Intersnack Group „funny-frisch“-Chipsfirma wagt Milliarden-Einstieg in US-Markt
Der durch Marken wie Chio, Ültje oder Pom-Bär bekannte deutsche Knabbereien-Produzent Intersnack Group will den US-Snackhersteller Utz Brands übernehmen und damit in den nordamerikanischen Markt expandieren. Intersnack biete in der mit rund 2,9 Milliarden Dollar bewerteten Transaktion 14,25 Dollar je Aktie in bar für alle ausstehenden Anteile von Utz, teilte das Familienunternehmen am Dienstag mit. Dies entspreche einem Aufschlag von 91,3 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs der Utz-Aktie. Mit der Übernahme soll der US-Snackhersteller von der Börse genommen werden.
Nach dem Vollzug der Transaktion werden Intersnack sowie die Familien Rice und Lissette als Nachkommen der Utz-Gründer jeweils die Hälfte an dem Unternehmen halten. Die Ankündigung ließ die Aktien von Utz zuletzt 100 Prozent steigen.
„Unsere Partnerschaft mit der Familie Rice und Lissette sowie unser Engagement bei Utz Brands eröffnen Intersnack eine vielversprechende Möglichkeit, unsere Präsenz in den großen und attraktiven US-Markt auszuweiten, auf dem wir bislang nicht vertreten sind“, sagte Intersnack-Chef Johan van Winkel.
Die Intersnack Group mit Sitz in Düsseldorf kam im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auf einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro und beschäftigt rund 14.500 Menschen. Sie ist mit 35 Produktionsstandorten in Europa, Asien, Australien und Neuseeland vertreten. Utz hat seinen Sitz in Hanover, Pennsylvania. Das Unternehmen verfügt über mehrere über die USA verteilte Produktionsstandorte. Zuletzt kam Utz auf einen Jahresumsatz von rund 1,44 Milliarden Dollar.