TickerKrieg in der Ukraine

Kiews Raketen erwischen 6 Kampfjets am Boden ++ Russland nimmt Schweden fest

Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.

Das Wichtigste im Überblick

  • Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
  • Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
  • Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.

Ukrainische Raketen erwischen 6 russische Kampfjets am Boden

Die Ukraine will sechs russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34M auf einem Flugplatz in Westrussland beschädigt haben.

🔥👀 Satellite images of the consequences of the destruction of 6 Su-34 aircraft by Neptune missiles at the Borisoglebsk airfield, - Dnipro Osint

— MAKS 26 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 15. Oktober 2026 um 12:44
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Dabei seien «Neptun»-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilte die ukrainische Marine in den sozialen Netzwerken mit.

Attackiert wurde demnach der mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte Militärflugplatz Borissoglebsk im russischen Gebiet Woronesch.

AviVector has published satellite imagery showing the aftermath of Ukraine’s Neptune missile strike on the Russian Su-34 parking area at Borisoglebsk airbase in Voronezh region.

— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 15. Oktober 2026 um 11:49
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In der Nacht kursierten in sozialen Netzwerken nicht überprüfbare Fotos von Bränden, die den Angriff belegen sollen. Russische Militärblogger bestätigten den Angriff samt Schäden.

Die russische Luftwaffe setzt Su-34-Jagdbomber für den Abwurf von Gleitbomben ein. Die mit Flügelkonstruktionen versehenen Bomben werden von den Kampfbombern aus grosser Höhe und Dutzende Kilometer entfernt von der gegnerischen Flugabwehr auf Ziele abgeworfen.

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Nach ukrainischen Angaben setzt Russland durchschnittlich täglich 200 Gleitbomben gegen Ziele in der Ukraine ein. Ein Verlust von gleich sechs Kampfflugzeugen würde die russische Luftwaffe erheblich schwächen.

Merz wirbt bei EU-Gipfel für Aufstockung der Ukraine-Hilfe

Der deutsche Regierungschef Friedrich Merz hat zum Auftakt des EU-Gipfels für eine weitere Aufstockung der Mittel für die Ukraine geworben.

«Ich habe heute Morgen in verschiedenen kleineren Treffen dafür plädiert, dass wir alles tun, um der Ukraine auch über den Winter zu helfen, auch im nächsten Jahr zu helfen», sagte er in Brüssel. «Wir werden hier auch noch einmal die Mittel aufstocken müssen, um der Ukraine wirklich dauerhaft zu helfen.» Konkreter wurde er nicht.

Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hatte im September bei einem Besuch in Brüssel erklärt, dass im regulären Haushalt seines Landes für nächstes Jahr 32,6 Milliarden US-Dollar (27 Milliarden Franken) fehlten. Die Lücke für die Verteidigungsausgaben bezifferte er auf 45 Milliarden US-Dollar (37,4 Milliarden Franken). Für das laufende Jahr ist die Finanzierung der Ukraine gesichert.

Tote nach russischen Luftangriffen

Infolge russischer Drohnenangriffe sind im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit.

Demnach dauerten die Angriffe über zehn Stunden. Einschläge habe es in der Gebietshauptstadt Kropywnyzkyj in Logistikzentren, Lagerhallen und Wohnhäusern gegeben. In der Region sei auch die Transportinfrastruktur angegriffen worden. Brände brachen demnach aus.

Russia killed 3 people in Kropyvnytskyi in the biggest attack on its oblast since the full-scale invasionThe oblast head counted almost 360 drones over Kirovohrad Oblast and hits on 26 locations. 🔗 euromaidanpress.com/2026/10/15/r...

— Euromaidan Press (@euromaidanpress.bsky.social) 15. Oktober 2026 um 14:38
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Im benachbarten Gebiet Poltawa wurden nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens Naftogaz Gasförderanlagen von Drohnen angegriffen. Demzufolge gab es Schäden an der Ausrüstung, und die Fördertätigkeit wurde vorerst eingestellt. Die Mitarbeiter seien jedoch unversehrt.

