Business-Ticker : Verdi will sechs Prozent mehr Geld für Beschäftigte privater Banken

Banken: Hochhäuser der Skyline von Frankfurt.dpa

Melderegister in Dänemark mit Daten von 8,8 Millionen Menschen gehackt +++ Ifo: „Die Automobilindustrie steckt ‌weiterhin in der Krise“ +++ 100.000 Anträge für E-Auto-Prämie gestellt +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog

Verdi will sechs Prozent mehr Geld für Beschäftigte privater Banken

Die Gewerkschaft Verdi geht mit einer Forderung ​nach sechs Prozent mehr Gehalt in die Tarifrunde der deutschen ⁠Privatbanken. Der neue Tarifvertrag solle dabei angesichts der Unsicherheiten um die wirtschaftliche Entwicklung eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Jan Duscheck ‌am Montag. Ein Ergebnis solle auch auf übertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden. Zudem sollen die Beschäftigten auch einen Teil ihres Gehaltes in ‌bis zu 20 ‌zusätzliche freie Tage pro Jahr umwandeln können.

Hintergrund der Forderung sei die „exzellente Lage der Branche“ und der Inflationsdruck auf die Beschäftigten. „Spielräume für faire Gehaltsabschlüsse ​sind da“, sagte Duscheck mit Blick ⁠auf die wirtschaftliche Lage der Institute um Deutsche Bank und Commerzbank. Aber auch der ​Trend zum verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in den Geldhäusern soll eine Rolle spielen: ⁠Verdi will ‌in der Runde auch verstärkte Regeln zum Beschäftigungsschutz durchsetzen.

Die konkurrierende Gewerkschaft DBV will in den Tarifgesprächen eine Gehaltssteigerung von 9,5 Prozent bei ⁠einer Laufzeit von 24 ⁠Monaten durchsetzen. Die Tarifverhandlungen sollen am 8. Oktober in Berlin beginnen. Weitere ⁠Gespräche ​mit den ⁠Arbeitgebern sind am 2. November ​und 23. November anberaumt. Beide Seiten hatten sich ‌zuletzt 2024 auf 10,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von ​28 Monaten verständigt.

Hintergrund der Forderung sei die „exzellente Lage der Branche“ und der Inflationsdruck auf die Beschäftigten. „Spielräume für faire Gehaltsabschlüsse ​sind da“, sagte Duscheck mit Blick ⁠auf die wirtschaftliche Lage der Institute um Deutsche Bank und Commerzbank. Aber auch der ​Trend zum verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in den Geldhäusern soll eine Rolle spielen: ⁠Verdi will ‌in der Runde auch verstärkte Regeln zum Beschäftigungsschutz durchsetzen.

Die konkurrierende Gewerkschaft DBV will in den Tarifgesprächen eine Gehaltssteigerung von 9,5 Prozent bei ⁠einer Laufzeit von 24 ⁠Monaten durchsetzen. Die Tarifverhandlungen sollen am 8. Oktober in Berlin beginnen. Weitere ⁠Gespräche ​mit den ⁠Arbeitgebern sind am 2. November ​und 23. November anberaumt. Beide Seiten hatten sich ‌zuletzt 2024 auf 10,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von ​28 Monaten verständigt.

Deutsche Telekom will durch KI-Einsatz Milliarden sparen

Die Deutsche Telekom will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im eigenen Unternehmen ausbauen und dadurch die Kosten senken. Gegenüber 2023 sollen die indirekten jährlichen Kosten im Konzern durch KI und Automatisierung bis 2030 um rund 2,5 Milliarden Euro sinken, wie der Dax-Konzern am Montag anlässlich eines Investorentags mitteilte. Das ist eine Steigerung gegenüber den für 2027 vorgesehenen Bruttoeinsparungen von 1,1 Milliarden Euro. 

Die Bonner wollen zudem außerhalb der USA den KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen bis 2030 auf 800 Millionen Euro steigern – dieses Jahr sollen es rund 250 Millionen sein. Die Telekom bestätigte zudem ihre Prognose und die mittelfristigen Ziele. Die Telekom-Aktie notiert am Montag leicht im Plus.

