Business-Ticker : Norwegens Staatsfonds erzielt 184 Milliarden Dollar Gewinn

Nicolai Tangen führt den norwegischen Staatsfonds.Reuters

Immer mehr etablierte Firmen rutschen in die Pleite +++ Unternehmen hinter Truth Social meldet 238 Millionen Dollar Verlust +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Norwegens Staatsfonds erzielt 184 Milliarden Dollar Gewinn in sechs Monaten

Der norwegische Staatsfonds verdient dank des Börsenbooms der Technologie-Werte so gut wie nie. Der Gewinn habe im ersten ⁠Halbjahr 1,75 Billionen norwegischen Kronen betragen, das sind umgerechnet ungefähr 184 Milliarden Dollar, teilte der weltweit größte staatliche Fonds mit, wie der Finanzdienst Reuters berichtet. Fonds-Chef Nicolai Tangen ‌sagte, das gute Abschneiden sei auf die Kursgewinne an den Aktienmärkten zurückzuführen, vor allem von asiatischen Technologie-Werten.

Norwegens Staatsfonds investiert die Einnahmen des ‌Landes aus dem Öl- ‌und Gasgeschäft. Er hält Beteiligungen an rund 7100 Unternehmen und ist mit einem Fondsvolumen von 2,3 Billionen Dollar der weltweit größte Einzelinvestor. Dazu ​kommen Investitionen etwa in Immobilien oder ⁠Energieprojekte.

Am Dienstag legte der Fonds eine Übersicht über seine Beteiligungen offen. Demnach hielt er ​zum Stichtag 30. Juni einen Anteil von 0,05 Prozent an Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ⁠mit einem ‌Wert von 1,22 Milliarden Dollar. Deutlich größer sind die Beteiligungen an anderen amerikanischen Internetunternehmen: Der 1,28-Prozent-Anteil an Nvidia wird mit 62 Milliarden Dollar bewertet, die ⁠1,24 Prozent ⁠an Apple haben einen Wert von 52 Milliarden Dollar, die 1,17 Prozent ⁠an Alphabet ​kommen ⁠auf 50 Milliarden Dollar, die ​1,27 Prozent an Microsoft auf 35 Milliarden Dollar ‌und die 1,7 Prozent am Chiphersteller TSMC aus Taiwan werden mit 34 Milliarden ​Dollar bewertet.

Anthropic will KI-Texte mit unsichtbarem Wasserzeichen versehen

Das US-Unternehmen Anthropic hat angekündigt, Texte seines Chatbots Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen zu versehen, um den EU-Vorgaben zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu entsprechen. Die Funktion ist für Nutzer unsichtbar und bleibt auch dann erhalten, wenn ein Text kopiert und an anderer Stelle wieder eingefügt wird, teilte das Unternehmen mit.

Das Wasserzeichens bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, führte Anthropic weiter aus. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht. In nach dem 2. August veröffentlichte Claude-Versionen ist das Wasserzeichen dem Unternehmen zufolge bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden.

Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI.

Das Wasserzeichens bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, führte Anthropic weiter aus. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht. In nach dem 2. August veröffentlichte Claude-Versionen ist das Wasserzeichen dem Unternehmen zufolge bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden.

Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI.

Bauflaute trifft Wienerberger

Der börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger leidet unter einer schwachen Baukonjunktur. Zum Halbjahr bilanziert der weltgrößte Ziegelhersteller ohne Gewinn. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch 106 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch zog sich am Montag aus gesundheitlichen Gründen von der Konzernspitze zurück.

Der Gewinnausblick für das Gesamtjahr wurde im Juli gesenkt und am Mittwoch bestätigt. Entsprechend erwartet das Management ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 700 Millionen Euro - bis Juli war mit rund 100 Millionen Euro mehr gerechnet worden. Von Januar bis Juni sank diese Kennzahl um 15 Prozent auf 326 Millionen. 

Den Konzern mit fast 21.000 Mitarbeitern belastet der schwächer als erwartete Wohnungsneubau vor allem in den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien sowie die erhöhte Kosteninflation infolge geopolitischer Konflikte.

