Der Swiss Market Index (SMI) geht am Dienstag mit einem Plus von 0,40 Prozent bei 14'597 Punkten aus dem Handel. Während dem Schweizer Leitindex bis zum Rekordhoch von 16'633 Punkten noch 37 Punkte fehlen, erklomm der Swiss Performance Index (SPI) einen neuen Höchstwert.
Das übergeordnete Marktumfeld blieb dagegen von Zurückhaltung geprägt vor den Zinsentscheiden der amerikanischen Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB).
Eine klare Stütze für den SMI blieb Novartis (+1,0 Prozent) nach Quartalszahlen. Der Pharmakonzern übertraf beim Gewinn die Erwartungen und hob den Gewinnausblick an. Zeitweise lagen die Titel sogar mehr als 3 Prozent im Plus, im Handelsverlauf bröckelten die Gewinne jedoch ab. Roche (+0,6 Prozent) zogen ebenfalls an, während Nestlé 0,6 Prozent abgaben.
Im breiten Markt lieferte die Berichtssaison zahlreiche Impulse. Besonders gut kamen die Zahlen von SIG (+9,6 Prozent) an. Der Verpackungsspezialist übertraf selbst die höchsten Analystenschätzungen, zudem wird die angepeilte Margenverbesserung positiv aufgenommen.
Einen deutlichen Kurssprung vollzogen zudem Basilea (+5,2 Prozent) nach einer kräftigen Prognoseanhebung. Das Biopharmaunternehmen rechnet für 2026 nun mit deutlich höheren Umsätzen und einem klar höheren operativen Gewinn.
Auf der Verliererseite standen Ems-Chemie (-1,3 Prozent) nach einer Rückstufung durch Oddo BHF. Marktteilnehmer verwiesen nach der zuletzt starken Kursentwicklung zudem auf Gewinnmitnahmen.
Eine milliardenschwere Finanzierung für Anthropic zur Beschaffung von Ausrüstung von Broadcom beflügelt die Aktien des US-Chipkonzerns. Die Titel klettern um rund drei Prozent. Die Grossbanken Bank of America, Citi und Morgan Stanley sowie der Vermögensverwalter Blackstone stellen 63 Milliarden Dollar bereit. Die Transaktion wird über eine Zweckgesellschaft abgewickelt, die die Ausrüstung kauft und an den KI-Spezialisten Anthropic verleast. Broadcom sichert das Geschäft mit einer Restwertgarantie ab und übernimmt damit einen Teil des Risikos für die Kreditgeber. Analysten bewerteten den Schritt dennoch positiv. Laut Experten von Morningstar könnte die Kooperation Broadcom im Jahr 2027 einen Umsatz von fast 60 Milliarden Dollar einbringen. Anthropic dürfte damit zum grössten Kunden von Broadcom werden. Der KI-Konzern hatte am Montag die Unterlagen für seinen Börsengang eingereicht.
Derweil zieht der SMI an und notiert 0,4 Prozent höher.
Der Dow Jones Industrial avanciert um 0,1 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,6 Prozent hoch und der technologielastige Nasdaq 100 verbucht ein Plus von 1,0 Prozent.
Der US-Flugzeughersteller Boeing steuert in seiner Dauerkrise voraussichtlich auf ein weiteres Verlustjahr zu. Im Sommerquartal von Juli bis September schrieb der Konkurrent des weltgrössten Flugzeugbauers Airbus erneut rote Zahlen. Während die Rüstungs- und Raumfahrtsparte einen Gewinn ablieferte, blieb das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets in der Verlustzone. Immerhin fiel das Minus insgesamt deutlich niedriger aus als ein Jahr zuvor, und die Barmittel sprudelten stärker als gedacht. An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an. In New York verlor die Boeing-Aktie am Dienstag zuletzt 5 Prozent auf 178,96 Dollar.
Ein erneuter leichter Rückgang beim Ölpreis hat die US-Börsen am Dienstag gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert stabil bei 52'340 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 7689 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 26'267 Stellen. Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten am Montag in Teheran Gespräche mit iranischen Vertretern geführt, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen, was die Ölpreise um rund ein Prozent ins Minus drückte.
