Business-Ticker : Eichbaum-Brauerei vor dem Aus

Die Privatbrauerei Eichbaum in Mannheimdpa

Rettungsversuche sind gescheitert +++ Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum +++ US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahme +++ 1,8 Milliarden Dollar für Drohnenhersteller Helsing +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Rettung der insolventen Eichbaum-Brauerei gescheitert

Nach fast 350 Jahren muss die insolvente Brauerei Eichbaum den Betrieb einstellen, Rettungsversuche sind gescheitert, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Trotz Restrukturierungsmaßnahmen arbeite sie defizitär, Darlehen könnten nicht zurückgezahlt werden, teilte das Mannheimer Unternehmen mit. „Vor diesem Hintergrund besteht aus wirtschaftlichen sowie insolvenzrechtlichen Gründen keine andere Möglichkeit, als die Betriebseinstellung einzuleiten.“ Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet. Von der Betriebseinstellung seien alle rund 240 Beschäftigte am Standort betroffen. „Sie werden nun kurzfristig betriebsbedingte Kündigungen erhalten“, hieß es. Dies betreffe auch rund 30 Beschäftigte, die schon einem Wechsel in eine Transfergesellschaft zugestimmt hatten, da diese ohne den bis zuletzt angestrebten Erhalt des Unternehmens nicht zustande komme.

Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“

Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.

Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.

Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“

Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.

Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.

Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum

Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat  vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr leicht gesenkt.  Den aktuellen Nachfrage- ⁠und Kostenentwicklungen könne man sich nicht vollständig entziehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das zeige sich ‌in geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen in einzelnen Ländern. Außerdem dürften sich einzelne Lieferungen in das kommende Jahr verschieben. ‌Zudem könnten höhere ‌Beschaffungs- und Logistikkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Der Umsatz dürfte bei 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro liegen, teilte das im S-Dax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Zuvor war Vossloh von 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro ausgegangen.

Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht das Unternehmen nun bei 195 bis 210 Millionen Euro (zuvor 215 bis 230 Millionen Euro). Während die bisherige Erlösschätzung von Analysten noch das obere Ende der neuen Spanne erreicht, verfehlt das aktualisierte Ebitda-Ziel die Erwartungen.

Anleger zeigten sich dennoch gelassen, auch weil Vossloh die Belastungen als vorübergehend beziehungsweise einmalig ansieht. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Konzern seine Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr. So soll es weiter ein deutliches organisches Wachstum und eine klare Verbesserung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) geben. 

US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahme

Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount zu verhindern, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.

Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.

Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.

Die zwölf US-Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage unter anderem, der Wegfall der Konkurrenz zwischen Warner und Paramount werde unter anderem die Filmtheater schwer treffen. Der Deal verletze Wettbewerbsregeln und müsse untersagt werden.

Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.

Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.

Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte – wie dies schon in anderen Fällen geschah, wo Medienhäuser von Milliardären übernommen wurden, die dem Präsidenten die Treue halten. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der oft kritisch über ihn berichtende Nachrichtensender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.

Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch freundlichere Berichterstattung über Trumps Regierung auf. In der populären Reportage-Sendung „60 Minutes“ wurden einige Korrespondenten entlassen, die zum Teil politisierten Druck beklagten.

Paramount wird von Larry Ellisons Sohn geführt – dem Filmproduzenten David Ellison. Er will mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist unter den kleineren Playern der Branche. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie „Harry Potter“ sowie ein starkes Streaming-Geschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO. 

Bericht: Land prüft Beteiligung an VW-Werk Osnabrück

Das Land Niedersachsen prüft einem Bericht zufolge eine Beteiligung an dem vom Aus bedrohten Volkswagen-Werk in Osnabrück. Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt unter Berufung auf Beteiligte am Regierungssitz in Hannover, die rot-grüne Landesregierung sei grundsätzlich bereit, den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion mit einem Einstieg in die Fabrik zu stützen.

„Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) auf Anfrage. „Das gemeinsame Ziel bleibt die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen.“

Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“

„Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) auf Anfrage. „Das gemeinsame Ziel bleibt die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen.“

Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“

 Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. In der Diskussion über eine Verschärfung der Sparpläne bei dem Autoriesen hatte die Landesregierung angekündigt, das Land werde keiner Entwicklung zustimmen, „die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“.

Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.

Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.

Stellantis kommt mit E-Autos voran

Der Autoherseller Stellantis hat die Auslieferungen an Händler und Importeure im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um zehn Prozent erhöht.  Eingeschlossen sind in den Zahlen nach eigenen Angaben vom Montag auch Direktauslieferungen an Einzelkunden und Firmenflotten, doch sie nehmen traditionell einen kleinen Teil ein. Die Auslieferungen wurden vor allem vom Wachstum in Nordamerika getragen, wo Stellantis stark investiert und neue Modelle herausbringt. Dort wuchs der Absatz um 38 Prozent auf 445.000 Fahrzeuge. Im erweiterten Europa – dem wichtigsten Markt – stiegen die Auslieferungen um 5 Prozent auf 762.000 Autos. Mit jeweils drei Prozent Rückgang schnitten dagegen die Märkte Südamerika und Mittlerer Osten/Afrika negativ ab.

In Europa kamen nach Stellantis-Angaben vor allem vollelektrische Autos gut an. Der Konzern erwähnt positiv die Modelle Citroën C3, C3 Aircross, Opel/Vauxhall Frontera, den Fiat Grande Panda sowie den Jeep Compass. Die Autos des chinesischen Herstellers Leapmotor, an dem Stellantis beteiligt ist, gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Schlechter lief es dagegen bei den Modellen Jeep Avenger, Fiat 600, Opel Mokka und Peugeot 2008. 

Für das erste Quartal 2026 hatte Stellantis konzernweit bereits ein Wachstum der „shipments“ von 12 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 gemeldet. Damals hatten Nordamerika um 17 Prozent und das erweiterte Europa um 12 Prozent zugelegt. 

1,8 Milliarden Dollar für Drohnenhersteller Helsing

Der 2021 gegründete Münchner Drohnen- und Softwarehersteller Helsing hat in einer der bislang größten Finanzierungsrunden für europäische Start-ups 1,8 Milliarden Dollar eingeworben. Die Bewertung des Unternehmens mit seinen über 1.000 Mitarbeitern ist nach Helsing-Angaben nunmehr auf 18 Milliarden Dollar gestiegen. Zu den Investoren zählen unter anderem der kanadische Pensionsfonds CCP Investments und zwei Größen der US-Finanzwelt: JP Morgan Chase und die zur gleichnamigen Investmentbank gehörende Kapitalanlagegesellschaft Goldman Sachs Alternatives. Die Mehrheit des Unternehmens bleibt nach Helsing-Angaben jedoch in europäischem Besitz.

Helsing zählt sich nicht länger zu den Start-ups, sondern zu den sogenannten „Neo Primes“ - das sind softwarezentrierte Jungunternehmen, die den großen etablierten Rüstungsfirmen Konkurrenz machen. Technologischer Schwerpunkt bei Helsing sind nicht die Drohnen, sondern die KI-gestützte Software, die die unbemannten Flugzeuge steuert. Das Unternehmen beliefert unter anderem die ukrainischen Streitkräfte mit Kamikazedrohnen. Seit vergangenem Jahr produziert Helsing auch Unterwasser-Aufklärungsdrohnen, in der Entwicklung ist mit Hilfe des 2025 übernommenen Flugzeugbauers Grob Aircraft ein unbemannter Kampfjet. Die neuen Investorengelder sollen vor allem in die Entwicklung neuer KI-Plattformen fließen.

