Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:28 Darüber wollen die USA und Russland verhandeln +++
Das Datum der Friedensverhandlungen von den USA mit Russland und der Ukraine steht fest. Für ntv ordnet Russland-Korrespondent Rainer Munz die bereits bekannten Gesprächsthemen ein und blickt hoffnungsvoll auf die bereits beendete Feuerpause in Oleschky.
+++ 15:55 Melania Trump kündigt Treffen mit Vertretern Russlands und der Ukraine an +++
First Lady Melania Trump kündigt nach ihrer Vermittlung einer Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky ein Treffen mit Vertretern der Ukraine und Russlands im Weißen Haus an. Sie persönlich werde die Repräsentanten von zwei Nationen zusammenbringen, die sich aktiv im Krieg befinden, teilt das Weiße Haus mit. Zudem werde Melania Trump am Donnerstag um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) über die Oleschky-Waffenruhe sprechen. Welche Vertreter Russlands und der Ukraine an der Begegnung teilnehmen sollen, ist unklar.
+++ 15:24 Nach Foltergerüchten: Mob wütet vor Nationalgarde-Haus nahe Kiew +++
In einem Dorf nahe Kiew gibt es vor einem von der ukrainischen Nationalgarde genutzten Haus Proteste. Zuvor waren online Gerüchte verbreitet worden, dass dort Menschen festgehalten und gefoltert würden. Kiews Polizei und die Nationalgarde weisen das zurück.
+++ 15:08 Merz sichert der Ukraine zusätzliche Winterhilfe zu +++
Deutschland unterstützt die Ukraine vor dem schwierigen Winter mit zusätzlichen Hilfen. "Wir werden unsere Hilfe fortsetzen, bis dieser Krieg beendet ist", sagt Bundeskanzler Friedrich Merz bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Die zusätzliche Winterhilfe soll 200 Millionen Euro umfassen, darunter 100 Millionen im Etat des Auswärtigen Amtes und 100 Millionen als Teil der Entwicklungspolitik.
+++ 14:57 Merz ruft zu weiterer Ukraine-Hilfe auf: "Alle Europäer tragen Verantwortung" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz ruft die europäischen Partner zur weiteren Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine auf. Deutschland setze seine Unterstützung unverändert fort, sagt er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. "Klar ist aber auch: Alle Europäer tragen Verantwortung, nicht nur die Deutschen." Dem Kanzler zufolge soll es am 19. November in Berlin ein Treffen der in der Koalition der Willigen vereinten Ukraine-Unterstützer geben. Man habe sich in der Nato auf eine militärische Ukraine-Unterstützung von 70 Milliarden Euro für das Jahr 2026 verständigt, sagt Merz. "Wir müssen auch dafür sorgen, dass alle Partner dieser Verpflichtung nachkommen." Deutschland leiste Hilfe, weil es vom Ukraine-Krieg direkt betroffen sei. "Der Ausgang dieses Krieges wird die europäische Sicherheit für lange Zeit prägen."
+++ 14:38 Tusk: Versuchte Provokation an Grenze zu Kaliningrad verhindert +++
Polen verhindert nach den Worten von Regierungschef Donald Tusk in der Nacht zum Dienstag eine versuchte "Provokation" an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. "Uns ist es gelungen, Provokationsversuche abzuwenden - falls dies tatsächlich die Absicht war", sagt Tusk vor Journalisten. Er sei kurz nach Mitternacht über verdächtige Aktivitäten entlang der Grenze im Norden Polens informiert worden, fügt Tusk an.
+++ 13:59 38 Tote nach russischen Luftangriffen +++
Russische Angriffe in der Ukraine haben nach Angaben regionaler Behörden innerhalb eines Tages mindestens 38 Menschen getötet und 158 weitere verletzt. So sind bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Dnipro im zentralöstlichen Landesteil zwei Menschen gestorben, 20 wurden verletzt. Das berichtet der "Kyiv Independent". Bei einem Luftangriff auf ein Dorf im Gebiet Saporischschja kamen mindestens 31 Menschen ums Leben. In der Region Donezk wurden vier Menschen getötet, in der Region Sumy einer.
