Business-Ticker : Jede dritte Insolvenz trifft deutsches Unternehmen

Eine Insolvenz muss nicht automatisch zur Schließung des betroffenen Unternehmens führen. Sie macht aber eine oft schmerzhafte Sanierung erforderlich.dpa

Deutschland in Westeuropa Hotspot für Firmenpleiten +++ Lufthansa verpasst Dax-Einzug, Ströer steigt in M-Dax auf +++ Tesla stellt Cybertaxi vor +++ OpenAI bringt leistungsstärkeres KI-Modell heraus +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Deutschland Hotspot für Firmeninsolvenzen

Die Zahl der Pleiten größerer deutscher Unternehmen bleibt auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte der Kreditversicherer Allianz Trade 33 Unternehmensinsolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Das seien 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setze sich der Negativtrend nach dem Rekordjahr 2025 fort.

Milo Bogaerts, Vorstandsvorsitzender von Allianz Trade für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, spricht laut einer Pressemitteilung vom Freitag von einem Warnsignal. „Jede dritte Insolvenz in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten kommt aus Deutschland“, sagt Bogaerts.

Allianz Trade erwarte auch im weiteren Jahresverlauf keine nachhaltige Entspannung. Die Zahl der Großinsolvenzen dürfte 2026 auf einem erhöhten Niveau bleiben. Besonders Branchen mit hohen Investitions- und Energiekosten sowie Unternehmen mit geringer Macht, höhere Preise zu fordern, bleiben laut Bogaerts anfällig für finanzielle Schieflagen.

Besonders betroffen waren laut Allianz Trade die Automobilbranche mit sieben Großinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026, gefolgt vom Einzelhandel mit fünf Fällen sowie dem Maschinenbau und den Dienstleistungen mit je vier Fällen. Es geraten also zunehmend auch klassische industrielle Kernbranchen unter Insolvenzdruck.

Milo Bogaerts, Vorstandsvorsitzender von Allianz Trade für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, spricht laut einer Pressemitteilung vom Freitag von einem Warnsignal. „Jede dritte Insolvenz in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten kommt aus Deutschland“, sagt Bogaerts.

Allianz Trade erwarte auch im weiteren Jahresverlauf keine nachhaltige Entspannung. Die Zahl der Großinsolvenzen dürfte 2026 auf einem erhöhten Niveau bleiben. Besonders Branchen mit hohen Investitions- und Energiekosten sowie Unternehmen mit geringer Macht, höhere Preise zu fordern, bleiben laut Bogaerts anfällig für finanzielle Schieflagen.

Besonders betroffen waren laut Allianz Trade die Automobilbranche mit sieben Großinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026, gefolgt vom Einzelhandel mit fünf Fällen sowie dem Maschinenbau und den Dienstleistungen mit je vier Fällen. Es geraten also zunehmend auch klassische industrielle Kernbranchen unter Insolvenzdruck.

Entscheidung im Streit um KI-Datentraining im Dezember

Der Streit um die Nutzung von Daten zum Training generativer Künstlicher Intelligenz beschäftigt die Verlags-, Musik- und Medienbranche und viele selbständige Kreativschaffende. Am gestrigen Donnerstag musste sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe erstmals mit einem solchen Rechtsstreit befassen. Wie berichtet, verlangt der Fotograf Robert Kneschke vom gemeinnützigen Verein Laion Unterlassung.

Laion hat Datensätze aus Quellen im Internet erstellt und diese anschließend Unternehmen zum Training von KI-Modellen zur Verfügung gestellt. In dem Datensatz „LAION-5B“ finden sich knapp sechs Milliarden Bild-Text-Paare, darunter auch ein Bild des Stockfotografen Kneschke. Der Kläger hatte der Nutzung nicht zugestimmt.

Laion hat Datensätze aus Quellen im Internet erstellt und diese anschließend Unternehmen zum Training von KI-Modellen zur Verfügung gestellt. In dem Datensatz „LAION-5B“ finden sich knapp sechs Milliarden Bild-Text-Paare, darunter auch ein Bild des Stockfotografen Kneschke. Der Kläger hatte der Nutzung nicht zugestimmt.