An der Börse ist der zeitweilige Boom von Rüstungsaktien in diesem Jahr zu Ende gegangen. So hat sich der Rheinmetall -Kurs seit Januar halbiert, steht allerdings immer noch um ein Vielfaches höher als vor fünf Jahren. Der französisch-deutsche Panzer- und Geschützhersteller KNDS hatte seinen geplanten Börsengang kürzlich verschoben. „Neo Primes“ haben bei Investoren offenkundig nach wie vor Konjunktur. Nach Angaben von Helsing war die Finanzierungsrunde stark überzeichnet – was bedeutet, dass das Unternehmen noch mehr Geld hätte einwerben können. Vor knapp zwei Wochen hatte bereits Quantum Systems, ein weiteres bayerisches Jungunternehmen, eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar abgeschlossen. 

Rheinmetall sichert sich Großauftrag in Großbritannien

Rheinmetall übernimmt ​mit Partnern die Digitalisierung ⁠der Gefechtsausbildung britischer Truppen. Die Düsseldorfer seien neben Raytheon ‌an dem Projekt beteiligt, das eine Laufzeit von 15 Jahren ‌habe, ‌teilte der Rüstungskonzern am Montag mit. Auf Rheinmetall entfalle ​dabei ein ⁠Auftragswert von knapp einer Milliarde Euro. Das ​Projekt ermögliche es Rheinmetall, ⁠seine Standorte und ‌die Belegschaft in Großbritannien auszubauen. Das Land ⁠ist einer der ⁠strategischen Kernmärkte von Rheinmetall ⁠in ​Europa. 

KI-Boom treibt Umsatz von Chipfertiger TSMC weiter an

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC ​hat dank des anhaltenden Booms bei ⁠Künstlicher Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal kräftig gesteigert. Die Erlöse kletterten ‌von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf ‌1,27 Billionen ‌Taiwan-Dollar (rund 34,64 Milliarden Euro), wie der taiwanische Konzern am Montag mitteilte. Von LSEG ​befragte Analysten hatten ⁠im Schnitt mit 1,264 Billionen Taiwan-Dollar gerechnet. Der wertvollste börsennotierte Konzern ​Asiens, der den iPhone-Hersteller Apple sowie ⁠den Chip-Entwickler Nvidia ‌zu seinen Kunden zählt, hatte die ursprünglich für vergangenen Freitag geplante Veröffentlichung ⁠seiner Eckdaten wegen ⁠eines Taifuns verschoben. Am Donnerstag will ⁠TSMC ​detaillierte Quartalsergebnisse ⁠präsentieren. 

Fraport senkt Passagierziele für Frankfurt – Finanzausblick steht

Der Flughafenbetreiber Fraport rechnet nach einem schwachen Monat Juni für dieses Jahr nicht mehr mit einem spürbaren Anstieg der Passagierzahlen am Heimatflughafen Frankfurt. So geht Fraport-Chef Stefan Schulte nur noch von einem Abschneiden auf dem Vorjahresniveau von 63,2 Millionen Passagieren aus, bisher standen 65 bis 66 Millionen Fluggäste im Plan. Im Juni ging das Passagieraufkommen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf rund 5,7 Millionen zurück, wie der MDax-Konzern am Montag mitteilte. Vor allem der Nahostkrieg belastete die Zahlen, aus und in die Staaten des Nahen Ostens lag das Minus im Monat bei mehr als einem Viertel. Den Finanzausblick aufs Jahr bestätigte das Management.

Fraport-Chef Schulte sprach von zahlreichen Sonderfaktoren, unter anderem von Streiks bei der Lufthansa und den Krieg im Iran. Dieser habe sich nicht nur direkt auf die Nachfrage nach Flügen in und aus dem Nahen Osten niedergeschlagen. „Die damit verbundenen Befürchtungen einer Kerosin-Mangellage und massive Ölpreissteigerungen haben zu einer spürbaren Buchungszurückhaltung geführt und gleichzeitig zu einem teils deutlich reduzierten Angebot der Airlines“, sagte er laut Mitteilung. Fraport kam in den ersten sechs Monaten auf 28,9 Millionen Fluggäste am Flughafen Frankfurt. Das sind 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Regionen Afrika und Fernost konnten die Schwäche im Nahen Osten mit deutlichen Zuwächsen nicht wettmachen.