+++ 13:39 Ukrainische Haushalte landesweit ohne Strom +++
Russland hat den bislang größten Massenangriff auf die Energieinfrastruktur der Ukraine in diesem Jahr gestartet. Ziel sind Umspannwerke, Übertragungsnetze und Kraftwerke in zehn Oblasten. Haushalte im ganzen Land sind ohne Strom. Die Energiebehörden registrieren eine der größten Angriffswellen russischer ballistischer Raketen auf kritische Infrastruktur. Russland setzt außerdem Marschflugkörper sowie Drohnen mit Strahl- und Propellerantrieb ein, sagt Vitalii Zaichenko, Geschäftsführer des staatlichen Netzbetreibers Ukrenergo, dem "Kyiv Independent".
+++ 13:15 Fake-Jobs locken Indonesier an russische Front +++
Ein Job im Ausland, ein üppiges Gehalt und eine hohe Prämie zum Einstieg: Mit solchen Versprechen sollen Anwerber Indonesier dazu gebracht haben, sich den russischen Streitkräften im Krieg gegen die Ukraine anzuschließen. Die indonesische Polizei ermittelt wegen Menschenhandels und hat in fünf Verfahren insgesamt 13 Verdächtige benannt. Unter ihnen sind zwei russische und ein ukrainischer Staatsbürger sowie zehn Indonesier, wie die Polizei mitteilt. Die Anwerber sollen ihre Angebote über soziale Medien verbreiten und zunächst verschiedene zivile Tätigkeiten im Ausland in Aussicht stellen. Wer sich über Online-Formulare bewirbt, werde anschließend von den Vermittlern kontaktiert und abgeholt. Erst dann würden die Interessenten erfahren, worum es tatsächlich geht: Sie sollen für Russland kämpfen und als Söldner in den Krieg ziehen. Wer daraufhin einen Rückzieher machen und nach Hause zurückkehren will, muss laut Polizei damit rechnen, die Kosten für den Rücktransport in den Heimatort selbst bezahlen zu müssen.
+++ 13:06 Vertreter von EU, USA und Ukraine verhandeln in Brüssel +++
Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten treffen sich morgen (Mittwoch) in Brüssel zu Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine. Neben der Ukraine und den USA werden auch Verhandler aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der Nato und der Weltbank erwartet, sagt eine Sprecherin der EU-Kommission. Die nationalen Sicherheitsberater sollen an den Gesprächen teilnehmen. Wer von US-Seite anreist, ist noch unklar. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat zuvor neue Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland am 10. und 11. November in Abu Dhabi angekündigt. Die Dreiergespräche sollen den seit Monaten stockenden Friedensbemühungen neuen Schwung verleihen.
Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj im Berliner Kanzleramt mit militärischen Ehren. Danach wollen sie sich für Gespräche und ein Mittagessen ins Kanzleramt zurückziehen. Gegen 14 Uhr soll es eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Bei dem Gespräch mit Merz dürfte es auch um die Vorbereitung eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen übernächste Woche in Berlin gehen. Dazu zählen Länder, die die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen
+++ 12:34 Selenskyj in Berlin eingetroffen +++
Am Vormittag ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin eingetroffen. Er will mit Bundeskanzler Merz über die kommenden Gespräche mit Russland reden. Auch die ukrainische Flugabwehr und Hilfen für die angeschlagene Energieversorgung sind Thema. Das teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Begrüßt wurde er am Flughafen unter anderem vom ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev. Aus Sicherheitsgründen wurde der Besuch vorher nicht öffentlich angekündigt.
+++ 12:08 Zahl der Toten nach russischem Angriff auf Schule steigt auf 31 +++
Die Zahl der Todesopfer bei einem russischen Luftangriff auf eine als Verteilstelle für Hilfsgüter genutzte Schule im Südosten der Ukraine ist auf mindestens 31 gestiegen. Nach Angaben des kommissarischen Leiters der regionalen Militärverwaltung von Saporischschja, Mychajlo Semykin, werden noch 50 Menschen vermisst. Unter den Opfern befinden sich den Rettungskräften zufolge zwei Helfer und vier Polizisten. Sie seien durch eine zweite Angriffswelle getötet worden, nachdem die russischen Streitkräfte kurz nach dem ersten Schlag erneut Bomben abgeworfen hatten.