Am Freitagmorgen gab der Bundesgerichtshof bekannt, dass am 17. Dezember eine Verkündung stattfinden soll. In der mündlichen Verhandlung am Donnerstag zeigte sich, dass sich der erste Zivilsenat mit verschiedenen Fragen zum deutschen Urheberrechtsgesetz und Europarecht befasst. Daher ist eine Vorlage zum Europäischen Gerichtshof wahrscheinlich (Aktenzeichen: I ZR 281/25).

Nur wenige Änderungen in der Dax-Familie

Das Stühlerücken im deutschen Leitindex Dax bleibt aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie die Indextochter der ​Deutschen Börse, ISS Stoxx, am Donnerstagabend mitteilte, bleibt der Dax unverändert. Die Deutsche Lufthansa hat damit erneut die ⁠Rückkehr in die erste deutsche Börsenliga verpasst. Der M-Dax begrüßt den Außenwerber Ströer als neues Mitglied und der Modekonzern Hugo Boss steigt in den S-Dax ab.

Das Dax-Gründungsmitglied Lufthansa wartet seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März und Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt damit weiterhin im Nebenwerteindex M-Dax. 2020 hatte die ‌Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief ‌von knapp über fünf Euro.

Zwar lag ‌der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark ​gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.

Das Dax-Gründungsmitglied Lufthansa wartet seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März und Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt damit weiterhin im Nebenwerteindex M-Dax. 2020 hatte die ‌Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief ‌von knapp über fünf Euro.

Zwar lag ‌der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark ​gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.

Für die Index-Überprüfung erstellt die Deutsche Börse eine Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Basis hierfür ist diesmal jeweils der handelsgewichtete Durchschnittskurs des Monats August.

„Cybercab“: Tesla stellt Taxi ohne Lenkrad vor

Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes „Cybercab“ vorgestellt. Mit dem Robotaxi will Tesla den Unternehmen Waymo und Uber Konkurrenz machen, die bereits zahlreiche selbstfahrende Taxis in den USA im Einsatz haben. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte in seinem Onlinedienst X ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Foto eines riesigen Cybercab, das inmitten einer Staubwolke über die texanische Stadt Austin hinwegrollt. 

Musk kündigte eine „Welle von Cybercabs“ in Austin an, wo Tesla am Donenrstag geladene Gäste zu einem Event einlud. Wie die Zeitung „Austin American-Statesman“ berichtete, konnten die Veranstaltungsteilnehmer als Erste in den fahrerlosen Cybercabs mitfahren, die ab Freitag für die Öffentlichkeit verfügbar sein sollen.

Das goldene Robotaxi soll Platz für zwei Fahrgäste bieten. Tesla hinkt bei der Technologie hinterher. Die Google-Tochter Waymo bietet in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Uber selbstfahrende Taxis bereits in elf US-Städten an, darunter San Francisco und Los Angeles. Musks E-Auto-Konzern ist bisher nur in Texas am Start.

Eine Reihe von US-Bundesstaaten schreiben vor, dass in den Fahrzeugen ein menschlicher Aufpasser oder Fahrer bereitstehen muss, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort tabu.

Musk kündigte eine „Welle von Cybercabs“ in Austin an, wo Tesla am Donenrstag geladene Gäste zu einem Event einlud. Wie die Zeitung „Austin American-Statesman“ berichtete, konnten die Veranstaltungsteilnehmer als Erste in den fahrerlosen Cybercabs mitfahren, die ab Freitag für die Öffentlichkeit verfügbar sein sollen.

Das goldene Robotaxi soll Platz für zwei Fahrgäste bieten. Tesla hinkt bei der Technologie hinterher. Die Google-Tochter Waymo bietet in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Uber selbstfahrende Taxis bereits in elf US-Städten an, darunter San Francisco und Los Angeles. Musks E-Auto-Konzern ist bisher nur in Texas am Start.

Eine Reihe von US-Bundesstaaten schreiben vor, dass in den Fahrzeugen ein menschlicher Aufpasser oder Fahrer bereitstehen muss, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort tabu.

OpenAI bringt leistungsstärkeres KI-Modell heraus

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI veröffentlicht sein bisher leistungsstärkstes KI-Modell und hebt nach der Aufregung um Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz verstärkte Sicherheitsvorkehrungen hervor. Man gehe davon aus, dass Menschen mit den erweiterten Fähigkeiten von ChatGPT-6 Astra mehr und mehr Aufgaben an die KI übertragen werden, sagte OpenAI-Managerin Mia Glaese. Deshalb werde die Software besser überwacht, damit sie nicht vom Interesse der Nutzer abweiche.