Eon-Chef Birnbaum: Gibt keinen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken

Leonhard Birnbaum, der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Eon, sieht nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen sichtbaren Handlungsbedarf im Schutz gegen Attacken: "Wir schaffen es nicht mal, unsere wenigen Flughäfen zu sichern, wie soll ich da sagen, dass alle hunderte Verteilzentren gesichert sind?", sagte Birnbaum in einer Videokonferenz anlässlich der Halbjahresbilanz am Mittwoch.

Zwar arbeiteten Energiekonzerne und Verteilnetzbetreiber eng mit der Politik zusammen, jedoch sei der technische Fortschritt von Drohnen enorm schnell. "Einen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken können wir nicht gewährleisten derzeit. Wir können aber sicherstellen, nach erfolgreichen Attacken eine Versorgung schnell wieder herzustellen", sagte Birnbaum. Gerade Hochspannungsleitungen mit mehr als 10.000 Volt seien schließlich attraktive Ziele, weshalb sich die Übertragungsnetzbetreiber ihrer Rolle bewusst seien, wenngleich der Schutz des Luftraums staatliche Aufgabe sei.

Hoffnung macht dem Vorstandschef des Dax-Konzerns, dass ein Problembewusstsein für die zunehmende Bedrohungslage vorhanden sei. "Wir haben systematische Drohnenüberflüge unserer kritischen Infrastruktur seit Jahren erlebt. Es wird Zeit, dass wir darauf entschlossen reagieren", sagte Birnbaum.

Zwar arbeiteten Energiekonzerne und Verteilnetzbetreiber eng mit der Politik zusammen, jedoch sei der technische Fortschritt von Drohnen enorm schnell. "Einen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken können wir nicht gewährleisten derzeit. Wir können aber sicherstellen, nach erfolgreichen Attacken eine Versorgung schnell wieder herzustellen", sagte Birnbaum. Gerade Hochspannungsleitungen mit mehr als 10.000 Volt seien schließlich attraktive Ziele, weshalb sich die Übertragungsnetzbetreiber ihrer Rolle bewusst seien, wenngleich der Schutz des Luftraums staatliche Aufgabe sei.

Hoffnung macht dem Vorstandschef des Dax-Konzerns, dass ein Problembewusstsein für die zunehmende Bedrohungslage vorhanden sei. "Wir haben systematische Drohnenüberflüge unserer kritischen Infrastruktur seit Jahren erlebt. Es wird Zeit, dass wir darauf entschlossen reagieren", sagte Birnbaum.

Immer mehr etablierte Unternehmen rutschen in Insolvenz

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf 9557 Fälle gestiegen. Das ist laut dem Wirtschaftsdatendienst Dun & Bradstreet der höchste Stand seit fünf Jahren. Die Zahl der Pleiten hat sich demnach gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 verdoppelt. Die Insolvenzwelle in Deutschland nimmt laut einer Pressemitteilung von Dun & Bradstreet Rekordtempo auf.

Woran liegt das? „Die Ursachen für den Anstieg der Insolvenzen liegen in einer Kombination aus anhaltend schwachem Wachstum, hohen Energie- und Lohnkosten sowie einer gedämpften Nachfrage", sagt Dirk Radetzki von Dun & Bradstreet Deutschland. Hinzu kämen die Nachwirkungen der zuvor hohen Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten.

Auffällig sei, dass die Insolvenzwelle zunehmend ältere und etablierte Unternehmen erfasse. Inzwischen haben Firmen, die schon länger als zehn Jahre am Markt sind, laut Dun & Bradstreet einen Anteil von fast 34 Prozent an den Insolvenzfällen. Vor fünf Jahren habe ihr Anteil noch bei rund 29 Prozent gelegen.

Viele der etablierten Betriebe haben laut dem Wirtschaftsdatendienstleister ihr Geschäftsmodell unter deutlich anderen Kosten- und Finanzierungsbedingungen aufgebaut und stünden nun vor strukturellen Umbrüchen, wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel. Hinzu kommt laut Radetzki, dass mehrere Jahre mit schwachem Wachstum die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen ausgehöhlt hätten.
 
