Business-Ticker : Jobängste sorgen für mehr Firmengründungen
Selbstständigkeit oder Anstellung? 2025 wurden deutlich mehr Firmen in Deutschland gegründet.dpa
Ifo-Institut: Die Autoindustrie schöpft Hoffnung +++ Großaufträge aus Übersee retten Maschinenhersteller +++ Infineon meldet Rekordumsatz +++ AMD enttäuscht mit Prognose +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
Fresenius steigert Quartalsumsatz und hebt Ergebnisprognose an
Der Gesundheitskonzern Fresenius hebt seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Grund sei die starke operative Geschäftsentwicklung der Kerngeschäfte, teilte das im Dax gelistete Unternehmen am Dienstagabend mit. Die starke operative Performance bei Fresenius Kabi und Fresenius Helios und ein verbessertes Zinsergebnis unterstützte die Ergebnisentwicklung. Auf Basis dieser Entwicklung und den Geschäftsaussichten für das zweite Halbjahr 2026 werde der Ausblick für das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie von bislang fünf bis zehn auf zehn bis 15 Prozent angehoben.
Im zweiten Quartal habe sich der Konzern-Umsatz organisch um sechs Prozent auf 5,864 Milliarden Euro erhöht, hieß es zudem. Das Ergebnis (Ebit) im Konzern vor Sondereinflüssen stieg währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Die Ebit-Marge habe sich um 60 Basispunkte auf 12,3 Prozent verbessert. Für das Geschäftsjahr 2026 werde im Konzern unverändert ein organisches Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent erwartet. Der Ausblick berücksichtige aber keine möglichen Extremszenarien, die sich aus dem dynamischen geopolitischen und makro-ökonomischen Umfeld ergeben könnten.
Im zweiten Quartal habe sich der Konzern-Umsatz organisch um sechs Prozent auf 5,864 Milliarden Euro erhöht, hieß es zudem. Das Ergebnis (Ebit) im Konzern vor Sondereinflüssen stieg währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Die Ebit-Marge habe sich um 60 Basispunkte auf 12,3 Prozent verbessert. Für das Geschäftsjahr 2026 werde im Konzern unverändert ein organisches Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent erwartet. Der Ausblick berücksichtige aber keine möglichen Extremszenarien, die sich aus dem dynamischen geopolitischen und makro-ökonomischen Umfeld ergeben könnten.
Boom bei Abnehmspritzen hält an: Eli Lilly hebt Prognose an
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat dank der anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Medikamenten zur Gewichtsreduktion und Diabetesbehandlung seine Umsatzprognose für dieses Jahr angehoben. Für 2026 rechnet Lilly nun mit einem Umsatz von 85 bis 87 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuvor wurden 82 bis 85 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die starken Zahlen dürften Anleger zuversichtlich stimmen, dass die Nachfrage nach den Abnehmmitteln von Eli Lilly trotz Preisdrucks und zunehmender Konkurrenz in dem Markt robust bleibt. Lilly-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um fünf Prozent.
Im zweiten Quartal kletterten die Erlöse um 48 Prozent auf 23 Milliarden Dollar. Getragen wurde das Wachstum vor allem von den Kassenschlagern Mounjaro und Zepbound zur Behandlung von Diabetes beziehungsweise zur Gewichtsabnahme. Der Nettogewinn legte um ein Viertel auf knapp 7,1 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 8,38 Dollar und damit deutlich über den Analystenschätzungen von im Schnitt 6,01 Dollar.
Im zweiten Quartal kletterten die Erlöse um 48 Prozent auf 23 Milliarden Dollar. Getragen wurde das Wachstum vor allem von den Kassenschlagern Mounjaro und Zepbound zur Behandlung von Diabetes beziehungsweise zur Gewichtsabnahme. Der Nettogewinn legte um ein Viertel auf knapp 7,1 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 8,38 Dollar und damit deutlich über den Analystenschätzungen von im Schnitt 6,01 Dollar.
Umsatz bei Uber steigt – der Fahrdienst investiert mehr in Robotaxis
Der US-Mitfahrdienst Uber gibt bei seinen Investitionen in Robotaxis Gas. In den kommenden Jahren wolle das Unternehmen dafür zehn Milliarden Dollar ausgeben, teilte Uber am Mittwoch mit. Genauere Details nannte Uber nicht. Bis Jahresende sei jedoch damit zu rechnen, dass die fahrerlosen Fahrzeuge in 15 Städten vertreten seien. Derzeit ist Uber in sieben Städten mit Robotaxis unterwegs. Waymo sei dabei ein sehr wichtiger Partner für sein Unternehmen, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi. Er wolle aber sichergehen, dass Uber nicht abhängig von einem einzigen Partner sei.