Die Bonner wollen zudem außerhalb der USA den KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen bis 2030 auf 800 Millionen Euro steigern – dieses Jahr sollen es rund 250 Millionen sein. Die Telekom bestätigte zudem ihre Prognose und die mittelfristigen Ziele. Die Telekom-Aktie notiert am Montag leicht im Plus.

Galeria-Insolvenzantrag vom Gericht zugelassen

Das Amtsgericht Düsseldorf hat das vorläufige Insolvenzverfahren für die Warenhauskette Galeria angeordnet. Das geht aus einer Mitteilung des Gerichts auf dem Portal Insolvenzbekanntmachungen.de hervor.  Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde der Rechtsanwalt Frank Kebekus. Laut Gerichtsbeschluss (Az.: 502 IN 258/26) ist er nun ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen von Galeria einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Kebekus begleitete als Sachwalter bereits die Insolvenzverfahren für den Konzern in den Jahren 2020 und 2022.

Der Sanierungsexperte Manfred Hunkemöller sieht die Bestellung von Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter kritisch. „Kebekus ist ein exzellenter Sanierer. Er hat Galeria aber bereits zweimal begleitet. Für einen echten Neuanfang hätte ich einen Verwalter empfohlen, der nicht vorbefasst ist.“ Hunkemöller ist Honorarprofessor mit den Fachgebieten Sanierungs- und Insolvenzmanagement an der International School of Management in Dortmund.

Der Sanierungsexperte Manfred Hunkemöller sieht die Bestellung von Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter kritisch. „Kebekus ist ein exzellenter Sanierer. Er hat Galeria aber bereits zweimal begleitet. Für einen echten Neuanfang hätte ich einen Verwalter empfohlen, der nicht vorbefasst ist.“ Hunkemöller ist Honorarprofessor mit den Fachgebieten Sanierungs- und Insolvenzmanagement an der International School of Management in Dortmund.

Grüne beklagen zu wenig Personalpower für Cum-Cum-Aufdeckung

Die Grünen im Bundestag befürchten, dass ein geplanter Stellenabbau bei den Bundesbetriebsprüfern die Aufdeckung von Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäften erschwert. „Es ist komplett unsinnig, dass die Bundesregierung ausgerechnet auch dort sparen will, wo sich die Stellen um ein Vielfaches rechnen – bei den Bundesbetriebsprüfern“, sagte die Finanzpolitikerin Katharina Beck der Deutschen Presse-Agentur. Das verschärfe die Haushaltslage und verschlechtere die Situation bei den Betrieben, die häufig unter verspäteten und sich lange hinziehenden Prüfungen litten.

Dabei lohne sich gerade hier jede Stelle auch finanziell – denn pro Betriebsprüfer, der gemeinsam mit den Ländern Prüfungen durchführe, nehme der Staat im Schnitt fast neun Millionen Euro ein. Tatsächlich weist die Bundesregierung für das vergangene Jahr ein „steuerliches Mehrergebnis“ von 4,37 Milliarden Euro aus. Wie aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage weiter hervorgeht, waren beim Bundeszentralamt für Steuern im gleichen Zeitraum 492 Betriebsprüferstellen besetzt.

Deren Arbeit unterstützt demnach auch die „Aufdeckung oder steuerliche Würdigung“ von Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäften. Dabei geht es um Steuerbetrug, der auf dem Hin- und Herschieben von Aktien rund um den Dividendenstichtag beruht. Bei Cum-Ex-Geschäften ließen sich Beteiligte Kapitalertragsteuern auf Dividenden erstatten, die nie gezahlt worden waren. Bei den international komplexeren Cum-Cum-Geschäften wurde die eigentlich fällige Kapitalertragsteuer von vornherein umgangen.