 

Woran liegt das? „Die Ursachen für den Anstieg der Insolvenzen liegen in einer Kombination aus anhaltend schwachem Wachstum, hohen Energie- und Lohnkosten sowie einer gedämpften Nachfrage", sagt Dirk Radetzki von Dun & Bradstreet Deutschland. Hinzu kämen die Nachwirkungen der zuvor hohen Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten.

Auffällig sei, dass die Insolvenzwelle zunehmend ältere und etablierte Unternehmen erfasse. Inzwischen haben Firmen, die schon länger als zehn Jahre am Markt sind, laut Dun & Bradstreet einen Anteil von fast 34 Prozent an den Insolvenzfällen. Vor fünf Jahren habe ihr Anteil noch bei rund 29 Prozent gelegen.

Viele der etablierten Betriebe haben laut dem Wirtschaftsdatendienstleister ihr Geschäftsmodell unter deutlich anderen Kosten- und Finanzierungsbedingungen aufgebaut und stünden nun vor strukturellen Umbrüchen, wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel. Hinzu kommt laut Radetzki, dass mehrere Jahre mit schwachem Wachstum die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen ausgehöhlt hätten.

Paramount stellt Weichen für Wegzug aus Kalifornien

Der Unterhaltungskonzern Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem die Website „Puck“ und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. 

Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.

Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.

Spotify will KI-Musik künftig kennzeichnen

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify will von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Musik künftig besser kennzeichnen. „Das Feedback unserer Hörer*innen war klar: Sie wollen erkennen können, ob hinter einem Profil eine reale Person oder eine KI-generierte Persona steht“, erklärte das schwedische Unternehmen am Dienstag. Mitte September sollen entsprechende Profile deshalb nun als „AI Persona“ gekennzeichnet werden.

Seit Monaten wird die Plattform mit KI-generierten Inhalten geradezu überschwemmt. Für Nutzer ist es häufig nicht unmittelbar ersichtlich, ob hinter dem Künstler ein echter Mensch steht. Im April führte das Unternehmen deshalb eine erste Kennzeichnung „Von Spotify verifiziert“ ein, die signalisiert, dass ein Profil überprüft wurde und den Authentizitätsstandards entspricht.

Ab sofort werden Künstler nun in ihrem eigenen Profil bei Spotify gefragt, ob „ihr Profil eine AI Persona repräsentiert“, wie das Unternehmen ausführte. Zudem würden Künstler gezielt überprüft. „Wir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die große Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer*innen tatsächlich besuchen.“

Seit Monaten wird die Plattform mit KI-generierten Inhalten geradezu überschwemmt. Für Nutzer ist es häufig nicht unmittelbar ersichtlich, ob hinter dem Künstler ein echter Mensch steht. Im April führte das Unternehmen deshalb eine erste Kennzeichnung „Von Spotify verifiziert“ ein, die signalisiert, dass ein Profil überprüft wurde und den Authentizitätsstandards entspricht.

Ab sofort werden Künstler nun in ihrem eigenen Profil bei Spotify gefragt, ob „ihr Profil eine AI Persona repräsentiert“, wie das Unternehmen ausführte. Zudem würden Künstler gezielt überprüft. „Wir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die große Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer*innen tatsächlich besuchen.“

Versicherte müssen wegen Satrex-Pleite schnell handeln

Die Versicherungsgesellschaft Satrex aus Belgien hat ihr gesamtes Versicherungsgeschäft in Deutschland eingestellt. Das hatte die deutsche Finanzaufsicht Bafin schon Ende Juni bekannt gegeben. Nun informiert die Bafin über das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens. 

Wer noch Geld von Satrex bekommt, muss seine Forderung laut Bafin-Mitteilung im Zentralregister für Solvabilität und kollektive Schuldenregulierung anmelden. Dafür stehe eine Webseite der belgischen Behörden zur Verfügung. Die Frist laufe 30 Tage, habe aber schon am 16. Juli begonnen. An diesem Tag sei das Urteil ergangen. Es bleiben also nur noch wenige Tage Zeit, um Forderungen anzumelden.

Wer noch Geld von Satrex bekommt, muss seine Forderung laut Bafin-Mitteilung im Zentralregister für Solvabilität und kollektive Schuldenregulierung anmelden. Dafür stehe eine Webseite der belgischen Behörden zur Verfügung. Die Frist laufe 30 Tage, habe aber schon am 16. Juli begonnen. An diesem Tag sei das Urteil ergangen. Es bleiben also nur noch wenige Tage Zeit, um Forderungen anzumelden.

