Business-Ticker : Nach Vorfall auf Air-India-Flug: Positiv auf Drogen getesteter Pilot entlassen
Unter Druck: Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Air IndiaReuters
Insider: KI-Unternehmen Anthropic verschiebt Börsengang +++ Trump fordert Zinssenkung und erhöht den Druck auf die US-Notenbank +++ Mehr Stellen in den USA aufgebaut als erwartet +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
Nach Vorfall auf Air-India-Flug: Positiv auf Drogen getesteter Pilot entlassen
Nach einem Vorfall auf einem Air-India-Flug, bei dem mehrere Passagiere verletzt wurden, ist der Flugkapitän der Maschine entlassen worden. Er sei positiv auf psychoaktive Substanzen getestet worden, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten vorläufigen Bericht der indischen Flugsicherheitsbehörde. Demnach gab es während des Fluges einen vorübergehenden Ausfall der Hydrauliksysteme.
Der Airbus A320 mit 137 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord hatte Anfang August auf dem Weg von der thailändischen Insel Phuket nach Neu Delhi plötzlich an Höhe verloren. 24 Menschen wurden verletzt, bevor sich das Flugzeug wieder stabilisierte. Indiens Zivilluftfahrtministerium stufte den Vorfall als „schwerwiegenden Zwischenfall“ ein.
In dem Bericht hieß es, das Flugsteuerungssystem habe einen Ausfall von drei Hydrauliksystemen über mehrere Sekunden festgestellt. Zunächst sei die Maschine um 113 Meter gestiegen und dann um 89 Meter abgesunken. Der Hydraulikausfall habe dazu geführt, dass sich der Autopilot abschaltete und eine zwei Sekunden lange Strömungsabrisswarnung auslöste, bevor sich die Systeme wieder stabilisiert hätten und das Flugzeug zum Normalbetrieb zurückgekehrt sei.
Die Untersuchung des Vorfalls habe zudem ergeben, dass der Pilot „nicht negativ auf psychoaktive Substanzen“ getestet worden sei. Die Bestätigung des Konsums psychoaktiver Substanzen gebe Anlass zu „ernsthafter Sorge“, hieß es in dem Bericht. Ein Sprecher von Air India erklärte, der Pilot sei mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Air India hatte im vergangenen Monat eine obligatorische Drogenkontrolle aller ihrer Piloten angekündigt.
Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe
Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.
Panama hat wegen El Niño den landesweiten Notstand ausgerufen. Das Wetterphänomen entwickelt sich über dem Pazifik und sorgt weltweit für Veränderungen bei Wind, Luftdruck und Niederschlag sowie für höhere Temperaturen. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an. Der aktuelle El Niño scheint besonders ausgeprägt zu sein.
Henkel-Chef stellt weitere Zukäufe in Aussicht
Der Konsumgüterkonzern Henkel plant weitere Zukäufe. „Wir haben in den vergangenen Monaten Unternehmenskäufe im Wert von zusammen rund fünf Milliarden Euro vereinbart oder abgeschlossen“, sagte Henkel-Chef Carsten Knobel der „Rheinischen Post“. Damit stärke das Unternehmen seine beiden Bereiche Adhesive Technologies und Consumer Brands. Zwar sehe man für beide Sparten großes Potenzial, aus eigener Kraft zu wachsen, jedoch prüfe der Konzern zudem, wie er sich durch Zukäufe weiter verstärken könne. Wichtig seien dabei der strategische Fit, die Verfügbarkeit und die finanzielle Attraktivität. „Wenn das gegeben ist, greifen wir auch zu“, erklärte der Manager.
