Business-Ticker : Tödlicher Arbeitsunfall in der größten Kupfermine der Welt
Im chilenischen Escondida liegt die größte Kupfermine der Welt.Reuters
KI von Open AI hackt Webseite der australischen Regierung +++ Anthropic-Chef warnt UN-Sicherheitsrat vor KI-Gefahren für die Menschheit +++ Grünes Licht für Deal um Zeit-Verlag +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog
Kartellamt genehmigt alleiniges Eigentum an der „Zeit“
Die Verleger Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck haben ihre Beteiligungen an führenden Medien neu geregelt. Dieter von Holtzbrincks Verlagsgruppe gibt ihre 50-Prozent-Beteiligung am Zeitverlag an Stefan von Holtzbrinck ab. Dessen Medienunternehmen Georg von Holtzbrinck wird dadurch zum Alleineigentümer der „Zeit“ und weiterer Magazine wie „Zeit Campus", „Zeit Wissen“ und „Zeit Leo“.
Das Bundeskartellamt hat laut einer Pressemitteilung vom Donnerstag keine Einwände gegen den Deal, da das Verlagshaus Georg von Holtzbrinck über keine weiteren Aktivitäten im Bereich der überregionalen Tages- oder Wochenzeitungen verfügt.
Der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG gehört seit 1996 zu Georg von Holtzbrinck. Im Jahr 2009 hatte Dieter von Holtzbrinck Medien 50 Prozent der Anteile übernommen, die nun zurückgegeben wurden. Dieter und sein Halbbruder Stefan von Holtzbrinck sind Söhne des Verlegers Georg von Holtzbrinck (1909 bis 1983). Zur Verlagsgruppe Dieter von Holtzbrinck gehören das „Handelsblatt", die „Wirtschaftswoche" und der „Tagesspiegel".
Das Bundeskartellamt hat laut einer Pressemitteilung vom Donnerstag keine Einwände gegen den Deal, da das Verlagshaus Georg von Holtzbrinck über keine weiteren Aktivitäten im Bereich der überregionalen Tages- oder Wochenzeitungen verfügt.
Der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG gehört seit 1996 zu Georg von Holtzbrinck. Im Jahr 2009 hatte Dieter von Holtzbrinck Medien 50 Prozent der Anteile übernommen, die nun zurückgegeben wurden. Dieter und sein Halbbruder Stefan von Holtzbrinck sind Söhne des Verlegers Georg von Holtzbrinck (1909 bis 1983). Zur Verlagsgruppe Dieter von Holtzbrinck gehören das „Handelsblatt", die „Wirtschaftswoche" und der „Tagesspiegel".
Eon-Chef Birnbaum fordert besser koordinierte Energiewende
Der Vorstandsvorsitzende des Essener Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, hat mit deutlichen Worten vor einem falsch dimensionierten Ausbau des Erneuerbaren Energiesystems gewarnt. „Wir bauen Netze in der Nord- und Ostsee, für die wir keine Offshoreparks haben, wir bauen an Land Erneuerbare, für die wir keine Netze haben. Und insgesamt bauen wir ein System, das größer ist als die Nachfrage“, prangerte er während einer Rede auf dem "Deutschen Energierechtstag" in Essen an.
Eon werde mit Netzanschlussanfragen überrannt, viele davon ohne seriösen Hintergrund. Er verglich dies mit Urlaubern auf Mallorca, „die ihr Handtuch am Pool auslegen und dann erstmal drei Stunden frühstücken gehen“. Eon habe derzeit Batterie-Anschlussanfragen im Umfang von 500 Gigawatt und für Rechenzentren im Umfang von 70 Gigawatt. In diesem Zusammenhang lobte er das geplante Netzanschlusspaket der Bundesregierung im Grundsatz. Über die meisten Punkte bestehe ein großer Konsens, der große Streit über den so genannten Redispatchvorbehalt solle nicht überbewertet werden. „Es fühlt sich so an, als wenn ein Kulturkampf um die Energiewende läuft“, dabei gehe ein Großteil des Netzpakets „in die richtige Richtung“.