Laut Finanzministerium bearbeitet das Bundeszentralamt für Steuern zurzeit sechs Verfahren im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften mit einer Rückforderungssumme von rund 46 Millionen Euro. Das sei verschwindend gering, sagte Beck. Der von Wissenschaftlern geschätzte Steuerschaden durch Cum-Cum mache mit bis zu 28,5 Milliarden Euro ein Vielfaches davon aus. „Für die Aufarbeitung dieser extrem komplexen Fälle stehen im Bundeszentralamt für Steuern weiterhin gerade einmal 37 Beschäftigte zur Verfügung, Stellen bei unterstützenden Referaten stehen schlimmerweise auch vor der Kürzung“, kritisierte die Grünen-Politikerin.

Melderegister in Dänemark mit Daten von 8,8 Millionen Menschen gehackt

Bei einem Hackerangriff auf das dänische Melderegister haben sich Unbekannte Zugriff auf Daten von 8,8 Millionen Menschen verschafft. Wie das für Digitales zuständige Ministerium am Montag mitteilte, gehörten dazu die Namen, die Adressen und die Sozialversicherungsnummern von registrierten lebenden und verstorbenen Menschen. Das Register enthält Daten von rund elf Millionen Menschen.

Den Angaben zufolge war die Verwaltung der Behörde am Freitag über eine „Anomalie“ im System „im Lauf des Septembers“ informiert worden. Die Unbekannten verschafften sich demnach Zugriff über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens. Dieser Zugang wurde mittlerweile blockiert.

Die Behörden ergriffen den Angaben zufolge Maßnahmen, um einen weiteren vergleichbaren Angriff zu unterbinden. Eine Untersuchung zu dem Hackerangriff sei eingeleitet worden, hieß es in der Erklärung weiter. „Es handelt sich um einen äußerst schwerwiegenden Vorfall“, erklärte die für Digitales zuständige Ministerin, Christina Egelund. Menschen, deren Name und Adresse als besonders schützenswürdig gelten, sind den Angaben zufolge nicht von dem Hackerangriff betroffen.

Den Angaben zufolge war die Verwaltung der Behörde am Freitag über eine „Anomalie“ im System „im Lauf des Septembers“ informiert worden. Die Unbekannten verschafften sich demnach Zugriff über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens. Dieser Zugang wurde mittlerweile blockiert.

Die Behörden ergriffen den Angaben zufolge Maßnahmen, um einen weiteren vergleichbaren Angriff zu unterbinden. Eine Untersuchung zu dem Hackerangriff sei eingeleitet worden, hieß es in der Erklärung weiter. „Es handelt sich um einen äußerst schwerwiegenden Vorfall“, erklärte die für Digitales zuständige Ministerin, Christina Egelund. Menschen, deren Name und Adresse als besonders schützenswürdig gelten, sind den Angaben zufolge nicht von dem Hackerangriff betroffen.

Ifo: „Die Automobilindustrie steckt ‌weiterhin in der Krise“

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im ​September stark eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 35,0 ⁠Punkte, von minus 22,0 Zählern im August, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage so schlecht wie ‌noch nie in diesem Jahr. Die Aussichten für die kommenden Monate waren schon im August drastisch gesunken und verharrten nun auf tiefem Niveau. „Die Automobilindustrie steckt ‌weiterhin in der Krise“, sagte ‌Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Diese Krisenstimmung lässt sich an vielen weiteren Indikatoren erkennen: So sackten die Exporterwartungen in der Autoindustrie ab, nachdem sie zuvor noch gestiegen waren. Ähnliches galt für ​die Beschäftigungserwartungen. Die Unternehmen bewerteten im ⁠September überdies ihren Auftragsbestand erneut schlechter als im Vormonat. Die Ertragslage, die immer vierteljährlich abgefragt wird, ist ​den Unternehmensangaben zufolge im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal deutlich gesunken.

Diese Krisenstimmung lässt sich an vielen weiteren Indikatoren erkennen: So sackten die Exporterwartungen in der Autoindustrie ab, nachdem sie zuvor noch gestiegen waren. Ähnliches galt für ​die Beschäftigungserwartungen. Die Unternehmen bewerteten im ⁠September überdies ihren Auftragsbestand erneut schlechter als im Vormonat. Die Ertragslage, die immer vierteljährlich abgefragt wird, ist ​den Unternehmensangaben zufolge im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal deutlich gesunken.