Die hohen Ölpreise treffen derweil auch Henkel. Der Konzern sei zwar nicht so energieintensiv wie klassische Chemieunternehmen und nutze Rohöl nicht als direkten Rohstoff, sagte Knobel. Dennoch spüre das Unternehmen den deutlichen Kostenschub bei Energie sowie eingekauften Rohstoffen und Vorprodukten. Preiserhöhungen bei Konsumgütern wie Persil seien zunehmend schwierig, da Verbraucher diese nur bei konkreten Innovationen akzeptierten. Bei Industriekunden ließen sich höhere Preise für Klebstoffe zwar durchsetzen, diese erwarteten bei einer Entspannung der Rohstoffpreise jedoch wieder Senkungen. Die Schwankungen in der aktuellen Lage seien daher eine Herausforderung.
IG-Metall-Chefin zu VW-Jobabbau: Zahlen „nicht in Stein gemeißelt“
IG-Metall-Chefin Christiane Benner hat die geplanten Stellenstreichungen bei Volkswagen als „schmerzhaft“ bezeichnet. Zugleich äußerte sie am Freitagabend im ZDF die Hoffnung, den Jobabbau in Deutschland zu begrenzen. „Es geht hier um 50.000 Stellen weltweit, die Hälfte davon in Deutschland“, sagte Benner im „heute journal“. „Wir werden alles tun, damit wir an allen möglichen Schrauben drehen, beziehungsweise ich erwarte das vom Vorstand, dass der das auch macht, um natürlich dafür zu sorgen, dass diese Zahl 25.000 nicht in Stein gemeißelt ist."
Es sei in den Verhandlungen um den Sanierungsplan „akribisch um einen Kompromiss gerungen“ worden. „Und das ist schon schmerzhaft“, sagte sie mit Blick auf den geplanten Stellenabbau. „Die Menschen haben eine Perspektive verdient“, betonte die IG-Metall-Chefin.
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hatte am Donnerstag beschlossen, in den kommenden Jahren weltweit weitere 50.000 Stellen zu streichen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen. Vier Werke stehen zudem auf der Kippe, darunter Emden und Hannover im Bundesland Niedersachsen.
Kreise: Anthropics Börsengang verschoben
Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Unternehmen Anthropic verschiebt Insidern zufolge seinen geplanten Börsengang. Das Werben um Investoren werde frühestens Mitte Oktober beginnen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag. Das Börsendebüt solle dann wenige Tage vor den US-Kongresswahlen im November stattfinden. Ursprünglich sei die Veröffentlichung des Börsenprospekts für die kommende Woche erwartet worden; nun sei Ende September vorgesehen.
Mit einer angestrebten Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar wäre der Börsengang einer der höchstbewerteten der Geschichte und ein wichtiger Test für das Interesse der Anleger an der rasant wachsenden KI-Branche. Anthropic verhandle noch über eine Kreditlinie von 15 Milliarden Dollar, hieß es aus den Kreisen weiter. Das Unternehmen und die beteiligten Banken lehnten eine Stellungnahme ab oder waren zunächst nicht zu erreichen. Im Juni ging bereits Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX mit einer Rekordbewertung von 1,77 Billionen Dollar an die Börse.
Trump drängt US-Notenbank, die Zinsen zu senken
Nach überraschend positiv ausgefallenen Jobdaten hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf die unabhängige Notenbank erhöht, die Zinsen zu senken. „Hohe Zinsen benachteiligen die USA auf sehr unfaire Weise, und das werde ich nicht zulassen!“, schrieb er am Freitag in einem Beitrag auf seiner Plattform „Truth Social“. Die Vereinigten Staaten sollten die niedrigsten Zinsen weltweit haben: „Senken Sie den Leitzins, oder ich stelle den Handel mit Ländern ein, mit denen wir ein Defizit haben“, postete Trump, offenbar an die Adresse der Notenbank gerichtet. Der US-Arbeitsmarkt hat sich im August mit einem kräftigen Jobaufbau zurückgemeldet und aus Sicht der Finanzmärkte eine baldige Zinserhöhung der Notenbank wahrscheinlicher gemacht.
Die US-Notenbank Federal Reserve soll für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. An den Finanzmärkten wird gerätselt, ob sich die Fed Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich „recht stabil“.