Zugleich versuchten die Anleger, eine Reihe uneinheitlicher Konzernbilanzen zu interpretieren. Gefragt nach positiv aufgenommenen Ergebnissen waren unter anderem die Aktien von JetBlue, Royal Caribbean, PayPal und UPS, die um rund ein bis 9,5 Prozent zulegten. Whirlpool, Hilton, Boeing, Coca-Cola konnten die Anleger hingegen nicht mit ihren Zahlen überzeugen. Die Aktien der Konzerne büssten zwischen rund einem und 2,5 Prozent ein.
Für Gesprächsstoff sorgte auch General Motors. Der Autobauer verlegt seine Börsennotierung am 17. November von der New York Stock Exchange an die Nasdaq. Die GM-Aktien legten nach der Ankündigung um fast vier Prozent zu.
Im weiteren Wochenverlauf stehen die Bilanzen der Technologie-Schwergewichte Alphabet, Microsoft und Amazon an. «Wenn wir bei den KI-Aktien, die bis zum Börsengang von Anthropic ihre Zahlen vorlegen, positive Überraschungen und erhöhte Prognosen sehen, dann signalisiert das ein sehr positives Umfeld für diese Titel», sagte Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management. Die Anleger warten zudem auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch.
Auch aus technischer Sicht hat sich das Bild aufgehellt. Am Montag überschritt die Tesla-Aktie erstmals seit Anfang Juli wieder die viel beachtete 200-Tage-Linie. Am Dienstag notiert der Titel weiterhin über dieser wichtigen Marke. Zudem liegt der Kurs über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20, 50 und 100 Handelstage. Dies unterstreicht die zunehmende Aufwärtsdynamik nach einer monatelangen Schwächephase.
Die US-Börsen starten im Plus. Der Dow Jones Industrial avanciert um 0,03 Prozent auf 52'380 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,3 Prozent auf 7’700 Zähler hoch. Und der technologielastige Nasdaq 100 verbucht mit 29'403 Punkten ein Plus von 0,3 Prozent.
Die US-Börsen dürften am Dienstag an ihre Erholung vom Wochenstart anknüpfen. Vor Börsenbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,3 Prozent höher auf 52'530 Punkte. Den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 erwartet IG 0,4 Prozent im Plus bei 29'393 Punkten.
Die Vorfreude auf den konkreter werdenden Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic setzte sich fort, wenn auch etwas gedämpfter. Zudem wird auf diplomatische Fortschritte im Krieg zwischen den USA und dem Iran gesetzt, nachdem hochrangige Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei zu Gesprächen nach Teheran gereist sind. Die Teilnehmer hätten sich auf weitere Verhandlungen verständigt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRIB.
Für Vorsicht dürfte unterdessen die am Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sorgen sowie weitere Quartalsberichte von Schwergewichten aus der Tech-Branche.
Im Dow Jones Industrial stehen mit Boeing, Coca-Cola und Sherwin-Williams gleich drei Unternehmen mit ihren Quartalsberichten im Fokus. Die Sherwin-Aktie ragte dabei vorbörslich mit minus 4,0 Prozent negativ heraus. Der Hersteller von Farben und Lacken übertraf mit seinem Umsatz zwar die Erwartungen, enttäuschte jedoch mit seinem Ergebnis je Aktie.
Coca-Cola legten zugleich um 0,8 Prozent auf 93,40 Dollar zu, blieben damit aber unter ihrem am vergangenen Donnerstag bei etwas über 95 US-Dollar erreichten Rekordhoch. Der Softgetränke-Hersteller berichtete über Umsatz- und Gewinnsteigerungen im dritten Jahresviertel und hob sein Umsatzziel für 2026 an.
Für Boeing ging es vorbörslich um 0,6 Prozent nach oben. Der Flugzeugbauer übertraf mit seinem bereinigten freien Barmittelzufluss die Erwartungen deutlich.
Mit ihren Quartalszahlen dürften ausserdem der Paketdienst UPS im Blick stehen sowie der Finanzdienstleister Paypal und American Tower. So hob der DHL-Konkurrent UPS die Jahresziele an, der Funkturmbetreiber konkretisierte seine. Die UPS-Aktie legte daraufhin vorbörslich um 1,5 Prozent zu und American Tower um 0,7 Prozent.
Paypal enttäuschte unterdessen mit einem Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was der Aktie vor dem Börsenstart einen Verlust von 1,0 Prozent einbrockte.
