Strafe vor Gericht Einspruch einzulegen.

US-Vizepräsident JD Vance schrieb schon vor der Verkündung der Strafe auf X, die EU solle die Meinungsfreiheit unterstützen, anstatt amerikanische Unternehmen „wegen Müll“ anzugreifen. X hatte angekündigt gegen die Strafe vor Gericht Einspruch einzulegen.

SpaceX-Aktie fällt unter den Ausgabepreis

Die Aktie von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ist rund einen Monat nach ihrem gefeierten Börsendebüt unter den Ausgabepreis gefallen. Das Papier notierte im US-Handel gegen Mittag New Yorker Zeit bei rund 133 Dollar. Den Ausgabepreis hatte das Unternehmen im Juni auf 135 Dollar festgesetzt. Zwischenzeitlich war der Kurs, angetrieben unter anderem von Käufen von Privatanlegern, bis auf 225 Dollar gestiegen. Dann setzte die Talfahrt ein.

Mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum Ausgabepreis war es der bisher größte Börsengang. SpaceX-Chef und Großaktionär Musk wurde durch die Aktienplatzierung zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Ihren ersten Handelstag hatte die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar abgeschlossen.

SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen Dollar mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in krassem Kontrast zum Börsenwe – die Anleger zahlen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (gut 16 Milliarden Euro).

In der Zukunft soll Künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein – auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne. Im Börsenprospekt schätzte SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für Künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen Dollar – und führte das als eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung an.

Mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum Ausgabepreis war es der bisher größte Börsengang. SpaceX-Chef und Großaktionär Musk wurde durch die Aktienplatzierung zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Ihren ersten Handelstag hatte die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar abgeschlossen.

SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen Dollar mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in krassem Kontrast zum Börsenwe – die Anleger zahlen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (gut 16 Milliarden Euro).

In der Zukunft soll Künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein – auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne. Im Börsenprospekt schätzte SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für Künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen Dollar – und führte das als eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung an.

Diabetesmittel sorgt für Umsatzplus bei Boehringer Ingelheim

Ein florierendes US-Geschäft und die anhaltend hohe Nachfrage nach dem ​Kassenschlager Jardiance haben Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr ein kräftiges Umsatzplus beschert. Die Erlöse ⁠stiegen in den ersten sechs Monaten währungsbereinigt um gut 16 Prozent auf 15,8 (Vorjahr: 14,0) Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Pharmakonzern am Mittwoch mitteilte. Die Humanmedizin steuerte mit 13,1 ‌Milliarden Euro den Löwenanteil bei, was einem Zuwachs von 20,1 Prozent entspricht. Das Diabetesmittel Jardiance brachte allein 5,7 Milliarden Euro ein. Das Unternehmen profitierte dabei von einer wachsenden ‌Patientenbasis und einem höheren Absatzvolumen ‌in den USA.

Auch die Markteinführungen des Medikaments Jascayd gegen Lungenfibrose und des Krebsmittels Hernexeos trieben das Wachstum an. Boehringer-Chef Shashank Deshpande betonte die Bedeutung des US-Marktes: „In einer Zeit beschleunigter medizinischer Innovationen (...) sind ​innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel in den ⁠USA, entscheidend, damit neue Therapien Patientinnen und Patienten schneller erreichen können“, sagte er. Finanzchef Frank Hübler erklärte: „Mit Blick ​auf die Zukunft werden wir unsere langfristigen Investitionen gezielt dort ausrichten, wo sie unsere Wachstumsmärkte am besten unterstützen.“

Jascayd ⁠ist in ‌mehreren Ländern zugelassen, darunter in den USA, China und Japan. Boehringer wartet jedoch noch auf die Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Das Krebsmittel Hernexeos dürfte europäischen Patienten voraussichtlich ab 2028 zur ⁠Verfügung stehen. Das Familienunternehmen ⁠aus Rheinland-Pfalz treibt unterdessen seine Forschungsprojekte in den Bereichen Onkologie und Stoffwechselerkrankungen voran. Der Wirkstoff Survodutid lieferte ⁠in ​einer Phase-III-Studie ⁠positive Daten zur Behandlung von Übergewicht und ​Lebererkrankungen. Das Tiergesundheitsgeschäft als zweites Standbein des Konzerns verzeichnete im ersten ‌Halbjahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 0,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Boehringer verwies auf eine ​höhere Preissensibilität der Verbraucher und weniger Tierarztbesuche ​in mehreren Ländern.