Warsh amtiert erst seit Mai und ist Nachfolger von Jerome Powell, den Trump wegen seiner vermeintlich zu straffen Geldpolitik immer wieder harsch kritisiert und als „Verlierer“ tituliert hatte. Warsh hat er hingegen mit zahlreichen Vorschusslorbeeren bedacht. Trump hatte auch erklärt, der neue Fed-Chef werde seinen Vorstellungen folgen müssen. Wenn Warsh erklärt hätte, die Zinsen anheben zu wollen, „hätte er den Job nicht bekommen“, so der US-Staatschef.
Die US-Notenbank Federal Reserve soll für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. An den Finanzmärkten wird gerätselt, ob sich die Fed Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich „recht stabil“.
Warsh amtiert erst seit Mai und ist Nachfolger von Jerome Powell, den Trump wegen seiner vermeintlich zu straffen Geldpolitik immer wieder harsch kritisiert und als „Verlierer“ tituliert hatte. Warsh hat er hingegen mit zahlreichen Vorschusslorbeeren bedacht. Trump hatte auch erklärt, der neue Fed-Chef werde seinen Vorstellungen folgen müssen. Wenn Warsh erklärt hätte, die Zinsen anheben zu wollen, „hätte er den Job nicht bekommen“, so der US-Staatschef.
Solider US-Arbeitsmarkt gibt Fed Spielraum für Zinserhöhung
Der US-Arbeitsmarkt hat im August weitaus mehr Stellen aufgebaut als gedacht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Unter dem Strich entstanden 162.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 56.000 Jobs gerechnet. Im Juli waren nach revidierten Daten 21.000 Stellen entstanden. Ursprünglich war ein Minus von 23.000 Jobs gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 4,1 Prozent.
An den Finanzmärkten werden die Daten aus dem amerikanischen Arbeitsmarkt aufmerksam verfolgt, da sie ein wichtiges Kriterium für die Zinsentscheidungen der amerikanischen Notenbank Fed darstellen. Neben der Preisstabilität hat die Fed das Mandat, mit ihrer Zinspolitik für Vollbeschäftigung zu sorgen. Wenn der Arbeitsmarkt schlecht läuft, kann die Fed indirekt gegensteuern, indem sie ihre Zinsen senkt. Dadurch sollen Investitionen für Unternehmen günstiger und der Arbeitsmarkt belebt werden.
Ein stabiler Arbeitsmarkt hingegen gibt der Fed Spielraum, eine strengere Zinspolitik zu verfolgen, etwa, um Inflation im Zaum zu halten. An den Finanzmärkten wird nun gerätselt, ob sich die Fed wegen der guten Arbeitsmarktdaten Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Nach Veröffentlichung der Jobdaten taxierten Händler an den Terminmärkten die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung Mitte des Monats auf nunmehr 65 Prozent. Mit ihrer letzten Entscheidung hatte die Fed den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich „recht stabil“. Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg sagte zu den Daten, die US-Notenbank müsse nicht befürchten, dass der Arbeitsmarkt in eine Krise rutsche. Die Währungshüter könnten sich damit geldpolitisch voll auf die Entwicklung der Inflation konzentrieren. Fed-Direktor Christopher Waller signalisierte jüngst im Reuters-Interview, dass er für eine weitere Zinspause offen sei, sollte die Inflation abflauen.
Ein stabiler Arbeitsmarkt hingegen gibt der Fed Spielraum, eine strengere Zinspolitik zu verfolgen, etwa, um Inflation im Zaum zu halten. An den Finanzmärkten wird nun gerätselt, ob sich die Fed wegen der guten Arbeitsmarktdaten Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Nach Veröffentlichung der Jobdaten taxierten Händler an den Terminmärkten die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung Mitte des Monats auf nunmehr 65 Prozent. Mit ihrer letzten Entscheidung hatte die Fed den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich „recht stabil“. Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg sagte zu den Daten, die US-Notenbank müsse nicht befürchten, dass der Arbeitsmarkt in eine Krise rutsche. Die Währungshüter könnten sich damit geldpolitisch voll auf die Entwicklung der Inflation konzentrieren. Fed-Direktor Christopher Waller signalisierte jüngst im Reuters-Interview, dass er für eine weitere Zinspause offen sei, sollte die Inflation abflauen.
