Hoops und Campelli Deutsche Bank befördert zwei potenzielle Sewing-Nachfolger
Die Deutsche Bank hat ihre Führungsspitze umstrukturiert und zwei potenzielle Nachfolger für Vorstandschef Christin Sewing (55) ernannt. Der Vorstandschef des Vermögensverwalters DWS, Stefan Hoops (46), werde zum 1. Mai zusätzlich in das Gremium des Mutterkonzerns einziehen, wie Deutschlands größte Bank am Donnerstagabend mitteilte. Hoops kommt aus dem Investmentbanking und hatte 2022 die Führung der Deutsche-Bank-Tochter übernommen.
Zudem werde Fabrizio Campelli (53), der Chef des Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäfts, zum 1. Juli der offizielle Stellvertreter von Sewing, wie es weiter hieß. An seinen Zuständigkeiten ändere sich nichts.
Hoops und Campellis Berufung in den Vorstand hängt auch mit dem Abschied von Finanzvorstand James von Moltke (56) zusammen, der die Deutsche Bank Ende Juni wie angekündigt verlässt. Von Moltke war im Vorstand auch für die Vermögensverwaltung zuständig, nun wird daraus ein eigenes Ressort. Das „spiegelt die Bedeutung der Vermögensverwaltung für die Wachstumsstrategie der Deutschen Bank in den kommenden Jahren wider“, hieß es in der Mitteilung. Die börsennotierte DWS soll stärker mit den anderen Sparten der Deutschen Bank verzahnt werden. Zudem war von Moltke Sewings bisherige Stellvertreter.
Sewing ist seit 2018 CEO der Deutschen Bank und hat das Institut in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Für 2025 verzeichnete die Bank das beste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte. Sein Vertrag wurde im vergangenen Jahr bis 2029 verlängert.
Marie-Jeanne Deverdun übernimmt zudem den Posten des Technologie- und Innovations-Vorstands, teilte die Bank weiter mit. Sie löst Bernd Leukert ab, der die Bank nach sieben Jahren im Vorstand Ende Juni verlässt. Deverdun arbeitet seit 16 Jahren für die Deutsche Bank, zuletzt als Verantwortliche für den operativen Betrieb der Firmenkunden- und Investmentbank-Sparte. Sie bringe „die besten Voraussetzungen mit, um auf das Geschäft fokussierte Innovationen zu beschleunigen und das Kundenerlebnis in allen Geschäftsbereichen erheblich zu verbessern“, sagte Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts (64).