Lifestyletrend Sleepmaxxing Psst … der CEO hält ein Nickerchen!

„Wenn man müde ist, funktioniert das Gehirn nicht zu 100 Prozent. Und wenn das Gehirn nicht bei 100 Prozent ist, sollte man keine Entscheidungen treffen“: So erklärte United-Airlines-CEO Scott Kirby (59) kürzlich sein Faible für 20-minütige Powernaps. Er habe sich im Büro auch schon einfach auf den Boden gelegt und kurz die Augen zugemacht, verriet er im Interview, und es sei ihm egal, wenn die Kollegen das komisch fänden – die kleinen Nickerchen brauche er einfach, um seine Arbeit gut machen zu können.

Kirbys Geständnis passt sehr gut in einen Business-Zeitgeist, in dem langsam, aber sicher durchsickert, dass wenig Schlaf kein Nachweis für besondere Leistungsfähigkeit ist. Im Gegenteil: Sich mit gutem Schlaf zu beschäftigen, firmiert in den sozialen Netzwerken inzwischen unter dem Begriff „Sleepmaxxing“ – das Schlafverhalten soll also maximal optimiert werden.

Und dazu gehört nach einem Meetingmarathon eben oft auch ein Nickerchen. Die Idee einer guten Siesta ist nicht neu; zu berühmten Fans eines Tagschlafs, der Körper und Geist erfrischt, zählten auch Thomas Mann, Eleanor Roosevelt oder Bill Gates (70). Ex-Yahoo-Chefin Marissa Mayer (51) sorgte vor Jahren sogar für einen kleinen Skandal, als sie zu einem Abendessen mit Anzeigenkunden zu spät kam und ganz offen zugab, dass sie verschlafen hatte.

Eine Anekdote, die immer noch zur grundlegenden Frage führt, wie Sleepmaxxing mit einem hektischen Büroalltag vereinbar sein soll. Wird im digitalen Kalender Zeit für ein Schläfchen geblockt? Einfach die Tür geschlossen und ein Snooze-Schild rausgehängt? Wie verklickert man Team und Geschäftspartnern, dass man zwischen 13 und 14 Uhr nicht erreichbar ist, weil man mit Schlafmaske auf der Chaiselongue ruht?

Wahrscheinlich ist die Offenheit, mit der Scott Kirby seine Schläfchen ankündigt, die beste Strategie, um ungestörte Nickerchen abhalten zu können. Man macht den Powernap zum nicht verhandelbaren Teil der Management-Persona. Wer könnte etwas dagegen haben, wenn nach der Siesta die Ideen für den Q4-Innovation-Hub nur so sprudeln? Na eben.

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