Russia attacks Poltava region gas production infrastructure overnight #Ukraine

— AmplifyUkraine 🔱🇺🇦 (@amplifyukraine.eu) 15. Oktober 2026 um 09:40
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In der Nacht zum heutigen Donnerstag setzte das russische Militär der ukrainischen Luftwaffe zufolge 580 Drohnen unterschiedlichen Typs und 2 Raketen gegen Ziele in der Ukraine ein. 536 Drohnen konnten demnach rechtzeitig abgefangen werden. Dennoch habe es an 31 Orten Einschläge gegeben. Dazu hätten herabstürzende Trümmer an elf weiteren Stellen Schäden verursacht, hiess es.

Erneuter Angriff auf ein Handelsschiff vor Rumäniens Küste

Vor der Küste Rumäniens ist erneut ein Feuer auf einem Handelsschiff ausgebrochen. Bei dem Zwischenfall am frühen Morgen im Schwarzen Meer rund 24 Kilometer von der Stadt Sulina konnten vier Seeleute gerettet werden, wie die Schifffahrtsbehörde in der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

Acht Seeleute würden noch vermisst. Eine Lösch- und Rettungsaktion sei im Gange, hiess es weiter. Ob der Brand durch einen Treffer mit einer Drohne ausgelöst wurde, konnte die Behörde weder bestätigen noch ausschliessen. Zuvor hatten rumänische Medien berichtet, dass die Crews anderer Schiffe in der Nähe einen Drohnenangriff auf das in Brand gesetzte Schiff beobachtet hätten.

‼️ [ 🇷🇴 ROUMANIE | 🇷🇺 RUSSIE | 🇺🇦UKRAINE ]🔸Le navire commercial Wine Trader, battant pavillon de Saint-Marin, aurait été touché par deux drones dans les eaux territoriales roumaines, en mer Noire, à environ 13 milles nautiques au sud-est de Sulina.

— Little Think Tank (@littlethinktank.fr) 15. Oktober 2026 um 14:06
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Die Stadt Sulina liegt an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Das Schiff, ein Tanker für chemische Substanzen, war nach Angaben der rumänischen Behörde unter der Flagge von San Marino unterwegs. In der Nacht habe Rumäniens Luftabwehr im Raum Sulina eine Drohne aus Richtung der nahe gelegenen Ukraine gesichtet, die aber nach einer Minute wieder vom Radar verschwand, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest berichtete.

Zu einem ähnlichen Zwischenfall bei Sulina war es bereits am Mittwochabend gekommen. Dabei war Feuer auf einem unbeladenen Schiff ausgebrochen, das unter der Flagge der Komoren-Insel fuhr. Die Besatzung konnte den Brand noch vor Eintreffen der Seeretter löschen und blieb unverletzt. Ob in diesem Fall ein Drohnen-Treffer die Ursache war, sollen nun die Behörden prüfen, sagte Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruta.

Terrorverdacht: Russland nimmt schwedischen Bürger fest

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Festnahme eines angeblich für die Ukraine kämpfenden schwedischen Staatsangehörigen gemeldet.

Der Mann habe als Kommandeur einer Drohnen-Einheit an der Seite von Kiews Truppen gekämpft und sei beim illegalen Grenzübertritt im Gebiet Pskow im Westen Russlands festgenommen worden, teilte der FSB mit

. Es gebe Dokumente, die seine Teilnahme an Kampfhandlungen gegen Russland bestätigten. Geprüft werde nun, ob er sich der Organisation terroristischer Handlungen schuldig gemacht habe, hiess es.

Die russischen Geheimdienstangaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. «Unter dem Vorwand, in die Reihen der russischen Streitkräfte einzutreten, reiste er in die Russische Föderation ein, um Sabotage- und Terroranschläge auf militärische Einrichtungen zu verüben», erklärte der FSB.

🇷🇺 Russia's FSB security service said on Thursday it had detained a Swedish man it suspects of ​planning attacks and sabotage on behalf of Ukraine after entering #Russia on ‌the pretext of seeking to join the Russian army.www.reuters.com/world/europe...

