Aktie springt Aumovio legt Bremsen-Streit mit BMW bei
Der angeschlagene Autozulieferer Aumovio legt durch die Zahlung einer dreistelligen Millionensumme einen Rechtsstreit mit dem Autobauer BMW bei. Aumovio zahle einen Vergleichsbetrag von 350 Millionen Euro an BMW, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zurückgestellt waren dafür 56 Millionen Euro.
Aumovio und BMW seien übereingekommen, ihre Technologiepartnerschaft auszuweiten und langfristig zusammenzuarbeiten. Bei dem Streit, an dem auch die frühere Aumovio-Obergesellschaft Continental beteiligt war, ging es den Angaben zufolge um einen Gewährleistungsfall im Zusammenhang mit einem integrierten Bremssystem .
Wegen der Kosten in Höhe von 350 Millionen Euro senkte Aumovio seine Prognose für den Gewinn. Zudem wurde das obere Ende der Umsatz-Zielspanne gekappt. Der Quartalsumsatz werde nun auf 4,244 Milliarden Euro beziffert, das bereinigte Ebit auf 50 Millionen Euro. Ohne die Auswirkungen des Vergleichs hätte der bereinigte Umsatz 4,307 Milliarden Euro und das bereinigte Ebit 152 Millionen Euro betragen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwarte die Gesellschaft nun nur noch eine bereinigte Ebit-Marge von 3,0 bis 4,0 Prozent anstelle der bislang erwarteten 3,5 bis 5,0 Prozent. Beim bereinigten Umsatz werden 17,0 bis 17,5 Milliarden Euro erwartet statt bisher 17,0 bis 18,5 Milliarden Euro.
- 12 Min
- 4 Min
- Zoff mit BMW: Das Drama um Contis vermeintliche WunderbremseVon Claas Tatje und Michael Freitag10 Min10 Min
Da Aumovio am Donnerstag aber auch ankündigte, die Zusammenarbeit mit BMW auszuweiten, und zudem von dem Autobauer Aufträge über eine Milliarde Euro erhalten wird, zog die im MDax notierte Aktie deutlich an. Der Kurs kletterte um bis zu 14 Prozent auf 42 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Ende Februar.