+++ 11:55 Russische Hacker spähen Behörden und Einrichtungen aus +++
Eine russlandnahe Hackergruppe soll seit Monaten gezielt ukrainische Behörden und Organisationen in Frontnähe ausspionieren. Das zeigt eine aktuelle Analyse des europäischen IT-Sicherheitsherstellers ESET. Die Gruppe "Gorbag" ist demnach seit mindestens Februar 2025 aktiv und konzentriert sich ausschließlich auf Ziele in der Ukraine. Sie greife ihre Opfer mit sogenannten Spear-Phishing-E-Mails an, heißt es. Rund ein Viertel der identifizierten Opfer entfällt auf Justiz- und Strafverfolgungsbehörden. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung und Dokumentation mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Weitere Ziele sind Stadt- und Regionalverwaltungen nahe der Front, die den Angreifern unter anderem Einblicke in lokale Verteidigungsmaßnahmen oder die Folgen der Kampfhandlungen liefern könnten.
+++ 11:29 Kreml hofft auf Gespräche mit China und USA +++
Der Kreml hofft, dass die Pläne für ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, Russlands und Chinas bald unter Dach und Fach sind. "Unter den Teilnehmern des möglichen Treffens herrscht Einigkeit darüber, dass dies angemessen und äußerst sinnvoll wäre", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Reportern in einer Telefonkonferenz. Derzeit werde an der Koordinierung des Treffens gearbeitet. Dieses soll im am Rande des Apec-Wirtschaftsgipfels (18. und 19. November) im chinesischen Shenzen stattfinden. Erst zuvor hat der Kreml-Sprecher eine Teilnahme an den Ukraine-Gesprächen mit den USA in Abu Dhabi kommende Woche bestätigt.
+++ 11:03 Russland bestätigt Friedensgespräche +++
Auch der Kreml hat mittlerweile die Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA kommende Woche bestätigt. Sie soll am Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi stattfinden, auf Ebene der Staats- und Regierungschefs. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, Putins Berater Wladimir Medinski werde die russische Delegation leiten. "Medinski wird als Chefunterhändler Moskaus bei den Gesprächen fungieren", so Peskow. Zuvor hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff den Gipfel angekündigt. Ziel sei es, die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden zu drehen. Die letzten von den USA vermittelten Friedensgespräche hatten im Februar stattgefunden, bevor die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begannen. Die Ankündigung des trilateralen Treffens kommt inmitten verstärkter Angriffe Russlands auf die Ukraine und Selenskyjs Besuch in Berlin bei Kanzler Merz.
+++ 10:38 Russland greift Krankenhaus in Charkiw an - 73 Verletzte +++
Nach dem russischen Angriff auf ein Krankenhaus in Charkiw steigt die Zahl der Verletzten auf 73 an. Das teilt das Büro des Generalstaatsanwalts auf Telegram mit. Eine Fliegerbombe habe in einem Durchgang zwischen den Gebäuden eines Krankenhauses eingeschlagen. Fassaden und Abteilungen der medizinischen Einrichtung wurden beschädigt. Fenster gingen zu Bruch. Bei den Verletzten soll es sich um Patienten, medizinisches Personal und Anwohner der umliegenden Häuser handeln.
+++ 10:32 Russland: Drohnen-Attacke auf Moskau abgewehrt +++
Russland hat in der Nacht zu Dienstag nach eigenen Angaben Hunderte Drohnen abgewehrt. Bis zum Morgen seien 493 Drohnen auf Moskau zugesteuert, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Die meisten Drohnen wurden ihm zufolge in größerer Entfernung von der Hauptstadt abgewehrt. 187 Drohnen seien dagegen erst abgefangen worden, "als sie sich Moskau näherten".
+++ 10:30 Mehr als 200 Gefechte an der Front +++
In den vergangenen 24 Stunden sind entlang der Front 206 Zusammenstöße zwischen den ukrainischen und russischen Streitkräften gezählt worden. Das teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit.