Entscheidung im Streit um KI-Datentraining im Dezember
Der Streit um die Nutzung von Daten zum Training generativer Künstlicher Intelligenz beschäftigt die Verlags-, Musik- und Medienbranche und viele selbständige Kreativschaffende. Am gestrigen Donnerstag musste sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe erstmals mit einem solchen Rechtsstreit befassen. Wie berichtet, verlangt der Fotograf Robert Kneschke vom gemeinnützigen Verein Laion Unterlassung.
Laion hat Datensätze aus Quellen im Internet erstellt und diese anschließend Unternehmen zum Training von KI-Modellen zur Verfügung gestellt. In dem Datensatz „LAION-5B“ finden sich knapp sechs Milliarden Bild-Text-Paare, darunter auch ein Bild des Stockfotografen Kneschke. Der Kläger hatte der Nutzung nicht zugestimmt.
Laion hat Datensätze aus Quellen im Internet erstellt und diese anschließend Unternehmen zum Training von KI-Modellen zur Verfügung gestellt. In dem Datensatz „LAION-5B“ finden sich knapp sechs Milliarden Bild-Text-Paare, darunter auch ein Bild des Stockfotografen Kneschke. Der Kläger hatte der Nutzung nicht zugestimmt.
Am Freitagmorgen gab der Bundesgerichtshof bekannt, dass am 17. Dezember eine Verkündung stattfinden soll. In der mündlichen Verhandlung am Donnerstag zeigte sich, dass sich der erste Zivilsenat mit verschiedenen Fragen zum deutschen Urheberrechtsgesetz und Europarecht befasst. Daher ist eine Vorlage zum Europäischen Gerichtshof wahrscheinlich (Aktenzeichen: I ZR 281/25).
Nur wenige Änderungen in der Dax-Familie
Das Stühlerücken im deutschen Leitindex Dax bleibt aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie die Indextochter der Deutschen Börse, ISS Stoxx, am Donnerstagabend mitteilte, bleibt der Dax unverändert. Die Deutsche Lufthansa hat damit erneut die Rückkehr in die erste deutsche Börsenliga verpasst. Der M-Dax begrüßt den Außenwerber Ströer als neues Mitglied und der Modekonzern Hugo Boss steigt in den S-Dax ab.
Das Dax-Gründungsmitglied Lufthansa wartet seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März und Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt damit weiterhin im Nebenwerteindex M-Dax. 2020 hatte die Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief von knapp über fünf Euro.
Zwar lag der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.
Das Dax-Gründungsmitglied Lufthansa wartet seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März und Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt damit weiterhin im Nebenwerteindex M-Dax. 2020 hatte die Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief von knapp über fünf Euro.
Zwar lag der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.
Für die Index-Überprüfung erstellt die Deutsche Börse eine Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Basis hierfür ist diesmal jeweils der handelsgewichtete Durchschnittskurs des Monats August.
Deutschland Hotspot für Firmeninsolvenzen
Die Zahl der Pleiten größerer deutscher Unternehmen bleibt auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte der Kreditversicherer Allianz Trade 33 Unternehmensinsolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Das seien 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setze sich der Negativtrend nach dem Rekordjahr 2025 fort.
Milo Bogaerts, Vorstandsvorsitzender von Allianz Trade für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, spricht laut einer Pressemitteilung vom Freitag von einem Warnsignal. „Jede dritte Insolvenz in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten kommt aus Deutschland“, sagt Bogaerts.