Zugleich warnte Birnbaum angesichts der jüngsten Anschläge auf das Stromsystem vor zunehmenden Sabotageversuchen. „Die Angriffe auf unsere Netze nehmen signifikant zu“, sagte der Eon-Chef. Die jüngsten Anschläge auf Leitungen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen führten zwar nicht zu Stromausfällen, aber: „Wir müssen uns vorbereiten auf die erfolgreichen Attacken. Ich kann nicht auf jedes Umspannwerk einen Wachschutz setzen.“ Natürlich könne man den Datenschutz hochhalten wie bisher, „aber dann werden wir Themen haben“, sagte er in Anspielung auf die Forderungen, im näheren Umkreis von Umspannwerken auch die Umgebung per Video überwachen zu dürfen. Zugleich sei es „absurd“, welche Transparenzregeln es in Deutschland gibt, bemängelte er. In der Branche wurde zuletzt mehrfach kritisiert, dass öffentlich im Internet sehr genau einsehbar ist, wo welche Leitungen verlaufen.
Tödlicher Arbeitsunfall in der größten Kupfermine der Welt
Nach einem tödlichen Arbeitsunfall ist der Betrieb in der weltweit größten Kupfermine im chilenischen Escondida komplett heruntergefahren worden. „Der gesamte Betrieb in der Mine wurde eingestellt", teilte der Minen-Konzern BHP am Mittwoch mit, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Ein Zeitrahmen für eine mögliche Wiederaufnahme wurde nicht genannt.
BHP erklärte, ein Arbeiter sei bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen. In Chile dürfen Bergwerke nach einem tödlichen Unfall in der Regel erst dann den Betrieb wieder aufnehmen, wenn Inspektoren überprüft haben, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme sicher genug sind. Escondida liegt in der chilenischen Atacama-Wüste.
Open AI-KI verschaffte sich Zugriff zu Regierungsdaten in Australien
Ein autonomes KI-Programm des US-Unternehmens Open AI hat nach australischen Angaben eine Webseite der Regierung gehackt. Der auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Agent habe auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zugegriffen, sagte Australiens Premierminister Anthony Albanese in New York. Dies sei „inakzeptabel“.
Albanese zufolge ereignete sich der Vorfall bereits im Juni. Demnach machte Open AI die australische Regierung aber erst im September auf den Vorfall aufmerksam.
Albanese zufolge ereignete sich der Vorfall bereits im Juni. Demnach machte Open AI die australische Regierung aber erst im September auf den Vorfall aufmerksam.
Der Premierminister erklärte, es gebe keine Hinweise auf eine weitergehende Kompromittierung des Netzwerks der australischen Regierungsbehörden. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine personenbezogenen Daten abgerufen worden. Die Ermittlungen dazu dauerten Albanese zufolge aber an. Unter anderem wollten die Forensiker herausfinden, welche anderen Regierungssysteme betroffen sein könnten, sagte er.
Er habe mit OpenAI-Chef Sam Altman gesprochen, „um die große Besorgnis Australiens über diesen Vorfall zum Ausdruck zu bringen“, sagte Albanese weiter. Er habe zudem seine „Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass das Unternehmen viel zu lange gebraucht hat, um die Regierung über die Geschehnisse zu informieren“.
„Es dauerte bis zum 10. September, bis überhaupt eine Benachrichtigung erfolgte“, kritisierte Albanese. Dabei habe es sich um eine E-Mail gehandelt, die „lediglich an das allgemeine Postfach geschickt“ worden sei. OpenAI teilte später mit, dass laut einer kürzlich ausgeführten Überprüfung „mehrere australische Regierungswebsites“ betroffen gewesen seien. Dabei seien „Aktivitäten im Zusammenhang mit verschiedenen Websites und Diensten der australischen Regierung“ festgestellt worden.
Er habe mit OpenAI-Chef Sam Altman gesprochen, „um die große Besorgnis Australiens über diesen Vorfall zum Ausdruck zu bringen“, sagte Albanese weiter. Er habe zudem seine „Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass das Unternehmen viel zu lange gebraucht hat, um die Regierung über die Geschehnisse zu informieren“.
„Es dauerte bis zum 10. September, bis überhaupt eine Benachrichtigung erfolgte“, kritisierte Albanese. Dabei habe es sich um eine E-Mail gehandelt, die „lediglich an das allgemeine Postfach geschickt“ worden sei. OpenAI teilte später mit, dass laut einer kürzlich ausgeführten Überprüfung „mehrere australische Regierungswebsites“ betroffen gewesen seien. Dabei seien „Aktivitäten im Zusammenhang mit verschiedenen Websites und Diensten der australischen Regierung“ festgestellt worden.
