Batteriesysteme Schaeffler bündelt Kräfte mit CATL aus China

Der Autozulieferer Schaeffler will mit dem chinesischen Akkuspezialisten CATL Systeme zum Batteriemanagement für Autobauer aus Europa entwickeln. Beide Unternehmen hätten eine Absichtserklärung zur Erweiterung ihrer Zusammenarbeit vereinbart, teilte Schaeffler am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Diese solle künftig auch die Entwicklung sogenannter Integrated-Powerbox-Lösungen umfassen, die eine enge Integration von Hochvoltelektronik und elektromechanischen Systemen ermöglichen.

„Durch unsere Partnerschaft mit CATL wollen wir ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio für den europäischen Markt und darüber hinaus aufbauen“, sagte Schaeffler-Vorstandsmitglied Thomas Stierle. Damit solle langfristiger Mehrwert für globale und für chinesische Automobilhersteller entstehen, die international expandieren.

Schaeffler verweist auf seine Erfahrung mit der Entwicklung von Hard- und Software über Systemintegration bis hin zur Serienproduktion in Europa. CATL bringe seine Fähigkeiten in der Zelltechnologie, der Entwicklung von Batteriesystemen und der Fertigung großer Produktionsmengen ein.

Zuletzt hatten Schaeffler und sein CEO Klaus Rosenfeld (60) für weniger erfreuliche Meldungen gesorgt: Nach enttäuschenden Zahlen im ersten Halbjahr musste der Autozulieferer Ende Juli seine mittelfristigen Geschäftsziele zusammenstreichen. Anfang August kündigte das Unternehmen dann an, in den kommenden Monaten 1300 weitere Stellen zu streichen. Die Schaeffler-Aktie hatte zwar im Januar zuletzt noch ein Hoch von rund 12 Euro erreicht, aktuell liegt ihr Kurs aber nur noch bei 7,35 Euro.