Uber und die Alphabet-Tochter Waymo arbeiten seit 2023 zusammen. So können Uber-Nutzer etwa in Austin und Atlanta Fahrten in Waymo-Fahrzeugen buchen. Zuletzt haben sich einem Bericht zufolge allerdings die Beziehungen zwischen beiden Unternehmen verschlechtert. Im abgelaufenen Quartal profitierte Uber von der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der Umsatz legte um zwölf Prozent zu auf 14,19 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Nettogewinn verbesserte sich um 77 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Allein während der Fußball-WM nutzten dem Unternehmen zufolge mehr als acht Millionen Touristen die Dienste von Uber.
Uber und die Alphabet-Tochter Waymo arbeiten seit 2023 zusammen. So können Uber-Nutzer etwa in Austin und Atlanta Fahrten in Waymo-Fahrzeugen buchen. Zuletzt haben sich einem Bericht zufolge allerdings die Beziehungen zwischen beiden Unternehmen verschlechtert. Im abgelaufenen Quartal profitierte Uber von der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der Umsatz legte um zwölf Prozent zu auf 14,19 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Nettogewinn verbesserte sich um 77 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Allein während der Fußball-WM nutzten dem Unternehmen zufolge mehr als acht Millionen Touristen die Dienste von Uber.
Jobängste sorgen für mehr Firmengründungen
Aus Sorge um den eigenen Arbeitsplatz gründen in Deutschland wieder mehr Menschen eine Firma. Das geht aus dem neuen Gründungsreport der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor. Demnach stieg die Zahl der Firmengründungen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20.000 auf gut 171.000. Der Anteil derjenigen, die vor allem mangels anderer beruflicher Aussichten ein Unternehmen gründen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. Allerdings lagen die Zahlen zwischen 2010 und 2020 mit durchschnittlich rund 100.000 Gründungen mehr noch spürbar darüber.
„Unser Report zeigt zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der „Rheinischen Post“. „Fast vier von zehn Interessierten wollen in erster Linie gründen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in vielen Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchten.“ Die Gründung sei daher oft „eher eine Ausweichstrategie als der feste Wunsch, als Unternehmerin oder Unternehmer neue Marktchancen zu erschließen“.
Die IHK-Berater beobachten dem Bericht zufolge zudem bei einem wachsenden Teil der Geschäftskonzepte Defizite, insbesondere bei der Finanzierung und der kaufmännischen Planung. Als größte Hürden nannten die Befragten komplizierte bürokratische Regeln und das Steuerrecht. So wünschten sich 73 Prozent der Gründer einfachere Regeln und 61 Prozent ein einfacheres Steuerrecht.
„Unser Report zeigt zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der „Rheinischen Post“. „Fast vier von zehn Interessierten wollen in erster Linie gründen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in vielen Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchten.“ Die Gründung sei daher oft „eher eine Ausweichstrategie als der feste Wunsch, als Unternehmerin oder Unternehmer neue Marktchancen zu erschließen“.
Die IHK-Berater beobachten dem Bericht zufolge zudem bei einem wachsenden Teil der Geschäftskonzepte Defizite, insbesondere bei der Finanzierung und der kaufmännischen Planung. Als größte Hürden nannten die Befragten komplizierte bürokratische Regeln und das Steuerrecht. So wünschten sich 73 Prozent der Gründer einfachere Regeln und 61 Prozent ein einfacheres Steuerrecht.
Großaufträge aus Übersee retten Maschinenhersteller
Mehrere Großaufträge aus Übersee haben im Juni die Auftragsbilanz der deutschen Maschinen- und Anlagenhersteller gerettet. Der preisbereinigte Wert sämtlicher Bestellungen übertraf damit im Juni den Vorjahresmonat um 21 Prozent, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtet. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Zuwachs von fünf Prozent.
Dem starken Geschäft mit Kunden aus Nicht-Euro-Ländern, das im ersten Halbjahr um 16 Prozent zulegte, stehen Einbußen im Inland und im Euroraum gegenüber. Von heimischen Kunden kamen zwei Prozent weniger Aufträge als ein Jahr zuvor und im gemeinsamen Währungsraum sanken die Order sogar um acht Prozent.
VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig erklärt dazu: „Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung durch globale Krisen bleibt hoch, am Standort Deutschland und Europa kommt grundlegender Reformbedarf für bessere Rahmenbedingungen der Unternehmen hinzu.“
Siemens Energy setzt Rekordkurs fort
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy profitiert immer stärker von dem wachsenden Energiebedarf in der Welt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30. September) erzielte das Unternehmen, das sich in Zukunft in Omterra umbenennen wird, Rekordwerte beim Auftragseingang, Umsatz und in der Profitabilität.
Besonders erfreulich war der erste Quartalsgewinn des Sorgenkinds Gamesa seit dem vierten Quartal 2022. Der Vorstandsvorsitzende Christian Bruch lobte die „fantastische Leistung des Teams“. Die Windkrafteinheit befindet sich auf Kurs, in diesem Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Bruch hält den eingeschlagenen Verbesserungskurs bei Gamesa noch nicht für abgeschlossen. Eine konsequente Projektabwicklung, Qualitätsmanagement und Kosteneffizienz bleiben daher für ihn zentrale Prioritäten.
Besonders erfreulich war der erste Quartalsgewinn des Sorgenkinds Gamesa seit dem vierten Quartal 2022. Der Vorstandsvorsitzende Christian Bruch lobte die „fantastische Leistung des Teams“. Die Windkrafteinheit befindet sich auf Kurs, in diesem Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Bruch hält den eingeschlagenen Verbesserungskurs bei Gamesa noch nicht für abgeschlossen. Eine konsequente Projektabwicklung, Qualitätsmanagement und Kosteneffizienz bleiben daher für ihn zentrale Prioritäten.
Siemens Energy verzeichnet in den USA eine hohe Nachfrage, was auf den Boom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und den Ausbau der Hochspannungsnetze zurückzuführen ist. Die Aufträge stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro, was über den Markterwartungen lag. Der Auftragsbestand erreichte Ende Juni den Rekordwert von 162 Milliarden Euro, was binnen zwölf Monaten einem Anstieg um 26 Milliarden Euro entspricht.
Siemens Energy bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr. Bei der Ergebnis-Marge vor Sondereffekten gebe es eine Tendenz zum oberen Ende der Bandbreite von zehn bis zwölf Prozent. Im dritten Quartal lag sie bei 14,2 Prozent. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro – rund 70 Prozent mehr als vor Jahresfrist. „Auch im dritten Quartal hält die weltweit starke Nachfrage nach Strom und damit nach unseren Produkten weiterhin an“, sagte Bruch. Der Konzern setze auf profitables Wachstum.
Auch dank eines Ausbaus der Produktionskapazitäten steigerte Siemens Energy im Quartal seinen Umsatz um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Haupttreiber war erneut das Geschäft mit Gasturbinen zur Stromerzeugung sowie mit den Stromnetzen. In den ersten neun Monaten liegt der Umsatz mit 31,4 Milliarden Euro um 13 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Das Ergebnis stieg in diesem Zeitraum um 91 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) beläuft sich nach den ersten neun Monaten auf 6,6 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie vor zwölf Monaten.
Auch dank eines Ausbaus der Produktionskapazitäten steigerte Siemens Energy im Quartal seinen Umsatz um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Haupttreiber war erneut das Geschäft mit Gasturbinen zur Stromerzeugung sowie mit den Stromnetzen. In den ersten neun Monaten liegt der Umsatz mit 31,4 Milliarden Euro um 13 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Das Ergebnis stieg in diesem Zeitraum um 91 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) beläuft sich nach den ersten neun Monaten auf 6,6 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie vor zwölf Monaten.
Ifo-Institut: Die Autoindustrie schöpft Hoffnung
Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich deutlich verbessert. Der vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex für die Branche stieg im Juli um 6 Punkte. Mit einem Stand von minus 15,6 ist er allerdings immer noch im negativen Bereich.
Treiber des Anstiegs sind die Geschäftserwartungen, die sich abermals deutlich verbesserten und mit minus 0,1 Punkten derzeit so hoch sind, wie zuletzt vor mehr als drei Jahren. Der Anstieg der vergangenen Monate ist hier besonders deutlich. Noch im April hatte der Wert mehr als 30 Punkte tiefer gelegen. Die aktuelle Geschäftslage wird mit minus 29,9 Punkten dagegen nach wie vor sehr schlecht bewertet. „Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen“, sagt Ifo-Expertin Anita Wölfl. Auch in den Auftragseingängen, die zumindest bis Mai vorliegen, zeigt sich ein positiver Trend aus dem Inland und Euroraum.