Mit Astra sieht sich OpenAI wieder an der Spitze der KI-Entwicklung, nachdem zuletzt der Rivale Anthropic mit seinen Modellen Mythos und Fable die Branche beeindruckt hatte. Aus Sicht von Top-Manager Greg Brockman könnte Astra die Ära der sogenannten Allgemeinen Künstlichen Intelligenz einläuten. Unter dieser Bezeichnung wird KI-Software erwartet, die mindestens genauso fähig ist wie ein Mensch. Brockman betonte zugleich, dass das Auftreten der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz eher ein Evolutionsprozess als ein einzelner Moment sein werde.

Mit Astra sieht sich OpenAI wieder an der Spitze der KI-Entwicklung, nachdem zuletzt der Rivale Anthropic mit seinen Modellen Mythos und Fable die Branche beeindruckt hatte. Aus Sicht von Top-Manager Greg Brockman könnte Astra die Ära der sogenannten Allgemeinen Künstlichen Intelligenz einläuten. Unter dieser Bezeichnung wird KI-Software erwartet, die mindestens genauso fähig ist wie ein Mensch. Brockman betonte zugleich, dass das Auftreten der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz eher ein Evolutionsprozess als ein einzelner Moment sein werde.

Neue KI-Modelle von OpenAI hatten vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt, weil sie in Versuchen eigenständig einen Weg fanden, aus einer abgesicherten Testumgebung auszubrechen, und sich in Systeme einer anderen KI-Firma hackten. OpenAI bekam das erst verspätet mit. Der Zwischenfall nährte die Sorge, dass KI-Software mit ihrer Weiterentwicklung menschlicher Kontrolle entgehen könnte.

Netflix erhöht seine Preise in Deutschland

Netflix erhöht nach mehr als zwei Jahren wieder die Preise in Deutschland. Das teuerste „Premium“-Abo mit 4K-Bildqualität und 3D-Sound kostet nun pro Monat 21,99 Euro statt zuvor 19,99 Euro, wie aus Angaben auf der Netflix-Website für Deutschland hervorgeht. Beim „Standard“-Abonnement mit Full-HD-Bild und weniger gleichzeitig nutzbaren Geräten steigt der Preis von 13,99 auf 15,99 Euro. Das Abo mit Werbung verteuert sich von 4,99 Euro auf 6,99 Euro.

Seit Netflix gegen Passwort-Trittbrettfahrer vorgeht, die nicht im selben Haushalt leben, gibt es eine Zusatzgebühr für solche Nutzer. Im Werbe-Abo steigt der Preis für sie von 3,99 auf 4,99 Euro und in den beiden anderen Modellen von 4,99 auf 5,99 Euro. Das werbefreie Basis-Abo, in dem Bestandskunden noch verbleiben konnten, lässt Netflix auslaufen.

Zuletzt hatte Netflix die Preise in Deutschland im April 2024 erhöht. Der Dienst ist der mit Abstand meistgenutzte Videostreaming-Anbieter und greift regelmäßig zu Preiserhöhungen. „Da wir den Mehrwert, den wir unseren Mitgliedern bieten, kontinuierlich erhöhen, bitten wir sie gelegentlich, etwas mehr zu bezahlen“, heißt es vom Unternehmen stets dazu. Bisher akzeptierten genug Kunden die höheren Preise, dass das Geschäft von Netflix weiter wächst.

In Österreich, wo das günstigere Abo mit Werbung erst im kommenden Jahr eingeführt werden soll, steigt der Basis-Preis von 8,99 auf 10,99 Euro. Im Heimatmarkt USA kostet das Premium-Abo inzwischen 26,99 Dollar. Netflix verweist auch darauf, dass ein attraktives Programmangebot hohe Investitionen erfordere.

Rauswurf aus den USA zwingt Polestar zu Prognosesenkung

Der mehrheitlich zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Elektroautobauer Polestar hat nach ​seinem erzwungenen Rückzug vom US-Markt seine Lieferprognose für 2026 eingedampft und damit seine ⁠Aktien auf Talfahrt geschickt. Der schwedische Autohersteller erwarte für dieses Jahr nun nur noch ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, teilte das Unternehmen am ‌Donnerstag mit. Zuvor war ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt worden. Die Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um fast sechs ‌Prozent nach.