+++ 10:20 Selenskyj in Berlin: 3400 Polizisten im Einsatz +++
Wegen des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin und einer Konferenz mit weiteren hochrangigen Gästen hat die Polizei umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Rund 3400 Polizisten sind heute zusätzlich im Einsatz. Unterstützung sei aus fast ganz Deutschland gekommen, heißt es. Autofahrer müssten in der Hauptstadt mit Staus und Verkehrsbehinderungen rechnen. Teile des Regierungsviertels wurden gesperrt, dort stehen seit dem Morgen bewaffnete Polizisten an den Absperrgittern. Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei sind mit Scharfschützen postiert.
+++ 10:09 Russland hat bereits 1,59 Millionen Soldaten verloren +++
Russland hat seit Beginn des Krieges 1.594.830 Soldaten verloren. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mit. Allein im Laufe des vergangenen Tages sind demnach 2.060 Verluste hinzugekommen. Dem Bericht zufolge wurden insgesamt 12.452 Panzer, 25.633 gepanzerte Kampffahrzeuge, 169.473 Fahrzeuge und Treibstofftanks sowie 51.840 Artilleriesysteme zerstört.
+++ 09:50 Luftangriffe in Saporischschja: Zahl der Toten steigt +++
Nach den russischen Luftangriffen auf ein Dorf in der Region Saporischschja laufen nach wie vor die Rettungsarbeiten. Wie Präsident Selenskyj schreibt, steigt die Zahl der Toten von 26 auf 29. Unter den Trümmern befinden sich noch immer Menschen. Die Arbeiten werden fortgesetzt, so Selenskyj, sobald es die Sicherheitslage es erlaubt. Es besteht die Gefahr von weiteren russischen Angriffe.
+++ 09:36 Fast 300 russische Drohnen in nur einer Nacht +++
Russland hat in der Nacht einen massiven Angriff auf die kritische Infrastruktur der Ukraine durchgeführt, schreibt Präsident Selenskyj auf der Plattform X. Das Hauptziel war der Energiesektor, Stromerzeugungsanlagen und Umspannwerke, in den Regionen Odessa, Tscherkassy, Schytomyr, Winnyzja, Charkiw, Dnipro, Tscherniwzi, Tschernihiw und Riwne. In vielen Städten und Gemeinden kommt es weiterhin zu Not- und ungeplanten Stromausfällen. "Allein in der vergangenen Nacht haben die Russen 289 Angriffsdrohnen, 17 ballistische Raketen und 59 Marschflugkörper abgefeuert. Und auch jetzt noch dauert der Luftalarm an, und es besteht die Gefahr neuer russischer Raketen- und Drohnenangriffe", so Selenskyj. Und weiter: "Es ist sehr bezeichnend, dass all dies am Tag der Kongresswahlen in den USA geschieht. Die Russen glauben, dass Amerika dieses Signal von ihnen nicht bemerken wird. Doch solcher Terror muss bemerkt und gestoppt werden."
+++ 09:24 Russischer Raketenangriff auf Dnipro: Ein Toter, 17 Verletzte +++
Nach der russischen Attacke auf die ukrainische Großstadt Dnipro gibt es einen Toten, 17 Menschen wurden verletzt. Das schreibt der Leiter der regionalen Militärverwaltung Oleksandr Hanzha auf Telegram. Ihm zufolge wurden auch Krankenhäuser beschädigt. Die Patienten wurden in andere medizinische Einrichtungen verlegt. Zu dem Raketenangriff kam es in den frühen Morgenstunden.
Vor neuen Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges kommt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute nach Berlin. Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Rede bei der IHK Berlin angekündigt. "Er wird gleich über Mittag wieder bei mir sein", so Merz. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden. Erwartet wird, dass Selenskyj auch die Sicherheitskonferenz besuchen wird, die heute in Berlin startet. Für 10 Uhr ist im Programm die Ansprache eines namentlich nicht genannten "Sondergasts" ausgewiesen. Inhaltlich soll es bei der Konferenz um den Krieg in der Ukraine und die Abwehr von Gefahren aus Russland gehen. Tausende Polizisten sind in Berlin im Einsatz, es gibt weiträumige Absperrungen. Zuletzt war Selenskyj im Mai zu Gast.