Unter anderem profitieren laut Ifo die Hersteller von Karosserien und Aufbauten, die Geräte und Komponenten herstellen, die auch außerhalb der Autoindustrie, beispielsweise in der Verteidigung, verwendet werden können. „Die europaweit steigenden Investitionen in Rüstungsgüter könnten Teilen der Automobilindustrie zugutekommen“, sagt Wölfl.
Infineon meldet Rekordumsatz
Ein breiter Aufschwung hat dem Halbleiterhersteller Infineon im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30. September) einen Rekordumsatz beschert. „Immer mehr unserer Zielmärkte zeigen einen positiven Trend“, zog der Vorstandsvorsitzende Jochen Hanebeck am Mittwoch zufrieden Bilanz. Der Auftragsbestand erhöhte sich im dritten Quartal um fünf Milliarden auf 30 Milliarden Euro. Eine hohe Nachfrage verzeichnet Infineon für seine Leistungschips, die für einen effizienten Energieeinsatz in den energiehungrigen Rechenzentren der Künstlichen Intelligenz (KI) sorgen. „Die Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren bleiben sehr gefragt und sind weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber“, sagte Hanebeck. Mehrere führende Kunden aus dem Bereich KI-Rechenzentren haben nach Angaben von Infineon mehrjährige Kapazitätsreservierungsvereinbarungen abgeschlossen oder befinden sich in entsprechenden Verhandlungen. Diese Vereinbarungen umfassten ein kumuliertes Umsatzvolumen im hohen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich und beinhalteten auch bestimmte Vorauszahlungen.
Darüber hinaus sorgten weltweit steigende Investitionen in die Netzinfrastruktur für Rückenwind. Auch im Automobilbereich ziehen die Aufträge nach Aussage Hanebecks spürbar an. Im dritten Quartal legte der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 360 Millionen Euro auf 4,2 Milliarden Euro zu. Es war nach Unternehmensangaben bislang der höchste Umsatz in einem Quartal in der Geschichte von Infineon. Das Segmentergebnis, also der operative Gewinn der vier Geschäftsfelder, erhöhte sich um mehr als ein Fünftel auf 797 Millionen Euro. Der Vorstand hob seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 leicht an. Der Umsatz wird nun bei 16,3 Milliarden Euro gesehen, was einem Anstieg von elf Prozent entspräche. Nach dem zweiten Quartal hatte Hanebeck einen Umsatz von mehr als 16 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der frei verfügbare Mittelzufluss (Free Cash-flow) wird nun bei 1,85 Milliarden Euro nach zuvor 1,25 Milliarden Euro gesehen. Unverändert erwartet Infineon eine Segmentergebnis-Marge von rund 20 Prozent. Im dritten Quartal lag die Marge bei 19,1 Prozent nach 18,0 Prozent zwölf Monate zuvor.
Darüber hinaus sorgten weltweit steigende Investitionen in die Netzinfrastruktur für Rückenwind. Auch im Automobilbereich ziehen die Aufträge nach Aussage Hanebecks spürbar an. Im dritten Quartal legte der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 360 Millionen Euro auf 4,2 Milliarden Euro zu. Es war nach Unternehmensangaben bislang der höchste Umsatz in einem Quartal in der Geschichte von Infineon. Das Segmentergebnis, also der operative Gewinn der vier Geschäftsfelder, erhöhte sich um mehr als ein Fünftel auf 797 Millionen Euro. Der Vorstand hob seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 leicht an. Der Umsatz wird nun bei 16,3 Milliarden Euro gesehen, was einem Anstieg von elf Prozent entspräche. Nach dem zweiten Quartal hatte Hanebeck einen Umsatz von mehr als 16 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der frei verfügbare Mittelzufluss (Free Cash-flow) wird nun bei 1,85 Milliarden Euro nach zuvor 1,25 Milliarden Euro gesehen. Unverändert erwartet Infineon eine Segmentergebnis-Marge von rund 20 Prozent. Im dritten Quartal lag die Marge bei 19,1 Prozent nach 18,0 Prozent zwölf Monate zuvor.