Anthropic-Chef warnt UN-Sicherheitsrat vor KI-Gefahren für die Menschheit
Führende Vertreter der Technologiebranche haben den UN-Sicherheitsrat vor den wachsenden Gefahren durch Künstliche Intelligenz (KI) gewarnt. „Wenn sie schlecht verwaltet wird, glaube ich sogar, dass KI ein Risiko für die gesamte Menschheit darstellen könnte“, sagte der Chef des Entwicklers Anthropic, Dario Amodei, am Mittwoch vor dem 15-köpfigen Gremium. Neben Amodei sprachen OpenAI-Chef Sam Altman und der Mitbegründer von Hugging Face, Clement Delangue. Altman forderte eine internationale Zusammenarbeit. Die wichtigsten Entscheidungen dürften nicht allein von Laboren in San Francisco getroffen werden, sondern müssten durch demokratische Prozesse gestaltet werden. Der kanadische KI-Pionier Yoshua Bengio bezeichnete die Gefahren als real und unmittelbar.
Regierungen weltweit ringen um die Frage einer Aufsicht über die sich rasant entwickelnden KI-Systeme. Die USA und China als dominierende Akteure sind sich uneins darüber, ob die Technologie globale Leitplanken benötigt oder weitgehend den Marktkräften überlassen werden sollte. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag vor der UN-Vollversammlung jegliche Versuche abgelehnt, ein globales Kontrollsystem für KI zu errichten. Die USA würden das Wachstum einer Technologie nicht bremsen, die größer als die industrielle Revolution werde, sagte Trump. „Wir werden sie fördern, nicht zügeln.“ Das US-Justizministerium werde die Entwicklung jedoch genau beobachten.
Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping treffen sich am Donnerstag in Washington. Sie wollen dabei über ein Meldesystem für KI-Vorfälle sprechen, die die nationale Sicherheit berühren.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres drängt seit langem auf eine globale Regulierung der Künstlichen Intelligenz. Er warnt davor, dass die rasanten Fortschritte Risiken bergen, die nicht ignoriert werden dürften. Damit steht er im Gegensatz zu Trumps Kurs. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich erstmals 2023 mit den Risiken von KI befasst. China hatte damals erklärt, die Technologie dürfe nicht zu einem ungezügelten Pferd werden. Die USA warnten ihrerseits vor dem Einsatz von KI zur Zensur oder Unterdrückung von Menschen.
Regierungen weltweit ringen um die Frage einer Aufsicht über die sich rasant entwickelnden KI-Systeme. Die USA und China als dominierende Akteure sind sich uneins darüber, ob die Technologie globale Leitplanken benötigt oder weitgehend den Marktkräften überlassen werden sollte. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag vor der UN-Vollversammlung jegliche Versuche abgelehnt, ein globales Kontrollsystem für KI zu errichten. Die USA würden das Wachstum einer Technologie nicht bremsen, die größer als die industrielle Revolution werde, sagte Trump. „Wir werden sie fördern, nicht zügeln.“ Das US-Justizministerium werde die Entwicklung jedoch genau beobachten.
Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping treffen sich am Donnerstag in Washington. Sie wollen dabei über ein Meldesystem für KI-Vorfälle sprechen, die die nationale Sicherheit berühren.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres drängt seit langem auf eine globale Regulierung der Künstlichen Intelligenz. Er warnt davor, dass die rasanten Fortschritte Risiken bergen, die nicht ignoriert werden dürften. Damit steht er im Gegensatz zu Trumps Kurs. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich erstmals 2023 mit den Risiken von KI befasst. China hatte damals erklärt, die Technologie dürfe nicht zu einem ungezügelten Pferd werden. Die USA warnten ihrerseits vor dem Einsatz von KI zur Zensur oder Unterdrückung von Menschen.
Deutschland und Indien wollen gemeinsam U-Boote bauen
Deutschland und Indien stehen kurz vor dem Abschluss eines milliardenschweren Rüstungsabkommens. Die Verträge für den gemeinsamen Bau von sechs U-Booten müssten nur noch unterzeichnet werden, sagte der deutsche Botschafter in Indien, Jasper Wieck, am Mittwoch vor Journalisten. Demnach soll der deutsche Hersteller Thyssenkrupp Marine Systems(TKMS) gemeinsam mit dem staatlichen indischen Unternehmen Mazagon Dock Shipbuilders die U-Boote für die indische Marine fertigen.