+++ 08:59 Massive Stromausfälle nach russischen Angriffen +++
Russische Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur führen nach Angaben der Behörden in Teilen des Landes wieder zu massiven Stromausfällen. In der nördlichen Region Schytomyr sind mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom, wie Gouverneur Witalij Bunetschko mitteilt. Betroffen sind rund 130 Ortschaften. In der südlichen Region Odessa kommt es zu Notabschaltungen, nachdem ein Angriff eine Anlage des privaten Energieversorgers DTEK schwer beschädigt hat, wie das Unternehmen erklärt. Die Anlage gerate in den vergangenen zwei Monaten wiederholt unter Beschuss. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich länger dauern.
+++ 08:44 Russland attackiert erneut Dnipro +++
Russische Truppen haben erneut die ukrainische Großstadt Dnipro angegriffen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt und Wohngebäude beschädigt. Das teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung Oleksandr Hanzha auf Telegram mit. Der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatov, schreibt auf Facebook, dass auch ein Wärmekraftwerk, ein Wohnviertel und eine Polizeistation getroffen wurden.
+++ 08:29 Strack-Zimmermann: "Europa ist in der Pflicht" +++
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, fordert eine stärkere sicherheitspolitische Rolle Europas im Ukraine-Krieg. "Europa ist in der Pflicht", sagt sie im ARD-"Morgenmagazin". Das gelte vor allem für Deutschland und andere große Länder. "Und wir haben auch keine Alternative dazu, weil alles andere wäre für uns lebensgefährlich. Und wenn wir weiter in Freiheit leben wollen, dann müssen wir das sehr, sehr ernst nehmen." Scharf kritisiert Strack-Zimmermann US-Präsident Donald Trump: Er schicke "seinen Schwiegersohn zu Verhandlungen nach Russland und Herrn Witkoff, das sind ja keine Diplomaten, da geht es einfach um Business". Die FDP-Politikerin ist Kongresspräsidentin der 25. Berliner Sicherheitskonferenz, die heute Vormittag in der Hauptstadt eröffnet wird.
+++ 08:09 Ukraine: Mehr als 60 Verletzte nach Krankenhausangriff +++
Nach der Attacke auf ein Krankenhaus in der Großstadt Charkiw ist die Zahl der Verletzten auf 62 Menschen gestiegen. Das schreibt der Gouverneur des ostukrainischen Gebietes, Oleh Synjehubow, auf der Plattform Telegram. Zuvor war von 46 Verletzten die Rede.
+++ 07:50 Polen stationiert Anti-Terror-Einheit nahe der russischen Grenze +++
Polen hat in der Nähe von der russischen Exklave Kaliningrad polizeiliche Anti-Terror-Einheiten stationiert. Hintergrund sind Warnungen der Geheimdienste vor möglichen Sabotageakten in den kommenden Tagen. Das sagte der Chef der nationalen Polizei Marek Boron gegenüber dem polnischen Nachrichtensender RMF FM. Die Sicherheitsmaßnahmen stehen im Zusammenhang mit wachsender Sorge über Vorfälle im Luftraum entlang der Nato-Ostflanke.
+++ 07:25 Russland baut Langstreckenangriffe aus +++
Russland hat seine Langstreckenangriffe gegen die Ukraine weiter intensiviert. Das geht aus einer Studie des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Demzufolge wurden im Oktober vor allem jetgetriebene Drohnen und Quasi-Marschflugkörper eingesetzt. Laut den Daten des ukrainischen Generalstabs haben die russischen Streitkräfte im Oktober 6.473 Langstrecken-Angriffsdrohnen vom Typ "Shahed" / "Geran" gegen die Ukraine abgefeuert. Etwa 75 Prozent davon wurden abgeschossen.
+++ 07:03 Ukraine: Fast 50 Verletzte bei Angriff auf medizinische Einrichtung +++
Bei einem russischen Angriff auf eine medizinische Einrichtung in Charkiw sind mindestens 46 Menschen verletzt worden. Das schreibt der Bürgermeister der östlichen Großstadt, Ihor Terechow, auf der Plattform Telegram. Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern wurden aufgrund der Detonationen rund 1.000 Fenster beschädigt. Laut dem "Kyiv Independent" müssen rund 200 Patienten aus der beschädigten Einrichtung evakuiert werden. Charkiw ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nahe der russischen Grenze und der Frontlinie.