Hintergrund ist der ‌Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen Fahrzeuge mit chinesischer Beteiligung. Die Regierung in Washington hatte Polestar die Zulassung für den Verkauf von Fahrzeugen ab dem ​Modelljahr 2027 verweigert. „Wir arbeiten in einem herausfordernden ⁠Umfeld und konzentrieren uns weiterhin diszipliniert auf die Verbesserung des Geschäfts“, sagte Vorstandschef Michael Lohscheller. Im zweiten ​Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 727 Millionen Dollar, der Absatz ging um ⁠vier Prozent ‌zurück. Für die Restrukturierung des US-Geschäfts fielen Belastungen von rund 130 Millionen Dollar an.

Trotz der Probleme blickt das Unternehmen nach vorn. Als Hoffnungsträger gilt der neue SUV ⁠Polestar 4, ⁠für den die Bestellbücher seit Mittwoch geöffnet sind. Es ist das erste einer Reihe neuer ⁠Modelle, ​die in ⁠den kommenden Jahren auf den Markt ​kommen sollen. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Polestar seinen ‌Absatz mit 30.423 Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres halten.

Hintergrund ist der ‌Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen Fahrzeuge mit chinesischer Beteiligung. Die Regierung in Washington hatte Polestar die Zulassung für den Verkauf von Fahrzeugen ab dem ​Modelljahr 2027 verweigert. „Wir arbeiten in einem herausfordernden ⁠Umfeld und konzentrieren uns weiterhin diszipliniert auf die Verbesserung des Geschäfts“, sagte Vorstandschef Michael Lohscheller. Im zweiten ​Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 727 Millionen Dollar, der Absatz ging um ⁠vier Prozent ‌zurück. Für die Restrukturierung des US-Geschäfts fielen Belastungen von rund 130 Millionen Dollar an.

Trotz der Probleme blickt das Unternehmen nach vorn. Als Hoffnungsträger gilt der neue SUV ⁠Polestar 4, ⁠für den die Bestellbücher seit Mittwoch geöffnet sind. Es ist das erste einer Reihe neuer ⁠Modelle, ​die in ⁠den kommenden Jahren auf den Markt ​kommen sollen. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Polestar seinen ‌Absatz mit 30.423 Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres halten.

China erhöht Wettbewerbsdruck auf deutsche Firmen

guth. Deutschlands Unternehmen kämpfen mit der Konkurrenz aus China und unterstützen ein stärkeres gemeinsames Auftreten der EU im Handelskonflikt mit China. Zwei Drittel aller Unternehmen und vier Fünftel der Industrieunternehmen spüren den Wettbewerbsdruck durch chinesische Hersteller.

Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter 1325 Unternehmen hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. China sei günstiger, aber auch besser geworden und in einigen Branchen Innovationsführer, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die meisten Unternehmen reagieren darauf laut der Umfrage mit eigenen Innovationen.

Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter 1325 Unternehmen hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. China sei günstiger, aber auch besser geworden und in einigen Branchen Innovationsführer, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die meisten Unternehmen reagieren darauf laut der Umfrage mit eigenen Innovationen.

Der Umfrage zufolge befürwortet inzwischen auch die Mehrheit der Unternehmen stärkere EU-Maßnahmen im Handelskonflikt mit China, selbst wenn das eigene Unternehmen negative Konsequenzen erleiden würde. 55 Prozent stimmen dieser Aussage zu. 

Trump-Regierung unterstützt Open AI gegen die New York Times

Die amerikanische Regierung hat einen Schriftsatz eingereicht, in dem sie das KI-Unternehmen Open AI in dessen Streit mit der New York Times und anderen Zeitungen bezüglich der Nutzung ihrer Werke für das Training der großen KI-Sprachmodelle (LLMs) hinter ChatGPT unterstützt. Darin heißt es, dass das Training von KI im Allgemeinen eine faire Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte darstelle, wie der Finanzdienst Reuters berichtet.