Die Aktien von JetBlue Airways stiegen in der US-Vorbörse um 5,7 Prozent. Das Papier legte zu, obwohl die Fluggesellschaft die Gewinnerwartungen für das Quartal verfehlte. Die Gesamtkapazität stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Dies lag innerhalb der revidierten Prognosespanne der Airline von 1,5 bis 3,5 Prozent.
Für das vierte Quartal erwartet JetBlue eine weitere Steigerung der Marge. Dies gilt trotz prognostizierter Treibstoffpreise, die um 85 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode liegen.
«Wichtig ist, dass wir über die nötige Liquidität und Finanzierungsoptionen verfügen. Damit schaffen wir ein solides Fundament für einen Gewinn pro Aktie von mindestens 1 Dollar sowie einen positiven freien Cashflow im Jahr 2028», sagte die Finanzchefin des Unternehmens. «Wir setzen weiterhin auf eine disziplinierte Kostenkontrolle und ein aktives Kapitalmanagement, um nachhaltig profitabel zu werden und dauerhaft einen positiven freien Cashflow zu erwirtschaften.»
Der französische Fussball-Superstar verlor am Dienstag mehrere chinesische Sponsoren, nachdem sich ein Video im Internet verbreitete. Darin wurde er gefragt, welches Meme über ihn ihm am besten gefalle. Mbappé wählte ein Bild, das sein Gesicht auf «einen Typen – ich glaube, einen chinesischen Diktator» montierte. Dies wurde allgemein als Anspielung auf Mao Zedong verstanden.
Im September schloss die On einen zehnjährigen Vertrag mit Mbappé ab. Er wurde damit zum Gesicht für die offensive Expansion der Marke im Fussball. Die Vereinbarung brachte ihm auch eine Beteiligung am Unternehmen ein. On hat Inhalte mit ihm bereits von seinen chinesischen Social-Media-Kanälen entfernt.
Die Futures auf die US-Indizes deuten wiederum auf einen positiven Start jenseits des Atlantiks hin.
Der SMI notiert am Dienstag gegen Mittag mit +0,1 Prozent leicht im Plus. Gestützt wird der Leitindex vor allem von Novartis nach überzeugenden Quartalszahlen. Auch in den hinteren Reihen sorgt die auf Hochtouren laufende Berichtssaison für teils kräftige Ausschläge. Das übergeordnete Marktumfeld bleibt dagegen von Zurückhaltung geprägt.
Der Mid-Cap-Index SMIM notiert mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 3180 Punkten ebenfalls leicht höher, während der breite SPI 0,1 Prozent auf 20'521 Punkte zulegt. Die Börsen in Deutschland und Frankreich liegen derweil leicht im Minus, haben ihre anfänglichen Verluste im Handelsverlauf aber eingedämmt.
Eine klare Stütze für den SMI bleibt Novartis (+1,5 Prozent) nach Quartalszahlen. Der Pharmakonzern übertraf beim Gewinn die Erwartungen und hob den Gewinnausblick an. Zeitweise lagen die Titel sogar mehr als 3 Prozent im Plus, im Handelsverlauf bröckelten die Gewinne jedoch ab. Roche PS (-0,3 Prozent) notieren dagegen im Minus.
Im breiten Markt liefert die Berichtssaison zahlreiche Impulse. Besonders gut kommen die Zahlen von SIG (+9,1 Prozent) an. Der Verpackungsspezialist übertraf selbst die höchsten Analystenschätzungen, zudem wird die angepeilte Margenverbesserung positiv aufgenommen.
Inficon (+3,7 Prozent) legen ebenfalls kräftig zu. Der Messtechnikspezialist übertraf die Erwartungen deutlich und hob den Ausblick erneut an. Im Fahrwasser rücken auch VAT (+0,6 Prozent) und Comet (+1,2 Prozent) vor. Einen deutlichen Kurssprung vollziehen zudem Basilea (+5,4 Prozent) nach einer kräftigen Prognoseanhebung. Das Biopharmaunternehmen rechnet für 2026 nun mit deutlich höheren Umsätzen und einem klar höheren operativen Gewinn. Am Mittwoch folgt zudem ein Investorentag. Landis+Gyr (+0,4 Prozent) profitieren derweil von einem Grossauftrag aus den USA. Centiel (+3,7 Prozent) legen nach einer deutlichen Kurszielerhöhung durch UBS zu.
Auf der Verliererseite stehen Ems-Chemie (-2,7 Prozent) nach einer Rückstufung durch Oddo BHF klar unter Druck. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung verweisen Marktteilnehmer zudem auf Gewinnmitnahmen.