Allianz Trade erwarte auch im weiteren Jahresverlauf keine nachhaltige Entspannung. Die Zahl der Großinsolvenzen dürfte 2026 auf einem erhöhten Niveau bleiben. Besonders Branchen mit hohen Investitions- und Energiekosten sowie Unternehmen mit geringer Macht, höhere Preise zu fordern, bleiben laut Bogaerts anfällig für finanzielle Schieflagen.
Besonders betroffen waren laut Allianz Trade die Automobilbranche mit sieben Großinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026, gefolgt vom Einzelhandel mit fünf Fällen sowie dem Maschinenbau und den Dienstleistungen mit je vier Fällen. Es geraten also zunehmend auch klassische industrielle Kernbranchen unter Insolvenzdruck.
Milo Bogaerts, Vorstandsvorsitzender von Allianz Trade für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, spricht laut einer Pressemitteilung vom Freitag von einem Warnsignal. „Jede dritte Insolvenz in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten kommt aus Deutschland“, sagt Bogaerts.
Allianz Trade erwarte auch im weiteren Jahresverlauf keine nachhaltige Entspannung. Die Zahl der Großinsolvenzen dürfte 2026 auf einem erhöhten Niveau bleiben. Besonders Branchen mit hohen Investitions- und Energiekosten sowie Unternehmen mit geringer Macht, höhere Preise zu fordern, bleiben laut Bogaerts anfällig für finanzielle Schieflagen.
Besonders betroffen waren laut Allianz Trade die Automobilbranche mit sieben Großinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026, gefolgt vom Einzelhandel mit fünf Fällen sowie dem Maschinenbau und den Dienstleistungen mit je vier Fällen. Es geraten also zunehmend auch klassische industrielle Kernbranchen unter Insolvenzdruck.
„Cybercab“: Tesla stellt Taxi ohne Lenkrad vor
Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes „Cybercab“ vorgestellt. Mit dem Robotaxi will Tesla den Unternehmen Waymo und Uber Konkurrenz machen, die bereits zahlreiche selbstfahrende Taxis in den USA im Einsatz haben. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte in seinem Onlinedienst X ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Foto eines riesigen Cybercab, das inmitten einer Staubwolke über die texanische Stadt Austin hinwegrollt.
Musk kündigte eine „Welle von Cybercabs“ in Austin an, wo Tesla am Donenrstag geladene Gäste zu einem Event einlud. Wie die Zeitung „Austin American-Statesman“ berichtete, konnten die Veranstaltungsteilnehmer als Erste in den fahrerlosen Cybercabs mitfahren, die ab Freitag für die Öffentlichkeit verfügbar sein sollen.
Das goldene Robotaxi soll Platz für zwei Fahrgäste bieten. Tesla hinkt bei der Technologie hinterher. Die Google-Tochter Waymo bietet in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Uber selbstfahrende Taxis bereits in elf US-Städten an, darunter San Francisco und Los Angeles. Musks E-Auto-Konzern ist bisher nur in Texas am Start.
Eine Reihe von US-Bundesstaaten schreiben vor, dass in den Fahrzeugen ein menschlicher Aufpasser oder Fahrer bereitstehen muss, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort tabu.
Musk kündigte eine „Welle von Cybercabs“ in Austin an, wo Tesla am Donenrstag geladene Gäste zu einem Event einlud. Wie die Zeitung „Austin American-Statesman“ berichtete, konnten die Veranstaltungsteilnehmer als Erste in den fahrerlosen Cybercabs mitfahren, die ab Freitag für die Öffentlichkeit verfügbar sein sollen.
Das goldene Robotaxi soll Platz für zwei Fahrgäste bieten. Tesla hinkt bei der Technologie hinterher. Die Google-Tochter Waymo bietet in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Uber selbstfahrende Taxis bereits in elf US-Städten an, darunter San Francisco und Los Angeles. Musks E-Auto-Konzern ist bisher nur in Texas am Start.
Eine Reihe von US-Bundesstaaten schreiben vor, dass in den Fahrzeugen ein menschlicher Aufpasser oder Fahrer bereitstehen muss, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort tabu.