+++ 06:42 Russische Ölraffinerie in Jaroslaw in Flammen +++
Die Ukraine soll in der Nacht die Ölraffinerie Slavneft-Yanos in der russischen Stadt Jaroslawl mit Drohnen angegriffen haben. Das berichtet der "Kyiv Independent". Demzufolge hätten Anwohner mehrere Brände auf dem Gelände gemeldet. Zu möglichen Opferzahlen oder Schäden gibt es noch keine Angaben. Slavneft-Yanos ist eine der größten Ölraffinerien Russlands, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau. Jährlich werden dort etwa 15 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet.
+++ 06:20 2800 Soldaten aus elf Ländern bei Ukraine-Übung in Polen +++
Rund 2800 Soldaten aus elf Ländern werden ab dem 9. November in Polen am ersten Militärmanöver der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen. Dabei solle getestet werden, wie nach dem Ende des Kriegs ein dauerhafter Frieden gesichert werden könne, teilt das britische Verteidigungsministerium in der Nacht mit. Großbritannien und Frankreich leiten die Übung "Koalicja 2026" (Koalition 2026), die bis zum 22. November laufen soll. Auch Deutschland beteiligt sich. Das Manöver der Ukraine-Verbündeten war bereits zuvor angekündigt worden, zunächst aber ohne genauere Details wie die Zahl der beteiligten Truppen.
+++ 05:44 Hochkarätig besetzte Sicherheitskonferenz in Berlin - Ukraine im Mittelpunkt +++
Hochrangige Vertreter aus Europas Politik, Streitkräften und Sicherheitsbehörden kommen heute zu einer Sicherheitskonferenz in Berlin zusammen. Diesjähriges Partnerland der Berlin Security Conference ist Litauen; Präsident Gitanas Nauseda wird die Konferenz am Morgen eröffnen (09.00 Uhr). Für 10.00 Uhr ist im Programm die Ansprache eines namentlich nicht genannten "Sondergastes" ausgewiesen. Inhaltlich soll es bei der Konferenz schwerpunktmäßig um den Krieg in der Ukraine und die Abwehr von Gefahren aus Russland gehen.
+++ 04:23 Ukraine: Angriff auf russische Warn-App war Vergeltung +++
Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze gewesen. "Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagt Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen. Das war ein Cyberangriff", sagt er weiter. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt. Die Warn-Apps der beiden Kriegsparteien informieren ihre Bürger unter anderem über drohende Luftangriffe. Russland greife mit Cyberattacken immer wieder Ziele an, um der Zivilbevölkerung zu schaden, darunter auch ukrainische Banken oder das Rentensystem, erklärt Selenskyj weiter.
+++ 02:38 USA: Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi am 10. November +++
Die USA wollen Delegationen aus der Ukraine und Russland am 10. und 11. November in Abu Dhabi zu Gesprächen über eine Beendigung des Krieges zusammenbringen. Dabei solle es um Sicherheitsvereinbarungen für die Nachkriegszeit, eine Deeskalation und humanitäre Maßnahmen gehen, sagt ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. Für die USA sollen die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner an den Verhandlungen teilnehmen. Der russische Präsident Wladimir Putin habe nach einem Treffen mit Witkoff vor zwei Wochen in St. Petersburg einer neuen Runde dreiseitiger Beratungen zugestimmt. Dem Regierungsvertreter zufolge kommen US-Gesandte bereits in dieser Woche in Brüssel mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der EU und der Nato zusammen.