100.000 Anträge für E-Auto-Prämie gestellt

Die im Mai freigeschaltete neue E-Auto-Prämie wurde nach Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der „Bild“-Zeitung, „das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen“. Jedes zusätzliche Elektroauto mache Deutschland unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. „Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt“, betonte Schneider.
Förderfähig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten Reichweitenverlängerern. Letztere sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen. Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. „Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt“, betonte Schneider.

Förderfähig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten Reichweitenverlängerern. Letztere sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen. Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres.

Experte: Einige Galeria-Warenhäuser könnten weitermachen

Wie geht es weiter mit der Warenhauskette Galeria nach der jüngsten Insolvenz? „Ein vollständiges Aus ist möglich, aber keineswegs zwangsläufig“, sagte der Handelsexperte Carsten Kortum von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er halte eine Fortführung mit deutlich weniger Standorten gerade für die Mitarbeiter für eine mögliche Lösung, „nicht jedoch eine dauerhafte Rettung des gesamten bisherigen Filialnetzes“.

Aktuell hat Galeria 83 Filialen. Das Düsseldorfer Unternehmen hat rund 12.000 Beschäftigte. Am Freitag hatte es erneut Insolvenz angemeldet – zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren. Voraussetzung für eine Fortführung sind laut Kortum „wirtschaftlich tragfähige Häuser, ein klares Sortimentsprofil und ausreichend Eigenkapital für Modernisierung und Umbauten“. Nötig sei dafür „endlich“ ein Eigentümer, der nicht nur kurzfristige finanzielle Interessen habe, sondern langfristig an das Geschäftsmodell Kaufhaus glaube.

Aktuell hat Galeria 83 Filialen. Das Düsseldorfer Unternehmen hat rund 12.000 Beschäftigte. Am Freitag hatte es erneut Insolvenz angemeldet – zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren. Voraussetzung für eine Fortführung sind laut Kortum „wirtschaftlich tragfähige Häuser, ein klares Sortimentsprofil und ausreichend Eigenkapital für Modernisierung und Umbauten“. Nötig sei dafür „endlich“ ein Eigentümer, der nicht nur kurzfristige finanzielle Interessen habe, sondern langfristig an das Geschäftsmodell Kaufhaus glaube.

Starbucks wegen neuer Filialen in Xinjiang unter Druck

Die US-Kaffeekette Starbucks gerät wegen ihrer ersten Filialen in der chinesischen Region Xinjiang politisch unter Druck. Der Vorsitzende des China-Sonderausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar, forderte das Unternehmen auf, die Geschäfte angesichts der Unterdrückung der Uiguren wieder zu schließen. Der Republikaner bezeichnete die Eröffnung als „schockierend und moralisch bankrott“.

„Starbucks sollte unverzüglich den Kurs ändern und seine Filialen in Xinjiang schließen“, teilte Moolenaar in einer Stellungnahme mit. Mit jedem dort verkauften Becher werde eine bekannte amerikanische Marke mit dem brutalen Vorgehen der Kommunistischen Partei gegen die Uiguren verknüpft. Starbucks hatte am Dienstag zwei Cafés in der Regionalhauptstadt Urumqi eröffnet: eines am Großen Basar und ein weiteres am internationalen Flughafen.

„Starbucks sollte unverzüglich den Kurs ändern und seine Filialen in Xinjiang schließen“, teilte Moolenaar in einer Stellungnahme mit. Mit jedem dort verkauften Becher werde eine bekannte amerikanische Marke mit dem brutalen Vorgehen der Kommunistischen Partei gegen die Uiguren verknüpft. Starbucks hatte am Dienstag zwei Cafés in der Regionalhauptstadt Urumqi eröffnet: eines am Großen Basar und ein weiteres am internationalen Flughafen.