Bahn will Generalsanierungen anders angehen

Nach Verzögerungen und höheren Kosten will Bahnchefin Evelyn Palla den auf rund zehn Jahre angelegten Sanierungsplan für Dutzende Bahnstrecken anpassen. Anzahl und Umfang der sogenannten Generalsanierungen sollen nach dpa-Informationen überprüft und neu priorisiert werden. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet. Was das für die Dauer einzelner Baustellen und den gesamten Zeitplan der Sanierungen bedeutet, blieb zunächst offen. 

Künftig soll jede sanierte Strecke den Informationen sowie dem Bericht des Magazins zufolge nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Besonders bei der sensiblen Leit- und Sicherungstechnik sollen Tests, Abnahmen und Inbetriebnahme realistischer geplant und schrittweise vorbereitet werden.

Das dürfte die Einschränkungen für Fahrgäste auf einzelnen Strecken verlängern. Dafür sollen die Korridore dann zuverlässiger funktionieren. Dieses Versprechen galt zwar auch schon vorher. Zuletzt konnte die Bahn es aber nicht immer einhalten. Zunächst verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen. Nun stehen dort für die vollständige Inbetriebnahme der Leit- und Sicherungstechnik weitere Nachtarbeiten an, während derer wieder Sperrungen geplant sind.

Künftig soll jede sanierte Strecke den Informationen sowie dem Bericht des Magazins zufolge nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Besonders bei der sensiblen Leit- und Sicherungstechnik sollen Tests, Abnahmen und Inbetriebnahme realistischer geplant und schrittweise vorbereitet werden.

Das dürfte die Einschränkungen für Fahrgäste auf einzelnen Strecken verlängern. Dafür sollen die Korridore dann zuverlässiger funktionieren. Dieses Versprechen galt zwar auch schon vorher. Zuletzt konnte die Bahn es aber nicht immer einhalten. Zunächst verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen. Nun stehen dort für die vollständige Inbetriebnahme der Leit- und Sicherungstechnik weitere Nachtarbeiten an, während derer wieder Sperrungen geplant sind.

Mit den Generalsanierungen sollen bis 2036 mehr als 40 hochbelastete Bahnstrecken umfassend saniert und modernisiert werden. Dafür werden die Abschnitte in der Regel für ein halbes Jahr vollständig gesperrt. Dafür sollen auf den Strecken dann für mindestens fünf Jahre keine Bauarbeiten mehr nötig sein. Sollten doch Nacharbeiten notwendig werden, will die Bahn das in Zukunft klarer und transparenter kommunizieren.

Das Konzept der Generalsanierungen wird seit jeher kritisiert, vor allem von den Wettbewerbern im Güterverkehr, für die die Sperrungen oft lange Umwege bedeuten.

Das Konzept der Generalsanierungen wird seit jeher kritisiert, vor allem von den Wettbewerbern im Güterverkehr, für die die Sperrungen oft lange Umwege bedeuten.

Unternehmen hinter Truth Social meldet 238 Millionen Dollar Verlust

Die Firma hinter dem vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump gegründeten Online-Netzwerk Truth Social, die Trump Media and Technology Group (TMTG), hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben. Das Minus betrug 238,1 Millionen Dollar, der Umsatz nur 1,7 Millionen Dollar, wie das Unternehmen nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Im ersten Quartal hatte der Verlust schon 400 Millionen Dollar betragen.

Grund für die Minuszahlen sind laut TMTG größtenteils Wertverluste digitaler Vermögenswerte, darunter Kryptowährungen. TMTG hatte demnach im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Dollar in digitale Währungen investiert.

TMTG-Interimschef Kevin McGurn erklärte laut AFP, das neue Produkt Truth API bringe schon Geld ein – mehr als zehn Verträge seien abgeschlossen worden. Truth API bietet gegen Bezahlung einen schnelleren Zugang zu den Beiträgen von Trump an, es richtet sich vor allem an Börsenhändler und Finanznachrichten-Anbieter. US-Medienberichten zufolge kostet das Abo monatlich zwischen 60.000 und 100.000 Dollar.