Zehntausende Beschwerden über die Post

Aus Frust über verlegte, verlorene oder beschädigte Briefe und Pakete haben Verbraucher Zehntausende Beschwerden bei einer Behörde eingereicht. Wie aus der Website der Bundesnetzagentur hervorgeht, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 35.728 kritische Wortmeldungen beim sogenannten Mängelmelder ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Behörde 22.981 Beschwerden gezählt und damit so viele wie noch nie. Die Zahlen sind laut Netzagentur aber nicht vergleichbar, da sich die Methodik geändert hat.

Die Beschwerden richten sich gegen alle Postdienstleister, in 87 Prozent der Fälle geht es um den Marktführer Deutsche Post/DHL , der als einzige Firma sowohl Briefe als auch Pakete austrägt. Den Mängelmelder gibt es erst seit Herbst 2025. Die Website enthält Fragen mit Multiple-Choice-Antworten, bei denen Verbraucher sich einfach durchklicken und ihre Beschwerde nicht mehr in eigenen Worten ausformulieren müssen, wie es im alten System der Fall war.
Die Post hält Beschwerdezahlen für „aufgebläht“

Die Post argumentiert, dass durch das neue System die Hemmschwelle sinke und sich manch Verbraucher leichter tue mit der Eingabe subjektiv empfundener Mängel, die sich bei näherer Betrachtung jedoch als unberechtigt erwiesen. Und manch neue Beschwerde wäre über das alte System vielleicht gar nicht eingereicht worden.

Die Beschwerden richten sich gegen alle Postdienstleister, in 87 Prozent der Fälle geht es um den Marktführer Deutsche Post/DHL , der als einzige Firma sowohl Briefe als auch Pakete austrägt. Den Mängelmelder gibt es erst seit Herbst 2025. Die Website enthält Fragen mit Multiple-Choice-Antworten, bei denen Verbraucher sich einfach durchklicken und ihre Beschwerde nicht mehr in eigenen Worten ausformulieren müssen, wie es im alten System der Fall war.

Die Post hält Beschwerdezahlen für „aufgebläht“

Die Post argumentiert, dass durch das neue System die Hemmschwelle sinke und sich manch Verbraucher leichter tue mit der Eingabe subjektiv empfundener Mängel, die sich bei näherer Betrachtung jedoch als unberechtigt erwiesen. Und manch neue Beschwerde wäre über das alte System vielleicht gar nicht eingereicht worden.

VW-Chef sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen

Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will ​Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu ⁠schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden, das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeug-Werk in Hannover. Einsparungen an ‌deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“ Das Unternehmen müsse ‌Kosten weiter senken.

Positiv äußerte ‌sich Blume über die neue Elektroflotte: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – ​bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.“ Sorgen bereitet ⁠dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche ​und intensive Konkurrenz.“

Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun ⁠Millionen Fahrzeuge pro ‌Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen - Modelle von ⁠VW, Skoda ⁠und Seat etwa machen sich gegenseitig Konkurrenz.

In den Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm ⁠und Hannover arbeiten ​40.000 ⁠Menschen. VW überlegt nach früheren Angaben, dort ​Rüstungsfirmen anzusiedeln oder eigene, in China entwickelte Modelle zu bauen. ‌Zudem sollen bis 2030 von weltweit 21.000 Management-Posten 5000 gestrichen werden. Wie viele ​der mehr als 650.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen ​könnten, hatte der Vorstand offen gelassen.

Meta stellt neue KI-Bildfunktion nach Kritik wieder ein

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine ​erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung ⁠von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder ‌auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren. Das Unternehmen teilte am Freitag (Ortszeit) mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich ‌des Datenschutzes reagiert. „Wir ‌haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar“, ​hieß es in einer Erklärung. ⁠Meta hatte die Anwendung „Muse Image“ erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots ​auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend ⁠auf Widerstand, ‌da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, ⁠das Werkzeug manuell ⁠abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und ⁠als ​völlige ⁠Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA ​begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich ‌wieder einzustellen.