Bayer investiert 2,2 Milliarden Dollar in neues Werk in den USA

Der Pharmakonzern Bayer will 2,2 Milliarden Dollar in ein neues ​Werk in den USA investieren und so rund 600 Arbeitsplätze schaffen. Die Anlage solle ⁠in New Albany im US-Bundesstaat Ohio entstehen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Sebastian Guth, bei Bayer für das operative Geschäft der Pharmasparte zuständig, sagte, es sei eine ganz ‌bewusste Entscheidung, die Präsenz in den USA zu stärken, „und das neben eine historisch starke Präsenz in Europa und eine starke Präsenz in Asien zu stellen“.

In dem Werk ‌soll eine Reihe von ‌Medikamenten hergestellt werden, darunter Kerendia zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen, Nubeqa gegen Prostatakrebs und das noch in der Entwicklung befindliche Mittel Asundexian zur Vorbeugung von Schlaganfällen.

Guth verwies in einem Interview mit der Agentur Reuters auf das ​kräftige Wachstum von Bayer in den ⁠USA. 2018 habe das Unternehmen noch rund 20 Prozent des weltweiten Pharmaumsatzes in den USA erwirtschaftet, inzwischen seien es ​35 Prozent. „Wir sehen, dass sich das Momentum auch jetzt weiter fortsetzt und haben die Devise ausgegeben, bis Ende ⁠des Jahrzehnts ‌unser Geschäft in den Vereinigten Staaten noch einmal zu verdoppeln.“ Dahinter stehe eine Bereitschaft in den USA, für Innovationen zu bezahlen.

In dem Werk ‌soll eine Reihe von ‌Medikamenten hergestellt werden, darunter Kerendia zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen, Nubeqa gegen Prostatakrebs und das noch in der Entwicklung befindliche Mittel Asundexian zur Vorbeugung von Schlaganfällen.

Guth verwies in einem Interview mit der Agentur Reuters auf das ​kräftige Wachstum von Bayer in den ⁠USA. 2018 habe das Unternehmen noch rund 20 Prozent des weltweiten Pharmaumsatzes in den USA erwirtschaftet, inzwischen seien es ​35 Prozent. „Wir sehen, dass sich das Momentum auch jetzt weiter fortsetzt und haben die Devise ausgegeben, bis Ende ⁠des Jahrzehnts ‌unser Geschäft in den Vereinigten Staaten noch einmal zu verdoppeln.“ Dahinter stehe eine Bereitschaft in den USA, für Innovationen zu bezahlen.

Reiche: Auch nach Diesel-Freigabe ausreichend Reserve

De Diesel-Versorgung steht nach den Worten von ​Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auch nach der Freigabe eines Teils der Not-Reserven ⁠nicht in Frage. Es würden jetzt 100 Millionen Barrel über vier Monate koordiniert über die Internationale Energie-Agentur mobilisiert, teilte Reiche am Freitagabend ‌mit. „Dabei bleibt jederzeit ausreichend Reserve zur Sicherung der Versorgung im System.“ Das werde fortlaufend überwacht. 

Zugleich würden die G7-Staaten ihre Energieflüsse untereinander offen ‌halten, die Kapazitäten der ‌Raffinerien koordinieren und die Auslastung erhöhen, wo das möglich sei. „Damit bringen wir zusätzliches Angebot in den Markt, begrenzen weiteren Preisdruck und schaffen Verlässlichkeit – für ​Unternehmen und Verbraucher ebenso wie ⁠für unsere transatlantische Partnerschaft“, so Reiche.

Zugleich würden die G7-Staaten ihre Energieflüsse untereinander offen ‌halten, die Kapazitäten der ‌Raffinerien koordinieren und die Auslastung erhöhen, wo das möglich sei. „Damit bringen wir zusätzliches Angebot in den Markt, begrenzen weiteren Preisdruck und schaffen Verlässlichkeit – für ​Unternehmen und Verbraucher ebenso wie ⁠für unsere transatlantische Partnerschaft“, so Reiche.

Die G7-Staaten hatten sich zuvor auf die Freigabe von 100 Millionen ​Barrel Rohöl und Diesel aus ihren strategischen Reserven geeinigt. Damit reagiert das ⁠Bündnis auf den ‌Druck der USA, das Angebot zu erhöhen. Die Hoffnung ist, dass die Kraftstoffpreise sinken, die unter anderem wegen des von den USA und Israel ⁠begonnen Irankriegs ⁠stark gestiegen sind. 