Der am Dienstag beim Bundesgericht in Manhattan eingereichte Schriftsatz scheint der erste Fall zu sein, in dem sich die US-Regierung zu einer Welle von Klagen äußert, die von Urheberrechtsinhabern – darunter Autoren, Verlage, Musiklabels und Nachrichtenagenturen – im Zusammenhang mit dem Training von KI angestrengt wurden. Ein solcher Schriftsatz hat zwar eher beratenden als rechtlichen Charakter, könnte aber Technologieunternehmen in ihrer Verteidigung gegen die Vorwürfe stärken. „Die Vereinigten Staaten haben ein starkes Interesse daran, dass dieses Gericht jegliches Argument zurückweist, wonach das Trainieren von LLMs mit urheberrechtlich geschützten Texten gegen das Urheberrecht verstößt“, heißt es demnach in dem Schriftsatz. Die Regierung beruft sich auf Bedenken unter anderem hinsichtlich des wissenschaftlichen Fortschritts und der nationalen Sicherheit.

Der am Dienstag beim Bundesgericht in Manhattan eingereichte Schriftsatz scheint der erste Fall zu sein, in dem sich die US-Regierung zu einer Welle von Klagen äußert, die von Urheberrechtsinhabern – darunter Autoren, Verlage, Musiklabels und Nachrichtenagenturen – im Zusammenhang mit dem Training von KI angestrengt wurden. Ein solcher Schriftsatz hat zwar eher beratenden als rechtlichen Charakter, könnte aber Technologieunternehmen in ihrer Verteidigung gegen die Vorwürfe stärken. „Die Vereinigten Staaten haben ein starkes Interesse daran, dass dieses Gericht jegliches Argument zurückweist, wonach das Trainieren von LLMs mit urheberrechtlich geschützten Texten gegen das Urheberrecht verstößt“, heißt es demnach in dem Schriftsatz. Die Regierung beruft sich auf Bedenken unter anderem hinsichtlich des wissenschaftlichen Fortschritts und der nationalen Sicherheit.

Ein Sprecher der „New York Times“ erklärte in einer Stellungnahme, die Regierung stelle sich „auf die Seite einer Handvoll KI-Unternehmen mit einem Umsatz von mehreren Billionen Dollar – auf Kosten der unzähligen amerikanischen Urheber, deren Werke sie gestohlen haben“. „Sowohl KI als auch Urheber können erfolgreich sein – KI-Unternehmen müssen lediglich fair für die Inhalte bezahlen, die ihre Produkte erst möglich machen, wie es das Urheberrecht vorschreibt“, so der Sprecher. Open AI wiederum reagierte nicht sofort auf eine entsprechende Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme.

„Die Vorherrschaft im Bereich der KI ist entscheidend für die Förderung der nationalen Sicherheit, des Wohlstands und der wirtschaftlichen Mobilität aller Amerikaner“, erklärte der stellvertretende amerikanische Justizminister Stanley Woodward in einer Stellungnahme, die auf der Plattform X veröffentlicht wurde. „Diese Regierung wird niemals zulassen, dass unsere Nation gegenüber unseren ausländischen Gegnern aufgrund eines offensichtlich falschen Verständnisses des Urheberrechts benachteiligt wird.“

„Die Vorherrschaft im Bereich der KI ist entscheidend für die Förderung der nationalen Sicherheit, des Wohlstands und der wirtschaftlichen Mobilität aller Amerikaner“, erklärte der stellvertretende amerikanische Justizminister Stanley Woodward in einer Stellungnahme, die auf der Plattform X veröffentlicht wurde. „Diese Regierung wird niemals zulassen, dass unsere Nation gegenüber unseren ausländischen Gegnern aufgrund eines offensichtlich falschen Verständnisses des Urheberrechts benachteiligt wird.“

Elektroautos und SUV dominieren die Neuwagen

Von Elektrobatterien angetriebene Autos hatten im August einen Anteil von fast einem Drittel an den Neuzulassungen. Das teilte das Kraftfahrtbundesamt am Donnerstag mit. Insgesamt wurden im August 212.563 Neuwagen zugelassen, davon waren 68.930 Elektroautos.
Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen hat sich im August um 75 Prozent erhöht.
Den größten Anteil an den Zulassungen hatten unabhängig von der Art des Motors schwere Pseudo-Geländewagen (SUV). Sie waren mit einem Anteil von über 37 Prozent das stärkste Segment.
Nach Einschätzung von Constantin Gall von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY ist der Boom der Elektroautos teuer mit Steuergeld erkauft.

Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen hat sich im August um 75 Prozent erhöht.

Den größten Anteil an den Zulassungen hatten unabhängig von der Art des Motors schwere Pseudo-Geländewagen (SUV). Sie waren mit einem Anteil von über 37 Prozent das stärkste Segment.

Nach Einschätzung von Constantin Gall von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY ist der Boom der Elektroautos teuer mit Steuergeld erkauft.

Die hohe Nachfrage nach Elektroautos wird laut Gall nur so lange anhalten, wie eine Förderung gezahlt werde. „Danach werden wir erneut einen massiven Rückgang der Zulassungszahlen sehen, so wie es in der Vergangenheit bei E-Auto-Förderungen auch schon war“, sagte der EY-Fachmann laut einer von der Nachrichtenagentur dpa zitierten Mitteilung. 

ADAC: E10-Benzin erreicht mit 2,215 Euro neuen Rekord

Nach dem Wiederaufflammen des Irankriegs hat der Preis für Superbenzin der Sorte E10 einen Höchststand erreicht. Der Preis für einen Liter stieg am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022, wie der ADAC auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich um einen nominellen Preisrekord. Inflationsbereinigt war Benzin in der Vergangenheit schon teurer als heute, so etwa im Jahr 2012.

Die USA hatten vor wenigen Tagen ihre Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen, der mit Gegenangriffen reagierte. Die neuerliche Eskalation hat die Rohölpreise wieder in die Höhe getrieben. Auch das Niedrigwasser am Rhein machte sich zuletzt in den Preisen bemerkbar, da es die Transportkosten erhöhte. E10 ist die günstigste gängige Benzinsorte in Deutschland. In der Regel ist sie 5 bis 6 Cent billiger als Super E5, das weniger Biosprit enthalten darf. 

Hohen Spritpreisen folgen häufig Rufe nach Entlastung der Autofahrer. Von Anfang Mai bis Ende Juni galt ein Tankrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter, der den Bund nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro kostete. Eine Neuauflage hat die Bundesregierung bislang abgelehnt. Die deutschen Staatsfinanzen sind wegen des schuldenfinanzierten Investitionspakets in den roten Zahlen.

Nominelle Preisrekorde geben ohnehin nicht wider, wie viel Prozent ihres Einkommens die Bürger für Energie, Lebensmittel und andere Güter tatsächlich ausgeben müssen. Denn es steigen sowohl die Preise als auch die Gehälter. Die statistischen Ämter melden die Teuerungsrate daher stets bereinigt. Die Inflation war im August wegen des Irankriegs insgesamt wieder auf 2,9 Prozent gestiegen.

Wenn eine Tankfüllung deutlich über 100 Euro kostet, schmerzt das Autofahrer. Die Auswirkungen der Spritpreise auf die Gesamtkosten pro gefahrenem Kilometer sind allerdings überschaubar. Selbst wenn die Spritpreise um 50 Cent pro Liter steigen – das wäre noch etwas mehr als der aktuelle Anstieg bei E10 im Vergleich zu den Vorkriegswerten –, macht das den einzelnen Kilometer bei einem Auto mit 8 Litern Verbrauch nur um 4 Cent teurer. 

Andere Kostenfaktoren wie der Wertverlust bei neueren Autos sind deutlich größer. In der aktuellen Autokosten-Statistik des ADAC erreichen nur sehr wenige Fahrzeuge Kilometerkosten von weniger als 40 Cent pro Kilometer. 

Blockiert Aktivist Elliott die Telekom-Fusion?

Die Aktie der Telekom hat sich zum Handelsstart am Donnerstag mit einem Kursanstieg von 2,3 Prozent an die Dax-Spitze gesetzt. Hintergrund ist offenbar der Einstieg eines aktivistischen Investors.
Laut Nachrichtenagentur "Bloomberg" hat Elliott Investment Management dem Vernehmen nach eine beträchtliche Beteiligung an der Deutsche Telekom aufgebaut.
Der aktivistische Investor signalisiere, dass der Bonner Konzern auf eine mögliche Fusion mit seiner US-Tochter T-Mobile US verzichten sollte.

Laut Nachrichtenagentur "Bloomberg" hat Elliott Investment Management dem Vernehmen nach eine beträchtliche Beteiligung an der Deutsche Telekom aufgebaut.

