Von Elvis bis Tesa : Fünf Köpfe, auf die Sie diese Woche achten sollten

Von Rocklegende Elvis Presley bis Palantir-Chef Alex Karp: Wer diese Woche eine Rolle spielt – und warum.

Elsa Tesmer

Steckt hinter dem Erfolg von Tesa tatsächlich ein anfänglicher Misserfolg? So erzählt es zumindest das Unternehmen. Demnach entwickelte der Apotheker Paul C. Beiersdorf ein Wundpflaster, das zwar hervorragend klebte, aber die Haut reizte. Man habe dann aus der Not eine Tugend gemacht und 1896 das erste technische Klebeband zum Flicken von Fahrradreifen auf den Markt gebracht. Weitere 40 Jahre später entstand der wohlbekannte Tesafilm. Noch schöner als diese Geschichte ist die Geschichte der Namensgebung. Denn „Tesa“ geht auf Elsa Tesmer zurück, einstige Beiersdorf-Sekretärin, Kontoristin und Leiterin der Schreibstube. Sie musste dabei nur ein wenig mit ihrem Namen spielen. Eine Schande, dass heute jeder Tesa kennt, aber kaum noch jemand Frau Tesmer. Vorschlag zur Güte: Vielleicht eine kleine Erwähnung im Halbjahresbericht, den Beiersdorf am Mittwoch vorlegt?

Elvis Presley

Wie viele Menschen treten als Elvis-Imitatoren auf? Mal ist von 80.000 die Rede, mal sogar von 400.000. Konservative Schätzungen gehen von rund 2000 aus. Aber das sind wirklich nur diejenigen, die dieses Geschäft professionell betreiben. Ein paar der offiziell als „Elvis Tribute Artists“ bezeichneten Elvis-Nachahmer, die zu den besten gehören dürften, können Fans vom kommenden Wochenende an in Graceland bewundern, Presleys Anwesen in Memphis im Bundesstaat Tennessee. Dort lebte er von 1957 bis zu seinem Tod 1977. Und dort steigt eine Woche lang die „Elvis Week“, das nach Angaben des Veranstalters weltweit größte alljährliche Elvis-Fest. Die Besucher sind zu Wettbewerben, Konzerten, Diskussionen und Fantreffen eingeladen – und zum Auftakt des Countdowns auf das 50. Todesjahr des „King of Rock 'n' Roll“ 2027. Keine Frage: It's now or never.

Felis catus

Was wäre das Internet ohne Katzenvideos? Ein trauriger Ort, sind Katzenliebhaber überzeugt. Deshalb herrscht online kein Mangel an diesen schnurrigen Filmchen. Schon 2014 gab es, wie aus einer wissenschaftlichen Untersuchung hervorgeht, mehr als zwei Millionen Katzenvideos auf Youtube. Sie erreichten zusammen fast 26 Milliarden Aufrufe. Kein Wunder: Einer Studie zufolge können solche Inhalte die menschliche Energie steigern und positive Gefühle wecken. Auch im echten Leben sind Katzen beliebt – und zwar beliebter als alle anderen Haustiere. 15,7 Millionen von ihnen lebten 2025 in deutschen Haushalten, gegenüber nur 10,0 Millionen Hunden. Mehr als ein Anlass also, Felis catus zu feiern: Am Samstag ist Weltkatzentag.

Alex Karp

Sollten deutsche Sicherheitsbehörden die Überwachungssoftware von Palantir nutzen? In dieser Frage herrscht Uneinigkeit sogar zwischen den für die Polizei zuständigen Bundesländern. Und das umso mehr, als Palantir-Mitgründer Alex Karp ein Unternehmer ist, der es in der Kategorie „Umstrittenheit“ beinahe mit Elon Musk aufnehmen kann. Vor Kurzem hat Palantir im Onlineportal X noch einmal die in Karps Buch von 2025, „The Technological Republic“, niedergelegten gesellschaftlichen Glaubensthesen seines Gründers zusammengefasst. Stoff für angeregte Debatten – und für Zweifel, ob man einem solchen Mann vertrauen sollte. Am Montag stellt Palantir seine neuesten Quartalszahlen vor. Dann dürfte es nur ums Geschäft gehen. Das lief zuletzt bestens, bestätigte Karp. Die Nachfrage nach Palantirs KI-Produkten sei so gut, wie ein Unternehmen sie nur einmal in seiner Geschichte erlebe: „Once in a lifetime“.

Abelardo de la Espriella

Kann Donald Trump in Südamerika seinen Einfluss ausweiten? Es sieht ganz so aus. In Kolumbien tritt am Freitag ein neugewählter Präsident sein Amt an: Abelardo de la Espriella folgt auf Gustavo Petro, einstiger Guerillero und früherer Bürgermeister von Bogotá. Der 48 Jahre alte De la Espriella ist Jurist, er hat die Wahl im Juni sehr knapp gegen seinen linken Gegenkandidaten gewonnen. Entsprechend rechnen Beobachter jetzt mit einem radikalen Richtungswechsel. Trump hatte De la Espriella offen im Wahlkampf unterstützt, der Kolumbianer ist erklärter Trump-Anhänger. Mit Javier Milei in Argentinien und José Antonio Kast in Chile regieren in Südamerika bereits jetzt zwei besonders Trump-nahe Präsidenten. Nun gilt die MAGA-Devise in noch mehr Staaten außerhalb der USA.