NewsInternationalPutin droht: «Büchse der Pandora» geöffnet +++ Ukraine attackiert erstmals russischen Versandhändler Ozon

Offizier stirbt in St. Petersburg durch Autobombe ++ Kiew wehrt ballistische Raketen ab

Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.

Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.

Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.

Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Grossstadt Charkiw ist mindestens ein Mensch getötet worden.

Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen.

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Offizier stirbt bei Anschlag in St. Petersburg

Ein Oberstleutnant der russischen Luftwaffe ist heute in St. Petersburg durch eine Autobombe ums Leben gekommen. Diese ist explodiert, als der Soldat mit seiner Frau im Auto war. Die Gattin wurde angeblich mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert.

❗️ An improvised explosive device detonated inside a car in the Shushary, St. Petersburg.The blast killed the driver, identified by Russian media as a lieutenant colonel of the Russian Armed Forces.The explosion severely deformed the driver’s door and damaged several vehicles parked nearby.

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Lager von russischen Internethändlern fortgesetzt. Im Uralgebiet wurde nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des zweitgrössten russischen Marktplatzes Ozon in Ufa von ukrainischen Drohnen angegriffen. Demnach musste auch in Orenburg nahe der kasachischen Grenze wegen Raketengefahr ein Verteilzentrum kurzzeitig geräumt werden. Es habe aber weder Opfer noch Schäden gegeben.

Kiew wehrt wieder ballistische Raketen ab

Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato

Für Starlink-Freigabe? Selenskyj verleiht Elon Musk einen Orden

Wildberries-Zentrum in Kotowsk brennt lichterloh

Nach einem nächtlichen Drohnenangriff steht erneut ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Flammen. Telegramkanäle wie Astra und Exilenova+ teilten Videos, auf denen ein riesiges Feuer zu sehen ist. Anwohner in der Stadt Kotowsk in der Oblast Tambow berichteten laut «Ukrajinska Prawda» von mindestens zehn Explosionen. Das 2025 eröffnete Wildberries-Lager ist demnach eines der wichtigsten Logistikzentren in Zentralrussland.

USA baten Ukraine offenbar um Angriffspause für Moskau und St. Petersburg

Selenskyj: Keine totale Blockade der Schwarzmeerhäfen

Macron will Kampf gegen Russlands Schattenflotte verstärken

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will entschiedener gegen die russische Schattenflotte vorgehen und dem Land den Import von Rohstoffen erschweren. «Ich schlage vor, dass wir in wenigen Wochen ein Ministertreffen einberufen, das sich mit dem Kampf gegen die Schattenflotte befasst, um sicherzustellen, dass wir überall dort, wo wir handeln können, auch handeln», sagte der französische Staatschef bei einer Schalte der «Koalition der Willigen». Frankreich hatte bereits mehrfach Öltanker festgesetzt, die es bezichtigt, Teil der russischen Schattenflotte zu sein und so Geld für die Kriegswirtschaft zu verdienen.

Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Luftschläge auf Ziele im Hinterland des Gegners fortgesetzt.

«Die Russen haben kritische Infrastruktur in den Gebieten Poltawa, Sumy und Cherson angegriffen», teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit.

Fünf Menschen seien unter anderem bei Angriffen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk verletzt worden. Schäden habe es auch nach Attacken im Gebiet der Hafenstadt Odessa gegeben.

Nach Angaben örtlicher Behörden brannten östlich der Hauptstadt Kiew im Landkreis Boryspil Lagerhallen nach russischen Angriffen. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden.

Abgestürzte Trümmerteile hätten auch in Kiew selbst Schäden an mehreren Gebäuden angerichtet. Im Zentrum der Dreimillionenstadt wurde der Militärverwaltung zufolge eine Sportanlage im unmittelbaren Zentrum beschädigt. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten eine Rauchwolke im Bereich des Walerij-Lobanowskyj-Stadions am Rande des Regierungsviertels.

Die ukrainische Luftwaffe fing dabei nach eigenen Angaben erstmals seit längerem sieben ballistische Raketen ab. Zudem sei eine Antischiffsrakete des Typs Oniks abgeschossen worden, hiess es. Selenskyj hatte zuvor am 25. August über eingetroffene neue Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme informiert.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden rund 86 Prozent der vom russischen Militär eingesetzten Drohnen abgefangen. Fünf russische Drohnen verletzten nach Auskunft des moldauischen Verteidigungsministeriums in Chisinau auch kurzzeitig den Luftraum Moldaus.

CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Das berichteten das «Wall Street Journal» und das Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.

Der US-amerikanische Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden.

Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. «Mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet wird Elon Musk – Unternehmer, Ingenieur, Geschäftsführer von SpaceX und Tesla, Vereinigte Staaten von Amerika», hiess es in dem auf der Präsidentenseite veröffentlichten Dekret.

Die Auszeichnung wird demnach für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA verliehen. Der Orden der Freiheit ist der höchste Orden, den ein Ausländer oder Staatenloser von der Ukraine erhalten kann.

Mit Starlink-Internet ausgestattet, können ukrainische Drohnen mit einer Videoverbindung direkt in Ziele gesteuert werden. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschliesslich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.

Bekam vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen Orden: Tech-Milliardär Elon Musk.

Die USA haben die Ukraine Medienberichten zufolge gebeten, Moskau und St. Petersburg während des Russland-Besuchs von CIA-Direktor John Ratcliffe nicht anzugreifen. Der «Kyiv Independent» berichtete, Kiew habe demnach zugestimmt, die Angriffe auf die beiden Städte zwischen dem 24. und 26. August auszusetzen. Ein US-Beamter habe bestätigt, dass Ratcliffe Treffen mit hochrangigen russischen Vertretern plane. Die genauen Inhalte der Gespräche sind bislang unklar.

Trotz ständiger russischer Luftangriffe sind die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer nach Regierungsangaben aus Kiew nicht komplett blockiert. «Jeweils drei bis vier Schiffe fahren täglich in den Grossraum Odessa hinein und wieder hinaus», sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kiew. Allerdings sei der Hafenumschlag vor Beginn der russischen Drohnen- und Raketenangriffe drei- bis viermal so hoch gewesen.

Zuvor sprach der ukrainische Agrarminister Taras Wyssozkyj mehrfach von einer totalen Blockade der Häfen im Grossraum Odessa am Schwarzen Meer. Moskau hatte seine Angriffe im Juli nach dem Beginn von ukrainischen Attacken auf Schiffe mit russischem Öl und Getreide ausgeweitet.

Macron forderte bei dem Treffen der Ukraine-Unterstützer zudem, Exporte von Gas, Öl und Diesel nach Russland durch Sanktionen zu verhindern. Früher habe Russland diese Rohstoffe nicht importiert, nun aber schon. Zwar werde man wohl auf Länder wie Belarus keinen Druck ausüben können, doch ein Teil der Rohstoffe gelange etwa über Schweizer Firmen nach Russland.