Der aktivistische Investor signalisiere, dass der Bonner Konzern auf eine mögliche Fusion mit seiner US-Tochter T-Mobile US verzichten sollte.

Stattdessen dränge Elliott die Telekom dazu, andere Wege zur Steigerung des Aktionärswerts zu prüfen. Dazu zählten auch umfangreichere Aktienrückkäufe, wie "Bloomberg" von informierten Insidern erfuhr. 

Elliott stelle sich damit gegen Telekom-Chef Tim Höttges, der den Konzern durch einen vollständigen Zusammenschluss enger mit T-Mobile verzahnen und so den weltgrößten Telefonkonzern schaffen will. Die Deutsche Telekom hält rund 53 Prozent an T-Mobile. 

Audi-Vertriebsvorstand Schubert geht zu VW in die USA

Der bisherige Audi-Vertriebschef Marco Schubert ​übernimmt die Leitung des US-Geschäfts von Europas größtem ⁠Autobauer Volkswagen. Er berichte in dieser Funktion direkt an VW-Konzernchef Oliver Blume, teilte Audi am Mittwoch ‌nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Seinen Posten bei Audi übernehme Martin Sander, der bislang bei der Marke ‌Volkswagen für ‌den Vertrieb zuständig ist. Audi-Chef Gernot Döllner sagte, Sander sei mit seiner internationalen Erfahrung, der tiefen Kenntnis ​von Audi und der starken ⁠Vernetzung im Konzern die richtige Besetzung.

Auf Schubert wartet in den ​USA die Aufgabe, den Marktanteil zu steigern. Für Blume ⁠gelten die ‌USA als Wachstumshoffnung, vor allem angesichts der Schwierigkeiten in China. Derzeit liegt VW bei einem Marktanteil ⁠von gerade einmal ⁠vier Prozent. Einem Insider zufolge soll Schubert mit ⁠einer ​angepassten Produktstrategie ⁠durchstarten. Wachstumschancen sehe das Unternehmen ​bei Pickups und großen SUVs, sagte ‌ein Insider im August.

Uber streicht weltweit jede zehnte Stelle

Der Fahrdienstleister Uber reduziert die Zahl seiner Mitarbeiter weltweit um rund zehn Prozent. Die Stellenstreichungen seien Teil einer „umfassenden organisatorischen Veränderung“, erklärte Uber-Chef Dara Khosrowshahi am Mittwoch in einer Mitteilung an die Belegschaft.

Uber beschäftigt derzeit rund 34.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 70 Ländern tätig. Der Stellenabbau zielt nach Unternehmensangaben darauf ab, die Plattform „einfacher und schneller“ zu machen.

Uber wurde 2009 gegründet und vermittelt als Konkurrenz zu klassischen Taxi-Unternehmen Fahrten über seine App. Der Dienstleister expandierte rasch und bietet inzwischen auch Essenslieferungen an.

Das Unternehmen kündigte am Mittwoch außerdem an, sich aus Nigeria und Uganda zurückzuziehen. Anfang des Jahres hatte der Fahrdienstleister bereits seinen Betrieb in Tansania eingestellt. In Nigeria, wo Uber mit Anbietern wie Bolt und InDrive konkurrierte, dürfte der Rückzug von Uber die Existenzgrundlage vieler Fahrer gefährden, die auf die Plattform angewiesen waren.

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ächzt inmitten der von Präsident Bola Tinubu eingeleiteten Wirtschaftsreformen unter hohen Lebenshaltungskosten. Die Kosten für Autofahrer in Nigeria waren bereits zuvor durch die Abschaffung der Treibstoffsubventionen in die Höhe geschossen. Viele Uber-Fahrer beklagten sich seit Langem, dass die Fahrpreise in der App zu niedrig seien.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: Keine Entscheidung zu VW-Werken am Freitag

Nach Berichten über ein Ende der Autoproduktion an vier deutschen Standorten von VW und Audi nach 2030 hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appelliert, „die Nerven zu behalten“. „Auch am Freitag wird es dazu keine Entscheidung geben“, sagt der CDU-Politiker nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA. Die jüngsten Meldungen bezeichnete er als „ganz bedrückende Gerüchte“.