Von deutscher Seite aus könne das Abkommen "morgen" unterzeichnet werden, sagte Wieck. Jetzt müsse nur noch die indische Seite final zustimmen. Die Regierung in Neu Delhi hat sich bislang nicht zum Stand der Verhandlungen geäußert.
Das Abkommen könnte lokalen Medienberichten zufolge rund acht Milliarden US-Dollar wert sein und es Indien ermöglichen, seine in die Jahre gekommene Flotte russischer U-Boote zu ersetzen. Das Land ist einer der größten Waffenimporteure der Welt. Im vergangenen Jahr hatte das indische Verteidigungsministerium angekündigt, bis 2033 Rüstungsaufträge im Wert von mindestens 100 Milliarden Dollar neu zu vergeben.
Für TKMS wäre es ein weiterer Milliardenauftrag: Im Juli hatte Kanada entschieden, seine neue U-Boot-Flotte von dem in Kiel ansässigen Hersteller bauen lassen zu wollen. Für den Marineschiffbauer ist dies der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. (AFP)
Windkraft-Betrüger Hendrik Holt in Dubai verhaftet
Die Flucht des Windkraft-Betrügers Hendrik Holt ist zu Ende. Nach Informationen der F.A.Z. ist Holt am Dienstag in Dubai festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Osnabrück auf Anfrage. Holt war seit Ende August auf der Flucht. Er war in Berlin seit Oktober 2024 im offenen Vollzug und kehrte im August von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt nicht zurück. Seither wurde nach ihm gefahndet.
Holt war 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden wegen bandenmäßigen Betrugs, Bestechung und Urkundenfälschung. Er hatte unter anderem angebliche Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die nur auf dem Papier existierten. Mehrere ausländische Energiekonzerne fielen auf diesen Schwindel und gefälschte Dokumente herein und schlossen Projektverträge mit Holts Unternehmensgruppe ab. Zudem hatte Holt ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
Der heute 36 Jahre alte Holt galt einst als unternehmerisches Wunderkind aus dem Emsland. Im Frühjahr 2020 erfolgte seine spektakuläre Festnahme im Berliner Nobelhotel Adlon. Die Ermittler beschlagnahmten mehrere Luxuslimousinen, Schmuck und Bargeld.
Holt war 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden wegen bandenmäßigen Betrugs, Bestechung und Urkundenfälschung. Er hatte unter anderem angebliche Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die nur auf dem Papier existierten. Mehrere ausländische Energiekonzerne fielen auf diesen Schwindel und gefälschte Dokumente herein und schlossen Projektverträge mit Holts Unternehmensgruppe ab. Zudem hatte Holt ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
Der heute 36 Jahre alte Holt galt einst als unternehmerisches Wunderkind aus dem Emsland. Im Frühjahr 2020 erfolgte seine spektakuläre Festnahme im Berliner Nobelhotel Adlon. Die Ermittler beschlagnahmten mehrere Luxuslimousinen, Schmuck und Bargeld.
Flixtrain bestellt neue Hochgeschwindigkeitszüge
Beim Fernzugunternehmen Flixtrain sollen bald auf wichtigen Strecken dichtere Takte angeboten werden - etwa auf der Strecke Hamburg-Berlin. Im Laufe des Jahres 2027 sollen die grünen Züge des Konzerns zwischen diesen beiden Metropolen im Stundentakt unterwegs sein, sagte Flixtrain-Chef Matthias Müller auf der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin. Die Fahrzeit werde dabei schneller sein als bei den ICE-Zügen des Wettbewerbers Deutsche Bahn.
Flixtrain plant bis 2028 etwa eine Verdoppelung der bisherigen Flotte, die bislang aus 16 Zügen besteht. Die zusätzlichen Züge sollen über mehr Komfort verfügen als die bisherigen. Es handelt sich dabei auch um umgerüstete gebrauchte Fahrzeuge.
Ab 2028 wächst die Flotte dann deutlich stärker - mit nach und nach 65 neu bestellten Hochgeschwindigkeitszüge vom Hersteller Talgo. Damit plant Flix eine deutliche Expansion auf dem deutschen Markt. Einen ersten fertigen Wagon stellte Flix auf der Innotrans vor.
