Solar- und Windkraftanlagen TotalEnergies kauft Erneuerbare-Energien-Portfolio von Shell

Der französische Mineralölkonzern TotalEnergies kauft einen Teil des europäischen Onshore-Geschäfts von dem britischen Konkurrenten Shell. Es handle sich um Solar- und Windkraftanlagen in Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, teilte das Unternehmen mit. Den Preis nannte TotalEnergies nicht. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgewickelt werden.

Es geht nach Unternehmensangaben um bestehende oder im Bau befindliche Anlagen mit einer Kapazität von 500 Megawatt sowie eine Projektpipeline mit einer Kapazität von 3,5 Gigawatt. Die Übernahme solle „die Stromerzeugungsaktivitäten von TotalEnergies in diesen vier Schlüsselmärkten“ ergänzen, hieß es weiter.

Shell-Chef Wael Sawan (52) erklärte, der Verkauf der Ökoenergiesparte stehe im Einklang mit der neuen Strategie: „Wir konzentrieren uns auf die Bereiche, in denen wir langfristig den größten Mehrwert schaffen können.“ Shell fährt bereits seit einiger Zeit die Investitionen in erneuerbare Energien zurück.

TotalEnergies verkauft gleichzeitig Milliardenportfolio

Gleichzeitig kündigte TotalEnergies an, einen Anteil ⁠von ⁠50 Prozent an einem Erneuerbaren-Portfolio mit Anlagen in Deutschland, Spanien, Frankreich und Polen mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt an den Finanzinvestor KKR zu veräußern. Dieses Portfolio werde ‌mit 1,8 Milliarden Euro bewertet.

TotalEnergies kommt ‌in Europa ​bei erneuerbaren Energien insgesamt auf eine installierte oder im Bau befindliche Kapazität von fast zehn ​Gigawatt. Der französische Konzern erklärte seinerseits, die Transaktionen stünden im Einklang mit der Strategie, Kapazitäten in wichtigen Märkten ‌aufzubauen.

Die Verkäufe spiegeln die ​unterschiedlichen Strategien ‌der beiden Konzerne wider: Shell-Chef Sawan fährt seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren die Investitionen in erneuerbare Energien zurück, um sich stärker auf das klassische Fördergeschäft sowie den ‌Handel zu konzentrieren.