Rückgang im zweiten Quartal BMW-Absatz in China bricht ein

Lange erschien BMW krisenfest, doch inzwischen holt die Absatzschwäche in Fernost auch den deutschen Vorzeige-Autohersteller ein. Abstürzende Verkäufe in China haben bei BMW im zweiten Quartal zu insgesamt sinkenden Absatzzahlen geführt. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590.962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW am Freitag mitteilte.

Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen leicht steigenden Absatz vermeldet. Vor allem in China lief es schlecht – mit dem dortigen Markt hatte BMW zuletzt auch seine jüngste Gewinnwarnung begründet, die zu einem Kursrutsch der Aktie führte. Der Absatz in China sackte im zweiten Quartal um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic (57) muss bereits kurz nach Amtsantritt umsteuern und den Konzern absichern.

Zuwächse in Europa und den USA

Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen.

Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.

Im Vergleich zu seinen beiden großen deutschen Konkurrenten Mercedes und Audi liegt BMW mit den aktuellen Zahlen etwas besser. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos gemeldet, Audi aktuell einen Rückgang um gut 8 Prozent auf 367.139. „Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern“, sagt Vertriebsvorstand Jochen Goller. Für den neuen iX3 Klasse sei man auf Kurs für 100.000 Auftragseingänge.