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,1 Prozent im Plus bei 20'516 Zählern. Die Sektoren Industrie (+0,4 Prozent), Gesundheit (+0,3 Prozent) und Technologie (+0,3 Prozent) liegen vorn. Nicht-zyklischer Konsum (-0,4 Prozent) und Rohstoffe (-0,2 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
Anleger nehmen nach enttäuschenden Zahlen bei HSBC Reissaus und belasten den europäischen Bankensektor. Die Titel der grössten Bank Europas rauschen in London um 7,5 Prozent nach unten, nachdem das Umsatzwachstum hinter den Erwartungen zurückblieb. Das Vermögensverwaltungsgeschäft stagnierte.
Analysten von Citi und Jefferies bezeichneten die Ergebnisse als etwas enttäuschend. Beide wiesen jedoch darauf hin, dass die Trends bei den Vermögensbeständen und dem Private Banking von HSBC darauf hindeuteten, dass die Geschäftsentwicklung gesünder sei, als die Umsatzzahlen vermuten liessen. Den Vorsteuergewinn steigerte das Geldhaus im dritten Quartal um 32 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Bankenindex fiel 1,5 Prozent.
Der Schweizer Aktienmarkt schwankt am Dienstag zwischen geringen Gewinnen und Verlusten. Dabei stützt vor allem das Indexschwergewicht Novartis nach starken Zahlen den Leitindex, während die übrigen Bluechips mehrheitlich nachgeben. Auch in den hinteren Reihen sorgt die auf Hochtouren laufende Berichtssaison für kräftige Bewegung.
Eine klare Stütze für den SMI ist Novartis (+1,7 Prozent) nach Quartalszahlen. Der Pharmakonzern übertraf beim Gewinn die Erwartungen und hob den Gewinnausblick an. Analysten verweisen vor allem auf niedrigere Kosten als positiven Treiber. Daneben notieren nur noch der Technologietitel ABB (+0,6 Prozent) und Amrize (+0,3 Prozent) im Plus.
Im breiten Markt nimmt die Berichtssaison Fahrt auf. Besonders stark werden die Zahlen von SIG (+8,5 Prozent) aufgenommen. Der Verpackungsspezialist übertraf selbst die höchsten Analystenschätzungen und auch die angepeilte Margenverbesserung wird positiv gesehen.
Einen deutlichen Kurssprung vollziehen Basilea (+5,8 Prozent) nach einer kräftigen Prognoseanhebung. Das Biopharmaunternehmen rechnet für 2026 nun mit deutlich höheren Umsätzen und einem klar höheren operativen Gewinn. Daneben profitieren auch Landis+Gyr (+2,9 Prozent) von einem Grossauftrag aus den USA. Centiel (+4,7 Prozent) legen nach einer deutlichen Kurszielerhöhung durch UBS zu.
Ems-Chemie (-2,6 Prozent) stehen dagegen nach einer Rückstufung durch Oddo BHF klar unter Druck. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung verweisen Marktteilnehmer zudem auf Gewinnmitnahmen.
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
ABB: Julius Bär senkt auf 75 (82) Fr. - Hold
Comet: Berenberg erhöht auf 500 (490) Fr. - Buy
Ems-Chemie: Julius Bär erhöht auf 900 (830) Fr. - Hold
Ems-Chemie: Oddo BHF senkt auf Underperform (Neutral) - 690 Fr.
Kühne+Nagel: Barclays erhöht auf 210 (200) Fr. - Underweight
Nestlé: Julius Bär erhöht auf 95 (94) Fr. - Buy
Roche: Bernstein SG erhöht auf 447,98 (434,50) Fr. - Outperform
SGS: Julius Bär erhöht auf 105 (98) Fr. - Hold
VAT: Octavian erhöht auf 640 (631) Fr. - Hold
Ausschlaggebend ist vor allem Novartis (+2,1 Prozent), nachdem der Pharmakonzern mit seinen Quartalszahlen überzeugt hat. Wegen des hohen Indexgewichts stützt der Titel das Börsenbarometer. Vier weitere Titel liegen im Plus, die restlichen 15 Werte notieren dagegen im Verlust. Sika (-1,1 Prozent) und Nestlé (-1 Prozent) liegen am Tabellenende.
