Business-Ticker : Polen plant befristete Steuererhöhung für große Energiekonzerne

Kühltürmen eines Braunkohle-Kraftwerkes im polnischen Turówdpa

Hacker zeigen Spielszenen aus GTA 6 +++ Erster Großstreik bei Hyundai seit zehn Jahren +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Polen plant befristete Steuererhöhung für große Energiekonzerne

Die polnische Regierung plant eine befristete Erhöhung der Körperschaftssteuer ​für große Energieversorger und Kraftstoffunternehmen. Mit den Einnahmen sollen Hilfen für energieintensive Industrien finanziert ⁠werden. Der Steuersatz solle im Jahr 2027 von derzeit 19 Prozent auf 30 Prozent steigen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Gesetzentwurf. Betroffen seien Unternehmen aus den ‌Bereichen Öl, Gas und Strom mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro. In den Folgejahren soll die Steuerbelastung schrittweise sinken: auf 26 Prozent im ‌Jahr 2028 und 23 ‌Prozent im Jahr 2029, bevor sie 2030 wieder das ursprüngliche Niveau von 19 Prozent erreicht.

Die Industrie sehe sich mit den höchsten Energiepreisen in der Europäischen Union (EU) konfrontiert, hieß es in ​dem Dokument. Zudem verwies die Regierung auf ⁠die "ungewöhnlich hohen" Gewinne der Energie- und Kraftstoffunternehmen infolge der aktuellen geopolitischen Spannungen sowie auf die Notwendigkeit, die gestiegenen Verteidigungsausgaben ​nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine zu decken. Den Angaben zufolge lagen die Energiekosten in der ⁠EU zuletzt zwei- ‌bis dreimal so hoch wie in den USA und Asien. (Reuters)

Hacker zeigen Spielszenen aus GTA 6

Die Aufregung um das Videospiel GTA 6 war ohnehin schon riesig, doch nun sorgen Spielszenen, die von Hackern ins Netz gestellt wurden, für noch mehr Wirbel. Seit Mittwoch kursieren mehrere Ausschnitte, die Szenen aus dem unveröffentlichten Spiel zeigen sollen. Ein Video erregt dabei besonders viel Aufmerksamkeit: Es zeigt, wie der Spieler mit einem Gewehr das Wort „Leek" (Lauch) in eine Wand schießt. Es ist der Name der Hacker, die die Bilder online gestellt haben. Die Videos enthalten zudem alle eine Werbung für einen Kryptocoin namens „Cyberleek". Rockstar Games, das Entwicklerstudio von GTA 6, äußerte sich bislang nicht zu den veröffentlichten Bildern.

Zuvor gab es immer wieder angebliche Videos, die Teile des Spiels zeigen sollen, sich aber oft als KI-Fälschungen herausgestellt haben. Dahinter steckt oft ein wirtschaftliches Interesse, da sich mit diesen Videos hohe Klickzahlen und damit auf verschiedenen Plattformen Werbeeinnahmen generieren lassen. Dieses Mal scheint es sich aber nicht um KI-Fakes zu handeln.

Stattdessen scheinen die Hacker im Besitz einer spielbaren Version des Spiels zu sein, dass offiziell erst am 19. November dieses Jahres erscheint. Außerdem wurden gegen Videos, die die von Cyberleek publizierten Inhalte zeigten, sogenannte DMCA-Strikes verhängt, das sind offizielle Beschwerden wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet, die zur Löschung der Inhalte führen können.

Als Grund für die Veröffentlichung nannte Cyberleek den Ärger über die Entscheidung, GTA 6 nur als digitale Version zu verkaufen. Er forderte, das Spiel auch als Disc-Version herauszubringen. Dieser Darstellung steht die prominent platzierte Werbung für die Krypto-Währung in den Videos jedoch entgegen.