Weniger Verlust in der Elektroautozulieferung: Schaeffler steigert operativen Gewinn
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat im zweiten Quartal wie erwartet seine Profitabilität verbessern können. Während der Umsatz leicht auf 5,9 Milliarden Euro zurückging, stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um mehr als ein Viertel auf 264 Millionen Euro, wie das MDax -Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Herzogenauracher steigerten die entsprechende operative Marge damit um einen Prozentpunkt auf 4,5 Prozent.
Eine deutliche Verbesserung in der Sparte mit Wälz- und Kugellagern, ein weiter stark laufendes Ersatzteilgeschäft sowie weniger Verlust in der Elektroautozulieferung trugen dazu bei. Der Konzern hatte bereits angedeutet, wie es im Tagesgeschäft gelaufen war, und traf mit den Werten die Markterwartungen. Unter dem Strich erzielte Schaeffler einen Gewinn von 34 Millionen Euro nach 40 Millionen Verlust ein Jahr zuvor. Unternehmenschef Klaus Rosenfeld bestätigte die Jahresprognose, hatte aber Ende Juli bereits die Investoren mit gesenkten Mittelfristzielen verschreckt wegen mauer Aussichten in der Elektroautozulieferung in den kommenden Jahren.
Eine deutliche Verbesserung in der Sparte mit Wälz- und Kugellagern, ein weiter stark laufendes Ersatzteilgeschäft sowie weniger Verlust in der Elektroautozulieferung trugen dazu bei. Der Konzern hatte bereits angedeutet, wie es im Tagesgeschäft gelaufen war, und traf mit den Werten die Markterwartungen. Unter dem Strich erzielte Schaeffler einen Gewinn von 34 Millionen Euro nach 40 Millionen Verlust ein Jahr zuvor. Unternehmenschef Klaus Rosenfeld bestätigte die Jahresprognose, hatte aber Ende Juli bereits die Investoren mit gesenkten Mittelfristzielen verschreckt wegen mauer Aussichten in der Elektroautozulieferung in den kommenden Jahren.
McDonald’s schasst US-Chef nach schwachen Zahlen und wirft ihm Fehler vor
McDonald’s gibt nach einem schwachen Quartal dem Chef seines wichtigsten Marktes USA den Laufpass. Skye Anderson übernehme mit sofortiger Wirkung die Leitung in den Vereinigten Staaten von Joe Erlinger, teilte der Fast-Food-Konzern am Dienstag mit. Konzernchef Chris Kempczinski begründete den Wechsel mit Fehlern bei der Umsetzung der Verkaufsstrategie im zweiten Quartal. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum in den USA lag mit 0,8 Prozent unter den Erwartungen der Wall Street.
McDonald’s habe es nicht geschafft, einkommensschwächere Kunden zurückzugewinnen, die ihre Restaurantbesuche zuletzt eingeschränkt hätten. Dabei habe man kein Strategieproblem, sondern die Pläne schlicht nicht auf dem nötigen Niveau ausgeführt, sagte Kempczinski. Eine Fülle von Werbeaktionen habe Mitarbeiter in den Restaurants überfordert und zu langen Wartezeiten für Kunden geführt. Zudem sei es falsch gewesen, digitale Rabatte zu streichen, während zugleich ein neues Menü für unter drei Dollar eingeführt wurde, das nicht für genügend neuen Umsatz gesorgt habe. Dies sei für zwei Drittel der verfehlten Umsatzziele verantwortlich gewesen. Die Behebung dieses „schlechten Geschäfts“ werde für Anderson in den nächsten zwei Quartalen im Mittelpunkt stehen.
Die neue US-Chefin ist seit 26 Jahren bei McDonald’s und war zuletzt für das operative US-Geschäft zuständig. Sie soll nun die rund 14.000 Restaurants in den Vereinigten Staaten leiten und eine neue Strategie zur Trendwende vorantreiben. Erlinger stand seit 2019 an der Spitze der US-Sparte und steuerte das Unternehmen unter anderem durch einen Ausbruch von E.-coli-Bakterien im Jahr 2024. Er soll McDonald’s noch bis Anfang 2027 als Berater zur Verfügung stehen. Der Konzern erklärte, der Wechsel folge einem bereits zu Jahresbeginn eingeleiteten Plan.