OpenAI bringt leistungsstärkeres KI-Modell heraus
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI veröffentlicht sein bisher leistungsstärkstes KI-Modell und hebt nach der Aufregung um Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz verstärkte Sicherheitsvorkehrungen hervor. Man gehe davon aus, dass Menschen mit den erweiterten Fähigkeiten von ChatGPT-6 Astra mehr und mehr Aufgaben an die KI übertragen werden, sagte OpenAI-Managerin Mia Glaese. Deshalb werde die Software besser überwacht, damit sie nicht vom Interesse der Nutzer abweiche.
Mit Astra sieht sich OpenAI wieder an der Spitze der KI-Entwicklung, nachdem zuletzt der Rivale Anthropic mit seinen Modellen Mythos und Fable die Branche beeindruckt hatte. Aus Sicht von Top-Manager Greg Brockman könnte Astra die Ära der sogenannten Allgemeinen Künstlichen Intelligenz einläuten. Unter dieser Bezeichnung wird KI-Software erwartet, die mindestens genauso fähig ist wie ein Mensch. Brockman betonte zugleich, dass das Auftreten der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz eher ein Evolutionsprozess als ein einzelner Moment sein werde.
Mit Astra sieht sich OpenAI wieder an der Spitze der KI-Entwicklung, nachdem zuletzt der Rivale Anthropic mit seinen Modellen Mythos und Fable die Branche beeindruckt hatte. Aus Sicht von Top-Manager Greg Brockman könnte Astra die Ära der sogenannten Allgemeinen Künstlichen Intelligenz einläuten. Unter dieser Bezeichnung wird KI-Software erwartet, die mindestens genauso fähig ist wie ein Mensch. Brockman betonte zugleich, dass das Auftreten der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz eher ein Evolutionsprozess als ein einzelner Moment sein werde.
Neue KI-Modelle von OpenAI hatten vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt, weil sie in Versuchen eigenständig einen Weg fanden, aus einer abgesicherten Testumgebung auszubrechen, und sich in Systeme einer anderen KI-Firma hackten. OpenAI bekam das erst verspätet mit. Der Zwischenfall nährte die Sorge, dass KI-Software mit ihrer Weiterentwicklung menschlicher Kontrolle entgehen könnte.
Netflix erhöht seine Preise in Deutschland
Netflix erhöht nach mehr als zwei Jahren wieder die Preise in Deutschland. Das teuerste „Premium“-Abo mit 4K-Bildqualität und 3D-Sound kostet nun pro Monat 21,99 Euro statt zuvor 19,99 Euro, wie aus Angaben auf der Netflix-Website für Deutschland hervorgeht. Beim „Standard“-Abonnement mit Full-HD-Bild und weniger gleichzeitig nutzbaren Geräten steigt der Preis von 13,99 auf 15,99 Euro. Das Abo mit Werbung verteuert sich von 4,99 Euro auf 6,99 Euro.
Seit Netflix gegen Passwort-Trittbrettfahrer vorgeht, die nicht im selben Haushalt leben, gibt es eine Zusatzgebühr für solche Nutzer. Im Werbe-Abo steigt der Preis für sie von 3,99 auf 4,99 Euro und in den beiden anderen Modellen von 4,99 auf 5,99 Euro. Das werbefreie Basis-Abo, in dem Bestandskunden noch verbleiben konnten, lässt Netflix auslaufen.
Zuletzt hatte Netflix die Preise in Deutschland im April 2024 erhöht. Der Dienst ist der mit Abstand meistgenutzte Videostreaming-Anbieter und greift regelmäßig zu Preiserhöhungen. „Da wir den Mehrwert, den wir unseren Mitgliedern bieten, kontinuierlich erhöhen, bitten wir sie gelegentlich, etwas mehr zu bezahlen“, heißt es vom Unternehmen stets dazu. Bisher akzeptierten genug Kunden die höheren Preise, dass das Geschäft von Netflix weiter wächst.