Der Aktienkurs des Mutterkonzerns von Rockstar Games, Take-Two, reagierte zwischenzeitlich empfindlich auf die veröffentlichten Videos. Von Mittwoch auf Donnerstag fiel der Kurs von 247 zeitweise auf nur noch knapp 233 Dollar. Aktuell liegt der Aktienkurs wieder über 240 Dollar.

Der Aktienkurs des Mutterkonzerns von Rockstar Games, Take-Two, reagierte zwischenzeitlich empfindlich auf die veröffentlichten Videos. Von Mittwoch auf Donnerstag fiel der Kurs von 247 zeitweise auf nur noch knapp 233 Dollar. Aktuell liegt der Aktienkurs wieder über 240 Dollar.

Wirtschaftsverbände und Großkonzerne drängen Bundesregierung zu Reformen

Wirtschaftsverbände und Großkonzerne wie BMW und Siemens haben die Bundesregierung in einem gemeinsamen Schreiben zu schnellen Reformen aufgefordert. "Schleunigst und ohne irgendwelche Abstriche" müssten angekündigte oder im Koalitionsvertrag festgehaltene Reformvorhaben umgesetzt werden, heißt es in dem Schreiben von Verbänden und Unternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg, aus dem die Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben) zitiert.

Wegen hoher Energiekosten und sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stünden Unternehmen in Deutschland unter "erheblichen Druck", heißt es in dem Schreiben. "Gerade in dieser Lage entscheidet die konkrete Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, Arbeitsplätze halten und Investitionen an unseren Standorten tätigen können."

Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben zufolge unter anderem die Konzerne Audi, BMW, ZF, Mercedes-Benz, Porsche, Siemens und Eberspächer. Auch die Verbandsspitzen der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber sowie ihres baden-württembergischen Pendant Südwestmetall haben sich angeschlossen. Empfänger des Schreibens sind neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien. 

In dem Brief wird unter anderem gefordert, die Beitragsbelastung in der Sozialversicherung nachhaltig zu reduzieren. Diese liege mit über 42 Prozent derzeit auf einem Höchststand. Es sei "inakzeptabel, dass die Beitragsbelastung für Teile der Wirtschaft und der Versicherten trotz stabiler Beitragssätze steigt, weil die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben werden", kritisieren die Unterzeichner.  (AFP)

Knapp einem Viertel der Unternehmen fehlen Fachkräfte

Fast einem Viertel der Unternehmen in Deutschland fehlen nach eigenen Angaben Fachkräfte - die Zahl liegt laut dem Ifo-Institut in München aber unter dem langfristigen Durchschnitt. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage gaben im Juli 23,2 Prozent der Unternehmen an, ihnen fehlten qualifizierte Arbeitskräfte. Das waren etwas mehr als im April mit 21,1 Prozent. Der langfristige Durchschnitt liegt laut Ifo aber bei 31,7 Prozent.

"Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen", erklärte Ifo-Forscherin Daria Schaller am Freitag. "Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen." Entscheidend für die Firmen sei, ob Qualifikation und Anforderungen der offenen Stellen zusammenpassen.

Im Dienstleistungssektor lag der Anteil von Unternehmen, die zu wenig Fachkräfte finden, im Juli nahezu unverändert bei 25,7 Prozent. In einzelnen Branchen stieg er laut Ifo aber deutlich an: In der Telekommunikation erhöhte er sich von 16,3 auf 31,1 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung stieg der Anteil ebenfalls kräftig von 52,4 Prozent auf 64,7 Prozent. 

Im Handel blieb der Fachkräftemangel mit 16,2 Prozent auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, wie das Ifo weiter mitteilte. In der Industrie meldeten 18,7 Prozent einen Mangel an Fachkräften, das war ein spürbarer Anstieg von 4,5 Prozentpunkten im Vergleich zum April. Im Bauhauptgewerbe berichtete fast jedes dritte Unternehmen (32,6 Prozent) von Fachkräftemangel. (AFP)

Panamakanal senkt Zahl der Schiffspassagen

Angesichts zuletzt geringer Niederschlagsmengen reduziert der Panamakanal die Zahl erlaubter Schiffspassagen. Die buchbaren Durchfahrten werden ab September schrittweise von 36 pro Tag auf 32 gesenkt, wie die Verwaltung der Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik mitteilte.