McDonald’s habe es nicht geschafft, einkommensschwächere Kunden zurückzugewinnen, die ihre Restaurantbesuche zuletzt eingeschränkt hätten. Dabei habe man kein Strategieproblem, sondern die Pläne schlicht nicht auf dem nötigen Niveau ausgeführt, sagte Kempczinski. Eine Fülle von Werbeaktionen habe Mitarbeiter in den Restaurants überfordert und zu langen Wartezeiten für Kunden geführt. Zudem sei es falsch gewesen, digitale Rabatte zu streichen, während zugleich ein neues Menü für unter drei Dollar eingeführt wurde, das nicht für genügend neuen Umsatz gesorgt habe. Dies sei für zwei Drittel der verfehlten Umsatzziele verantwortlich gewesen. Die Behebung dieses „schlechten Geschäfts“ werde für Anderson in den nächsten zwei Quartalen im Mittelpunkt stehen.
Die neue US-Chefin ist seit 26 Jahren bei McDonald’s und war zuletzt für das operative US-Geschäft zuständig. Sie soll nun die rund 14.000 Restaurants in den Vereinigten Staaten leiten und eine neue Strategie zur Trendwende vorantreiben. Erlinger stand seit 2019 an der Spitze der US-Sparte und steuerte das Unternehmen unter anderem durch einen Ausbruch von E.-coli-Bakterien im Jahr 2024. Er soll McDonald’s noch bis Anfang 2027 als Berater zur Verfügung stehen. Der Konzern erklärte, der Wechsel folge einem bereits zu Jahresbeginn eingeleiteten Plan.
AMD enttäuscht mit Prognose – Aktie verliert nachbörslich acht Prozent
Der Halbleiterhersteller AMD rechnet wegen der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms weiter mit einem starken Wachstum. Allerdings dürfte das Tempo etwas nachlassen. Zudem hatten sich einige Analysten noch optimistischere Aussagen der AMD-Chefin Lisa Su, vor allem mit Blick auf die KI-Aussichten, erhofft. Im zweiten Quartal zog der Umsatz um rund die Hälfte auf 11,5 Milliarden US-Dollar an, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Santa Clara mitteilte. Der operative Gewinn habe etwas mehr als drei Milliarden Dollar betragen – nach 897 Millionen vor einem Jahr.
Im laufenden dritten Quartal rechnet AMD mit einem Anstieg des Umsatzes auf 12,7 bis 13,3 Milliarden Dollar. Beim Mittelwert der Spanne wäre dies ein Anstieg im Jahresvergleich um rund 41 Prozent beziehungsweise 13 Prozent mehr als im Vorquartal. Zudem soll die Bruttomarge im Quartalsvergleich bei 56 Prozent stagnieren. An der Börse sorgte die Prognose für Ernüchterung. Die AMD-Aktie fiel nachbörslich um acht Prozent auf 477 Dollar. Damit könnte das Papier die jüngste Konsolidierung vom Rekordhoch fortsetzen.
Im laufenden dritten Quartal rechnet AMD mit einem Anstieg des Umsatzes auf 12,7 bis 13,3 Milliarden Dollar. Beim Mittelwert der Spanne wäre dies ein Anstieg im Jahresvergleich um rund 41 Prozent beziehungsweise 13 Prozent mehr als im Vorquartal. Zudem soll die Bruttomarge im Quartalsvergleich bei 56 Prozent stagnieren. An der Börse sorgte die Prognose für Ernüchterung. Die AMD-Aktie fiel nachbörslich um acht Prozent auf 477 Dollar. Damit könnte das Papier die jüngste Konsolidierung vom Rekordhoch fortsetzen.
Vonovia wertet Immobilien auf – doch Finanzierungskosten für den stark verschuldeten Konzern steigen
Steigende Preise für Wohnimmobilien spielen dem deutschen Branchenprimus Vonovia in die Karten. Der Bochumer Konzern verzeichnete bei der Neubewertung des Verkehrswerts seines Immobilienbestands ein Plus von 1,5 Prozent, wie er am Mittwoch mitteilte. Zugleich lasten aber steigende Finanzierungskosten auf dem hoch verschuldeten Konzern. Vonovia bekräftigte seine Jahresprognosen.
Im Tagesgeschäft verdiente Vonovia mehr: Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr um 2,4 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Vonovia 771,6 (Vorjahr: 811,5) Millionen Euro. Die Mieten legten organisch um 3,6 Prozent zu. Doch der stark verschuldete Konzern bekommt weiter höhere Finanzierungskosten zu spüren. „Die höheren Finanzierungskosten entsprechen unseren Erwartungen“, sagte Finanzvorstand Philip Grosse. Für das laufende Jahr 2026 erwartet Vonovia weiter eine Steigerung des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) auf 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro – nach 2,8 Milliarden Euro 2025.