US-Präsident Donald Trump steht unter Druck, die Kraftstoffkosten noch vor ⁠den ​amerikanischen Zwischenwahlen im ⁠November zu senken. Die hohen Preise ​sind für Trump und seine Republikaner zu einem ‌politischen Problem geworden - vor allem in den Agrarstaaten, in denen der ​Kraftstoff für die Landwirtschaft, den Lkw-Verkehr ​und das verarbeitende Gewerbe von großer Bedeutung ist.

US-Präsident Donald Trump steht unter Druck, die Kraftstoffkosten noch vor ⁠den ​amerikanischen Zwischenwahlen im ⁠November zu senken. Die hohen Preise ​sind für Trump und seine Republikaner zu einem ‌politischen Problem geworden - vor allem in den Agrarstaaten, in denen der ​Kraftstoff für die Landwirtschaft, den Lkw-Verkehr ​und das verarbeitende Gewerbe von großer Bedeutung ist.

Neuer US-Mediengigant heißt Skydance

Nach der milliardenschweren Übernahme von Warner Bros durch Paramount Skydance ​wird der fusionierte Medienkonzern künftig unter dem Namen Skydance firmieren. Dies ⁠gab Konzernchef David Ellison am Freitag bekannt. So sollten die eigenständigen Identitäten der traditionsreichen Filmstudios Paramount und Warner Bros bewahrt werden. „Wir wollten einen Namen, ‌der dem fusionierten Unternehmen eine eigene Identität gibt“, erläuterte Ellison. Paramount und Warner Bros könnten so jeweils im Rampenlicht bleiben. Die rechtliche Umbenennung ‌in Skydance ist für Dienstag ‌geplant. Am selben Tag sollen die Aktien von der Technologiebörse Nasdaq an die New York Stock Exchange wechseln und dort unter dem neuen Kürzel „SKYD“ gehandelt ​werden.

Ein US-Richter hatte am Mittwoch ⁠den Weg für den Zusammenschluss endgültig freigemacht und damit eine monatelange Hängepartie beendet. Zuvor hatte sich ​das Unternehmen mit zwölf US-Bundesstaaten geeinigt, die gegen die Fusion geklagt hatten. Sie hatten ⁠befürchtet, dass der ‌neue Mediengigant die Preise für Filme und Fernsehserien in die Höhe treiben könnte.

Ellison hatte erst Anfang der Woche Ynon Kreiz, bisher Chef des Spielwarenkonzerns ⁠Mattel, zu ⁠seinem Ko-CEO ernannt. Während Kreiz das Tagesgeschäft und die Integration leiten soll, will sich ⁠Ellison ​auf die ⁠kreative Ausrichtung und die Gesamtstrategie konzentrieren. ​Das Führungsduo steht vor der Herausforderung, Einsparungen von ‌sechs Milliarden Dollar umzusetzen und einen gemeinsamen Schuldenberg von rund 80 Milliarden Dollar ​zu verwalten.

Ein US-Richter hatte am Mittwoch ⁠den Weg für den Zusammenschluss endgültig freigemacht und damit eine monatelange Hängepartie beendet. Zuvor hatte sich ​das Unternehmen mit zwölf US-Bundesstaaten geeinigt, die gegen die Fusion geklagt hatten. Sie hatten ⁠befürchtet, dass der ‌neue Mediengigant die Preise für Filme und Fernsehserien in die Höhe treiben könnte.

Ellison hatte erst Anfang der Woche Ynon Kreiz, bisher Chef des Spielwarenkonzerns ⁠Mattel, zu ⁠seinem Ko-CEO ernannt. Während Kreiz das Tagesgeschäft und die Integration leiten soll, will sich ⁠Ellison ​auf die ⁠kreative Ausrichtung und die Gesamtstrategie konzentrieren. ​Das Führungsduo steht vor der Herausforderung, Einsparungen von ‌sechs Milliarden Dollar umzusetzen und einen gemeinsamen Schuldenberg von rund 80 Milliarden Dollar ​zu verwalten.