Trotz der laufenden Regenzeit und bereits ergriffener Wassersparmaßnahmen, um die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño abzumildern, seien zusätzliche vorbeugende Schritte erforderlich. Dadurch solle die langfristige Nachhaltigkeit des Kanalbetriebs gewährleistet werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Panamakanal funktioniert mit Schleusen. Jedes Mal, wenn ein Schiff hindurchfährt, fließt Süßwasser ins Meer ab.

Zwischen Mai und August habe es rund 34 Prozent weniger geregnet als im historischen Durchschnitt für diesen Zeitraum, teilte die Kanalbehörde mit. Prognosen zufolge sei in der Region zudem infolge von El Niño 2026-2027 mit noch geringeren Niederschlägen zu rechnen. Mit Blick auf die Trockenzeit, die im Januar beginnt, seien ein umsichtiger Umgang mit den Wasserressourcen und eine sorgfältige Überwachung notwendig, um die Wasserverfügbarkeit zu sichern.

Der Panamakanal ist eine rund 80 Kilometer lange künstliche Wasserstraße, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Schiffen bleibt damit die lange, gefährliche Fahrt um die Südspitze Südamerikas erspart. (dpa-AFX)

Holcim übernimmt Gipsfaserplatten-Hersteller Fermacell

Der Baustoffkonzern Holcim übernimmt den ​Gipsfaserplatten-Hersteller Fermacell für 840 Millionen Euro. Eine entsprechende Vereinbarung ⁠mit dem bisherigen Eigentümer James Hardie Industries sei unterzeichnet worden, teilte das Schweizer Unternehmen am Donnerstagabend mit. Fermacell ‌hat seinen Sitz in Düsseldorf, beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter an sechs Produktionsstandorten und erwartet für 2026 ‌einen Umsatz von ‌rund 430 Millionen Euro.

Mit dem Zukauf will Holcim sein Angebot an Wand-, Boden- und Brandschutzlösungen in ​Europa ausbauen. Die Übernahme soll ⁠sich ab dem ersten Jahr positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken ​und im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden, sofern die ⁠zuständigen Behörden zustimmen. Für ‌die irische James Hardie bedeutet der Verkauf einen Rückzug aus Europa. Der Faserzementhersteller will sich künftig ⁠stärker auf Nordamerika ⁠konzentrieren, nachdem Investoren die 8,75 Milliarden Dollar schwere Übernahme ⁠des ​US-Baustoffkonzerns ⁠AZEK im vergangenen Jahr kritisiert ​hatten. (Reuters)

Erster Großstreik bei Hyundai seit zehn Jahren

Bei dem südkoreanischen Autobauer Hyundai ​Motor haben die Beschäftigten am Freitag den ersten Großstreik ⁠seit zehn Jahren begonnen. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ein höheres Renteneintrittsalter sowie den ‌Schutz von Arbeitsplätzen vor Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung fordert. Neben höheren Boni verlangen die Arbeitnehmervertreter Garantien für den ‌Erhalt von ‌Stellen, da der Konzern ab 2028 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern plant.