Im Tagesgeschäft verdiente Vonovia mehr: Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr um 2,4 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Vonovia 771,6 (Vorjahr: 811,5) Millionen Euro. Die Mieten legten organisch um 3,6 Prozent zu. Doch der stark verschuldete Konzern bekommt weiter höhere Finanzierungskosten zu spüren. „Die höheren Finanzierungskosten entsprechen unseren Erwartungen“, sagte Finanzvorstand Philip Grosse. Für das laufende Jahr 2026 erwartet Vonovia weiter eine Steigerung des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) auf 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro – nach 2,8 Milliarden Euro 2025.
DHL stockt Aktienrückkaufprogramm auf – Mittelzuflüsse aus US-Zoll-Rückzahlungen
Der Logistikkonzern DHL will etwas mehr Aktien zurückkaufen als bislang geplant. Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr habe der Vorstand beschlossen, das im Jahr 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufzustocken und bis zum Jahresende 2027 zu verlängern, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Bonn mit. Bisher sollte das aktuelle Programm im laufenden Jahr enden.
Die Bonner hatten bereits vor knapp einem Monat erste Eckdaten für das abgelaufene zweite Quartal bekannt gegeben, die von einem kräftigen Sprung des operativen Gewinns zeugten. In diesem Zuge wurde auch die Jahresprognose erhöht. Wie nun bekannt wurde, erhielt die DHL im abgelaufenen Quartal unter anderem Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen, was den Barmittelfluss positiv beeinflusste. Er lag mit 569 Millionen Euro mehr als 70 Prozent über dem Vorjahreswert und höher als Analysten erwartet hatten.
Die Bonner hatten bereits vor knapp einem Monat erste Eckdaten für das abgelaufene zweite Quartal bekannt gegeben, die von einem kräftigen Sprung des operativen Gewinns zeugten. In diesem Zuge wurde auch die Jahresprognose erhöht. Wie nun bekannt wurde, erhielt die DHL im abgelaufenen Quartal unter anderem Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen, was den Barmittelfluss positiv beeinflusste. Er lag mit 569 Millionen Euro mehr als 70 Prozent über dem Vorjahreswert und höher als Analysten erwartet hatten.
Novo Nordisk steigert Quartalsgewinn und hebt Prognosen an
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk sieht sich beim Gewinn im zweiten Quartal über den Markterwartungen und hebt seine Gewinn- und Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Der Hersteller des Abnehmmittels Wegovy meldet für das Quartal einen bereinigten Betriebsgewinn von 33,4 Milliarden dänischen Kronen (rund 4,5 Milliarden Euro), elf Prozent über dem Vorjahreswert. Analysten hatten nach Firmenangaben im Mittel 28,7 Milliarden Kronen geschätzt. Im Gewinn nicht enthalten sind Abschreibungen von 6,3 Milliarden Kronen auf die Medikamenten-Pipeline, darunter allein vier Milliarden auf die experimentale Abnehmpille Monlunabant.
Novo Nordisk kämpft gegen den US-Konzern Eli Lilly um die Vorherrschaft am lukrativen Markt für Abnehmmedikamente, der nach Einschätzung mancher Analysten bis 2030 ein Volumen von über 100 Milliarden Dollar pro Jahr erreichen könnte.
Novo Nordisk kämpft gegen den US-Konzern Eli Lilly um die Vorherrschaft am lukrativen Markt für Abnehmmedikamente, der nach Einschätzung mancher Analysten bis 2030 ein Volumen von über 100 Milliarden Dollar pro Jahr erreichen könnte.
Bundesstaat New Jersey verklagt Amazon wegen Machtmissbrauchs
Der US-Bundesstaat New Jersey verklagt den Internetriesen Amazon.com wegen Missbrauchs von Marktmacht. Generalstaatsanwältin Jennifer Davenport warf dem Konzern vor, mithilfe seiner marktbeherrschenden Stellung den Lieferfahrern seiner Logistikpartner niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen zu diktieren. Auch verstoße Amazon mit seiner Einstellpraxis und seiner gewerkschaftsfeindlichen Strategie gegen Gesetze.