— Russia-Ukraine Daily News (@rvps2001.bsky.social) 15. Oktober 2026 um 11:09
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Der Mann soll demnach die Grenze von einem benachbarten Land unerlaubt überquert haben. Der Geheimdienst teilte nicht mit, welches Land gemeint ist. Das Gebiet Pskow hat Grenzen mit Belarus und den EU- und Nato-Mitgliedstaaten Estland und Lettland.

Der FSB meldet immer wieder die Festnahme von Verdächtigen, die im Auftrag ukrainischer oder westlicher Geheimdienste Anschläge oder Sabotageakte verübt oder geplant haben sollen. Die Behörde warnt zudem regelmässig ihre eigenen Bürger davor, sich für Verbrechen gegen den russischen Staat anwerben zu lassen.

Selenskyj kritisiert Trumps Kurs im Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fühlt sich durch den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Russland und andere Schritte der US-Führung betrogen. Auf eine entsprechende Frage des britischen Moderatoren Piers Morgan antwortete Selenskyj während seines Besuchs in London: «In der Tat, ja, unter uns gesagt.» Zu den Handlungen von Trump sagte er, das sei «nicht die richtige Seite der Geschichte».

Morgan schloss in seine Frage auch Trumps Behauptung ein, dass ein Energie-Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine vereinbart worden sei. Dem seien russische Bombardements auf ukrainische Energieanlagen gefolgt. Selenskyj sagte, die Lage sei komplizierter als seine Emotionen, es gehe nicht nur um ihn. «Unser Land muss überleben», sagte er.

Das Verhältnis zwischen Selenskyj und Trump ist zuletzt drastisch abgekühlt.

Trump hatte nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf seiner Plattform Truth Social verkündet, Russland werde umgehend mehr als 300'000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellen. Dafür sollten Sanktionen ausgesetzt werden.

«Es ist schade, dass wir einen starken Partner verlieren», beschrieb Selenskyj seine Reaktion. Die Ukraine könne sich keine Schwäche erlauben. «Wir verkaufen unser Land nicht.» Es gehe nicht um Business, sondern um das Leben, das eigene Land. Es sei schmerzhaft, wenn Trump nicht ihre Seite wähle, sagte der ukrainische Präsident. Es sei okay, wenn der US-Präsident «in der Mitte» stünde. «Aber wenn man in der Mitte ist, muss man in der Mitte bleiben.» Er wisse nicht, wer Trump auf die falsche Seite dränge. «Aber das ist nicht die richtige Seite der Geschichte», sagte Selenskyj.

EU überweist Ukraine Milliardensumme für Drohnen und Raketen

Die EU hat der Ukraine 2,86 Milliarden Euro für den Kauf von Drohnen, Luftverteidigungssystemen und Raketen überwiesen.

«Diese Mittel werden der Ukraine helfen, ihren dringenden Bedarf auf dem Schlachtfeld zu decken und ihre Verteidigungsfähigkeit gegen den russischen Angriffskrieg zu stärken», sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Das Geld sei konkret für die Beschaffung von Rüstungsgütern von ukrainischen Unternehmen vorgesehen.

Zu den Spekulationen, dass das US-Unternehmen Starlink auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump die Leistung des von den ukrainischen Streitkräften intensiv genutzten Satelliteninternetsystems gedrosselt haben könnte, um Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auszuüben, wollte sich die Kommission nicht äussern. Eine Sprecherin sagte, man kenne die Berichte über Störungen. Solange man nicht über mehr Informationen verfüge, könne man dazu aber nichts weiter sagen.

Die Sprecherin betonte zudem, dass die Kommission keine Hinweise darauf habe, dass die USA die Weitergabe von Geheimdienstinformationen eingestellt hätten. Ihr Wortlaut schloss allerdings nicht aus, dass es Hinweise auf eine Einschränkung der Weitergabe geben könnte.

Neuer ukrainischer Vorwurf: Wurde Starlink gedrosselt?

Das Umfeld des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat dem Betreiber des amerikanischen Satelliteninternetsystems Starlink vorgeworfen, die für die Armee wichtigen Dienste zu drosseln.