Trump hatte Truth Social im Jahr 2021 gegründet, nachdem sein Twitter-Account wegen der anhaltenden Verbreitung von Falschinformationen über angeblichen Wahlbetrug bei seiner Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden gesperrt worden war.

Trump hatte Truth Social im Jahr 2021 gegründet, nachdem sein Twitter-Account wegen der anhaltenden Verbreitung von Falschinformationen über angeblichen Wahlbetrug bei seiner Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden gesperrt worden war.

RTL peilt für 2026 mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz an

Der europäische Fernsehkonzern RTL Group erhöht nach der Übernahme von ​Sky Deutschland sein Umsatzziel für 2026. Man erwarte nun 7,1 bis 7,2 (2025: 6,0) ⁠Milliarden Euro Erlöse und damit mehr als bisher mit 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro veranschlagt, wie die Bertelsmann-Tochtergesellschaft am Dienstag mitteilte. Sie bekräftigte ihre Prognose für den Betriebsgewinn (Adjusted Ebita) ‌im Gesamtjahr von rund 725 Millionen Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im ersten Halbjahr kletterte der operative Gewinn demnach von 160 auf 239 Millionen Euro. Der neue Konzernchef Clément Schwebig ‌sprach von einer starken Entwicklung: "Unser ‌Streaming-Geschäft liefert signifikante Gewinne.“

Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg um 3,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Zukäufe wie Sky Deutschland, blieb er stabil. Während die ​linearen TV-Werbeerlöse um vier Prozent auf 977 ⁠Millionen Euro schrumpften, wuchsen die Streaming-Werbeerlöse um gut 27 Prozent auf 299 Millionen Euro. Das Streaming-Segment verbuchte einen Betriebsgewinn ​von 31 Millionen Euro und dürfte im Gesamtjahr rund 100 Millionen Euro beisteuern. Bisher lag die ⁠Prognose für das ‌bereinigte Ebita hier nur bei 25 bis 50 Millionen Euro.

Die RTL Group hat die Übernahme von Sky Deutschland vom US-Medienkonzern Comcast am 1. Juni abgeschlossen – mit einer Barzahlung von ⁠65 Millionen ⁠Euro. Comcast kann – abhängig von der Entwicklung der RTL-Aktie – in den nächsten Jahren einen Nachschlag von ⁠bis zu ​377 ⁠Millionen Euro erhalten. RTL will mit dem ​Deal im Konkurrenzkampf mit den US-Schwergewichten Netflix, Disney ‌und Amazon Prime in Deutschland aufholen und binnen drei Jahren 250 Millionen Euro an Synergien heben. ​Dies dürfte auch zu einem spürbaren ​Jobabbau führen.

Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg um 3,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Zukäufe wie Sky Deutschland, blieb er stabil. Während die ​linearen TV-Werbeerlöse um vier Prozent auf 977 ⁠Millionen Euro schrumpften, wuchsen die Streaming-Werbeerlöse um gut 27 Prozent auf 299 Millionen Euro. Das Streaming-Segment verbuchte einen Betriebsgewinn ​von 31 Millionen Euro und dürfte im Gesamtjahr rund 100 Millionen Euro beisteuern. Bisher lag die ⁠Prognose für das ‌bereinigte Ebita hier nur bei 25 bis 50 Millionen Euro.

Die RTL Group hat die Übernahme von Sky Deutschland vom US-Medienkonzern Comcast am 1. Juni abgeschlossen – mit einer Barzahlung von ⁠65 Millionen ⁠Euro. Comcast kann – abhängig von der Entwicklung der RTL-Aktie – in den nächsten Jahren einen Nachschlag von ⁠bis zu ​377 ⁠Millionen Euro erhalten. RTL will mit dem ​Deal im Konkurrenzkampf mit den US-Schwergewichten Netflix, Disney ‌und Amazon Prime in Deutschland aufholen und binnen drei Jahren 250 Millionen Euro an Synergien heben. ​Dies dürfte auch zu einem spürbaren ​Jobabbau führen.

