Fragwürdige Angaben zu Abspaltung Bafin prüft Bilanz von Meditec-Firma Eckert & Ziegler

Grund für die Prüfung der Bafin seien unzutreffende Angaben im Kontext der Abspaltung der Pentixapharm im Oktober 2024, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Daher werden den Angaben zufolge der veröffentlichte Abschluss für das Jahr 2024 und der zugehörige zusammengefasste Lagebericht geprüft. Die Aktie gab zuletzt knapp 2 Prozent nach.

Nach Angaben der Behörde gibt es konkrete Anhaltspunkte, dass die Abspaltung fälschlicherweise erfolgsneutral bilanziert wurde, da die oberste beherrschende Partei unzutreffend angegeben wurde. Die Prüfung wurde den Angaben der Bafin zufolge bereits am 15. Juli eingeleitet. Das Unternehmen selbst teilte mit, dass es im engen und konstruktiven Austausch mit der Behörde steht. Die Folgen der Prüfung hätten keinen Einfluss auf die operativen Kennziffern des Unternehmens.

Eckert & Ziegler hat der Pentixapharm-Abspaltung den eigenen Angaben zufolge die Vermögenswerte und Schulden der früheren Tochter erfolgsneutral ausgebucht. Dies hätte wegen der Beherrschungsverhältnisse möglicherweise erfolgswirksam erfolgen müssen. „Dies hätte zum Ausweis eines zusätzlichen Gewinns aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im Konzernabschluss 2024 geführt, ohne weitere Kennzahlen oder die Folgejahre zu betreffen“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens.

Die Bafin war zuletzt auch bei der Berenberg Bank, der Helaba und dem Maschinenbauer und Gabelstaplerhersteller Jungheinrich aktiv geworden.