Ziel sei, in Deutschland ein weiteres Fernverkehrsnetz aufzubauen und dabei auch kleinere Städte und Mittelzentren anbinden, sagte Flix-Konzernchef André Schwämmlein. Bislang ist Flixtrain vor allem auf einzelnen lukrativen Fernverkehrsstrecken zwischen den großen Metropolregionen vertreten. Ab 2028 soll dann auch der Großraum München ans Fernverkehrsnetz angeschlossen werden, etwa mit einer Verbindung nach Berlin.
In den Ausbau der Flotte investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 2,4 Milliarden Euro. Flix ist bisher der größte Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Der bundeseigene Konzern dominiert den Markt aber weiterhin mit einem Anteil von rund 95 Prozent. Ab 2028 plant auch das italienische Zugunternehmen Italo den Einstieg in den deutschen Fernverkehrsmarkt. Die Bundesnetzagentur hat dafür die Regeln für die Trassenvergabe geändert. Die Deutsche Bahn muss künftig mindestens ein Viertel der Trassenkapazitäten auf hochbelasteten Strecken an Wettbewerber vergeben. Der Konzern geht juristisch gegen den Beschluss der Behörde vor. (dpa)
Flixtrain plant bis 2028 etwa eine Verdoppelung der bisherigen Flotte, die bislang aus 16 Zügen besteht. Die zusätzlichen Züge sollen über mehr Komfort verfügen als die bisherigen. Es handelt sich dabei auch um umgerüstete gebrauchte Fahrzeuge.
Ab 2028 wächst die Flotte dann deutlich stärker - mit nach und nach 65 neu bestellten Hochgeschwindigkeitszüge vom Hersteller Talgo. Damit plant Flix eine deutliche Expansion auf dem deutschen Markt. Einen ersten fertigen Wagon stellte Flix auf der Innotrans vor.
Ziel sei, in Deutschland ein weiteres Fernverkehrsnetz aufzubauen und dabei auch kleinere Städte und Mittelzentren anbinden, sagte Flix-Konzernchef André Schwämmlein. Bislang ist Flixtrain vor allem auf einzelnen lukrativen Fernverkehrsstrecken zwischen den großen Metropolregionen vertreten. Ab 2028 soll dann auch der Großraum München ans Fernverkehrsnetz angeschlossen werden, etwa mit einer Verbindung nach Berlin.
In den Ausbau der Flotte investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 2,4 Milliarden Euro. Flix ist bisher der größte Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Der bundeseigene Konzern dominiert den Markt aber weiterhin mit einem Anteil von rund 95 Prozent. Ab 2028 plant auch das italienische Zugunternehmen Italo den Einstieg in den deutschen Fernverkehrsmarkt. Die Bundesnetzagentur hat dafür die Regeln für die Trassenvergabe geändert. Die Deutsche Bahn muss künftig mindestens ein Viertel der Trassenkapazitäten auf hochbelasteten Strecken an Wettbewerber vergeben. Der Konzern geht juristisch gegen den Beschluss der Behörde vor. (dpa)
Bosch wächst leicht – Kerngeschäft belastet Ergebnis
Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch hat im ersten Halbjahr keine großen Sprünge gemacht. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart mitteilte. Einen Rückgang gab es hingegen bei der Profitabilität. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) – Bosch spricht von einem operativen Ebit – sank hingegen von 2,3 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Sein Anteil am Umsatz sank von 5,1 Prozent auf 4,6 Prozent. Vor allem Sondereffekte aus dem Mobilitätsgeschäft hätten das Ergebnis belastet, hieß es laut Mitteilung. Bosch führte unter anderem Wertminderungen auf Produktionsanlagen an. Das Ergebnis nach Steuern lag bei rund 1,1 Milliarden Euro. Trotz des anspruchsvollen Umfelds bestätigte Bosch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.
Dass Bosch einen Halbjahresbericht veröffentlicht, ist neu. Bislang hatte das Unternehmen lediglich Zahlen zu den kompletten Geschäftsjahren bekanntgegeben. 2025 hatte Bosch erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen geschrieben. Das Ergebnis nach Steuern lag unter anderem wegen Milliardenkosten für den Stellenabbau, US-Zöllen und einer hohen Steuerbelastung bei minus 363 Millionen Euro.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag 2025 bei 1,8 Milliarden Euro (minus 42 Prozent). Der Umsatz stieg leicht auf rund 91,0 Milliarden Euro. 2024 hatte sich der Nachsteuergewinn von Bosch im Vorjahresvergleich bereits halbiert, aber immerhin noch gut 1,3 Milliarden Euro betragen.