Protest gegen die Pläne der VW-Führung kommt weiterhin auch aus Niedersachsen, wo Volkswagen seinen Stammsitz hat. „Wir werden uns als Landesregierung um jeden Standort bemühen - auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit", betonte der Sprecher der Landesregierung. Und er ergänzte: „Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden." Der VW-Vorstand legt dem Aufsichtsrat am Freitag dieser Woche nach einem Bericht etwa der „Wirtschaftswoche“ ein Papier vor, wonach die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden soll, im Werk Hannover im Jahr 2032 und im Audi-Werk in Neckarsulm im Jahr 2034.

Protest gegen die Pläne der VW-Führung kommt weiterhin auch aus Niedersachsen, wo Volkswagen seinen Stammsitz hat. „Wir werden uns als Landesregierung um jeden Standort bemühen - auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit", betonte der Sprecher der Landesregierung. Und er ergänzte: „Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden." Der VW-Vorstand legt dem Aufsichtsrat am Freitag dieser Woche nach einem Bericht etwa der „Wirtschaftswoche“ ein Papier vor, wonach die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden soll, im Werk Hannover im Jahr 2032 und im Audi-Werk in Neckarsulm im Jahr 2034.

„Diese Nachricht macht uns wütend“, sagt die Vorsitzende der Linke-Fraktion im sächsischen Landtag, Susanne Schaper. „Dahinter stecken die überreichen Eigentümerfamilien und ein versagendes Management, die alle miteinander den Hals nicht vollkriegen.“ Der Zwickauer Landrat Carsten Michaelis (CDU) fordert von Konzernchef Oliver Blume eine eindeutige Klarstellung. Die bekanntgewordenen Berichte „treffen Zwickau und die gesamte Region mit voller Wucht“. Sollte der VW-Vorstand tatsächlich schon einstimmig das Ende der Fahrzeugproduktion in Zwickau im Jahr 2031 beschlossen haben, stehe das im Widerspruch zu dem Eindruck, den Blume vergangene Woche bei seinem Besuch in Zwickau vermittelt habe.

„Es ist noch nicht der Punkt, an dem entschieden wird, wie es wirklich mit Volkswagen weitergeht“, versicherte wiederum Ministerpräsident Kretschmer. Er hatte sich vorige Woche zu einem Gespräch mit Konzernchef Oliver Blume und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Dresden getroffen. Daher zeigte sich Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) überrascht von den neuesten Berichten. „Entscheidend für uns ist, was wir mit Volkswagen in Zwickau besprochen und vereinbart haben: Wenn das Zwickauer Werk wettbewerbsfähig ist und mit Standorten in Osteuropa mithalten kann, gibt es keinen Grund, das Werk zu schließen.“

Die Mitarbeiter wüssten, was die Stunde geschlagen habe, betonte Kretschmer. „Meine Gespräche mit der IG Metall, mit dem Betriebsratsvorsitzenden und mit dem Vorstand haben alle dazu geführt, dass wir anpacken müssen, dass wir einen Schulterschluss brauchen mit der Bundespolitik, aber auch hier in den eigenen Werken“, sagt Kretschmer. „Insofern brauchen wir jetzt ein gemeinsames Zutrauen. Wir halten zusammen.“

„Es ist noch nicht der Punkt, an dem entschieden wird, wie es wirklich mit Volkswagen weitergeht“, versicherte wiederum Ministerpräsident Kretschmer. Er hatte sich vorige Woche zu einem Gespräch mit Konzernchef Oliver Blume und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Dresden getroffen. Daher zeigte sich Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) überrascht von den neuesten Berichten. „Entscheidend für uns ist, was wir mit Volkswagen in Zwickau besprochen und vereinbart haben: Wenn das Zwickauer Werk wettbewerbsfähig ist und mit Standorten in Osteuropa mithalten kann, gibt es keinen Grund, das Werk zu schließen.“

Die Mitarbeiter wüssten, was die Stunde geschlagen habe, betonte Kretschmer. „Meine Gespräche mit der IG Metall, mit dem Betriebsratsvorsitzenden und mit dem Vorstand haben alle dazu geführt, dass wir anpacken müssen, dass wir einen Schulterschluss brauchen mit der Bundespolitik, aber auch hier in den eigenen Werken“, sagt Kretschmer. „Insofern brauchen wir jetzt ein gemeinsames Zutrauen. Wir halten zusammen.“