VW verkauft weniger Autos – Elektro-Nachfrage steigt

Der VW-Konzern leidet weiter unter schwachen Verkaufszahlen vor allem in China. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen in den Monaten April bis Juni auf nur noch 2,08 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, fast 9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Wolfsburger mitteilten. Der Rückgang fiel damit noch etwas stärker aus als im Quartal davor. Von Januar bis März stand ein Minus von 4 Prozent.

Bei der Kernmarke Volkswagen gingen die Auslieferungen sogar um 14 Prozent nach unten auf 1,02 Millionen Fahrzeuge. Etwas besser lief es bei Audi mit einem Minus von 8,2 Prozent auf 367.000 Autos. Porsche hatte schon einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr gemeldet. Im zweiten Quartal lag das Minus sogar bei 18 Prozent auf noch 61.300 Sport- und Geländewagen. Skoda meldete dagegen fast 5 Prozent Plus auf knapp 284.000 Autos.

In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein, auf nur noch 424.300 Fahrzeuge. Besser lief es dagegen in Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden: 242.000 Autos wurden dort ausgeliefert, fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Minus im ersten Quartal konnte damit aber noch nicht ausgeglichen werden. Zulegen konnte der Konzern in Europa: In Westeuropa wurden gut 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den E-Autos lag das Plus europaweit sogar bei knapp 6 Prozent auf gut 200.000 Fahrzeuge.

Positiv entwickelte sich den Angaben zufolge auch der Auftragseingang für die E-Autos. Für die neuen Elektro-Einstiegsmodelle von VW, Skoda und Cupra wie den ID. Polo lägen bereits mehr als 54.000 Bestellungen vor. Der Auftragsbestand vollelektrischer Fahrzeuge in Europa habe sich gegenüber Ende vergangenen Jahres insgesamt um mehr als 50 Prozent erhöht. Fast ein Drittel des Auftragsbestandes in Europa entfalle inzwischen auf reine Batterieautos.

Über die Sparpläne des Konzerns berichtet unser VW-Reporter Christian Müßgens:

Bei der Kernmarke Volkswagen gingen die Auslieferungen sogar um 14 Prozent nach unten auf 1,02 Millionen Fahrzeuge. Etwas besser lief es bei Audi mit einem Minus von 8,2 Prozent auf 367.000 Autos. Porsche hatte schon einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr gemeldet. Im zweiten Quartal lag das Minus sogar bei 18 Prozent auf noch 61.300 Sport- und Geländewagen. Skoda meldete dagegen fast 5 Prozent Plus auf knapp 284.000 Autos.

In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein, auf nur noch 424.300 Fahrzeuge. Besser lief es dagegen in Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden: 242.000 Autos wurden dort ausgeliefert, fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Minus im ersten Quartal konnte damit aber noch nicht ausgeglichen werden. Zulegen konnte der Konzern in Europa: In Westeuropa wurden gut 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den E-Autos lag das Plus europaweit sogar bei knapp 6 Prozent auf gut 200.000 Fahrzeuge.

Positiv entwickelte sich den Angaben zufolge auch der Auftragseingang für die E-Autos. Für die neuen Elektro-Einstiegsmodelle von VW, Skoda und Cupra wie den ID. Polo lägen bereits mehr als 54.000 Bestellungen vor. Der Auftragsbestand vollelektrischer Fahrzeuge in Europa habe sich gegenüber Ende vergangenen Jahres insgesamt um mehr als 50 Prozent erhöht. Fast ein Drittel des Auftragsbestandes in Europa entfalle inzwischen auf reine Batterieautos.

Über die Sparpläne des Konzerns berichtet unser VW-Reporter Christian Müßgens:

BMW-Absatz sinkt um 4,9 Prozent

Abstürzende Verkäufe in China drücken BMWs Absatzzahlen im zweiten Quartal ins Minus. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590.962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW weiter mitteilt. Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen minimal steigenden Absatz vermeldet.

Vor allem in China lief es sehr schlecht. Mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen.

Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.

Vor allem in China lief es sehr schlecht. Mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen.

Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.

Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro durch Pharma-Deal

Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringe, teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital.

Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhütungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhütungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.