Fußball-Weltmeisterschaft Adidas vervierfacht Absatz bei WM-Trikots
Ausgerechnet beim Finale im eigenen Land geht Sportartikel-Riese Nike leer aus: Im Endspiel am Sonntag standen sich mit Argentinien und Spanien zwei von dem fränkischen Konzern Adidas ausgerüstete Nationalmannschaften gegenüber, sogar das Schiedsrichtergespann lief im Adidas-Dress auf.
Der deutsche Sportartikel-Hersteller hat im Zuge der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft viermal so viele Trikots verkauft wie beim vorangegangenen Turnier. Die Ballverkäufe hätten sich zugleich verdoppelt, teilte der Dax-Konzern am Wochenende auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg mit.
Insgesamt erwarte Adidas nun Verkäufe mit Blick auf die WM in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro, sagte Adidas-Chef Björn Gulden (61) laut Mitteilung. Dies entspricht dem oberen Ende der bisher angepeilten Spanne. Darin enthalten ist auch Freizeitkleidung mit WM-Bezug.
Das Unternehmen aus Herzogenaurach, ein offizieller WM-Sponsor, rechnete allein für das zweite Quartal mit Bestellungen für WM-Produkte im Wert von rund 250 Millionen Euro. Adidas bezeichnete das WM-Finale als „Moment des Stolzes“ für das Unternehmen, wollte sich jedoch nicht zu Umsatzprognosen äußern.
Insgesamt spielten 14 Teams im Adidas-Outfit. Am besten hätten sich die Trikots von Mexiko verkauft, berichtete der Hersteller.