In Österreich, wo das günstigere Abo mit Werbung erst im kommenden Jahr eingeführt werden soll, steigt der Basis-Preis von 8,99 auf 10,99 Euro. Im Heimatmarkt USA kostet das Premium-Abo inzwischen 26,99 Dollar. Netflix verweist auch darauf, dass ein attraktives Programmangebot hohe Investitionen erfordere.
Rauswurf aus den USA zwingt Polestar zu Prognosesenkung
Der mehrheitlich zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Elektroautobauer Polestar hat nach seinem erzwungenen Rückzug vom US-Markt seine Lieferprognose für 2026 eingedampft und damit seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der schwedische Autohersteller erwarte für dieses Jahr nun nur noch ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zuvor war ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt worden. Die Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um fast sechs Prozent nach.
Hintergrund ist der Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen Fahrzeuge mit chinesischer Beteiligung. Die Regierung in Washington hatte Polestar die Zulassung für den Verkauf von Fahrzeugen ab dem Modelljahr 2027 verweigert. „Wir arbeiten in einem herausfordernden Umfeld und konzentrieren uns weiterhin diszipliniert auf die Verbesserung des Geschäfts“, sagte Vorstandschef Michael Lohscheller. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 727 Millionen Dollar, der Absatz ging um vier Prozent zurück. Für die Restrukturierung des US-Geschäfts fielen Belastungen von rund 130 Millionen Dollar an.
Trotz der Probleme blickt das Unternehmen nach vorn. Als Hoffnungsträger gilt der neue SUV Polestar 4, für den die Bestellbücher seit Mittwoch geöffnet sind. Es ist das erste einer Reihe neuer Modelle, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen sollen. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Polestar seinen Absatz mit 30.423 Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres halten.
Hintergrund ist der Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen Fahrzeuge mit chinesischer Beteiligung. Die Regierung in Washington hatte Polestar die Zulassung für den Verkauf von Fahrzeugen ab dem Modelljahr 2027 verweigert. „Wir arbeiten in einem herausfordernden Umfeld und konzentrieren uns weiterhin diszipliniert auf die Verbesserung des Geschäfts“, sagte Vorstandschef Michael Lohscheller. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 727 Millionen Dollar, der Absatz ging um vier Prozent zurück. Für die Restrukturierung des US-Geschäfts fielen Belastungen von rund 130 Millionen Dollar an.
Trotz der Probleme blickt das Unternehmen nach vorn. Als Hoffnungsträger gilt der neue SUV Polestar 4, für den die Bestellbücher seit Mittwoch geöffnet sind. Es ist das erste einer Reihe neuer Modelle, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen sollen. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Polestar seinen Absatz mit 30.423 Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres halten.
China erhöht Wettbewerbsdruck auf deutsche Firmen
guth. Deutschlands Unternehmen kämpfen mit der Konkurrenz aus China und unterstützen ein stärkeres gemeinsames Auftreten der EU im Handelskonflikt mit China. Zwei Drittel aller Unternehmen und vier Fünftel der Industrieunternehmen spüren den Wettbewerbsdruck durch chinesische Hersteller.
Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter 1325 Unternehmen hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. China sei günstiger, aber auch besser geworden und in einigen Branchen Innovationsführer, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die meisten Unternehmen reagieren darauf laut der Umfrage mit eigenen Innovationen.
Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter 1325 Unternehmen hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. China sei günstiger, aber auch besser geworden und in einigen Branchen Innovationsführer, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die meisten Unternehmen reagieren darauf laut der Umfrage mit eigenen Innovationen.
Der Umfrage zufolge befürwortet inzwischen auch die Mehrheit der Unternehmen stärkere EU-Maßnahmen im Handelskonflikt mit China, selbst wenn das eigene Unternehmen negative Konsequenzen erleiden würde. 55 Prozent stimmen dieser Aussage zu.