Der eintägige Ausstand, an dem sich ​auch Beschäftigte der ⁠Schwesterfirma Kia sowie Beschäftigte von Zulieferern beteiligen, spiegelt die wachsende Unruhe in der ​südkoreanischen Arbeitswelt wider. Einer Schätzung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben ⁠Teilstreiks seit Ende ‌Juli bereits zu einem Produktionsausfall von rund 55.200 Fahrzeugen im Wert von 1,67 Milliarden Dollar geführt. Die ⁠Gewerkschaft zeigte sich ⁠weiter offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche, drohte jedoch ⁠mit weiteren ​Streiks, ⁠falls das Management keine ​zukunftsweisenden Vorschläge vorlege. Hyundai erklärte seinerseits, man ‌setze auf eine Lösung durch Dialog. (Reuters)

SK Hynix erwägt Bau von Chipfabrik in Japan

Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK ​Hynix erwägt einem Bericht zufolge den Bau ⁠einer Fabrik in Japan. Das Unternehmen könnte einen zweistelligen Billionenbetrag in der Landeswährung Won ‌in das Projekt in der Präfektur Miyagi investieren, berichtete die Zeitung „Hankyoreh“ am Freitag unter Berufung ‌auf Insider. ‌Mit der Investition im Nordosten des Landes wolle der Konzern seine Produktionskapazitäten angesichts der weltweit ​wachsenden Nachfrage nach ⁠Speicherchips ausbauen. Der Vorsitzende der SK Group, Chey Tae-won, habe ​die Region, die als eines der japanischen Zentren ⁠für die ‌Halbleiterindustrie gilt, kürzlich besucht. 

Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies dem Bericht zufolge ⁠die erste groß ⁠angelegte Investition eines südkoreanischen Chip-Herstellers in eine ⁠japanische Halbleiterfabrik. ​SK ⁠Hynix äußerte sich zunächst ​nicht dazu.

Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies dem Bericht zufolge ⁠die erste groß ⁠angelegte Investition eines südkoreanischen Chip-Herstellers in eine ⁠japanische Halbleiterfabrik. ​SK ⁠Hynix äußerte sich zunächst ​nicht dazu.

CTS Eventim wächst mit Konzerten stärker als mit Tickets

Der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim hat im ersten ​Halbjahr dank des florierenden Geschäfts mit eigenen Festivals kräftig zugelegt. Der Umsatz ⁠stieg um 17 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in München mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) konnte dabei nicht ganz mithalten und legte ‌um zwölf Prozent auf 225,4 Millionen Euro zu. Die operative Umsatzrendite sank auf 14,9 von 15,5 Prozent in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. ‌In der Ticketing-Sparte hätten ein ‌veränderter Geschäftsmix und ein Sparprogramm auf die Rendite gedrückt, erklärte CTS Eventim.

Das Geschäftsmodell sei „die Basis, um unseren nachhaltigen Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortzusetzen“, sagte Vorstandschef und ​Großaktionär Klaus-Peter Schulenburg. Für das Gesamtjahr ⁠bleibt CTS Eventim aber bei seiner vorsichtigen Prognose: einem allenfalls leichten Zuwachs von Umsatz und Ebitda. Unter ​dem Strich blieb im ersten Halbjahr ein Gewinn von 120,4 Millionen Euro, der gut ⁠ein Drittel höher ‌war als ein Jahr zuvor.

Das Geschäftsmodell sei „die Basis, um unseren nachhaltigen Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortzusetzen“, sagte Vorstandschef und ​Großaktionär Klaus-Peter Schulenburg. Für das Gesamtjahr ⁠bleibt CTS Eventim aber bei seiner vorsichtigen Prognose: einem allenfalls leichten Zuwachs von Umsatz und Ebitda. Unter ​dem Strich blieb im ersten Halbjahr ein Gewinn von 120,4 Millionen Euro, der gut ⁠ein Drittel höher ‌war als ein Jahr zuvor.

CTS Eventim ist der größte Ticketanbieter in Europa und nach eigenen Angaben der zweitgrößte Konzertveranstalter weltweit. Das Unternehmen verkauft die Eintrittskarten für Welttourneen unter ⁠anderem von ⁠Taylor Swift, Ed Sheeran und Iron Maiden und veranstaltet Festivals wie „Rock im Park“ und „Rock ⁠am ​Ring“.