Skoda, BYD und Hyundai dominieren Elektroauto-Zulassungen

Unter den Autos mit alternativen Antrieben stehen zwei asiatische Hersteller mit auf dem Siegertreppchen. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) über die Neuzulassungen im Juli 2026. Demnach führte das chinesische Modell BYD U Seal mit über 1800 Anmeldungen die Zulassungsstatistik in der Kategorie Hybridantrieb. Insgesamt wurden 30.600 Plug-in-Hybride zugelassen.

Der südkoreanische Hyundai Nexo ist die Nummer eins unter den Autos mit Brennstoffzelle. Dafür reichten allerdings nur zwei Neuanmeldungen. Mehr Neuzulassungen gab es in der Kategorie im Juli nicht.

Unter den rein elektrisch angetriebenen Autos steht der Skoda Elroq aus dem Volkswagen-Konzern mit 3500 Zulassungen ganz oben. Insgesamt wurden 78.600 Fahrzeuge aus dieser Kategorie zugelassen.

Autos mit elektrischem Antrieb haben mit 185.600 Anmeldungen einen hohen Anteil. Insgesamt wurden im Juli 268.000 Autos vom Sportwagen bis zum Wohnmobil zugelassen.

Der südkoreanische Hyundai Nexo ist die Nummer eins unter den Autos mit Brennstoffzelle. Dafür reichten allerdings nur zwei Neuanmeldungen. Mehr Neuzulassungen gab es in der Kategorie im Juli nicht.

Unter den rein elektrisch angetriebenen Autos steht der Skoda Elroq aus dem Volkswagen-Konzern mit 3500 Zulassungen ganz oben. Insgesamt wurden 78.600 Fahrzeuge aus dieser Kategorie zugelassen.

Autos mit elektrischem Antrieb haben mit 185.600 Anmeldungen einen hohen Anteil. Insgesamt wurden im Juli 268.000 Autos vom Sportwagen bis zum Wohnmobil zugelassen.

Tausende Klagen gegen Meta, Tiktok & Co. zugelassen

Ein amerikanisches Berufungsgericht hat den Weg für Tausende Klagen gegen den Meta-Konzern, die ​Google-Muttergesellschaft Alphabet, die zu Bytedance gehörende Plattform Tiktok und Snap geebnet. In den Klagen wird den Konzernen ⁠vorgeworfen, ihre Produkte so gestaltet zu haben, dass sie junge Nutzer süchtig machen. Das Gericht in San Francisco wies eine Berufung von Meta und Tiktok zurück, mit der die Konzerne eine frühere Gerichtsentscheidung kippen wollten, wie der Finanzdienst Reuters berichtet.

Die Unternehmen ‌hatten argumentiert, dass ein Gesetz aus dem Jahr 1996, das Online-Firmen in der Regel vor Klagen wegen von Nutzern veröffentlichter Inhalte schützt, auch für die aktuellen Vorwürfe gelte. Das Berufungsgericht entschied jedoch, dass ‌das Gesetz zwar eine Verteidigung gegen eine ‌Haftung biete, aber keine Immunität gegen Klagen an sich. Daher sei die Berufung verfrüht.

Das Gericht lehnte zudem einen Antrag von Meta ab, einen für Mittwoch angesetzten Prozessbeginn zu verschieben. In diesem Verfahren werfen 29 US-Bundesstaaten dem Konzern vor, illegal Daten ​von Kindern gesammelt, seine Plattformen süchtig machend gestaltet und ⁠die Nutzer über deren Sicherheit getäuscht zu haben. Ein Prozess sei der Weg, wie die Öffentlichkeit herausfinde, was Meta über die Auswirkungen ​seiner Produkte auf Kinder wusste, wann es das wusste und was es mit diesem Wissen zu tun beschloss, erklärten die Anwälte der ⁠Kläger, Lexi Hazam und ‌Previn Warren. Meta lehnte eine Stellungnahme ab. Tiktok war zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Die Entscheidung ist ein weiterer juristischer Rückschlag für die Social-Media-Konzerne. Die Klagen wurden von Bundesstaaten, Kommunen, Schulbezirken und Einzelpersonen eingereicht. Sie werfen den Unternehmen ⁠vor, mit ⁠dem Design ihrer Plattformen zu einem Anstieg von Depressionen, Angstzuständen und Problemen mit dem Körperbild bei Jugendlichen beigetragen zu haben.