«Aktuell betreffen die Einschränkungen das "Militärpaket» der Dienste von StarShield; sie wurden auf eine Geschwindigkeit von 100 Meilen (160 Kilometer) pro Stunde begrenzt", teilte Präsidentenberater Serhij Beskrestnow auf sozialen Netzwerken mit.

Rettungskräfte helfen einem verletzten Bewohner in Kiew über eine Leiter von seinem Balkon hinunter.

Die Betreiberfirma SpaceX habe das ukrainische Militär nicht über die Drosselung informiert. «Das hat zum Scheitern von einigen Missionen geführt», schrieb Beskrestnow. Er führte das Limit auf die «aktuelle politische Situation» zurück. Zuvor hatte bereits der Ex-Berater im Verteidigungsministerium, Serhij Sternenko, auf die Einschränkungen hingewiesen. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht dafür.

Das ukrainische Militär nutzt das Satelliteninternet unter anderem, um Drohnen bei ihrem Zielanflug fernzusteuern. Diese fliegen in der Regel schneller als 160 Kilometer pro Stunde. Bei gedrosselter Geschwindigkeit der Satellitenverbindung könnte die Verbindung zur Drohne ausfallen.

Hunderttausende in Ukraine ohne Strom

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen überzogen. In der Folge gebe es Tote und Verletzte, zudem seien mindestens 600.000 Haushalte ohne Strom, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Selenskyj warf Moskau vor, der Aufforderung von US-Präsident Donald Trump zu einer Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen nicht zu folgen. Er sprach von einem bewussten Angriff in bezeichnendem Ausmass, «so eine demonstrative Missachtung Russlands gegenüber Amerika gab es noch nicht». Er rief Trump zu harten Sanktionen gegen Russland auf und bat um zusätzliche Abwehrsysteme vom Typ Patriot, die als wirksam gegen ballistische Raketen gelten und an denen es der Ukraine mangelt.

Raketen treffen Kiew – Ukrainer beklagen fehlende Vorwarnung

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut von ballistischen Raketen aus Russland getroffen worden – und auch diesmal habe es keine vorherige Warnung der Verbündeten gegeben, beklagte die Staatsführung. Unmittelbar nach Auslösung des Luftalarms am späten Abend seien schon die ersten Explosionen in der Millionenmetropole zu hören gewesen, berichtete das ukrainische Nachrichtenportal «The Kyiv Independent». Laut Bürgermeister Vitali Klitschko sei ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen worden und in Flammen aufgegangen, es gebe mindestens 2 Tote und mehr als 20 Verletzte.

Russischer Raketenangriff auf ein Wohnhaus in Kiew. (13. Oktober 2026)

Wie schon am Vortag hätten die internationalen Partner auch diesmal keine Warnhinweise auf einfliegende Raketen gegeben, sagte der ukrainische Präsidentenberater Dmytro Lytwyn dem Bericht zufolge vor Journalisten. Auch die ukrainische Luftwaffe habe dies bestätigt. Die Ukraine verliess sich in ihrem seit 2022 andauernden Abwehrkampf gegen Russland bislang vor allem auf Aufklärungsdaten des US-Militärs, aber auch auf die anderer Nato-Mitgliedsstaaten. Die US-Regierung bestritt zuletzt Vorwürfe aus Kiew, wonach militärische Informationen nicht mehr mit den Ukrainern geteilt würden.

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Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland die Angriffe auf Kiew und andere Städte verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Munition.

Verschärft wird die Notlage der Ukraine durch die jüngsten Spannungen zwischen Kiew und Washington. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte am Dienstag erneut ausgebliebene Warnungen der Verbündeten vor Raketenangriffen. Dadurch sei ein Heizkraftwerk im Osten Kiews getroffen worden, hinzu kamen demnach ein Toter und sechs Verletzte. Die Raketen seien erst im Anflug auf Kiew von den Radaren entdeckt worden, sagte Selenskyj. Wenige Stunden später folgten die Angriffe auf Kiew.