Für zusätzliche Bewegung sorgen zahlreiche Unternehmensmeldungen aus den hinteren Reihen. Besonders stark fielen die Zahlen von Inficon (vorbörslich +4,3 Prozent) aus. Der Messtechnikspezialist übertraf die Erwartungen deutlich und hob den Ausblick erneut an.
Auch SIG (+13 Prozent) präsentierte besser als erwartete Quartalszahlen. Zusätzlich stellt der Verpackungsspezialist an einem Investorentag neue Mittelfristziele vor.
Tiefer gestellt werden dagegen Bucher Industries (-1,2 Prozent) nach den Neunmonatszahlen. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang gingen zurück.
Einen deutlichen Kurssprung vollziehen vorbörslich Basilea (+7,3 Prozent): Das Biopharmaunternehmen hat die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.
Im weiteren Tagesverlauf stehen noch einige Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm. Gleichzeitig beginnt die US-Notenbank Fed ihre zweitägige Sitzung und wird am Mittwochabend ihren Zinsentscheid bekannt geben. Am Donnerstag folgt die EZB. Bei beiden Notenbanken rechnen die meisten Marktteilnehmer zunächst mit unveränderten Leitzinsen. Umso stärker dürften die Signale zum weiteren Zinskurs beachtet werden.
Am Devisenmarkt halten sich die Ausschläge am Dienstagmorgen in engen Grenzen. Vor den anstehenden Zinsentscheiden der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen sich die Marktteilnehmer zurückhaltend.
In der Nacht blieb das Dollar/Franken-Paar in einer engen Spanne mit Kursen von zuletzt 0,8280. Auch der Euro bewegte sich in der Nacht gegenüber dem US-Dollar kaum und wird derzeit zu 1,1165 gehandelt. Auch das Euro/Franken-Paar tritt entsprechend bei Kursen von 0,9245 mehr oder weniger auf der Stelle. Auf 24h-Basis notiert der Dollar aber gegenüber beiden Währungen deutlich höher.
Für Impulse könnten im Tagesverlauf einige US-Konjunkturdaten sorgen. Auf dem Programm stehen unter anderem die Auftragseingänge langlebiger Güter, das Verbrauchervertrauen für Oktober sowie die Neubauverkäufe.
Das Hauptaugenmerk gilt allerdings den Notenbanken. Am Dienstag beginnt die zweitägige Sitzung der Fed, deren Zinsentscheid am Mittwochabend erwartet wird. Am Donnerstag folgt die EZB. Bei beiden Notenbanken rechnen die Marktteilnehmer mit unveränderten Leitzinsen. Entsprechend dürften vor allem die Signale zum weiteren geldpolitischen Kurs Beachtung finden.
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,1 Prozent höher auf 14'550 Punkten indiziert. Bis auf Novartis (+1,2 Prozent) werden alle SMI-Titel im Minus erwartet. Die Kursverluste reichen von -0,2 Prozent bis -0,3 Prozent.
Der breite Markt dürfte hingegen schwächer in den Tag starten – mit einem Minus von rund 0,2 Prozent. Die grössten Bewegungen werden bei Basilea (+8 Prozent), Bucher (-2,2 Prozent), Ems Chemie (-2,7 Prozent), Inficon (+4,3 Prozent) und SIG (+3,8 Prozent) prognostiziert. Basilea und SIG haben den Ausblick erhöht, Bucher hat Zahlen vorgelegt.
Die Goldpreise sind am Dienstag gesunken. Grund dafür ist der stärkere US-Dollar. Gleichzeitig warten die Anleger auf die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve. Sie erhoffen sich davon neue Hinweise auf die künftige Zinsentwicklung.
«Gold verarbeitet im Wesentlichen die Handelsspanne vom Freitag nach dem grossen Einbruch der vergangenen Woche», sagte Ilya Spivak, Leiter der globalen Makroanalyse beim Finanzdienstleister Tastylive.
Das Edelmetall fiel vergangene Woche erstmals seit Mitte Juli unter die Marke von 4000 Dollar. Mit einem Wochenverlust von 4 Prozent verzeichnete Gold den stärksten Rückgang seit rund vier Monaten. Grund dafür waren höhere Energiepreise. Sie schürten die Inflationssorgen und verstärkten die Erwartung weiterer US-Zinserhöhungen.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,4 Prozent tiefer bei 14'486 Punkten.
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,3 Prozent tiefer bei 14'501 Punkten.