Diese Top-Manager kommen zu Trumps Staatsbankett für Xi
Zum Staatsbankett von US-Präsident Donald Trump für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag im Weißen Haus werden Insidern zufolge zahlreiche hochrangige US-Konzernchefs erwartet. Neben Meta-Chef Mark Zuckerberg und Pfizer-CEO Albert Bourla stünden unter anderem die Chefs von Amazon, Apple, Alphabet, OpenAI, Dell und Nvidia auf der Gästeliste, hieß es aus mit den Plänen vertrauten Kreisen. Auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon und Citigroup-Chefin Jane Fraser würden voraussichtlich teilnehmen.
Tesla-Chef Elon Musk ist den Insidern zufolge ebenfalls beim Staatsbankett dabei. Dieser lobte Xi in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV als „großartigen Anführer“. Unter Xis Führung habe China enorm floriert, sagte Musk. „Es ist offensichtlich, wenn man einfach nur durch die Straßen geht, dass der durchschnittliche chinesische Bürger wohlhabender wird.“
Ob chinesische Unternehmenschefs mit Xi reisen, ist noch offen. Zunächst gab es Berichte, dass die Vorstandsvorsitzenden des Elektroautoriesen BYD, des Technologiekonzerns Xiaomi und von CATL, dem größten Batteriehersteller der Welt, dabei sein könnten. Da es Unstimmigkeiten in Bezug auf chinesische Investitionen in den USA gebe, sei offen, ob eine Wirtschaftsdelegation mitreise, schrieb die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ am Mittwoch.
Das Treffen in Washington ist der zweite Gipfel der Staatschefs der beiden weltgrößten Volkswirtschaften in diesem Jahr. Dabei geht es um eine Stabilisierung der Beziehungen, die unter anderem durch Streitigkeiten über Handel, Taiwan, den Iran und Künstliche Intelligenz (KI) belastet sind.
Tesla-Chef Elon Musk ist den Insidern zufolge ebenfalls beim Staatsbankett dabei. Dieser lobte Xi in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV als „großartigen Anführer“. Unter Xis Führung habe China enorm floriert, sagte Musk. „Es ist offensichtlich, wenn man einfach nur durch die Straßen geht, dass der durchschnittliche chinesische Bürger wohlhabender wird.“
Ob chinesische Unternehmenschefs mit Xi reisen, ist noch offen. Zunächst gab es Berichte, dass die Vorstandsvorsitzenden des Elektroautoriesen BYD, des Technologiekonzerns Xiaomi und von CATL, dem größten Batteriehersteller der Welt, dabei sein könnten. Da es Unstimmigkeiten in Bezug auf chinesische Investitionen in den USA gebe, sei offen, ob eine Wirtschaftsdelegation mitreise, schrieb die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ am Mittwoch.
Das Treffen in Washington ist der zweite Gipfel der Staatschefs der beiden weltgrößten Volkswirtschaften in diesem Jahr. Dabei geht es um eine Stabilisierung der Beziehungen, die unter anderem durch Streitigkeiten über Handel, Taiwan, den Iran und Künstliche Intelligenz (KI) belastet sind.
USA prüfen wegen hoher Spritpreise Exportstopp für Diesel
Angesichts steigender Preise vor allem für Diesel prüft die US-Regierung einen Exportstopp des Kraftstoffs. Die USA produzierten viel Diesel und eine Unterbrechung der Ausfuhren könnte auch einen kleinen Effekt auf die Spritpreise im Land haben, sagte US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Er habe sich bereits seit längerem für die Maßnahme ausgesprochen.
Finanzminister Scott Bessent fügte hinzu, die Regierung prüfe derzeit die Machbarkeit eines solchen Schritts. Möglich sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren. Die Folgen eines solchen Schritts könnten dann auch in Europa spürbar sein: Nach dem Nahen Osten waren die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren Europas wichtigster Lieferant von Diesel. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland noch einer der wichtigsten Diesel-Lieferanten der EU-Staaten gewesen.
Finanzminister Scott Bessent fügte hinzu, die Regierung prüfe derzeit die Machbarkeit eines solchen Schritts. Möglich sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren. Die Folgen eines solchen Schritts könnten dann auch in Europa spürbar sein: Nach dem Nahen Osten waren die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren Europas wichtigster Lieferant von Diesel. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland noch einer der wichtigsten Diesel-Lieferanten der EU-Staaten gewesen.
Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in den USA erheblich gestiegen – ein Thema, das Trump vor den Kongresswahlen im November immer stärker unter Druck setzt. Für Benzin zahlen US-Amerikaner im Schnitt fast 50 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn. Der Preis für Diesel stieg kürzlich sogar auf ein neues Rekordhoch. Vor diesem Hintergrund hatten einige Republikaner zuletzt einen Exportstopp gefordert und den Iran-Krieg in ungewöhnlicher Deutlichkeit für die hohen Preise verantwortlich gemacht.
ADAC fordert Abschaffung der 12-Uhr-Regel an Tankstellen
Seit April dürfen nur um 12 Uhr die Spritpreise an den Tankstellen erhöht werden. Der ADAC kritisiert, dass die Regel vor allem zu noch größeren Preisschwankungen im Tagesverlauf geführt habe.
Der ADAC hat sich für die Abschaffung der sogenannten 12-Uhr-Regel an den Tankstellen ausgesprochen. Die Regel habe zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und den Zeitpunkt der Preiserhöhung vorhersehbarer gemacht - das habe die Preise aber keinesfalls gesenkt, teilte der ADAC mit. „Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet“, hieß es.
Die sogenannte 12-Uhr-Regel gibt es in Deutschland seit dem 1. April. Tankstellen dürfen die Preise für Benzin und Diesel seitdem nur einmal am Tag erhöhen - eben um 12.00 Uhr. Preise senken können sie jederzeit.
„Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen“, hieß es vom ADAC. Die 12-Uhr-Regel habe ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht. „Deshalb sollte sie abgeschafft werden“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Peter König.
Deutschland und Niederlande fördern Entwicklung von KI-Chips
Deutschland und die Niederlande wollen mit einem gemeinsamen Förderprogramm die Entwicklung europäischer KI-Prozessoren vorantreiben. Dabei gehe es nicht um die lediglich schrittweise Verbesserung bestehender Technologien, betonte Jano Costard, Leiter der Innovationswettbewerbe bei der deutschen Agentur für Sprunginnovation (Sprind), am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Nur so haben wir die Chance, einen strategischen Vorteil gegenüber anderen Teilen der Welt zu erlangen.“
Hierfür stellt Sprind gemeinsam mit ihrem neu gegründeten niederländischen Pendant National Agency for Disruptive Innovation (Nadi) 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ziel des Programms sei es, die Entwicklungszeit für neue Prozessoren deutlich zu verkürzen. Zu Beginn würden mehrere Forschungsteams gefördert, um aus verschiedenen technologischen Ansätzen die vielversprechendsten herauszufiltern, erläuterte Costard.
Die Kooperation zwischen den beiden Agenturen habe auf der Hand gelegen, sagte Nadi-Mitgründer und -Chef Jelle Prins. Die Niederlande verfügten mit ASML über den weltweit führenden Anbieter von Anlagen zur Chip-Herstellung. Deutschland sei stark in der Forschung und habe eine breite industrielle Basis. Potenzial sieht Prins vor allem bei Prozessoren für den laufenden Betrieb Künstlicher Intelligenz (KI). Die enorm leistungsstarken Chips des Weltmarktführers Nvidia seien zwar ideal für das KI-Training, für die sogenannte Inferenz jedoch überdimensioniert. „Es ist so, als würde man seinen Einkauf mit einem Laster erledigen statt mit einem Einkaufswagen.“
Hierfür stellt Sprind gemeinsam mit ihrem neu gegründeten niederländischen Pendant National Agency for Disruptive Innovation (Nadi) 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ziel des Programms sei es, die Entwicklungszeit für neue Prozessoren deutlich zu verkürzen. Zu Beginn würden mehrere Forschungsteams gefördert, um aus verschiedenen technologischen Ansätzen die vielversprechendsten herauszufiltern, erläuterte Costard.