+++ 01:25 Lettland gibt nach Luftraum-Alarm Entwarnung +++
Nach einer Warnung vor einer Bedrohung im eigenen Luftraum geben die lettischen Streitkräfte in der Nacht Entwarnung. Das Objekt sei vermutlich auf lettischem Boden in einem Gebiet nahe der russischen Grenze niedergegangen, teilt das Militär mit. Zuvor hatte die Armee die Bevölkerung alarmiert. "Bringen Sie sich in Sicherheit! Es besteht eine Bedrohung im lettischen Luftraum", heißt es in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst X. Die Bewohner zweier östlicher Regionen waren aufgefordert worden, in geschlossenen Räumen Schutz zu suchen. Kampfflugzeuge der Nato seien zur Luftraumüberwachung aufgestiegen. Ukrainische Militärdrohnen sind bei Angriffen auf russische Ölhäfen in der Ostsee bereits mehrmals in den Luftraum von Finnland, Estland, Lettland und Litauen eingedrungen. Einige der Drohnen hatten dabei ihre Ziele verfehlt und Alarm in den Nachbarländern ausgelöst.
+++ 23:53 Ukrainische Luftabwehr schießt 139 Drohnen und acht Raketen bei russischen Angriffen ab +++
Das russische Militär hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew seit dem Morgen mit 171 Kampfdrohnen unterschiedlicher Typen angegriffen sowie mit zehn Raketen. Die ukrainische Luftverteidigung schoss 139 Drohnen und acht Raketen ab oder setzte sie außer Gefecht. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mit. "Im Laufe des 2. November, in der Zeit von 06:30 bis 19:00 Uhr, griff der Feind die Ukraine mit 171 Kampfdrohnen - darunter 'Gerbera'-Drohnen und weitere Typen - sowie mit zehn Raketen des Typs S8000 'Banderol/Dan-T' an", heißt es in der Erklärung.
+++ 22:35 Gouverneur: Mindestens 26 Tote bei Luftangriffen auf Dorf in Saporischschja +++
Bei russischen Angriffen auf ein Dorf im Südosten der Ukraine sterben örtlichen Behörden zufolge mindestens 26 Menschen. In Komyschuwacha in der Region Saporischschja gebe es durch mehrere russische Angriffe mindestens 26 Todesopfer, teilt der örtliche Gouverneur Mychailo Semikin auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, die Angriffe hätten auf eine Schule abgezielt, die zu "humanitären Zwecken" genutzt worden sei. "Menschen haben dort humanitäre Hilfe erhalten", teilt er mit Blick auf die getroffene Schule mit. Jeden Montag seien dort Hilfsgüter ausgegeben worden und die Russen hätten genau in dem Moment angegriffen, als die ersten Menschen dort eintrafen. Von ukrainischen Rettungsdiensten veröffentlichte Bilder zeigen ein ehemaliges Gebäude, das zu rauchenden Trümmern zerfallen war, sowie Rettungskräfte, die vor Ort im Einsatz sind. Unter den Getöteten sind Gouverneur Semikin zufolge "ein Polizeibeamter und zwei Rettungskräfte des staatlichen Rettungsdienstes".
+++ 21:57 Selenskyj warnt: Russland bereitet großangelegten Angriff vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen großangelegten russischen Angriff auf die Ukraine. Das sagt der Staatschef unter Berufung auf Geheimdienstberichte in seiner abendlichen Videoansprache. "Uns liegen Geheimdienstinformationen vor, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf unser Land vorbereitet - wobei es vor allem auf Energie- und Logistikeinrichtungen abzielt", so Selenskyj. Die Russen setzten darauf, dass sich die Aufmerksamkeit der Welt auf "die amerikanischen Zwischenwahlen" richte und die Geschehnisse in der Ukraine dabei übersehen würden, so der ukrainische Präsident. "Wir brauchen Signale aus der Welt an Russland, die deutlich machen, dass Terror zwecklos ist und keinerlei Vorteile bringt. Solange dieser Krieg andauert, wird ihr Öl brennen, und sie werden kein Geld mehr durch Geschäfte mit der Welt verdienen können", betonte Selenskyj.
+++ 21:07 Selenskyj-Berater: Neuer Schutzschirm schützt Kiew vor Angriffen +++
Nach Angaben von Serhij "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Präsidenten für Verteidigungstechnologien, ist über Kiew eine Art "Schutzschirm" errichtet worden. Dieser stört die Funkverbindungen, welche von "Shahed"-Drohnen genutzt werden, erklärt Beskrestnow bei Facebook. Mit dem sogenannten Mesh-Netzwerk würden russische Truppen die Drohnen und ihre Munition fernsteuern.
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