Während die ⁠Live-Entertainment-Sparte im Halbjahr mit fast 20 ​Prozent stärker wuchs als der Ticketverkauf für andere Veranstalter (plus ‌14 Prozent), kehrte sich der Trend im zweiten Quartal um. Das Ticket-Geschäft ist ​weniger als halb so groß wie die ​Veranstaltungs-Sparte, aber weitaus profitabler.

Während die ⁠Live-Entertainment-Sparte im Halbjahr mit fast 20 ​Prozent stärker wuchs als der Ticketverkauf für andere Veranstalter (plus ‌14 Prozent), kehrte sich der Trend im zweiten Quartal um. Das Ticket-Geschäft ist ​weniger als halb so groß wie die ​Veranstaltungs-Sparte, aber weitaus profitabler.

Optikkette Fielmann senkt Umsatz- und Gewinnerwartungen

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann nimmt ihre ​Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Jahr zurück. ⁠Das Hamburger Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstagabend mit der schwachen Konjunktur und der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland, wo Fielmann ‌rund 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet. Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 2,50 bis 2,55 Milliarden Euro ‌rund 50 ‌Millionen geringer ausfallen als gedacht, das entspreche einem Wachstum von maximal fünf statt bis zu sieben Prozent. Dabei gehe Fielmann ​von einer Beschleunigung des ⁠Umsatzwachstums aus, dank mehr Personal und höherer Produktivität.

Die gebremste Umsatzentwicklung wirke sich in ​diesem Jahr aber auch auf das Ergebnis aus, weil Kostendisziplin ⁠nur einen Teil ‌der Umsatzeinbußen abfedern könne. Fielmann erwarte deshalb für 2026 nur noch ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 bis 580 ⁠Millionen Euro. ⁠Die Spanne liege um 30 Millionen Euro unterhalb der bisherigen ⁠Zielmarke. ​Die ⁠bereinigte Umsatzrendite vor Steuern werde ​bei zwölf Prozent liegen; bisher hatte Fielmann ‌bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt.

Die gebremste Umsatzentwicklung wirke sich in ​diesem Jahr aber auch auf das Ergebnis aus, weil Kostendisziplin ⁠nur einen Teil ‌der Umsatzeinbußen abfedern könne. Fielmann erwarte deshalb für 2026 nur noch ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 bis 580 ⁠Millionen Euro. ⁠Die Spanne liege um 30 Millionen Euro unterhalb der bisherigen ⁠Zielmarke. ​Die ⁠bereinigte Umsatzrendite vor Steuern werde ​bei zwölf Prozent liegen; bisher hatte Fielmann ‌bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt.

Fresenius baut Beteiligung an FMC auf 25 Prozent ab

Der Gesundheitskonzern Fresenius baut ​seine Beteiligung am Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) ⁠weiter ab. 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro seien an institutionelle ‌Investoren abgegeben worden, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Fresenius reduziert seinen Anteil ‌damit auf ‌rund 25,0 von 27,8 Prozent. „Mit diesem Schritt schaffen wir zusätzlichen Spielraum, um Kapital gezielt in ​unsere Wachstumsplattformen zu ⁠investieren“, sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Mit dem Erlös will Fresenius aber ​auch Schulden abbauen.

Sen treibt seit seinem Amtsantritt ⁠vor vier Jahren ‌den Umbau von Fresenius voran. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf die operativen Töchter ⁠Kabi und Helios. ⁠Der wichtigste Schritt war dabei die Entkonsolidierung ⁠der ​einstigen ⁠Sorgentochter FMC aus der Bilanz ​vor drei Jahren. Damals hielt ‌Fresenius noch 32,2 Prozent.

Sen treibt seit seinem Amtsantritt ⁠vor vier Jahren ‌den Umbau von Fresenius voran. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf die operativen Töchter ⁠Kabi und Helios. ⁠Der wichtigste Schritt war dabei die Entkonsolidierung ⁠der ​einstigen ⁠Sorgentochter FMC aus der Bilanz ​vor drei Jahren. Damals hielt ‌Fresenius noch 32,2 Prozent.