Die Kooperation zwischen den beiden Agenturen habe auf der Hand gelegen, sagte Nadi-Mitgründer und -Chef Jelle Prins. Die Niederlande verfügten mit ASML über den weltweit führenden Anbieter von Anlagen zur Chip-Herstellung. Deutschland sei stark in der Forschung und habe eine breite industrielle Basis. Potenzial sieht Prins vor allem bei Prozessoren für den laufenden Betrieb Künstlicher Intelligenz (KI). Die enorm leistungsstarken Chips des Weltmarktführers Nvidia seien zwar ideal für das KI-Training, für die sogenannte Inferenz jedoch überdimensioniert. „Es ist so, als würde man seinen Einkauf mit einem Laster erledigen statt mit einem Einkaufswagen.“
Trump will Begriff KI mit „Superintelligenz“ ersetzen
US-Präsident Donald Trump will den Begriff „Superintelligenz“ anstelle der gewohnten Bezeichnung Künstliche Intelligenz etablieren. In amerikanischen Regierungsdokumenten werde künftig von Superintelligenz die Rede sein – und hoffentlich werde der Rest der Welt das übernehmen, sagte Trump vor der UN-Vollversammlung. Der Begriff Künstliche Intelligenz lasse die Technologie „fake“ erscheinen, begründete der US-Präsident seinen Vorstoß. „Und sie ist nicht fake. Sie ist tatsächlich erstaunlich.“
Zugleich bekräftigte Trump, dass er auf eine beschleunigte KI-Entwicklung in den USA setzt – trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken der Technologie. „Ich werde nicht das Wachstum von etwas abwürgen, das größer sein wird als die Industrie-Revolution“, sagte er in New York. Die USA seien bei KI China und dem Rest der Welt weit voraus, und dies werde auch so bleiben.
Zugleich bekräftigte Trump, dass er auf eine beschleunigte KI-Entwicklung in den USA setzt – trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken der Technologie. „Ich werde nicht das Wachstum von etwas abwürgen, das größer sein wird als die Industrie-Revolution“, sagte er in New York. Die USA seien bei KI China und dem Rest der Welt weit voraus, und dies werde auch so bleiben.
100 Euro für Berufstätige: Frankreich weitet Tankhilfen für Berufstätige und Firmen aus
Angesichts der wegen der Spannungen im Nahen Osten stark steigenden Kraftstoffpreise weitet Frankreich seine Tankzuschüsse für Berufstätige und bestimmte Wirtschaftszweige aus. Der Zuschuss von 100 Euro für Berufstätige, die für die Fahrt zur Arbeit auf das Auto angewiesen sind, wird für die Monate Oktober bis Dezember erneut gezahlt, kündigte die Regierung in Paris an. Weil die Einkommensgrenze für die Inanspruchnahme des Zuschusses angehoben wird, können statt drei Millionen künftig 5,5 Millionen Menschen die Hilfe beantragen. Auch Pflegekräfte, die per Auto zu ihren Patienten fahren, erhalten einen Zuschuss.
Wie zuvor bereits angekündigt, verlängert Frankreich außerdem die Tankzuschüsse für die Landwirtschaft, das Baugewerbe und Fischer bis zum Jahresende. Firmen können ihren Angestellten zudem eine steuerfreie Tankprämie von bis zu 1.000 Euro pro Jahr zahlen, kündigte die Regierung an. Ebenfalls wird der an einkommensschwache Haushalte einmal im Jahr gezahlte Energiescheck im kommenden Jahr erneut gezahlt, und zwar nicht wie üblich im April, sondern bereits in der Heizperiode im Januar.
„Wir sind uns bewusst, dass die Situation für unsere Bürger sehr schwierig ist“, sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure. Die Tankzuschüsse sollten Menschen mit geringem Einkommen helfen, die Wirtschaft stützen und zugleich den Haushalt nicht vollkommen aus dem Gleichgewicht bringen. Insgesamt geht es um Hilfen im Umfang von 450 Millionen Euro.
Wie zuvor bereits angekündigt, verlängert Frankreich außerdem die Tankzuschüsse für die Landwirtschaft, das Baugewerbe und Fischer bis zum Jahresende. Firmen können ihren Angestellten zudem eine steuerfreie Tankprämie von bis zu 1.000 Euro pro Jahr zahlen, kündigte die Regierung an. Ebenfalls wird der an einkommensschwache Haushalte einmal im Jahr gezahlte Energiescheck im kommenden Jahr erneut gezahlt, und zwar nicht wie üblich im April, sondern bereits in der Heizperiode im Januar.
„Wir sind uns bewusst, dass die Situation für unsere Bürger sehr schwierig ist“, sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure. Die Tankzuschüsse sollten Menschen mit geringem Einkommen helfen, die Wirtschaft stützen und zugleich den Haushalt nicht vollkommen aus dem Gleichgewicht bringen. Insgesamt geht es um Hilfen im Umfang von 450 Millionen Euro.