Schwacher US-Arbeitsmarkt: Nur 29.000 neue Stellen im September

Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im September mit ​einem schwachen Stellenaufbau überrascht. Unter dem Strich entstanden ⁠nur 29.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Job-Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters zuvor ‌befragte Fachleute hatten mit 90.000 Stellen gerechnet. Im August waren zudem nach revidierten Daten nur 133.000 Arbeitsplätze entstanden. ‌Ursprünglich war ein ‌Plus von 162.000 Jobs gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote stieg zudem im September auf 4,2 Prozent. Hier hatten Fachleute mit ​einem Verharren auf dem Vormonatswert ⁠gerechnet.

Die US-Notenbank Federal Reserve soll für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen und ​achtet somit genau auf die Arbeitsmarktdaten. Sie hat den Leitzins ⁠zuletzt auf die ‌neue Spanne von 3,75 bis 4 Prozent angehoben. Sie stemmte sich damit gegen den Inflationsschub - eine Folge des ⁠Iran-Krieges und ⁠der damit stark gestiegenen Ölpreise. Die Notenbank bescheinigte dem Arbeitsmarkt zugleich ⁠Mitte ​September, ⁠dass der Beschäftigungszuwachs mit dem Wachstum ​der Erwerbsbevölkerung Schritt gehalten habe. Der ‌Chef der New Yorker Fed, John Williams, hat jüngst erklärt, ​er sehe derzeit keine ​Eile für eine weitere Verschärfung der Geldpolitik.

Altkanzler Schröder wird Aufsichtsrat bei russischer Globus

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist in Russland zum Mitglied des Aufsichtsrats des russischen Ablegers der Globus-Gruppe geworden. Das bestätigte die russische Hyperglobus GmbH der Deutschen Presse-Agentur. Schröder sei von den Anteilseignern schon am 30. September in den Aufsichtsrat aufgenommen worden. Der Altkanzler werde an der allgemeinen Unternehmensführung teilnehmen und die strategische Entwicklung der Firma in Russland leiten, hieß es.

Eine Bestätigung des 82-Jährigen, der mit Kremlchef Wladimir Putin befreundet ist, lag zunächst nicht vor. Zur Frage, ob die Personalie mit den kürzlich vom russischen Präsidenten angeordneten Zwangsverwaltungen ausländischer Firmen wie Metro, Auchan oder Nestlé im Zusammenhang steht, äußerte sich Pressedienst der Hyperglobus nicht. Den Angaben nach wurde der russische Ableger seit Januar 2025 von der deutschen Holding abgetrennt und agiert „juristisch und organisatorisch“ eigenständig in Russland.

Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Zum Ende seiner Amtszeit vereinbarte er mit Putin den Bau der Ostseepipeline Nord Stream; nach seinem Ausscheiden aus der Politik übernahm er Funktionen bei Nord Stream und dem russischen Energiekonzern Rosneft. Seine enge Verbindung zu Putin und sein Engagement für russische Energieunternehmen stehen seit Jahren in der Kritik. Auch während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen.

Bauhaus darf acht Standorte der insolventen Hellweg-Gruppe übernehmen

Nach der Insolvenz der Baumarktkette Hellweg darf der Konkurrent Bauhaus acht Standorte übernehmen. „Das Zusammenschlussvorhaben ist wettbewerblich unbedenklich“, erklärte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, am Freitag in Bonn. Betroffen sind die Standorte in Backnang, Beckum, Berlin-Köpenick, Dahlwitz-Hoppegarten, Dortmund-Hacheney, Essen-Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam.

Das Unternehmen Hellweg betrieb zuletzt unter den Marken Hellweg und BayWa Bau & Garten 113 Bau- und Gartenmärkte in Deutschland. Das Unternehmen hatte im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Bauhaus ist eine der führenden Baumarktketten in Deutschland. Das Unternehmen betreibt rund 290 Standorte in Deutschland sowie im europäischen Ausland.