Die positive Stimmung rund um den Anthropic-IPO schlägt nicht auf die Schweizer Börse durch. Trotz positiver Vorgaben aus Übersee wird hierzulande mit einem leicht schwächeren Start gerechnet. In den Fokus rücken allerdings Novartis, Logitech und Temenos, die allesamt ihre Zahlen zum dritten Quartal vorlegen. Logitech publiziert die Daten nach Börsenschluss. Am Nachmittag steht zudem eine Reihe von Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda.
Die Aussicht auf den Börsengang des KI-Vorreiters Anthropic und eine milliardenschwere Kapitalerhöhung von Meta haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag beflügelt. Der technologielastige südkoreanische Kospi kletterte zeitweise um fast fünf Prozent auf 5737 Zähler nach oben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,1 Prozent auf 63'484 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,7 Prozent höher bei 4000 Zählern notierte. In China hielten sich die Anleger eher zurück: Die Börse Shanghai verlor 0,1 Prozent auf 3693 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierte ebenfalls fast unverändert bei 4098 Punkten.
Für gute Stimmung sorgten die Pläne von Meta, bei seiner bislang grössten Kapitalbeschaffung bis zu 95 Milliarden Dollar einzusammeln. Zudem reichte Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, die Unterlagen für einen US-Börsengang ein und wies dabei neben einem rasanten Umsatzwachstum auch hohe Verluste aus. «Der Markt hat erleichtert auf die Nachricht vom Börsengang von Anthropic reagiert, während die Aktien der Technologie-Schwergewichte dem Anstieg des US-Chip-Index folgten», erläuterte Daisuke Hashizume, Senior-Stratege bei Daiwa Securities, die Entwicklung an der Börse Tokio. So legten die Aktien des Chip-Testgeräte-Herstellers Advantest um 10 Prozent zu und trugen damit am stärksten zum Anstieg des Nikkei bei. Die Titel des Technologieinvestors SoftBank Group stiegen um fast sieben Prozent.
Aber die Skepsis bleibt, ob sich die hohen Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) auch in entsprechende Gewinne ummünzen lassen. «Investoren brauchen die Zuversicht, dass aggressive Investitionsausgaben dauerhafte geschäftliche Bedürfnisse widerspiegeln», sagte Anthony Saglimbene, Chef-Marktstratege bei Ameriprise.
Am Devisenmarkt war der japanische Yen als sicherer Hafen gefragt und notierte im Vorfeld des Zinsentscheids der Bank of Japan (BOJ) am Freitag zuletzt bei 157,72 Yen pro Dollar. Experten erwarten, dass die Notenbank ihren fast 14-jährigen Kampf für das Erreichen des Inflationsziels von zwei Prozent als gewonnen erklären wird. Zugleich dürfte die BOJ betonen, dass die Preise über das Ziel hinausschiessen könnten, was auf eine mögliche Zinserhöhung im Dezember hindeutet.
Die Öl-Sorte Brent verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 114,95 Dollar je Barrel und entfernte sich damit von ihrem Sechs-Monats-Hoch. Anleger wogen die Chancen auf eine Beilegung des Krieges der USA und Israels mit dem Iran ab, was die Angebotssorgen vorerst dämpfte. Die Stimmung blieb jedoch fragil. Das Angebot sei weiterhin die Hauptsorge, erklärte Nick Twidale, Chef-Marktstratege bei ATFX Global. Sollten die Exporte bedroht werden, könnte der Brent-Preis die jüngsten Höchststände schnell wieder erreichen und möglicherweise in Richtung 120 Dollar steigen. Der seit fast acht Monaten andauernde Krieg hat weite Teile des Nahen Ostens erfasst, die Ölpreise in die Höhe getrieben und Inflationssorgen geschürt. Dies hat auch die globalen Zinsaussichten verändert und rückt die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken in dieser Woche stärker in den Fokus.
An den US-Börsen hatte sich die Aussicht auf das Aktienmarktdebüt von Anthropic ebenfalls in steigenden Kursen niedergeschlagen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 52'362 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7677 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,8 Prozent auf 26'169 Stellen an. Damit beendeten S&P 500 und Nasdaq eine zweiwöchige Verlustserie. In der neuen Woche blicken die Anleger nun gespannt auf die Quartalszahlen der Tech-Riesen Alphabet, Microsoft und Amazon, die den jüngsten KI-Boom rechtfertigen müssen.