Modehändler Shein verschiebt Börsengang offenbar auf September

Der chinesische Billigmodehändler Shein ​verschiebt seinen Börsengang in Hongkong einem Bericht der „South ⁠China Morning Post“ zufolge auf September. Shein wolle die Zeit nutzen, um zahlreiche Ankerinvestoren an ‌Bord zu nehmen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit ‌vertraute Personen. ‌Die Investmentbanken, die die Emission organisierten, erwögen, mit eigenen Fonds als Ankerinvestoren aufzutreten.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Montag ​berichtet, dass Shein ⁠noch in dieser Woche den Startschuss für den Börsengang geben ​wolle, zu einer Bewertung von rund 25 Milliarden ⁠Dollar – einem Viertel ‌der 100 Milliarden, die einer Finanzierungsrunde vor vier Jahren zugrunde gelegen hatten. Ursprünglich hatte ⁠Shein zwischen 30 und ⁠40 Milliarden Dollar Bewertung veranschlagt. Dem Bericht zufolge ⁠soll ​die ⁠Zeichnungsfrist nun am kommenden ​Montag (24. August) beginnen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Montag ​berichtet, dass Shein ⁠noch in dieser Woche den Startschuss für den Börsengang geben ​wolle, zu einer Bewertung von rund 25 Milliarden ⁠Dollar – einem Viertel ‌der 100 Milliarden, die einer Finanzierungsrunde vor vier Jahren zugrunde gelegen hatten. Ursprünglich hatte ⁠Shein zwischen 30 und ⁠40 Milliarden Dollar Bewertung veranschlagt. Dem Bericht zufolge ⁠soll ​die ⁠Zeichnungsfrist nun am kommenden ​Montag (24. August) beginnen.

Absatz von E-Lkw und -Bussen auf der Welt 2025 fast verdoppelt

Die Verkäufe von Elektro-Lkw und -Bussen auf der Welt haben sich im Jahr 2025 fast verdoppelt. Mit rund einer halben Million verkaufter Fahrzeuge legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent zu. Dies ergab eine Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT), die vorab vorlag. Treiber des Wachstums waren demnach vor allem die Verkäufe von E-Lkw in China.

China vereinte der Studie zufolge knapp 90 Prozent der gesamten Verkäufe auf sich. Im Segment der mittelschweren und schweren Lkw hätten sich die Verkäufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lastwagen seien im Jahr 2025 vollelektrisch gewesen. Sinkende Batteriekosten und staatliche Fördermaßnahmen hätten diese Entwicklung begünstigt.

Auch in anderen wichtigen Märkten zog die Nachfrage laut ICCT an. Die Europäische Union, Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichneten zweistellige Zuwachsraten, die vor allem auf den Ausbau elektrisch angetriebener Busflotten zurückzuführen waren. Elektrobusse machten international 17 Prozent aller Busverkäufe aus.

China vereinte der Studie zufolge knapp 90 Prozent der gesamten Verkäufe auf sich. Im Segment der mittelschweren und schweren Lkw hätten sich die Verkäufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lastwagen seien im Jahr 2025 vollelektrisch gewesen. Sinkende Batteriekosten und staatliche Fördermaßnahmen hätten diese Entwicklung begünstigt.

Auch in anderen wichtigen Märkten zog die Nachfrage laut ICCT an. Die Europäische Union, Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichneten zweistellige Zuwachsraten, die vor allem auf den Ausbau elektrisch angetriebener Busflotten zurückzuführen waren. Elektrobusse machten international 17 Prozent aller Busverkäufe aus.

