Ingolstadt in der Krise : Eine Stadt verliert ihren Freifahrtschein

Jahrzehntelang boomte Ingolstadt – dank Audi. Nun steckt die Autostadt in der Krise. Und auffällig viele Häuser und Villen warten auf Interessenten.

Jetzt werden auch noch die Müllgebühren teurer. Zudem die Straßenreinigung, das Trinkwasser sowie der Abfluss von Schmutz- und Niederschlagswasser. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt in Ingolstadt für diese Dienste von Oktober an gut 1100 Euro im Jahr, ein Drittel mehr als bisher. Allein der Kubikmeter Trinkwasser verteuert sich künftig um 53 Prozent auf 2,13 Euro. Tagesordnungspunkt fünf der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause ist dennoch schnell abgehakt. Oberbürgermeister Michael Kern von der CSU bittet um Handzeichen. Die Arme schnellen in die Höhe. „Gegenstimmen?“, fragt er, der guten Ordnung halber. „Keine.“ Es geht nicht anders.

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