⁠Vor wenigen Tagen ​hatte ein ⁠Richter im Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Meta ​eine Belästigung der Öffentlichkeit („Public Nuisance") darstelle und den Konzern zur Zahlung von 567 ‌Millionen Dollar verurteilt. Im März hatte eine Jury in Los Angeles Meta und Google zur Zahlung von sechs Millionen ​Dollar an eine junge Frau verurteilt. Die Konzerne, die ​die Vorwürfe bestreiten, kündigten in diesen Fällen Berufung an.

⁠Vor wenigen Tagen ​hatte ein ⁠Richter im Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Meta ​eine Belästigung der Öffentlichkeit („Public Nuisance") darstelle und den Konzern zur Zahlung von 567 ‌Millionen Dollar verurteilt. Im März hatte eine Jury in Los Angeles Meta und Google zur Zahlung von sechs Millionen ​Dollar an eine junge Frau verurteilt. Die Konzerne, die ​die Vorwürfe bestreiten, kündigten in diesen Fällen Berufung an.

Piloten und Lufthansa gehen in die Schlichtung

Passagiere der Lufthansa müssen vorerst keine weiteren Streiks der Piloten fürchten. Die Gewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ (VC) gab in einem Rundschreiben an die Mitglieder bekannt, dass man sich mit dem Unternehmen auf ein umfassendes Schlichtungsverfahren geeinigt hat. Es geht dabei um offene Tariffragen in den Flugbetrieben Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Cityline und Eurowings.

Die Verhandlungen sollen demnach zusätzlich von einer Mediation begleitet werden. Laut VC enthält die Vereinbarung definierte Ausstiegsmöglichkeiten für beide Seiten. Lufthansa bestätigte eine grundsätzliche Einigung mit der VC, wollte sich aber aufgrund der vereinbarten Vertraulichkeit nicht zu Details äußern.

Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa fielen hunderte Flüge aus. Das Unternehmen hat die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro beziffert.

Die Verhandlungen sollen demnach zusätzlich von einer Mediation begleitet werden. Laut VC enthält die Vereinbarung definierte Ausstiegsmöglichkeiten für beide Seiten. Lufthansa bestätigte eine grundsätzliche Einigung mit der VC, wollte sich aber aufgrund der vereinbarten Vertraulichkeit nicht zu Details äußern.

Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa fielen hunderte Flüge aus. Das Unternehmen hat die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro beziffert.

Offiziell geht es um Fragen der Altersversorgung und des Gehalts. Hinter dem Konflikt steht aber auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und damit auch Crews in Flugbetriebe zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten.

Im April wurde die Regionalgesellschaft Cityline mit rund 1.300 Beschäftigten von einem Tag auf den anderen stillgelegt und rund 20.000 Flüge für den Sommer gestrichen. Andere Verbindungen wurden teils auf die neue, fast namensgleiche Gesellschaft Lufthansa City Airlines verlagert.

Im April wurde die Regionalgesellschaft Cityline mit rund 1.300 Beschäftigten von einem Tag auf den anderen stillgelegt und rund 20.000 Flüge für den Sommer gestrichen. Andere Verbindungen wurden teils auf die neue, fast namensgleiche Gesellschaft Lufthansa City Airlines verlagert.

Wienerberger mit neuer Spitze

Der langjährige Vorstandsvorsitzende des Baustoffkonzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Der Aufsichtsrat ernannte den bisherigen Stellvertreter Gerhard Hanke zum interimistischen Nachfolger bei dem weltführenden Ziegelhersteller.

Unter Scheuchs Führung, der das Amt seit 2009 bekleidete und insgesamt 30 Jahre im Unternehmen verbrachte, wandelte sich Wienerberger von einem reinen Ziegelhersteller zu einem internationalen Anbieter ökologischer Baumaterial- und Infrastrukturlösungen mit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Unter Scheuchs Führung, der das Amt seit 2009 bekleidete und insgesamt 30 Jahre im Unternehmen verbrachte, wandelte sich Wienerberger von einem reinen Ziegelhersteller zu einem internationalen Anbieter ökologischer Baumaterial- und Infrastrukturlösungen mit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.