Tonies steigert Umsatz – verdient aber weniger

Der Spielwarenhersteller Tonies hat im ersten Halbjahr dank der starken Nachfrage nach der Toniebox 2 den Umsatz deutlich gesteigert, operativ aber weniger verdient. „Das erste Halbjahr 2026 war stark – in jedem Segment, über alle Kategorien hinweg, und mit unterm Strich 41 Prozent Wachstum“, sagte Konzernchef Tobias Wann laut Mitteilung vom Donnerstag. An seiner Prognose für 2026 hält der Manager fest. 

Die Tonies-Aktie gab an der Börse jedoch im Kurs nach. Für das Papier ging es am Donnerstag zeitweise um rund sechs Prozent abwärts. Am Mittag gehörte es mit einem Abschlag von knapp drei Prozent auf rund zwölf Euro immer noch zu den größeren Verlierern im Kleinwerteindex S-Dax. Seit Jahresbeginn hat die Aktie aber fast 13 Prozent an Wert gewonnen. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate liegt das Plus sogar bei etwas mehr als 90 Prozent. Treiber war hier der Erfolg der Toniebox 2.

Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler bescheinigte dem Spielwarenhersteller eine weiterhin solide Entwicklung. Der Umsatzanstieg rage in dieser Berichtssaison im Konsumgütersektor positiv heraus und stehe mit Blick auf die Regionen auf einer breiten Basis. Dies bestätige die Attraktivität der neuen Toniebox 2 und eine robuste Markendynamik.

Die Tonies-Aktie gab an der Börse jedoch im Kurs nach. Für das Papier ging es am Donnerstag zeitweise um rund sechs Prozent abwärts. Am Mittag gehörte es mit einem Abschlag von knapp drei Prozent auf rund zwölf Euro immer noch zu den größeren Verlierern im Kleinwerteindex S-Dax. Seit Jahresbeginn hat die Aktie aber fast 13 Prozent an Wert gewonnen. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate liegt das Plus sogar bei etwas mehr als 90 Prozent. Treiber war hier der Erfolg der Toniebox 2.

Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler bescheinigte dem Spielwarenhersteller eine weiterhin solide Entwicklung. Der Umsatzanstieg rage in dieser Berichtssaison im Konsumgütersektor positiv heraus und stehe mit Blick auf die Regionen auf einer breiten Basis. Dies bestätige die Attraktivität der neuen Toniebox 2 und eine robuste Markendynamik.

Südkorea will erstes Containerschiff durch Arktis schicken

Inmitten der starken Beeinträchtigungen des weltweiten Schiffsverkehrs durch den Iran-Krieg will Südkorea ab dieser Woche sein erstes Containerschiff durch die Arktis schicken. Geplant sei, dass die "Panstar Acro" der Reederei PanStar Line Dot Com am Samstagabend in Busan startet, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Meeres- und Fischereiministeriums am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Zeitplan könne sich angesichts der Wetterbedingungen jedoch noch ändern.

Das Containerschiff soll über die Arktis nach Felixstowe in Großbritannien, Rotterdam in den Niederlanden und Danzig in Polen fahren, ehe es anschließend zurückfährt. Die gesamte Reise soll rund 45 Tage dauern. Es ist ein Test, ob eine durch das schmelzende Eis eröffnete Route wirtschaftlich rentabel sein kann.

Die übliche Seeroute verläuft durch den Suezkanal und das Mittelmeer. Eine Fahrt durch die Arktis kann die Reise nach Angaben des Korea Institute for International Economic Policy um 7000 Kilometer und rund zehn Tage verkürzen.

Das weltweit erste Containerschiff fuhr 2018 durch die Arktis. Am Samstagabend brach das chinesische Containerschiff "Dubai Tower" in Ningbo im Osten Chinas zu einer Fahrt nach Europa durch die Arktis auf.

Umweltschützer befürchten, dass der erhöhte Schiffsverkehr das Eis der Arktis schneller schmelzen lässt. Mehrere Reedereien wie die deutsche Hapag-Lloyd, die Schweizer MSC und die französische CMA CGM haben deshalb zugesagt, Routen durch die Arktis vorerst zu meiden. (AFP)